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Hartmut

RE: nach BERLIN und schluß mit den spieletagen in Essen !

Beitragvon Hartmut » 9. November 2004, 17:04

Hallo Volker,

>> Gottseidank sind wir Berliner nicht alle so komisch drauf
>> (beste Grüße an Günter Cornett).
>
> Der ist ja nun wirklich kein Berliner, sondern betont ja
> selbst, dass er ein Zugereister ist :-D

Hat meine Sympathie. Hier, wo ich jetzt lebe, bin ich das auch nur und keiner schaut mich schief an. Ist in Berlin aber (anders als in anderen, meist südlichen gefilden Deutschlands) ebenfalls so - klare Pluspunkte für Berlin UND das Ruhrgebiet.

> "Das ist Berlin, Berlin, die ewig junge Stadt,
> das ist Berlin, die Stadt, die meine Liebe hat;
> genau im Mittelpunkt der Welt
> hat sie der Herrgott hingestellt.
>
> Oh mein Berlin, Berlin, Du Perle an der Spree,
> wer Dich erst kennt, Berlin, der sagt Dir nie ade,
> denn Deinem Zauber dem kann keiner mehr entflieh'n
> oh mein Berlin, Berlin, Berliiiiiiiiin" :-)

Auf welche Melodie muss man denn diese Ode singen? Unterscheidet sich 88.8 von den anderen dadurch, dass er statt Tina Turner und Phil Collins die Wildecker Herzbuben und Gebrüder Blattschuss in der Endlosschleife abspielt?

Wie auch immer, Dein Lokalpatriotismus sei Dir mit Freuden verziehen, Du hast wie alle "echten" Berliner Sinn für Humor, und die stadtbekannte "Schnauze" darf man ja auch mal zeigen ;-)

Hartmut

PS: ach ja, und die SPIEL bleibt in Essen!

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Volker L.

[OT] Melodie (war: RE: nach BERLIN und schluß mit den spieletagen in Essen !)

Beitragvon Volker L. » 9. November 2004, 18:08

Hartmut schrieb:
>
> Hallo Volker,
>
> > "Das ist Berlin, Berlin, die ewig junge Stadt,
> > das ist Berlin, die Stadt, die meine Liebe hat;
> > genau im Mittelpunkt der Welt
> > hat sie der Herrgott hingestellt.
> >
> > Oh mein Berlin, Berlin, Du Perle an der Spree,
> > wer Dich erst kennt, Berlin, der sagt Dir nie ade,
> > denn Deinem Zauber dem kann keiner mehr entflieh'n
> > oh mein Berlin, Berlin, Berliiiiiiiiin" :-)
>
> Auf welche Melodie muss man denn diese Ode singen?

Kennst Du das Lied nicht?
Soweit mir bekannt, ist das ein echter Berlin-Song und
nicht etwa eine Variante zur Melodie eines anderen Liedes.
Die Compi-Tastatur lässt leider keine Notenschrift zu (nicht,
dass ich in der Lage wäre, die Melodie aufzuschreiben, wenn
dem so wäre :-| ), daher kann ich es Dir höchstens mal
vorsingen, -summen oder -pfeifen, wenn wir uns mal
persönlich begegnen.

> Unterscheidet sich 88.8 von den anderen dadurch, dass er
> statt Tina Turner und Phil Collins die Wildecker Herzbuben
> und Gebrüder Blattschuss in der Endlosschleife abspielt?

Sie haben eine gesunde Mischung aus deutschen und internationalen
Titeln, aktuelles und aus früheren Jahrzehnten - aber vor allem
spielen sie nicht permanent Musik (nur unterbrochen von 5 min
Nachrichten jede Stunde sowie aktuellen Verkehrswarnungen),
sondern haben auch Wort-Beiträge und (kurze) Reportagen im
Programm.

Gruß, Volker

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Hartmut

RE: [OT] Melodie (war: RE: nach BERLIN und schluß mit den spi...

Beitragvon Hartmut » 10. November 2004, 00:12

Hi Volker,

> Kennst Du das Lied nicht?
Nö, ist vielleicht noch keine 15 Jahre alt und traut sich außerhalb Berliner Stadtgrenzen kein Sender zu spielen :-)

>... daher kann ich es Dir höchstens mal
> vorsingen, -summen oder -pfeifen, wenn wir uns mal
> persönlich begegnen.
Komme ich gerne drauf zurück. Vor Ostern 2005 werde ich es aber nicht nach Berlin schaffen (oder Du nach Essen/Dorsten).

>> Unterscheidet sich 88.8 ...
> ... aber vor allem
> spielen sie nicht permanent Musik (nur unterbrochen von 5 min
> Nachrichten jede Stunde sowie aktuellen Verkehrswarnungen),
> sondern haben auch Wort-Beiträge und (kurze) Reportagen im
> Programm.

Naja, komme ja wenn dann nicht zum Radiohören nach Berlin. Wenn man die zwei Stunden ab Magdeburg aber das Autoradio auf Berliner Sender trimmt, ist einem dieses "Hauptstadtradio-tralala" schon sehr auf den Wecker gegangen. Nach der Wende sind Vollprogrammsender, wie es der SFB und RIAS waren, einfach auf der Strecke geblieben. Da lob ich mir hier den WDR.

Man sieht sich sicher mal... Beste Grüße

Hartmut
- www.hiespielchen.de -

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Volker L.

RE: [OT] Melodie (war: RE: nach BERLIN und schluß mit den spi...

Beitragvon Volker L. » 10. November 2004, 01:01

Hartmut schrieb:
>
> Hi Volker,
>
> > Kennst Du das Lied nicht?
> Nö, ist vielleicht noch keine 15 Jahre alt und traut sich
> außerhalb Berliner Stadtgrenzen kein Sender zu spielen :-)

ähem, es ist [i]sehr[/i] viel älter...
pack auf Deine Schätzung nochmal irgendwas zwischen 50 und 100 Jahre
drauf, dann müsste das in etwa hinkommen ;-)

> >... daher kann ich es Dir höchstens mal
> > vorsingen, -summen oder -pfeifen, wenn wir uns mal
> > persönlich begegnen.
> Komme ich gerne drauf zurück. Vor Ostern 2005 werde ich es
> aber nicht nach Berlin schaffen (oder Du nach Essen/Dorsten).

