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Schatten über Camelot

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Matthias Staber

Schatten über Camelot

Beitragvon Matthias Staber » 23. Mai 2005, 07:36

In den letzten Tagen könnte bei Leuten, die dieses Spiel noch nicht besitzen, hier im Forum der Eindruck entstanden sein, dieses Spiel funktioniere nicht und müsse dringend durch Hausregeln abgeändert werden. Ich habs jetzt am Wochenende noch einmal intensiv gespielt und kann sagen: Das ist Quatsch. Das Spiel ist klasse und funktioniert wunderbar so, wie es ist. Lediglich bei 3 Spielern gibt es das hier ausführlich beschriebene Problem. Und das wurde inzwischen ja offiziell durch folgende Regel gelöst: Die Getreue-Karten werden erst verteilt, wenn mindestens 6 Schwerter in Camelot liegen. Weitere Änderungen der Regeln (z.B. Einschränkung der Verräter-Aktionen) braucht es nicht meiner Meinung nach.

Matthias

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Rüdiger Dorn

Re: Schatten über Camelot

Beitragvon Rüdiger Dorn » 23. Mai 2005, 08:04

guten morgen matthias!


Und das wurde inzwischen ja
> offiziell durch folgende Regel gelöst: Die Getreue-Karten
> werden erst verteilt, wenn mindestens 6 Schwerter in Camelot
> liegen.

kannst du mir die quelle der offiziellen regel bekanntgeben? auf der days-of-wonder-seite steht noch nichts, oder irre ich?

vG
rüdiger dorn

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Attila
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Beiträge: 4715

Re: Schatten über Camelot

Beitragvon Attila » 23. Mai 2005, 09:45

Hiho,

Also eine offizielle Lösung zu dieser "Eigenheit" im 3-Spieler Spiel gibt es noch nicht. "Bruno des Montagnes" (ich glaube das ist Bruno Catala, bin mir aber nicht sicher) hat lediglich vorgeschlagen die Gesinngungskarten erst nach einer Weile auszuteilen (erst wenn 4-6 Schwerter in Camelot sind). Das ändert erstmal nichts am eigentlichen Spiel, "zwingt" den Verräter allerdings erstmal sich wie ein loyaler Ritter zuverhalten.

Die Vorschläge den Verräter nach der Enttarnung ein wenig schächer zu machen, nachvollziehen, denn man muss sich sehr genau überlegen ob und wann man den Verräter anklagt - selbst wenn es klar ist, wer es ist! Das kann ein ziemlicher Schuss nach hinten werden. Die "natürliche" Raktion ist es allerdings erstmal zu erwarten das, wenn der Verräter enttarnt wurde, alles besser wird! :-)

Notwendig ist es auf jedenfall nicht!

Atti

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Matthias Staber

Re: Schatten über Camelot

Beitragvon Matthias Staber » 23. Mai 2005, 10:08

>Die Vorschläge den Verräter nach der Enttarnung ein wenig schächer zu machen, nachvollziehen, denn man muss sich sehr genau überlegen ob und wann man den Verräter anklagt - selbst wenn es klar ist, wer es ist! Das kann ein ziemlicher Schuss nach hinten werden. Die "natürliche" Raktion ist es allerdings erstmal zu erwarten das, wenn der Verräter enttarnt wurde, alles besser wird!<

Das empfinde ich ein bisschen anders: Wenn der Veräter vernünftig spielt, wird er erst recht spät erkannt werden, also im letzten Drittel des Spiels. Und dann entsteht eine taktische Option für die Getreuen, die ich als feature, nicht als bug, erlebe: Klage ich an, um auch für die anderen Ritter alle Unklarheiten zu beseitigen, mit der unaangenehmen Folge, dass damit der Kartenziehmechanismus des Verräters in Gang kommt? Oder warte ich lieber noch damit, in der Hoffnung, dass der Verräter denkt, noch unerkannt zu sein, und immer noch einige nützliche Karten spielt? Eins steht fest: Vor Schluss sollte der Verräter angeklagt sein, damit keine weißen Schwerter umgedreht werden. Ich finde das alles sehr prickelnd, und möchte daran nichts per Hausregeln ändern.

