Beitragvon Andrea Meyer » 23. Oktober 2006, 18:41
Hi,
auch wenn ich Gefahr laufe, parteiisch zu sein (da ich mitgetestet und -erklärt habe), hier ein paar Gedanken zu deiner Frage. Damit verbunden der Hinweis, dass wir auf der Messe erschwerte Bedingungen hatten, weil das Spiel erst am Donnerstag um 8 Uhr auf Paletten im Stand stand und so viele der Erklärer/innen vorher das Spiel nicht selbst spielen konnten und öfter in den Regeln nachlesen mussten.
Ich finde, das Interessante bei "Fürchterliche Feinde" ist, dass ich zwar zunächst mal damit beschäftigt bin, das gerade aktuelle Monster zu plätten (und das immer wieder), dabei aber immer schauen muss, das Gleichgewicht zwischen meiner Stärke und Intelligenz zu halten (und eben manchmal auch dumm zu sein :D) und gleichzeitig genügend von beidem zu sammeln, um am Ende Furunkulus und Fürst Fieso ein für allemal zu besiegen. Da oft die letzten x Plättchen wg. der hohen Goldstückzahlen darauf über Sieg und Niederlage entscheiden, versuche ich, mich früh zu wappnen, werde dann aber vielleicht abgehängt und renne ständig den Monstern hinterher. Da hilft es dann, richtig dumm zu sein und das dümmste Monster bewegen zu dürfen (und den schlaueren Mitspielern eine Freude zu machen :-P. Nicht zuletzt ist es wichtig, den räumlichen Überblick zu haben und auch mal taktisch zu kämpfen, damit die richtigen Monster vor meiner Nase landen und ich mehr Gold kassiere. Das ist ja das Gute daran, dass die Stapel sortiert sind.
Besonders schön finde ich bei Fürchterliche Feinde, dass das Spiel Fantasy-Elemente einbindet, ohne ins Rollenspiel abzugleiten. Einzelne Rollenspiel-Elemente mitzuspielen, macht uns dabei viel Freude: Wenn sich jemand gerade einem schlaueren Spieler anschließt, um von ihm zu lernen, ist das bei uns immer mit einem "Ja, Meister! Wirklich, Meister? Nein, das ist ja interessant, Meister!" verbunden.
Mit anderen Worten: Das Spiel ist vielschichtiger, als es beim Anspielen vielleicht den Anschein hat. Ihm keine zweite Chance zu geben, wäre schade.
Viele Grüße
Andrea