Wann ich das nächste Mal nach Essen komme, kann ich Dir sagen: mitte Oktober 2005 :-)
(sofern nicht doch der Vorschlag weiter oben in diesem Thread ... :lol: )

> >> Unterscheidet sich 88.8 ...
> > ... aber vor allem
> > spielen sie nicht permanent Musik (nur unterbrochen von 5 min
> > Nachrichten jede Stunde sowie aktuellen Verkehrswarnungen),
> > sondern haben auch Wort-Beiträge und (kurze) Reportagen im
> > Programm.
>
> Naja, komme ja wenn dann nicht zum Radiohören nach Berlin.
> Wenn man die zwei Stunden ab Magdeburg aber das Autoradio auf
> Berliner Sender trimmt, ist einem dieses
> "Hauptstadtradio-tralala" schon sehr auf den Wecker gegangen.
> Nach der Wende sind Vollprogrammsender, wie es der SFB und
> RIAS waren, einfach auf der Strecke geblieben. Da lob ich mir
> hier den WDR.

88,8 [i]ist[/i] das frühere SFB1 - und sooo sehr hat es sich im grundsätzlichen
Charakter nicht geändert.

Gruß, Volker (seit jeher SFB-Hörer)

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Frank

RE: nach BERLIN und schluß mit den spieletagen in Essen !

Beitragvon Frank » 10. November 2004, 13:06

Günter Cornett schrieb:

> Du meinst also etwas Ähnliches wie einen langen Marsch der
> Spielermassen durch die dt. Provinzen bis in kleines Häuflein
> unbelehrbarer Nicht-Spieler sich nach Helgoland zurückziehen
> muss? Könnt ein lustiger Versuch werden, mehr aber sicherlich
> nicht.

nicht wirklich, aber alle paar jahre oder so ( alle 5 ?) mal an einen anderen ort, könnte durchaus frischen wind in die geschichte bringen...


> > die tatsache, daß ca. 70.000 - 90.000 rheinländische besucher
> > zu faul sind, ihe hintern auch mal quer durch die republik zu
> > karren ( :-D ), kann, darf und sollte kein hinderungsgrund
>
> Irgendwie habe ich den Verdacht, hier spricht ehe dein fauler
> Hintern ;-)

nicht auszuschließen, denn wir berliner *sind* faul, allerdings war ich mutmaßlich schon öfter auf der essener messe, als die meisten essener auf der funkausstellung, wobei es mir in den letzten jahren aber leider nicht möglich war, da meine kiddies (teilweise) noch viel zu klein sind, um spaß daran zu haben bzw. mir den einigermaßen ungestörten spaß zu erlauben.

und ja, auch ich kenne mindestens ein dutzend leutchen, die sich die veranstaltung gerne mal reintun würden, auch auf eienr regelmäßigen basis, die aber den weiten weg ins eher unprickelnde essen nie und nimmer nicht antreten würden oder wollten...


> > wobei nochmals angemerkt sei,
> > daß es den interessierten ausländischen besuchern mutmaßlich
> > sowieso egal ist, wo die sache stattfindet, es ihnen aber in
>
> Widersprichst du dir da nicht?
> Wenn es den ausl. Besuchern egal ist, brauchts doch kein
> Umzug nicht.

wenn du den satz in der mitte durchschneidest, mag das so aussehen ;-) , aber der komplette satz lautete eigentlich :

[...]
wobei nochmals angemerkt sei, daß es den interessierten ausländischen besuchern mutmaßlich sowieso egal ist, wo die sache stattfindet, es ihnen aber in einer größeren und interessanteren stadt, wie berlin, münchen oder hamburg lieber wäre.
[...]

...und ich würde sogar noch einfügen wollen : *deutlich* lieber wäre


> Mach doch mal ne Umfrage unter den polnischen Spielern auf
> der Hobbyland ... ;-)

auf der was ? :-))


> > skandinavien und übersee anziehen, was wohl auch
>
> Berlin ist voll von Norwegern, denen der Weg nach Essen zu
> weit ist, geradezu überlaufen ...

das vielleicht nicht, aber hier gibt es wohl insgesamt deutlich mehr norwegische touristen, als in essen, denn was wollten die da drüben, wenn nicht gerade spielertage sind ? ich meine ja nur, daß erheblich mehr internationale spieler (wikinger, samurai, niederländer, die den rassismus der nrw´ler nicht mehr ertragen können wollen, whatever) einen besuch der spielertage in erwägung ziehen würden, wenn diese in berlin wären, weil sie dann nebenbei gleich noch berlin touristisch abhaken können. das sagte jedenfalls meine kleine japanerin ziemlich deutlich, denn sie hätte allein ihre reisegruppe auf die dopppelte stärke eingeschätzt, wenn die spielertage "in einer interessanteren stadt" stattfinden würden und sie nannte dabei namentlich berlin oder münchen.


> Frank, ich hab das Gefühl, du bist nur ein getarnter
> Rheinländer, der Berliner als nicht so helle darstellen
> will. ;-)

nope, bin durch mehrere generationen hindurch ein reinrassiges produkt berliner inzucht :-D

...und auch über meinen iq konnte ich mich bisher eigentlich nicht beklagen, denn als er das letzte mal "gemessen" wurde (vor ca. 15 jahren oder so), lag er ziemlich exakt bei 140 8-) o.k., ich kann natürlich nicht wirklich ausschließen, daß der durch so manche kreuzberger nacht...äh...abgestürzt ist bzw. würde ich dieses sogar rmutmaßen, aber mehr als 1 pünktchen pro jahr wohl hoffentlich nicht und das sollte eigentlich noch immer locker ausreichen, um mit dem durchschnittlichen nrw´ler einen strauß ausfechten zu können :-D


> Viele Messebesucher würden übrigens umkehren, wenn sie mit
> der Alt-Kreuzberger Parole 'Ausländer rein - Rheinländer
> raus' konfrontiert würden. :grin:

tja, die welt ist schlecht, aber irgendwie müssen wir ja unsere niederländischen brüder und schwestern rächen, die in nrw eine oft ähnliche oder soagr schlimmere behandlung erfahren :)

frank

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Frank

Re: Unnötige Diskussion

Beitragvon Frank » 10. November 2004, 13:17

JTS schrieb:

> das ist ja wohl eine der unnötigsten Diskussionen, die ich je
> gesehen habe.

es gibt eigentlich keine unnötigen diskusionen, aber zumindest ist diese hier nötiger oder zumindest deutlich spannender als die frage, wann ein PEEP ein PEEP ist...


> Und Ironie habe ich leider auch nicht erkannt....

tja, so sind sie die nordeutschen :-D
wenn du das nicht erkannt hast, obwohl eine kleine smiley-armee gesetzt wurde...


