Beitragvon Frank » 10. November 2004, 16:57
Hartmut schrieb:
> Du gönnst einem keine Ruhe, was?
??? niemand zwingt dich mitzulesen, mitzudiskutieren oder was auch immer :-O
>[Ganz ohne Smilies - die sieht man
> so im offline Reader nicht -, das habe ich ja einleitend
> geklärt]
nun, dann bringt das aber wirklich nix, weil du ständig einen nicht ganz unerheblichen teil der botschaft verpaßt und so manches ohne smilies deutlich gröber klingt, als es selbstverständlich gemeint ist.
ich mag ja beispielsweise eigentlich nicht mit leuten über politik diskutieren, die immer nur die überschriften lesen und die nuancen im kleingedruckten in keinster weise zur kenntnis nehmen, denn das wäre dann ausgesprochen sinnlos. das ist in etwa der vergleich, der sich mir aufdrängt...
> Jaja, die Läden. Klar war ich guter Kunde bei dem besten
> dieser Läden in Berlin: "Das Spiel" (Ludwig-Kirch-Straße in
> Charlottenburg), als unser heutiger Spielbox-Chefredakteur
> Matthias dort noch sehr kompetent Spiele an den Mann brachte.
ja, war für meinen persönlichen spielerischen geschmack ein sehr guter laden, wenn auch viel zu speziell auf cosims und importe ausgerichtet, um irgendeine art von massenwirkung zu erzielen. nicht umsonst ist dieser laden (und auch das hamburger pendant) geschichte...
> "Spielbrett" in Kreuzberg war etwas entlegen, kam da auch
> nicht heran (Auswahl: ja, Beratung: naja - damals
> wohlgemerkt), habe ich aber auch mal von innen gesehen.
den hingegen gibt es noch immer in doppelter ausführung. vielleicht für deinen geschmack naja, aber dort tanzte *damals* wenigstens wirklich der bär und hunderte (oder tausende ?) wurden mit dem spielevirus in den 80ern infiziert.
> Aber
> die Spieleszene definiert sich nicht über zwei Geschäfte.
> Spielekreise? Turniere? Erzähl nichts, das kam dann
> vielleicht in den 90ern.
tut mir sehr leid, aber da muß ich jetzt ausgesprochen deutlich werden : das ist quatsch ! "habe ich mal von innen gesehen" reicht definitiv nicht aus, um dazu mehr oder weniger unqualifizierte bemerkungen abzulassen. wenn ich allein daran denke, wieviele leute ich im umfeld der kreuzberger läden kennengelernt habe und mit denen ich spielenderweise so manches wochenende verbrachte, ohne sie vorher gekannt zu haben, geht das wohl eher in den hunderter bereich.
und daß das nicht in den 90ern war, ist so sicher wie das amen in der kirche, denn ich hatte das letzte mal kurz nach maueröffnung im spielbrett gejobt, um mich dann dem aufbau einer vergleichbar wuseligen und sprießenden kultur für computerspiele zuzuwenden (was übrigens anfänglich soagr sehr gut funktionierte, aber langfristig scheiterte)
> Ich weiß noch, wie ich mitte der
> 80er mit drei Freunden das Novotel in Siemensstadt
> ansteuerte, sollte dort doch die regionale Entscheidung für
> die Brettspielmeisterschaften stattfinden (damals noch von
> Sven Kübler / ex-Krone-Spieler initiiert). War wegen
> Überfüllung geschlossen (außer uns war keiner da). Nee, da
> machst Du Dir was vor.
das wohl eher nicht, denn im gegensatz zu dir war ich offensichtlich nicht nur räumlich dichter am geschehen, aber brettspielmeisterschaften als maßstab für die spieleszene ??? also bitte ! für mich persönlich (aber ich kenne, was das betrifft, noch deutlich mehr von meiner sorte...) ist "andere beim meisterichen spielen zu beobachten", wohl so ziemlich das ödeste, das ich mir vorstellen kann. also wir spielen eigentlich lieber selbst, statt anderen nur dabei zuzusehen und so wundert mich das überhaupt nicht, daß so eine veranstaltung in einer stadt wie berlin, mit tausenden anderen beschäftigungsmöglichkeiten, zum rohrkrepierer nutierte...
> Was sagt uns das zum Thema? Läden... Händler... Wo waren die
> Spieler?
tsss, vielleicht in essen, weil die spielertage nun mal in essen stattfinden und nicht in berlin ? und der rest der berliner, naja, mutmaßlich in berlin und dieser muß nicht unbedingt jedes jahr durch die halbe republik fahren, um zu spielen, ebensowenig, wie der gemeine nrw´ler zur grünen woche fahren müßte, um dort mal was exotisches zu futtern.
> weitestgehende Zustimmung (außer mal wieder die Fokussierung
> auf "Läden"). Und da war in Berlin eben lange Zeit nichts.
diese wiederholung macht es nicht richtiger. ich zitiere aus einem anderen beitrag von mir :
[...]
währenddessen die suche im (auch weiteren) umfeld der essener spieletage bei meinen damaligen besuchen eher wüstenähnlichen charakter offenbarte...
[...]
und mit "damalig" meine ich tatsächlich die 80er, wo mir in der essener umgebung nix anderes in erinnerung ist, als der eine oder andere fanpro-laden.
> Aber ohne Hertha BSC wäre sie nicht minder erfolgreich
> gewesen. Aber ohne Schalke? ohne Dortmund? ohne Bochum? oder
> früher: ohne Rot-Weiß Essen? MSV Duisburg? usw. usw.
äh ja...irgendwie hattest du den vergleich wohl nicht wirklich verstanden. ich meinte damit weder hertha, noch schalke, sondern die ganzen kleinen vereine, die fußballer ausbilden und breitensport machen und ohne die auch eine bundesliga ziemlich alt aussehen würde und in dieser form mutmaßlich eher nicht existieren würde. die essener spielertage sind, wie die bundesliga, sozusagen die nationale krone auf dem ganzen, aber wenn darunter nix wäre, wäre diese veranstaltung auch nix wert und würde nicht (mehr) existieren.
> Ich schwimm eben nicht mehr im eigenen Saft so wie Du.
nun, um komplett im eigenen saft zu schmoren, war ich den letzten jahren mutmaßlich viel zu oft und zu lange im ausland, aber zumindest schwimme ich deshalb nicht so sehr im deutschen bratenfett, um nicht auch mal einen blick über den spielbrettrand hinaus wagen zu dürfen :-P
> Auch schadest Du mit diesem Lokal-Geprolle (ob ironisch oder
> nicht) Berlin mehr als Du denkst - im Vergleich der positiven
> Außenwirkung war selbst JFK mehr Berliner als Du.
ach du meine güte...
*prust*, das würde ich mir aber an deiner stelle nochmal in aller ruhe durchlesen, auch wenn ich mich selbstverständlich geschmeichelt fühle, daß ich angeblich mit jfk in einer gleichen liga spielen soll.
so, das war jetzt übrigens mein unwiderruflich letzter beitrag zu diesem thread :)
frank