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Nochmals Descent

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Stastny
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Nochmals Descent

Beitragvon Stastny » 5. November 2006, 10:51

Hallo erstmal

Wir haben gestern zum ersten Mal Descent gespielt, 4 Personen, ich der Overlord: Nach 4h Spielzeit haben die Helden die Türe zum 3. Planteil (von 4) aufgemacht, dann haben wir abgebrochen...nun zum eigentlichen Thema: Ich als Overlord hatte bis zu diesem Zeitpunkt noch keinen einzigen Questmarker erobert, also noch keinen Helden getötet...noch 2 weitere Stunden und die Helden hätten die Mission locker erfüllt gehabt...ich frage mich nun, ob ich wirklich sooo schlecht gespielt habe (habe ein wenig Erfahrung als "Overlord" bei Doom) oder ob die Helden im 1. Szenario wirklich so viel stärker sind als das "Böse"? Ich meine, es war frustrierend, nach 4h noch keinen einzigen "Skill" zu haben, und da lagen noch etwa 25 rum, hätte also mindestens 7 Helden noch töten sollen... Was sind denn so eure Erfahrungen diesbezüglich?

Haut rein, wer was zu sagen hat...vielen Dank schonmal

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Eric

Re: Nochmals Descent

Beitragvon Eric » 5. November 2006, 11:38

Die ersten Szenarien sind darauf ausgelegt für die Helden sehr viel einfacher zu sein als die späteren. Später wird es also ausgeglichener. Ausserdem läuft die Zeit für den Overlord, je länger das Spiel dauert, desto größer die Chancen für den Overlord. Hier helfen vor allem die Overlord Karten Evil Genius, Doom und Dark Charm weiter. Helden töten fünktioniert meistens nur, indem man seine Angriffe auf den schwächsten (kleinste Rüstungsklasse) konzentriert und seine Monster so setzt, dass direkt 2-3 davon sofort angreifen können. Nach meinen Erfahrungen macht der Overlord seine Kills immer kurz vor Schluss, häufig im Endkampf. Dann jedoch sehr schnell hintereinander.


Ausserdem habt ihr einen dicken Spielfehler gemacht, denn es ist unmöglich in Szenario 1 auf ca. 25 Conquest Tokens zu kommen:

- Beim Start: 5
- Für das Aktivieren von 2 Glyphen jeweils +3 --> +6
- Für das Öffnen von 2 Kupfertruhen: maximal 2+1 --> +3
- Für das Öffnen einer Silbertruhe: maximal 2 --> +2

Maximal mögliche Conquest Token Anzahl bei Eurem Spielstand: 16

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torben

Re: Nochmals Descent

Beitragvon torben » 5. November 2006, 13:05

Wir haben bisher auch nur das erste Szenario gespielt. Ich als Overlord hatte bis zum Endgegner nicht einen einzigen Helden getötet. Beim Endgegner kam´s dann aber ganz dicke: Die Helden haben zwar ein paar Handlanger um die Ecke bringen können, doch gegen meinen Obermotz hatten sie nicht den Hauch einer Chance. Dieser Spielverlauf war sowohl für die Helden als auch für mich ziemlich frustrierend, daher haben wir bis dato auch noch keine weiteren Szenarien ausprobiert...

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Hendrik

Re: Nochmals Descent

Beitragvon Hendrik » 5. November 2006, 13:46

Hallo Oliver,

Meine Erfahrungen (mit Szenario 1):

Wenn nur 2 Helden teilnehmen und diese "schlecht" gewählt sind, dann ist Descent nach einer Stunde fertig, weil der Overlord genug Kills (bzw. Questenmarker) hat.
Sind die Helden gut ausgesucht (trotzdem nur 2), dann können diese sicher um die 3h im Verlies sich mit Monster balgen, aber es wird trotzdem immer der Overlord gewinnen.
Bei 3 Helden dürften diese in den letzten Raum vordringen können, ob sie gewinnen steht auf der Kippe (schliesslich wird gewürfelt, da ist keine absolute Prognose möglich).
Erst bei 4 Helden gibt es genug Heldenpower um den Overlord beinahe "sicher" bezwingen zu können.

Für den Overlord ist es natürlich auch wichtig genügend Drohmarker zu erhalten, ansonsten kann er keine fiesen Overlordkarten ausspielen.