> Als Bremer liegt Essen natürlich für mich nicht unbedingt
> schlecht, besser als Berlin zumindest. das Argument, das die
> Rheinländer zu faul sind, ihren Arsch nach Berlin zu bewegen,
> ist ja wohl angesichts der Aussage "dannn kann ich abends mit
> der S-Bahn nach Hause fahren" der grösste Witz.

es ist nicht wirklich fair, aus dem zusammenhang gerissene statements, zweier verschiedener leutchen, in einem satz neu zusammenzumischen, um diesen dann als scheinbar getätigte äußerung hinzustellen...


> Abgesehen von der Tradition ist Essen doch ziemlich
> zufriednestellend. OK, die Hallen sind etwas unübersichtlich,
> aber sonst, genügend Übernachtungsmöglichkeiten sind
> vorhanden und wer braucht schon grosse Abendunterhaltung,

berliner oder/und internationale besucher, die auch mal über den spielbrettrand hinausblicken möchten ? 8-)


>bei
> uns heisst es immer was Essen und ins Bett fallen.

tja, so sind sie die nordeutschen :-D


> Außerdem
> ist es ziemlich anmaßend zu behaupten, in Essen wäre
> überhaupt nix los.

woher willst du das eigentlich wissen ? ich dachte du schläfst dann immer schon :-P

frank

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Frank

RE: nach BERLIN und schluß mit den spieletagen in Essen !

Beitragvon Frank » 10. November 2004, 13:21

Mick schrieb:
>
> Kann es sein, dass hier jemand nicht so richtig zwischen
> Rheinland und Ruhrgebiet unterscheiden kann?

nun, die spielertage finden in nrw statt, aber die besucher rekrutieren sich natürlich auch aus dem umfeld und das liegt im wesentlichen rechts und links des rheins und deshalb bezeichne ich die spielertage eben als gerne im eine rheinländische veranstaltung, denn jedesmal die ganzen volksgruppen einzeln aufzuzählen, wäre doch a bissl mühsam...

frank

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Frank

RE: nach BERLIN und schluß mit den spieletagen in Essen !

Beitragvon Frank » 10. November 2004, 13:23

Hartmut schrieb:

> ... und die SHIFT-Taste gibt's auf Berliner Tastaturen auch
> nicht ;-)

stimmt, aber die wird normalerweise auch nur in regionen eingebaut, in denen das aufkommen an verkehrpolizisten höher ist :-P

frank

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Günter Cornett

RE: nach BERLIN und schluß mit den spieletagen in Essen !

Beitragvon Günter Cornett » 10. November 2004, 13:31

Frank schrieb:
>
> Günter Cornett schrieb:
>
> > > wobei nochmals angemerkt sei,
> > > daß es den interessierten ausländischen besuchern mutmaßlich
> > > sowieso egal ist, wo die sache stattfindet, es ihnen aber in
> >
> > Widersprichst du dir da nicht?
> > Wenn es den ausl. Besuchern egal ist, brauchts doch kein Umzug nicht.
>
> wenn du den satz in der mitte durchschneidest, mag das so
> aussehen ;-) , aber der komplette satz lautete eigentlich :

sorry, na gut, antworte ich mal darauf:

> [...]
> wobei nochmals angemerkt sei, daß es den interessierten
> ausländischen besuchern mutmaßlich sowieso egal ist, wo die
> sache stattfindet, es ihnen aber in einer größeren und
> interessanteren stadt, wie berlin, münchen oder hamburg
> lieber wäre.
> [...]

Diesen Aspekt hatte ich als unwesentlich überlesen. Denn wenn ich zur Spiele-Messe nach Essen fahre und habe keine Zeit für irgendwelche Sehenswürdigkeiten. Das war schon so, bevor ich einen eigenen Stand hatte. Ich fahre auf die Messe zum Spiele(verkaufe)n, spiele abends das eine odere andere Spielchen und schlaf dann viel zu wenig.

Wenn ich da noch Sehenswürdigkeiten begucken wollte, hätte ich weniger Zeit für die Messe.

> > Mach doch mal ne Umfrage unter den polnischen Spielern auf
> > der Hobbyland ... ;-)
>
> auf der was ? :-))

http://www.hobbyland-berlin.de/

Das Berliner Pendant zur Essener Spielemesse, feiert gerade sein 10jähriges..
1997 hatten wir da mal einen Stand. Ne Fahrt zum Herne Spielewahnsinn ist für mich als Aussteller aber ökonomisch sinnvoller. Auch auf der Creativa in Dortmund lief es besser als in Berlin.

Ich schätze mal, es gibt in Berlin einfach zu viele Alternativangebote - das ist für die Spielemesse ein Nachteil, kein Vorteil.

> > > skandinavien und übersee anziehen, was wohl auch
> >
> > Berlin ist voll von Norwegern, denen der Weg nach Essen zu
> > weit ist, geradezu überlaufen ...
>
> das vielleicht nicht, aber hier gibt es wohl insgesamt
> deutlich mehr norwegische touristen, als in essen, denn was
> wollten die da drüben, wenn nicht gerade spielertage sind ?

Eben, wenn die nach Essen fahren, besuchen sie auch die Spielemesse und stehen nicht den ganzen Tag in der Reichstagswarteschlange rum.

> ich meine ja nur, daß erheblich mehr internationale spieler
> (wikinger, samurai, niederländer, die den rassismus der
> nrw´ler nicht mehr ertragen können wollen, whatever) einen

Die Niederländer haben Eindhoven. Und wenn ich die Zeit hätte, würde ich auch als Besucher eher nach Eindhoven fahren als auf die Hobbyland.

> besuch der spielertage in erwägung ziehen würden, wenn diese
> in berlin wären, weil sie dann nebenbei gleich noch berlin
> touristisch abhaken können. das sagte jedenfalls meine kleine
> japanerin ziemlich deutlich, denn sie hätte allein ihre
> reisegruppe auf die dopppelte stärke eingeschätzt, wenn die
> spielertage "in einer interessanteren stadt" stattfinden
> würden und sie nannte dabei namentlich berlin oder münchen.

Was sagt uns das? Deine kleine Japanerin spielt nicht so gern.

> > Frank, ich hab das Gefühl, du bist nur ein getarnter
> > Rheinländer, der Berliner als nicht so helle darstellen
> > will. ;-)
>
> nope, bin durch mehrere generationen hindurch ein
> reinrassiges produkt berliner inzucht :-D

Oh, ein Eingeborener. Irgendwo habe ich noch ein paar Glasperlen rumliegen...

