Beitragvon Wolfram Püchert alias WeePee » 22. September 2006, 23:00
Christian Hildenbrand schrieb:
>
> Bevor es ganz unsinnig wird - was es zum Teil leider schon ist:
>
> Spielkarten und Holzwürfel zu vergleichen ist wie Äpfel und
> Brokkoli.
Dummerweise können das Kunden tun. Ich entscheide mich zwischen einem Kartenspiel, das exakt ist, oder einem Spiel, welches ca.-Angaben enthält.
Ob Du es nun für unsinnig erachtest oder nicht: Der Kunde ist nun einmal derjenige, der die Spiele kauft. Und wenn er Äpfel mit Birnen vergleicht, muss sich der Anbieter darauf einstellen.
> Spielkarten werden in einem Druckbogen, in dem die Zahl der
> Spielkarten definitionsgemäß durch die Grafikdatei festgelegt
> ist, "berechnet". Ist der Druckbogen von vorneherein auf 55
> Karten ausgelegt, werden nachher auch genau die 55 Karten im
> Spiel sein (meist dann in einer Cellophan-Hülle).
Ahja.
> Holzwürfel wie z.B. bei Caylus werden aus einem riesengroßen
> Topf (sinnbildlich) herausgegriffen und von Hand in eine
> große Zipptüte geworfen. Natürlich wird auch hier versucht,
> eine gewisse Anzahl reinzutun, aber wenn es insgesamt 140
> sind (wie in Caylus der Fall), dann kann es einfach
> passieren, dass mal der ein oder andere fehlt. Für das Spiel
> ist dieser Mangel irrelevant.
Okay.
> Zum Kauf angeboten wird dem Kunden ein Spiel, das reibungslos
> funktioniert. Ein Spiel, das genug Material beinhaltet, um
> die versprochene Spielmöglichkeit zu bieten. Und das hast Du,
> egal ob da nun 138 oder 140 Steine drin sind (um beim
> Caylus-Beispiel zu bleiben).
Da geht es aber los .... nicht jeder Kunde denkt so, wie Du es annimmst.
> Die Alternative wäre, dass bei Materialien, die nicht
> spieltechnisch limitiert sind, gar keine Angabe über die
> Menge gemacht wird, sondern einfach nur "Holzwürfel in 5
> Farben" in die Materialliste geschrieben wird. Doch ich kann
> mir vorstellen, dass wir dann Unmengen von Anfragen bekommen,
> ob und wieviele Steine nun eigentlich ins Spiel gehören...
Wie wäre es mit der Angabe: "Mindestens"?
> Und um mal noch einen wichtigen Aspekt zu nennen:
> Wenn wir in 50 angemerkten Spielen je einen Stein zu wenig
> haben und wir entsprechend 50 Mal einen einzelnen Stein
> verschicken müssen, so kostet das den Verlag 50 Mal Porto, 50
> Mal Verpackung und noch schlimmer 50 Mal 5-10 Minuten
> Arbeitszeit. Das ist dann etwa ein Tag Ausfall einer
> einzelnen Person für 50 Spiele, in denen einfach nur 1 Stein
> fehlte, der total unwichtig ist. Streng genommen müssten wir
> dieses in die Kalkulation von vorneherein mit reinpacken,
> womit das Spiel ein paar Cent teurer wird - was letztlich
> dann auch den Endpreis um 1-2 Euro nach oben setzen könnte
> (Kalkulation ist eine Wisenschaft für sich). Diese Erhöhung
> würde dann ALLE treffen, die ein Spiel kaufen, also auch die,
> die ein vollständiges haben und den Dienst nicht in Anspruch
> nehmen wollen würden.
Nunja, wie Du sagst, alles eine Frage der Kalkulation. Wieviele Menschen das Spiel nun nicht kaufen vs. den Menschen, die das Spiel nicht kaufen, weil es anderenfalls teurer wird, ist reine Kalkulation.
Gruß Wolfram