Es kommt selten vor, dass ich von einem Spiel gleich mehrere Partien hintereinander spiele, weil ich die Abwechslung liebe. Doch SüC hat uns in seinen Bann gezogen: Gestern haben wir gleich drei Mal gespielt, bevor wir den Spieletag noch mit einer Partie Funkenschlag (wow, auch immer wieder ein Hammerspiel!) haben ausklingen lassen. Für mich ist das ein Zeichen für ein sehr gutes Spiel, und in diesem Jahrgang, der von Seiten deutscher Verlage (für mich wird es vorraussichtlich ein Jahr der ausländischen Verlage wie FFG) bisher wenig für meine Interessen bietet, sogar für ein herausragendes. Ein Spiel mit fesselnder Atmosphäre und neuartigen Mechanismen, das mich endlich nicht dazu auffordert, irgendwelche Holzklötzchen irgendwohin zu setzen. Was will ich mehr?

Ich poste dies übrigens nicht, um gegen deine Analysen zu schießen, Oliver, sondern nur um meine Begeisterung für dieses feine Spiel auszudrücken. Ein bisschen Mechanismen-Analyse hat noch keinem vernünftigen Spiel geschadet und ist immer interessant, denke ich. Dazu sind Spielerforen schließlich da.

Matthias

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Matthias Staber

Re: Schatten über Camelot

Beitragvon Matthias Staber » 23. Mai 2005, 10:11

Rüdiger Dorn schrieb:
>
> guten morgen matthias!
>
>
> Und das wurde inzwischen ja
> > offiziell durch folgende Regel gelöst: Die Getreue-Karten
> > werden erst verteilt, wenn mindestens 6 Schwerter in Camelot
> > liegen.
>
> kannst du mir die quelle der offiziellen regel bekanntgeben?
> auf der days-of-wonder-seite steht noch nichts, oder irre ich?
>
> vG
> rüdiger dorn

Bisher hat es Bruno Cathala, neben Serge Laget Autor des Spiels, im DOW-Forum gepostet, und Eric Hautemont, Verlagschef von DOW, hat es in einem Schnellschuss zur offiziellen 3-Spieler-Regel erklärt. Momentan scheint er auf Reisen zu sein, anschließend, so Hautemont, soll es dann die Regeländerungen in allen drei Veröffentlichungssprachen auf der DOW-Seite geben.

Matthias

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Michael Heißing

Re: Schatten über Camelot

Beitragvon Michael Heißing » 23. Mai 2005, 10:21

Dem kann ich mich nur anschliessen.

Auf unserem allwöchentlichen Spieleabend kam das Spiel insgesamt recht gut an und funktionierte problemlos (4 Partien mit jeweils 5-6 Mitspileeren, wechselnde Besetzung). Es gab einige sehr überraschende Wendungen und Spielausgänge, die Belagerungsmaschinen spileten bei dieser Spieleranzahl keine nennenswerte Rolle (ein oder zwei Helden kümmern sich ab einem gewissen Zeitpunkt um diese Aufgabe).

Für den Verräter war es jeweils viel stärker, NICHT enttarnt zu werden. Denn die beiden gedrehten Schwerter am Ende sind für ihn Gold wert (nicht zu vergessen das nicht gewonnene Schwert durch richtige Anklage, bzw. die zusätzlichen Dreher durch falsche Anschuldigungen). Es gab Partien, da war der Verräter der loyalste und aufopferungsvollste Mitspieler, Anschuldigungen flogen nur so durch den Raum - am Ende war man sich sicher: es gibt in diesem Spiel keinen Verräter....;)

Ich persönlich bin von dem Spiel ehrlich begeistert, käme aber nie auf die Idee, es mit weniger als 5 Leuten zu spielen. Klar KANN man es mit weniger spielen - aber ich denke, die entscheidenden Spassfaktoren gehen dabei teilweise verloren.
Man kann auch Diplomacy zu dritt spielen - es funktioniert .... aber das ist auch schon alles.
Es gibt so viele hervorragende Spiele für 3 oder 4 Spieler - da mitzuhalten tut sich Schatten über Camelot vielleicht etwas schwer. Aber für eine etwas größere Runde ist es ein absoluter Hit. Und gerade dieser Bereich wurde bei etwas anspruchsvolleren, funktionsfähigen und spielbaren Strategiespielen in den letzten Jahren doch eher vernachlässigt.