> ...und auch über meinen iq konnte ich mich bisher eigentlich
> nicht beklagen, denn als er das letzte mal "gemessen" wurde
> (vor ca. 15 jahren oder so), lag er ziemlich exakt bei 140

ich glaube hier müssen wir wieder fragen: cm oder m ;-)

> 8-) o.k., ich kann natürlich nicht wirklich ausschließen, daß
> der durch so manche kreuzberger nacht...äh...abgestürzt ist
> bzw. würde ich dieses sogar rmutmaßen, aber mehr als 1
> pünktchen pro jahr wohl hoffentlich nicht und das sollte
> eigentlich noch immer locker ausreichen, um mit dem
> durchschnittlichen nrw´ler einen strauß ausfechten zu können
> :-D

Aber im Spielemesseorganisieren sind die Rheinländer uns haushoch überlegen ...

> > Viele Messebesucher würden übrigens umkehren, wenn sie mit
> > der Alt-Kreuzberger Parole 'Ausländer rein - Rheinländer
> > raus' konfrontiert würden. :grin:
>
> tja, die welt ist schlecht, aber irgendwie müssen wir ja
> unsere niederländischen brüder und schwestern rächen, die in
> nrw eine oft ähnliche oder soagr schlimmere behandlung
> erfahren :)


Also auf nach Eindhoven!
Bzw. dir viel Spass am Wochenende auf der hobbyschnarch

Gruß, Günter

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Frank

RE: nach BERLIN und schluß mit den spieletagen in Essen !

Beitragvon Frank » 10. November 2004, 13:53

Hartmut schrieb:

> Machen Euch rs2
> 94.3, RTLradio 104.6 usw. das Hirn so weich mit ihren
> Jingles?

ich kann zwar nicht für andere sprechen, aber ich höre mittlerweile gar kein radio mehr, seit die zu fast reinen dudelmaschinen runtergekommen sind. daran kann´s also bei mir nicht liegen :-D


> In den 80ern (als ich noch in Berlin-Tegel lebte)

aha, jetzt ham was, du bis also gar kein richtiger berliner :-P


> steppte der Spiele-Bär schon in Essen und Herne, als Berlin
> noch tief im spielerischen Dornröschenschlaf lag.

tjaaaa, hättest du tegel mal ab und an verlassen, denn im (damals) schönen kreuzberg gab es eine durchaus blühende spielerkultur, die ihren niederschlag in mehreren schönen läden fand (in einem von denen arbeitete ich sogar mal mitte der 80er...), wo z.b. auch regelmäßige und sehr gut besuchte spieleabende oder turniere stattfanden, als das in wesentlichen teilen der republik noch ein fremdwort war.

und auch die essener messe wurde damals schon von etlichen berliner händlern und machern frequentiert und durchaus mitgeprägt (und sogar dort war ich mal arbeitenderweise tätig). so what ?


> Und das
> Verdienst der Urväter der deutschen Spieleszene, das sich in
> Essen Ausdruck verlieh und die heutige Gestalt angenommen
> hat,

urväter ? naja, also die anfänge einer überbordenden spielerkultur würde ich weniger an einer einzigen mega-veranstaltung festmachen wollen, die nur 1x pro jahr stattfindet, als an der oben erwähnten, täglichen basisarbeit in form von vielen, vielen kleinen veranstaltungen und läden. eine veranstaltung wie die spielertage wären dann wohl eher am ende der nahrungskette anzusiedeln, *nachdem* sich schon eine gewisse basiskultur entwickelt hatte.

ein vergleich, der vielelicht gar nicht so sehr hinkt...sicherlich ist die bundesliga die "krönung des deutschen fußballs" (naja, zumindest manchmal...), die aber, wäre ohne die arbeit *tausender* kleiner vereine definitiv niemals so erfolgreich geworden, wie sie heute ist oder hätte es hätte sie vielelicht sogar niemals gegeben. es ist sicherlich die alte frage nach der henne und dem ei, aber die spielertage sind *nicht* freischwebend entstanden und haben uns sozusagen erst missioniert, sondern eher umgekehrt. es war schon vorhanden, das aber durch die spielertage zweifellos zu etwas noch größerem gewachsen ist.


> soll nun - allem damit verbundenen logistischen
> Mehraufwand zum Trotz - im Hauptstadtwahn endlich
> dahinziehen, wo es hingehört, nach Berlin!?

welcher logistische mehrwaufwand ? ob der lkw mit den frisch gefertigten spielen ab werk nun nach essen fährt oder nach berlin, ist doch ziemlich wurscht, oder nicht ? oder stehen die ganzen "spielefabriken" etwa in einem 50km radíus um essen rum ?


Nee, auch ich als
> Im-Herzen-immer-noch-Berliner kann da nur den Kopf schütteln.
> Gottseidank sind wir Berliner nicht alle so komisch drauf
> (beste Grüße an Günter Cornett).

der zählt nicht wirklich, weil nur zugereist :-D

...und du eigentlich auch nicht, weil du erstens aus tegel bist und zweitens auch noch ein verräter an der berliner sache, da freiwillig weggezogen :-P

*echte* berliner grüße
frank

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Günter Cornett

RE: nach BERLIN und schluß mit den spieletagen in Essen !

Beitragvon Günter Cornett » 10. November 2004, 14:07

Frank schrieb:
>
> Hartmut schrieb:
> > In den 80ern (als ich noch in Berlin-Tegel lebte)
>
> aha, jetzt ham was, du bis also gar kein richtiger berliner
> :-P

Liebe Berlorigines,

da muss ich sagen: Die Spieleveranstaltung in Tegel fand ich auch irgendwie netter als die Hobbyland ;-)

> > steppte der Spiele-Bär schon in Essen und Herne, als Berlin
> > noch tief im spielerischen Dornröschenschlaf lag.
>
> tjaaaa, hättest du tegel mal ab und an verlassen, denn im
> (damals) schönen kreuzberg gab es eine durchaus blühende
> spielerkultur, die ihren niederschlag in mehreren schönen
> läden fand (in einem von denen arbeitete ich sogar mal mitte

Spielbrett und ?

> der 80er...), wo z.b. auch regelmäßige und sehr gut besuchte
> spieleabende oder turniere stattfanden, als das in
> wesentlichen teilen der republik noch ein fremdwort war.

Rathaus Steglitz ist vielen noch ein Begriff.

Aber warum gibt es das jetzt nicht mehr?

