Hallo Jost!
Du hast Recht, es musste keine Korrektheit verifiziert werden – zum Glück! Denn der Aufwand war auch so schon gigantisch. Ich habe über mehrere Monate insgesamt etwa 550 Fragen zusammengestellt, von denen dann letztlich 360 übrig geblieben sind. Das Hauptproblem bestand – neben dem Wühlen in den dunkelsten Ecken menschlicher (und nicht zwangsläufig meiner eigenen!) Vorlieben/Abgründe/Peinlichkeiten/Ansichten/Wünsche/Absonderlichkeiten usw. – vor allem im Zusammenstellen der richtigen Mischung. In unzähligen Testspielen galt es herauszufinden, welche Fragen zu langweilig oder zu heftig sind, und wo Befindlichkeiten zu sehr berührt werden. Da die Grundanlage von Privacy ja darauf abzielt, auf einer Grenze zu balancieren, sie aber möglichst nicht zu überschreiten, zumindest nicht unangenehm, war sehr viel Sorgfalt vonnöten. Denn wo ist die Grenze? Jeder setzt seine eigene, das hat sich deutlich gezeigt, nämlich ganz entschieden woanders. Allein die Frage, wie groß der Anteil unterhalb der Gürtellinie sein sollte (und in welcher Ausdrücklichkeit?), war äußerst schwierig zu beantworten. Es geht übrigens nur etwa ein Drittel in diese Richtung (auch wenn es irgendwie mehr zu sein scheint …).
Letztlich war es bei Privacy so, wie bei den allermeisten Spielen auch: es steckt unendlich viel Arbeit drin, vom ersten Gedankenfunken bis hin zum letzten Komma auf der Schachtel.
Viele Grüße,
Reinhard
www.staupe.com