Die Diskussion um eventuell verbesserungswürdige Mechanismen für die 3-4-Spieler-Variante setzt in meinen Augen den falschen Focus. Wer will kann da ja Zusatzregeln schaffen, eventuell sogar eine Hausregel für das Spiel zu zweit!

Gruß

Micha

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Attila
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Beiträge: 4715

Re: Schatten über Camelot

Beitragvon Attila » 23. Mai 2005, 13:00

Matthias Staber schrieb:

> Das empfinde ich ein bisschen anders:

Okay, du bist aber die ausnahme! - Wirklich *alle* mit denen man sich ausgetauscht empfinden die Enttarnung des Verräters als nachteil! - Das *kann* es teilweise auch sein! I.d.R. ist es aber kein Nachteil. Okay, die weisse Karte kann wehtun! :-)

> vernünftig spielt, wird er erst recht spät erkannt werden,
> also im letzten Drittel des Spiels.

Och das kommt ganz darauf an ... auf die Gruppe, wie gut sich die Leute kennen, etc ... ich denke da ist alles drin - auch das ein Verräter gar nicht enttarnt wird! :-) Wie war es am Samstag in Herne "Jetzt weiss ich's du bist der Verräter" (zu einem Spieler der bisher ganz ordentlich mitgespielt hat - scheinbar) - "Wie kommst du denn darauf?" - "Ich hab dich gerade angegucked!" .... :lol: ... aber was soll ich sagen? - Es stimmte sogar! :-)

Ansonsten bin ich 100% deiner Meinung - dieses Spiel ist so wie es ist (fast) perfekt!

Atti

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Wolfgang

Re: Schatten über Camelot

Beitragvon Wolfgang » 23. Mai 2005, 13:05

Matthias Staber schrieb:

> ... Ich finde das alles sehr prickelnd, und möchte daran nichts per Hausregeln
> ändern.

Der wohl beste Satz in den ganzen Diskussionen. Vielen Dank dafür.

*mal mitunterschreib*

Wolfgang

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Bernd

Re: Schatten über Camelot

Beitragvon Bernd » 23. Mai 2005, 13:10

Hallo,

jetzt bitte noch einmal für die ganz Doofen wie mich.

Ich habe das Spiel (aber noch nicht gespielt).
In den nächsten Tagen steht die erste Partie an.
Vielleicht spielen wir es zu dritt (vielleicht aber auch zu viert oder fünft).

1. Sollen wir es auf alle Fälle erst einmal mit den original Regeln spielen?
2. Sollen wir (falls wir zu dritt spielen) Matthias Regel aufgreifen:

> Die Getreue-Karten
> werden erst verteilt, wenn mindestens 6 Schwerter in Camelot
> liegen.

3. Sollten wir grundsätzlich nach einer anderen Regel spielen?
4. Sollen wir es zu dritt erst gar nicht versuchen?

Eigentlich bin ich eher dafür nach der Origanalregel zu spielen (gleich zu Beginn die Regeln abzuändern ist normalerweise nicht mein Fall).
Die ganze Diskussion hat mich aber doch stark verunsichert.

Gruß

Bernd

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Michael Schlepphorst "Suko"

Re: Schatten über Camelot

Beitragvon Michael Schlepphorst "Suko" » 23. Mai 2005, 13:15

Bernd schrieb:
>
> jetzt bitte noch einmal für die ganz Doofen wie mich.
>

Na das nehmen wir doch mal nicht an! ;-)

> 1. Sollen wir es auf alle Fälle erst einmal mit den original
> Regeln spielen?
> 2. Sollen wir (falls wir zu dritt spielen) Matthias Regel
> aufgreifen:

Ich würde Euch empfehlen wenn ihr zu dritt oder viert spielt erst einmal ohne Verräter-Karte aber mit den Original-Regeln zu spielen um das Spiel kennenzulernen. Ab fünf Spielern würde ich auch die Originalregeln nehmen und dann auch evtl. mit Verräterkarte. Denn gerade die Verräterfunktion macht ja einen erheblichen Anteil des Spielspaßes aus. Zu dritt oder viert ist es aber am Anfang mit Verräter zu schwer!