> und auch die essener messe wurde damals schon von etlichen
> berliner händlern und machern frequentiert und durchaus
> mitgeprägt (und sogar dort war ich mal arbeitenderweise
> tätig). so what ?

Weil die Messe in Essen damals schon deutlich besser lief als in Berlin, nehme ich an.

> > Und das
> > Verdienst der Urväter der deutschen Spieleszene, das sich in
> > Essen Ausdruck verlieh und die heutige Gestalt angenommen
> > hat,
>
> urväter ? naja, also die anfänge einer überbordenden
> spielerkultur würde ich weniger an einer einzigen
> mega-veranstaltung festmachen wollen, die nur 1x pro jahr
> stattfindet, als an der oben erwähnten, täglichen basisarbeit
> in form von vielen, vielen kleinen veranstaltungen und läden.

Jo, und das sollte man auch in Berlin fördern.

> eine veranstaltung wie die spielertage wären dann wohl eher
> am ende der nahrungskette anzusiedeln, *nachdem* sich schon
> eine gewisse basiskultur entwickelt hatte.

Und das Ende der Spielkultur hättest du gern in Berlin...;-)

> Nee, auch ich als
> > Im-Herzen-immer-noch-Berliner kann da nur den Kopf schütteln.
> > Gottseidank sind wir Berliner nicht alle so komisch drauf
> > (beste Grüße an Günter Cornett).
>
> der zählt nicht wirklich, weil nur zugereist :-D

Das sind doch die einzigen, die hier zählen. Als ich nach Berlin kam, hat es noch ein paar Jahre gedauert, bis ich dem ersten Eingeborenen begegnete (und´ich hatte meine Glasperlen nicht dabei). Die Ur-Berliner galten in den Augen der Freiburger, Hamburger, Flensburger, Emdener, Pfälzer, Garmisch-Partenkirchener, Wasweissichhausener immer irgendwie als provinziell. Woran mag das nur gelegen haben?

Gruß, Günter

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Hartmut

RE: nach BERLIN und schluß mit den spieletagen in Essen !

Beitragvon Hartmut » 10. November 2004, 14:26

Hi Frank,

Du gönnst einem keine Ruhe, was? Mein letzter Beitrag zu dem Unsinn hier. Klar, ist bei Dir alles bloß Ironie und dient allein der Unterhaltung, nicht wahr? Lass mich noch einmal in die gleiche Kerbe hauen (also auch nicht in jedem Satz ganz ernst), dann soll es aber gut sein, wird ja auch für die Mitlesenden irgendwann langweilig.

>> In den 80ern (als ich noch in Berlin-Tegel lebte)
>
> aha, jetzt ham was, du bis also gar kein richtiger berliner
> :-P

Soso, Kreuzberger sind also die einzig wahren Berliner. Interessant, bisher war mir nur bekannt, dass Spandauer gerade keine sind. Muss ich mich zur Qualifikation etwa am 1. Mai mit der Polizei geprügelt haben? DAS sind meist wirklich keine Berliner. Aber wenn ich so lese, wo Du schon überall dabei warst, wer weiß... [Ganz ohne Smilies - die sieht man so im offline Reader nicht -, das habe ich ja einleitend geklärt]

>> steppte der Spiele-Bär schon in Essen und Herne, als Berlin
>> noch tief im spielerischen Dornröschenschlaf lag.
>
> tjaaaa, hättest du tegel mal ab und an verlassen, denn im
> (damals) schönen kreuzberg gab es eine durchaus blühende
> spielerkultur, die ihren niederschlag in mehreren schönen
> läden fand (in einem von denen arbeitete ich sogar mal
> mitte der 80er...), wo z.b. auch regelmäßige und sehr gut
> besuchte spieleabende oder turniere stattfanden, als das in
> wesentlichen teilen der republik noch ein fremdwort war.

Jaja, die Läden. Klar war ich guter Kunde bei dem besten dieser Läden in Berlin: "Das Spiel" (Ludwig-Kirch-Straße in Charlottenburg), als unser heutiger Spielbox-Chefredakteur Matthias dort noch sehr kompetent Spiele an den Mann brachte. "Spielbrett" in Kreuzberg war etwas entlegen, kam da auch nicht heran (Auswahl: ja, Beratung: naja - damals wohlgemerkt), habe ich aber auch mal von innen gesehen. Aber die Spieleszene definiert sich nicht über zwei Geschäfte. Spielekreise? Turniere? Erzähl nichts, das kam dann vielleicht in den 90ern. Ich weiß noch, wie ich mitte der 80er mit drei Freunden das Novotel in Siemensstadt ansteuerte, sollte dort doch die regionale Entscheidung für die Brettspielmeisterschaften stattfinden (damals noch von Sven Kübler / ex-Krone-Spieler initiiert). War wegen Überfüllung geschlossen (außer uns war keiner da). Nee, da machst Du Dir was vor.

> und auch die essener messe wurde damals schon von etlichen
> berliner händlern und machern frequentiert und durchaus
> mitgeprägt (und sogar dort war ich mal arbeitenderweise
> tätig). so what ?

Was sagt uns das zum Thema? Läden... Händler... Wo waren die Spieler?

> urväter ? naja, also die anfänge einer überbordenden
> spielerkultur würde ich weniger an einer einzigen
> mega-veranstaltung festmachen wollen, die nur 1x pro jahr
> stattfindet, als an der oben erwähnten, täglichen
> basisarbeit in form von vielen, vielen kleinen
> veranstaltungen und läden.

weitestgehende Zustimmung (außer mal wieder die Fokussierung auf "Läden"). Und da war in Berlin eben lange Zeit nichts.

> ein vergleich, der vielelicht gar nicht so sehr
> hinkt...sicherlich ist die bundesliga die "krönung des
> deutschen fußballs" (naja, zumindest manchmal...), die
> aber, wäre ohne die arbeit *tausender* kleiner vereine
> definitiv niemals so erfolgreich geworden, wie sie heute
> ist

Aber ohne Hertha BSC wäre sie nicht minder erfolgreich gewesen. Aber ohne Schalke? ohne Dortmund? ohne Bochum? oder früher: ohne Rot-Weiß Essen? MSV Duisburg? usw. usw.

>> Im-Herzen-immer-noch-Berliner kann da nur den Kopf schütteln.
>> Gottseidank sind wir Berliner nicht alle so komisch drauf
>> (beste Grüße an Günter Cornett).
>
> der zählt nicht wirklich, weil nur zugereist :-D
>
> ...und du eigentlich auch nicht, weil du erstens aus tegel
> bist und zweitens auch noch ein verräter an der berliner
> sache, da freiwillig weggezogen :-P

Ich schwimm eben nicht mehr im eigenen Saft so wie Du.

