Beitragvon Roman Pelek » 5. April 2006, 01:20
Hi Ralf,
Ralf Arnemann schrieb:
> Wir haben uns schon oft hier im Forum darüber unterhalten,
> daß Spielhintergrund, Graphik und Spielmaterial sehr stark
> den Spielspaß beeinflussen, und für das Urteil oft stärker
> wirken als der eigentliche Spielmechanismus, der für uns
> "Experten" ja im Prinzip der wesentliche Faktor sein sollte.
Ich bin ja nach wie vor der ketzerischen Meinung, dass selbst unter den reinreissigsten Experten (egal, ob wir von Viel(st)spielern, Redakteuren, Autoren oder Rezensenten reden) solche Rahmenbedingungen (Namen, Themen, Grafik, Hörensagen) manchmal mehr ausmachen als der eigentliche Kern des Spiels :-))
> Aber daß alleine schon der Name so stark wirkt, das hätte ich
> doch nicht vermutet.
Oh, doch. Verkauf' es, oder es wird Dir niemand abkaufen ;-) Du kannst im Leben mit 'nem billigen Fusionsreaktor dastehen - wenn einer an der nächsten Ecke wortgewandter und mit eingängigeren Bildern zeckige Braunkohle als Zukunftsenegergie anpreist, wirst Du verlieren.
Ich hatte das heute Abend erst unter Hardcore-Spielern: "Ich würde gerne das nochmal spielen." - "Ach nee, davon habe ich gehört." - "Und wieviel oder was genau?" - "Genug, dass ich keine Lust darauf habe." - "Und was denkt der Rest?" - "Naja, wenn's sein muss..."
Das sind solche Brettspielabende, wo ich mir dann doch wieder überlege, vermittels höchstgezüchteter Hardwarekomponenten grafisch eloquente RPGs oder Egoshooter zu zocken, auf dass mir mal wieder die dritte GPU durchbrennt, der vierte Raid-0-Verbund mit Brandgeruch flöten geht und der fünfte Lüfter auf seinem Lagerschagen in meiner Gegenwart sein Leben aushaucht. Hardware stellt wenigstens keine dummen Fragen, wenn man an ihr scheitert, sie lässt einen dankenswerterweise mit der eigenen Verzweiflung ganz allein :-D
Ciao,
Roman