Beitragvon Heinrich Tegethoff » 31. Januar 2005, 13:26
Hallo Helmut et al,
ich bin noch nicht lange genug im Forum, um zu sagen, um wieviel die
Regelfragen in den Jahren zunahmen.
Was mir eher auffällt: es gibt die meisten Regelfragen zu Spielen von
"exotischen" Verlagen, also dem, was wir meist unter Kleinverlag oder
Importspiel verstehen. Da gerade zu Essen'04 die starke Zunahme von
Kleinverlagen beachtet wurde, und dies ein mehrjähriger Trend scheint,
muß konsequenterweise die Zahl von RFn im Forum zunehmen.
Zudem: Wer als Spieler eine Regelfrage hat und wegen kurzfristigem
Internetzugang schnell einmal auf's Netz zugreift, der geht mE vielleicht
gar nicht erst direkt auf die Verlagshomepage - sofern dies kein bekannter
Name ist und sich als www..de darstellt - sondern googelt.
Und landet mit seiner Frage eher hier als anderswo.
Die Spielregeln sind besser geworden, aber durch die Bank viel länger.
Damit ist das Spiel zwar nicht komplizierter, aber eine Regelfrage wird
während des Spiels häufiger abgebrochen, um wieterzuspielen. Zwar lese
ich eine Regel [i]nach[/i] dem [i]ersten[/i] Spiel noch einmal komplett durch,
danach aber nimmer. Tritt dann nach zwei Monaten ein unbekannter Fall auf,
so ist dies schwieriger nachzuschlagen als früher: es dauert halt länger,
und alle warten. Wer liest hinterher dann noch einmal alles durch?
Dies trifft wahrlich nicht auf alle Spiele zu, aber auf immer mehr - also ein
Grund, warum es immer mehr RFn gibt.
Ein weiterer Punkt:
Wir unterschätzen hier wohl, daß nicht immer der Regelfragende auch
der Besitzer des Spiels ist. Meist (statistisch) ist ja ein Mitspieler derjenige,
der über einen Punkt in "seinem" Spiel stolpert, der dann nicht sofort geklärt wird.
Durch den besseren Internetzugriff landen damit mehr Fragen auf dem Tisch,
die man ja auch mit Regellesen hätte klären könnte - aber die hat nicht jeder!
Servus,
Heinz