Auch schadest Du mit diesem Lokal-Geprolle (ob ironisch oder nicht) Berlin mehr als Du denkst - im Vergleich der positiven Außenwirkung war selbst JFK mehr Berliner als Du.

Tschau

Hartmut

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Frank

RE: nach BERLIN und schluß mit den spieletagen in Essen !

Beitragvon Frank » 10. November 2004, 15:58

Günter Cornett schrieb:

> > tjaaaa, hättest du tegel mal ab und an verlassen, denn im
> > (damals) schönen kreuzberg gab es eine durchaus blühende
> > spielerkultur, die ihren niederschlag in mehreren schönen
> > läden fand (in einem von denen arbeitete ich sogar mal mitte
>
> Spielbrett und ?

go-spiele hartung (als importeur und laden), morgenwelt (die heutzutage beutels end heißt) und fun connection (als hersteller) und dann gab es noch 2 weitere läden in relativer nähe (neuköln, kurz hinter dem hermannplatz und tempelhof, halbwegs in der nähe vom flughafen), von denen ich aber leider die namen nicht mehr weiß.

ich habe das damals schon als ziemliche einzigartige ballung empfunden, währenddessen die suche im (auch weiteren) umfeld der essener spieletage bei meinen damaligen besuchen eher wüstenähnlichen charakter offenbarte...


> > der 80er...), wo z.b. auch regelmäßige und sehr gut besuchte
> > spieleabende oder turniere stattfanden, als das in
> > wesentlichen teilen der republik noch ein fremdwort war.
>
> Rathaus Steglitz ist vielen noch ein Begriff.
>
> Aber warum gibt es das jetzt nicht mehr?

tja, das ist ´ne gute frage. die ganze, eigentlich sehr schöne spielkultur, ist hier ein bischen den bach runtergegangen. das fing mit den läden an, die nicht mahr das sind, was sie mal waren und setzt sich in den veranstaltungen fort. es ist eben seit maueröffnung alles hier kühler und geschäftsmäßiger geworden.

wer weiß aber schon, was genau passiert wäre, wenn es eine massenwirksame unterstützung durch eine veranstaltung wie die spielertage gegeben hätte ? ich denke schon, daß das kleine flämmchen, das hier fackelte, vielleicht durchaus hätte zu einem etwas größerem feuer werden können, wie in nrw geschehen, das damals aus meienr sicht eher auch noch spielerisches entwicklungsland war.


> > und auch die essener messe wurde damals schon von etlichen
> > berliner händlern und machern frequentiert und durchaus
> > mitgeprägt (und sogar dort war ich mal arbeitenderweise
> > tätig). so what ?
>
> Weil die Messe in Essen damals schon deutlich besser lief als
> in Berlin, nehme ich an.

nope, essen war ein ausgesprochen nettes zubrot, aber das tägliche (und ausgesprochen gut laufende geschäft) wurde in den läden gemacht.


> > urväter ? naja, also die anfänge einer überbordenden
> > spielerkultur würde ich weniger an einer einzigen
> > mega-veranstaltung festmachen wollen, die nur 1x pro jahr
> > stattfindet, als an der oben erwähnten, täglichen basisarbeit
> > in form von vielen, vielen kleinen veranstaltungen und läden.
>
> Jo, und das sollte man auch in Berlin fördern.

meine rede, aber von selbst (aus berlinern heraus ?) wächst nix und wenn die vorhanden kommerzielle spielelandschaft auch nicht mehr so recht will und geradezu in lethargie und erstarrt und wirklich nur noch das tägliche geschäft verwaltet, weil das finanziell ja auch irgendwie reicht und wneiger arbeit macht, fehlt es natürlich auf praktisch allen ebenen.


> Und das Ende der Spielkultur hättest du gern in Berlin...;-)

nein, ich möchte wirklich kein ende der spielkultur, eher das gegenteil :)


> > > Gottseidank sind wir Berliner nicht alle so komisch drauf
> > > (beste Grüße an Günter Cornett).
> >
> > der zählt nicht wirklich, weil nur zugereist :-D
>
> Das sind doch die einzigen, die hier zählen. Als ich nach
> Berlin kam, hat es noch ein paar Jahre gedauert, bis ich dem
> ersten Eingeborenen begegnete (und´ich hatte meine Glasperlen
> nicht dabei).

ich kann ja schließlich nicht überall sein 8-)


> Die Ur-Berliner galten in den Augen der
> Freiburger, Hamburger, Flensburger, Emdener, Pfälzer,
> Garmisch-Partenkirchener, Wasweissichhausener immer irgendwie
> als provinziell. Woran mag das nur gelegen haben?

ich bin mir dessen nur zu bewußt :roll:

...aber es gilt für mich persönlich das schon gesagte, zuviel inzucht, sei es nun rheinländische oder berliner oder bayrische, ist auf dauer nix gut für gesamtheit einer sache und deshalb dürfen die spielertage aus meiner sicht durchaus alle paar jahre mal woanders stattfinden, gerade *weil* verschiedene mentalitäten befruchtend wirken könnten.

ich kann also auch weiterhin kaum argumente dagegen erkennen, daß die veranstaltung (beispielsweise alle 5 jahre) nicht auch mal in einer anderen region stattfinden sollte (und womit ich nicht nur berlin meine...), im gegenteil !

frank

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Günter Cornett

RE: nach BERLIN und schluß mit den spieletagen in Essen !

Beitragvon Günter Cornett » 10. November 2004, 16:26

Frank schrieb:
>
> Günter Cornett schrieb:
> > > der 80er...), wo z.b. auch regelmäßige und sehr gut besuchte
> > > spieleabende oder turniere stattfanden, als das in
> > > wesentlichen teilen der republik noch ein fremdwort war.
> >
> > Rathaus Steglitz ist vielen noch ein Begriff.
> >
> > Aber warum gibt es das jetzt nicht mehr?
>
> tja, das ist ´ne gute frage. die ganze, eigentlich sehr
> schöne spielkultur, ist hier ein bischen den bach
> runtergegangen. das fing mit den läden an, die nicht mahr das
> sind, was sie mal waren und setzt sich in den veranstaltungen
> fort. es ist eben seit maueröffnung alles hier kühler und
> geschäftsmäßiger geworden.