Grüße

Michael

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Attila
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Beiträge: 4715

Re: Schatten über Camelot

Beitragvon Attila » 23. Mai 2005, 13:26

Michael Heißing schrieb:

> Ich persönlich bin von dem Spiel ehrlich begeistert, käme
> aber nie auf die Idee, es mit weniger als 5 Leuten zu
> spielen. Klar KANN man es mit weniger spielen - aber ich
> denke, die entscheidenden Spassfaktoren gehen dabei teilweise
> verloren.

Du hast teilweise recht, aber das spiel gewinnt zu weniger Leuten halte auch qualtität in Richtung taktik/strategie! Der "Spass" geht ein wenig verloren mit weniger (aber wirklich nur ein wenig), aber das Grübeln nimmt zu - und das ist für mich auch Spielspass! Die Reize des spieles sind halt je nach Spieleranzahl etwas anders, aber ich würde nicht sagen das es zu 7 Leuten "besser" ist als zu 3 oder 4!

> Man kann auch Diplomacy zu dritt spielen - es funktioniert
> .... aber das ist auch schon alles.

Dieser vergleich Hinkt doch arg! :-)

SoC ist ein hervorragendes 3er und 4er Spiel!

Atti

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Attila
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Re: Schatten über Camelot

Beitragvon Attila » 23. Mai 2005, 13:40

Bernd schrieb:

> 1. Sollen wir es auf alle Fälle erst einmal mit den original
> Regeln spielen?

Ja.

> 2. Sollen wir (falls wir zu dritt spielen) Matthias Regel
> aufgreifen:

Nein, das müsst ihr nicht machen - das könnt ihr machen, ist aber in den ersten Partien wirklich nicht so wichtig. Ich würde eher der Empfehlung von DoW folgen erstmal ohne Verräter zu spielen.

> 3. Sollten wir grundsätzlich nach einer anderen Regel spielen?

Nein.

> 4. Sollen wir es zu dritt erst gar nicht versuchen?

Doch.

> Die ganze Diskussion hat mich aber doch stark verunsichert.

Die ganze Diskussion ist sehr speziell und die kann man nicht verallgemeinern. Das hört sich teilweise recht brutal an, aber man muss das ganze auch sehr stark relativieren!

Bei SoC gilt ganz klar: Auspacken und losspielen - alle Vorschläge für Hausregeln kannst du getrost erstmal vergessen!

Atti

Atti

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Attila
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Re: Schatten über Camelot

Beitragvon Attila » 23. Mai 2005, 13:41

Michael Schlepphorst "Suko" schrieb:

> Ich würde Euch empfehlen wenn ihr zu dritt oder viert spielt
> erst einmal ohne Verräter-Karte aber mit den Original-Regeln
> zu spielen um das Spiel kennenzulernen.

... genauso wie es in der Originalregel auch beschrieben ist! :-)

Atti

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Jürgen Karla
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Re: Schatten über Camelot

Beitragvon Jürgen Karla » 23. Mai 2005, 14:47

Attila schrieb:
> Samstag in Herne "Jetzt weiss ich's du bist der Verräter" (zu
> einem Spieler der bisher ganz ordentlich mitgespielt hat -
> scheinbar) - "Wie kommst du denn darauf?" - "Ich hab dich
> gerade angegucked!" .... :lol: ... aber was soll ich sagen? -
> Es stimmte sogar! :-)


Jetzt sieht alle Welt endlich einmal, wie gemein Eva immer (!) zu mir ist ;-) ;-)

Viele Grüße
Jürgen Karla

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Michael Heißing

Re: Schatten über Camelot

Beitragvon Michael Heißing » 23. Mai 2005, 15:27

Den enttarnten Verräter schwächer machen?