Cheers Hendrik

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Stastny
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Re: Nochmals Descent

Beitragvon Stastny » 5. November 2006, 13:56

Hallo Eric, vielen Dank für die Antwort: Wir haben tatsächlich den Fehler gemacht, am Anfang für jeden Helden 5 Questmarker auszuteilen...tja, aus Fehlern lernt man.

Dann werden wir das Ganze also bei nächster Gelegenheit wieder ausprobieren.

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Stastny
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Re: Nochmals Descent

Beitragvon Stastny » 5. November 2006, 13:58

Hi Hendrik, dann ist die Idealbesetzung (für Szenario 1) also wirklich 3 Helden, was anderes macht nicht wriklich Sinn (ausser die Helden sind alles Anfänger, die Fehler machen, dann kann's der Overlord sicher auch mit 4 Helden aufnehmen).

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tech7

Re: Nochmals Descent

Beitragvon tech7 » 6. November 2006, 15:33

3 ist für die meisten Senarios, die Optimalbesetzung, aber gerade in den ersten beiden Szenarios hat der OL wenig Chancen. Wenn man nur mit 2 Helden spielt empfiehlt es sich zudem den OL nur eine Karte pro Runde ziehen zu lassen. So gern ich auch Descent spiele, die Skalierung funktioniert leider nicht wirklich.

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Oliver
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Re: Nochmals Descent

Beitragvon Oliver » 6. November 2006, 19:31

Hallo!

Ich habe inzwischen 4x Partien "Descent" hinter mir- bisher haben wir aber nur die ersten beiden Szenarien gespielt.
Zwei Mal spielten wir zu dritt (2 Helden, 1 Overlord) und zwei Mal zu fünft (4 Helden, 1 Overlord).
Wir haben uns von Anfang an die Regel zu eigen gemacht, dass die Schatztruhen nur demjenigen etwas einbringen, der sie geöffnet hat. Alle anderen gehen leer aus.
Bei uns hat es sich so dargestellt, dass... :
1. ... die Helden zu zweit stark unterbesetzt sind.
Die Helden sind zwar eigentlich schlagkräftig genug, allerdings können sie den Overlord kaum beim Spawnen neuer Monster hindern. Es bleiben einfach zu viele, nicht einblickbare Ecken.
2. Die vielen neuen Monster führen in der Regel dann dazu, dass pro Runde mehr Monster ins Spiel kommen, als von den Helden getötet werden. Sollte dann noch der eine oder andere Schlag sein Ziel verfehlen, so ist dies in der Regel umso tödlicher für die Helden.
3. ... die Helden zu viert (bisher) beinahe unschlagbar sind.
Ich habe es zwar stets geschafft, den einen oder anderen Helden in die Hölle zu schicken, aber dennoch waren sie nie in Gefahr, dass Szenario zu verlieren. Ihre Beute an Conquest- Tokens war einfach zu groß und nicht aufzuhalten.
4. ... die Helden zu viert immer den Überblick haben.
Wie unter Punkt 1, aber genau umgekehrt. Sie können beinahe jede Ecke einblicken und so das Spawnen von Monstern so beeinflussen, dass nie unmittelbare Gefahr droht. Und wenn ich dann Monster in anderen Räume spawnen ließ, war der Weg allzu lang, und bis zum Eintreffen nur noch Kanonenfutter.

Aber trotz dieser Erfahrungen hatten und haben wir jede Menge Spass am Spiel- dies gilt ausnahmslos für alle Beteiligten. Vielleicht spielt es auch eine Rolle, dass wir alle ehemalige Rollenspieler sind und daher das Gemeinschaftsgefühl wichtiger ist und wir die zugegebener Maßen vorhandenen Unzulänglichkeiten des Spielsystems ignorieren können. Und ich als alter "Master" im Rollenspiel durfte ja seit jeher für die Geschichte dienen und ging doch in der Regel als "Verlierer" vom Tisch. Das wusste ich ja bereits im Vorfeld. Das Besondere daran war eben, den Helden zu suggerieren, dass sie jederzeit Scheitern könnten. Das Happy- End war also fester Bestandteil und auch wichtig für die Motivation der Truppe..

Aber ich habe noch immer die leise Hoffnung, dass die kommenden Szenarien auch mir als Overlord endlich einmal die Chance geben, den Helden zu zeigen warum ich Overlord heiße. Hehe...

Oliver


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