Genau: die Ossis sind schuld ;-)
Die stehen in der Hackordnung noch unter den Berlinern.
Ich erinnere mich noch, auf den Tag vor 15 Jahren, wie die Bananenpreise bei den Händlern auf 6,- DM das Kilo stiegen - seitdem kauf ich auch das Obst nur noch bei Aldi.

> > > in form von vielen, vielen kleinen veranstaltungen und läden.
> >
> > Jo, und das sollte man auch in Berlin fördern.
>
> meine rede, aber von selbst (aus berlinern heraus ?) wächst nix

Da ist es natürlich sehr bequem sich was aus anderen Regionen nach Berlin zu holen.

> ich kann also auch weiterhin kaum argumente dagegen erkennen,
> daß die veranstaltung (beispielsweise alle 5 jahre) nicht
> auch mal in einer anderen region stattfinden sollte (und
> womit ich nicht nur berlin meine...), im gegenteil !

never change a running system. In München gibt es übrigens die Spielwies'n, in Stuttgart die Süddt. Spielemesse.

Es gibt keinen Grund eine gut funktionierende Spieleveranstaltung dorthin zu verlagern, wo man soetwas nicht auf die Reihe gekriegt hat. Organisiere was in Berlin, versuch die Hobbyland attraktiver zu machen oder etabliere einen anderen Veranstaltungsort! Es ist jedenfalls keine Lösung, die Hobbyland in 'Essener Spieletage' umzubenennen.

Gruß, Günter (der erst allmählich dahinter gekommen ist, dass du diesen Vorschlag tatsächlich ernst meintest)

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Frank

RE: nach BERLIN und schluß mit den spieletagen in Essen !

Beitragvon Frank » 10. November 2004, 16:57

Hartmut schrieb:

> Du gönnst einem keine Ruhe, was?

??? niemand zwingt dich mitzulesen, mitzudiskutieren oder was auch immer :-O


>[Ganz ohne Smilies - die sieht man
> so im offline Reader nicht -, das habe ich ja einleitend
> geklärt]

nun, dann bringt das aber wirklich nix, weil du ständig einen nicht ganz unerheblichen teil der botschaft verpaßt und so manches ohne smilies deutlich gröber klingt, als es selbstverständlich gemeint ist.

ich mag ja beispielsweise eigentlich nicht mit leuten über politik diskutieren, die immer nur die überschriften lesen und die nuancen im kleingedruckten in keinster weise zur kenntnis nehmen, denn das wäre dann ausgesprochen sinnlos. das ist in etwa der vergleich, der sich mir aufdrängt...


> Jaja, die Läden. Klar war ich guter Kunde bei dem besten
> dieser Läden in Berlin: "Das Spiel" (Ludwig-Kirch-Straße in
> Charlottenburg), als unser heutiger Spielbox-Chefredakteur
> Matthias dort noch sehr kompetent Spiele an den Mann brachte.

ja, war für meinen persönlichen spielerischen geschmack ein sehr guter laden, wenn auch viel zu speziell auf cosims und importe ausgerichtet, um irgendeine art von massenwirkung zu erzielen. nicht umsonst ist dieser laden (und auch das hamburger pendant) geschichte...


> "Spielbrett" in Kreuzberg war etwas entlegen, kam da auch
> nicht heran (Auswahl: ja, Beratung: naja - damals
> wohlgemerkt), habe ich aber auch mal von innen gesehen.

den hingegen gibt es noch immer in doppelter ausführung. vielleicht für deinen geschmack naja, aber dort tanzte *damals* wenigstens wirklich der bär und hunderte (oder tausende ?) wurden mit dem spielevirus in den 80ern infiziert.


> Aber
> die Spieleszene definiert sich nicht über zwei Geschäfte.
> Spielekreise? Turniere? Erzähl nichts, das kam dann
> vielleicht in den 90ern.

tut mir sehr leid, aber da muß ich jetzt ausgesprochen deutlich werden : das ist quatsch ! "habe ich mal von innen gesehen" reicht definitiv nicht aus, um dazu mehr oder weniger unqualifizierte bemerkungen abzulassen. wenn ich allein daran denke, wieviele leute ich im umfeld der kreuzberger läden kennengelernt habe und mit denen ich spielenderweise so manches wochenende verbrachte, ohne sie vorher gekannt zu haben, geht das wohl eher in den hunderter bereich.

und daß das nicht in den 90ern war, ist so sicher wie das amen in der kirche, denn ich hatte das letzte mal kurz nach maueröffnung im spielbrett gejobt, um mich dann dem aufbau einer vergleichbar wuseligen und sprießenden kultur für computerspiele zuzuwenden (was übrigens anfänglich soagr sehr gut funktionierte, aber langfristig scheiterte)


> Ich weiß noch, wie ich mitte der
> 80er mit drei Freunden das Novotel in Siemensstadt
> ansteuerte, sollte dort doch die regionale Entscheidung für
> die Brettspielmeisterschaften stattfinden (damals noch von
> Sven Kübler / ex-Krone-Spieler initiiert). War wegen
> Überfüllung geschlossen (außer uns war keiner da). Nee, da
> machst Du Dir was vor.

das wohl eher nicht, denn im gegensatz zu dir war ich offensichtlich nicht nur räumlich dichter am geschehen, aber brettspielmeisterschaften als maßstab für die spieleszene ??? also bitte ! für mich persönlich (aber ich kenne, was das betrifft, noch deutlich mehr von meiner sorte...) ist "andere beim meisterichen spielen zu beobachten", wohl so ziemlich das ödeste, das ich mir vorstellen kann. also wir spielen eigentlich lieber selbst, statt anderen nur dabei zuzusehen und so wundert mich das überhaupt nicht, daß so eine veranstaltung in einer stadt wie berlin, mit tausenden anderen beschäftigungsmöglichkeiten, zum rohrkrepierer nutierte...


> Was sagt uns das zum Thema? Läden... Händler... Wo waren die
> Spieler?

tsss, vielleicht in essen, weil die spielertage nun mal in essen stattfinden und nicht in berlin ? und der rest der berliner, naja, mutmaßlich in berlin und dieser muß nicht unbedingt jedes jahr durch die halbe republik fahren, um zu spielen, ebensowenig, wie der gemeine nrw´ler zur grünen woche fahren müßte, um dort mal was exotisches zu futtern.