Ich verstehe nach wie vor nicht, wo die Vorteile der Enttarnung für den Verräter sind. Um gegen einen nicht enttarnten Verräter zu gewinnen, benötigt Weiß bei Spielende einen Vorsprung von 5 (!) weißen Schwertern. (und in der Rechnung ist das nicht gewonnene Schwert durch ausgebliebene Enttarnung noch nicht einmal berücksichtigt)

Die heimliche, destruktive Arbeit, die ein getarnter Verräter so wunderbar einsetzen kann, ist unbezahlbar - wenn er sich geschickt anstellt. Hier mal eine wertvolle weisse Karte bei Excalibur "opfern", da mal einen hoffnungslosen Kampf "mit aller Kraft" unterstützen, immer nur mit einem Leben durchs Spiel gondeln und damit plausible Entschuldigungen für unpopuläre Massnahmen haben. Am besten sogar noch, Lanzelots Rüstung mit entsprechender Rückendeckung erobern... das macht dann richtig Spass! (Klar, wenn ich sie einmal habe, kann ich sie auch als Enttarnter nutzen - aber um sie zu bekommen muss ich meist erst das Vertrauen der anderen gewinnen. Und das gelingt mir garantiert nicht, wenn ich ab Runde 1 losbolze und sabotiere, was das Zeug hält.)

Was soll denn an einem enttarnten Verräter so stark sein? Seine Möglichkeiten sind doch arg begrenzt, berechenbar und langweilig. Die Loyalen bekommen dagegen eine deutlich größere Handlungssicherheit und sind vor bösen Überraschungen bei Spielende geschützt.

In unseren Runden war das Enttarnen des Verräters oftmals gerade der Wendepunkt im Spiel - zum Nachteil des Verräters!

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Claudia - Days of Wonder

Re: SüC - offizielle Empfehlung für das Spiel zu dritt

Beitragvon Claudia - Days of Wonder » 23. Mai 2005, 15:33

Seit wenigen Minuten steht im deutschen Forum von "Schatten über Camelot" auf der DoW-Seite die offizielle Empfehlung (auch Regel, wenn man unbedingt möchte) für das Spiel zu dritt.

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Attila
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Re: Schatten über Camelot

Beitragvon Attila » 23. Mai 2005, 16:01

Hiho,

Das stehlen der weissen Karten wird oft als sehr mächtig angesehen. Das ist natürlich nicht zu verachten, aber man muss ja auch dagegen stellen das ein nicht entdeckter Verräter weisse Karten zieht und diese nicht so optimal einsetzt oder vorenthält! Und im Vergleich dazu ist die geklaute weisse Karte nicht sooo tragisch, d.h. im normalfall ist eine Enttarnung eine gute Sache. Und nicht kontraproduktiv.
Es gibt aber fälle (und die hier zu genüge diskutierte Strategie mit den Katapulten bei 3 Spielern ist so ein Fall) wo es durchaus erstmal nicht so günstig ist den Verräter zu enttarnen, selbst wenn seine Identität zweifelsfrei feststeht.

Atti

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Dirk Piesker
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Beiträge: 950

[OT] Strategiediskussion

Beitragvon Dirk Piesker » 24. Mai 2005, 07:37

Hallo Michael,

ohne Attila und den anderen Strategen zu nahe treten zu wollen:

Vielleicht erschliesst sich das Spiel nicht wirklich, wenn man alleine zu dritt
gegen sich selbst spielt.

Ein gewisser Stolz, eine Strategie gefunden zu haben, die eine offizielle
Regelanpassung (Empfehlung) nötig macht ist ja auch verständlich.

Nur so langsam langweilt es mich, das in jedem thread zu SüC jedes 2.
Posting mit "Aber zu dritt und mit den Belagerungsmaschinen...." anfängt.

Ich freue mich jedenfalls auf SüC.


Viele Grüße,
Dirk

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Attila
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Re: [OT] Strategiediskussion

Beitragvon Attila » 24. Mai 2005, 08:45

Dirk Piesker schrieb:

Ich denke du hast es nicht richtig verstanden.

a) Die Partie die wir spielen ist nicht zu dritt, sondern zu viert
b) Wenn es eine, nach den Regeln erlaubte vorgehensweise gibt die einem einen Sieg garantiert, wieso sollte man nicht so vorgehen - bzw. wieso sollte man das Spiel dann überhaupt spielen? Das wäre dann ungefähr genauso eine Partie Tic-Tac-Toe zu spielen!