> weitestgehende Zustimmung (außer mal wieder die Fokussierung
> auf "Läden"). Und da war in Berlin eben lange Zeit nichts.

diese wiederholung macht es nicht richtiger. ich zitiere aus einem anderen beitrag von mir :
[...]
währenddessen die suche im (auch weiteren) umfeld der essener spieletage bei meinen damaligen besuchen eher wüstenähnlichen charakter offenbarte...
[...]
und mit "damalig" meine ich tatsächlich die 80er, wo mir in der essener umgebung nix anderes in erinnerung ist, als der eine oder andere fanpro-laden.



> Aber ohne Hertha BSC wäre sie nicht minder erfolgreich
> gewesen. Aber ohne Schalke? ohne Dortmund? ohne Bochum? oder
> früher: ohne Rot-Weiß Essen? MSV Duisburg? usw. usw.

äh ja...irgendwie hattest du den vergleich wohl nicht wirklich verstanden. ich meinte damit weder hertha, noch schalke, sondern die ganzen kleinen vereine, die fußballer ausbilden und breitensport machen und ohne die auch eine bundesliga ziemlich alt aussehen würde und in dieser form mutmaßlich eher nicht existieren würde. die essener spielertage sind, wie die bundesliga, sozusagen die nationale krone auf dem ganzen, aber wenn darunter nix wäre, wäre diese veranstaltung auch nix wert und würde nicht (mehr) existieren.


> Ich schwimm eben nicht mehr im eigenen Saft so wie Du.

nun, um komplett im eigenen saft zu schmoren, war ich den letzten jahren mutmaßlich viel zu oft und zu lange im ausland, aber zumindest schwimme ich deshalb nicht so sehr im deutschen bratenfett, um nicht auch mal einen blick über den spielbrettrand hinaus wagen zu dürfen :-P


> Auch schadest Du mit diesem Lokal-Geprolle (ob ironisch oder
> nicht) Berlin mehr als Du denkst - im Vergleich der positiven
> Außenwirkung war selbst JFK mehr Berliner als Du.

ach du meine güte...
*prust*, das würde ich mir aber an deiner stelle nochmal in aller ruhe durchlesen, auch wenn ich mich selbstverständlich geschmeichelt fühle, daß ich angeblich mit jfk in einer gleichen liga spielen soll.

so, das war jetzt übrigens mein unwiderruflich letzter beitrag zu diesem thread :)

frank

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JTS

RE: Unnötige Diskussion

Beitragvon JTS » 10. November 2004, 18:42

"Frank" hat am 10.11.2004 geschrieben:
> JTS schrieb:
>
>> das ist ja wohl eine der unnötigsten Diskussionen, die ich je
>> gesehen habe.
>
> es gibt eigentlich keine unnötigen diskusionen, aber
> zumindest ist diese hier nötiger oder zumindest deutlich
> spannender als die frage, wann ein PEEP ein PEEP ist...
>
>
>> Und Ironie habe ich leider auch nicht erkannt....
>
> tja, so sind sie die nordeutschen :-D
> wenn du das nicht erkannt hast, obwohl eine kleine
> smiley-armee gesetzt wurde...
>
>
>> Als Bremer liegt Essen natürlich für mich nicht unbedingt
>> schlecht, besser als Berlin zumindest. das Argument, das die
>> Rheinländer zu faul sind, ihren Arsch nach Berlin zu bewegen,
>> ist ja wohl angesichts der Aussage "dannn kann ich abends mit
>> der S-Bahn nach Hause fahren" der grösste Witz.
>
> es ist nicht wirklich fair, aus dem zusammenhang gerissene
> statements, zweier verschiedener leutchen, in einem satz
> neu zusammenzumischen, um diesen dann als scheinbar
> getätigte äußerung hinzustellen...
>
>
>> Abgesehen von der Tradition ist Essen doch ziemlich
>> zufriednestellend. OK, die Hallen sind etwas unübersichtlich,
>> aber sonst, genügend Übernachtungsmöglichkeiten sind
>> vorhanden und wer braucht schon grosse Abendunterhaltung,
>
> berliner oder/und internationale besucher, die auch mal
> über den spielbrettrand hinausblicken möchten ? 8-)
>
>
>>bei
>> uns heisst es immer was Essen und ins Bett fallen.
>
> tja, so sind sie die nordeutschen :-D
>
>
>> Außerdem
>> ist es ziemlich anmaßend zu behaupten, in Essen wäre
>> überhaupt nix los.
>
> woher willst du das eigentlich wissen ? ich dachte du
> schläfst dann immer schon :-P
>
> frank

Moin,

ich habe überlegt, ob ich überhaupt noch antworten soll, aber naja, wenn man schon angegriffen wird...

Also erstens bedeutet Ironie für mich nicht, Leute herablassend anzumachen und mit Vorurteilen und Pöbeleien rumzuwerfen (abgesehen davon kannn man wohl im offline-Reader die Smilies nicht lesen). Und wenn das hier alles nur Ironie war, dann war die Diskussion wohl mehr als unötig (aber du hast dann den Pöbelberliner gut gegeben und allen anderen mal wieder ihre Vorurteile vom - nennen wir es mal vorsichtig - "Lokalpatriotismus" einiger/vieler Berliner bestätigt ). War sie es nicht, dann war doch wohl meine - zugegeben verkürzte - Zusammenfassung korrekt (Berlin = tolle Stadt und Nabel der Welt, Essen = weit weg, Provinz und langweilig, also eigentlich müsste es ja heissen Berlin = Nabel der Welt, alles andere = weit weg und langweilig ;) ) Es hilft auch sich mit allen Argumenten auseinanderzusetzen und nicht nur einige Bemerkungen ins Lächerliche zu ziehen, von wegen der Fairniss und so, das habe ich nämlich bei deinen Kommentaren hier nicht bemerkt. Der Ton macht bekanntermaßen die Musik, dann muss man sich auch nicht über die verärgerten Reaktionen wundern. Schliesslich dachte ich, dies wäre hier ein Forum für Brettspieler, und kein Haudrauf-Forum.

Mit meinen Bemerkungen wollte ich eigentlich nur andeuten, dass ICH und meine Freunde eigentlich nur wg. der Spiel nach Essen fahren und abends meistens keinen Bock mehr auf andere Sachen haben und ich VERMUTE, dass dies den meisten Besuchern/Ausstellern so geht. Abgesehen davon hat sich gerade auf kulturellen Gebiet im Ruhgebiet in den letzten Jahren einiges getan (ich war nämlich auch sonst schon mal da, habe da nicht weit weg von studiert)

Jörn, "Nordisch by Nature"

PS: Wenigstens bei der PEEP-Frage sind wir einer Meinung ;)


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