Wenn bei euch der Verräter *absichtlich* schlecht spielt, dann ist das okay - ich bin es aber gewohnt in Spielgruppen zu spielen wo jeder versucht alles rauszuholen. Und da spielt man nunmal nicht absichtlich schlechter.


Atti

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Franck - Days of Wonder

Re: SüC - offizielle Empfehlung für das Spiel zu dritt

Beitragvon Franck - Days of Wonder » 27. Mai 2005, 00:36

Direkt nach der Veröffentlichung von "Schatten über Camelot" in Europa kam es in den vergangenen zwei Wochen unter den Spielern zu einigen kritischen Anmerkungen über die offensichtlichen Schwierigkeiten, eine Partie zu dritt zu gewinnen - vor allem, wenn ein Verräter mitspielt.

Wir möchten auf dieses Problem eingehen und verhindern, dass Verräter eine effektive und schnelle Strategie entwickeln, die getreuen Ritter gnadenlos zu vernichten. Deshalb haben wir eine Zusatzregel für die Partie zu dritt erarbeitet.

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Drei tapfere Ritter

Wenn nur wenige Ritter teilnehmen, ist die Herausforderung umso größer. Sind nur drei Spieler beteiligt, raten wir dringend, die "Empfehlungen für die erste Partie" auf Seite 8 dieses Regelhefts zu beachten. Versuchen Sie zunächst, die Questen ohne einen potentiellen Verräter in Ihrer Mitte zu bestehen.

Erst wenn Sie mit Ihren Fähigkeiten und Optionen vertraut sind, sollten Sie die Treue-Karte des Verräters wieder untermischen. In einer so kleinen Gruppe wird nicht sehr häufig ein Verräter unter Ihnen sein, da von den acht Treue-Karten ja nur drei ins Spiel kommen. Sollte er jedoch mit von der Partie sein, kann er besonders großen Schaden anrichten.

Aus diesem Grunde sollte sich der Spieler, der die Verräter-Karte erhalten hat, nicht nur streng an die Regeln halten, sondern auch stets versuchen, dem Charakter des Spiels gerecht werden. In "Schatten über Camelot" besteht die Herausforderung des Verräters darin, die getreuen Ritter durch Täuschung und Irreführung zu besiegen. Seine Gegner einfach zu zerstören, indem der Verräter seine wahre Identität durch offensichtlich böse Aktionen preisgibt, macht keinen Spaß und ist unehrenhaft.

Damit diese Art des Spielens in der Partie zu dritt auch richtig funktioniert, sollten die Spieler die Treue-Karte, die sie zu Beginn der Partie ausgeteilt bekommen, nicht sofort ansehen. Erst wenn mindestens sechs Schwerter nach Camelot gelegt worden sind, sehen die Ritter nach, welche Treue-Karte sie haben.

Nun macht sich Misstrauen in Camelot breit, während die Anforderungen an die getreuen Ritter nach wie vor beachtlich sind - unabhängig davon, ob einer von ihnen inzwischen den Versuchungen der Mächte des Bösen erlegen ist, oder nicht.
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Sie können auch die Regeln download ( http://www.shadowsovercamelot.com/index.php?t=content&sub=rules )

Diese sorgfältig getestete Änderung verhindert wirkungsvoll eventuelle rasche Vernichtungstaktiken und erleichtert das Spielen der einzelnen Rollen zu Beginn der Partie.

An dieser Stelle möchten wir uns bei den Spielergemeinden im Allgemeinen sowie für die zahlreichen Online-Beiträge eifriger Spieler bedanken, die in den Foren von daysofwonder.com, Spielbox.de, Boardgamegeek.com und Trictrac.net zu lesen waren. Sie haben uns angespornt und auf etwas aufmerksam gemacht, dass wir von Anfang an in den Regeln hätten erwähnen sollen. So wird aus "Schatten über Camelot" ein noch besseres Spiel. Wir wünschen weiterhin viel Spaß damit!

--
die DoW Team


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