Beitragvon Thomas » 6. Mai 2007, 12:25
Warbear schrieb:
> Es stört mich allerdings etwas, daß ich mich bei dem
> VoiP-Provider mit meinen Bankdaten anmelden muß.
Kommt auf den Anbieter an. Bei Sipgate gibt es auch Prepaid-Tarife, d.h. du zahlst z.B. per Überweisung 10 Euro ein und kannst die dann irgendwann vertelefonieren.
> Könnte es nicht vorkommen, daß bei der Anwahl mal was
> schief läuft (technischer oder menschlicher Fehler) und
> so ungewollt kostenpflichtige Verbindungen aufgebaut
> werden?
Die Gefahr eines menschlichen Fehlers ist m.E. nicht wesentlich anders, als wenn du bei deiner ISDN-Flätrate dich verwählst und eine kostenpflichtige Service- oder Auslandsrufnummer (0900, 0180, 0137, 032, 0700) wählst.
Es besteht aber andererseits die Gefahr, dass deine Kontozugangsdaten (Benutzername, Passwort) ausgespäht werden und dann missbraucht werden. Bei einem Prepaid-Tarif ist der Schaden dadurch aber recht gering, wenn man nicht gleich dreistellige Beträge überwiesen hat.
> Ich möchte auch gerne mit Amis spielen.
> Gehe ich recht in der Annahme, daß eine kostenfreie
> VoiP-Verbindung ins Ausland nicht möglich ist?
Dazu muss ich etwas mehr ins Detail gehen:
Den VoIP-Provider braucht man eigentlich nur, wenn man aus dem Internet heraus in das normale Festnetz telefonieren möchte. In diesem Fall bietet der VoIP-Provider dir ein Übergang (Gateway) ins Festnetz, für die er Kosten hat, welche er mit einem Aufschlag an dich weitergibt.
Wenn man VoIP direkt direkt zwischen zwei Internet-Teilnehmern durchführen möchte, wird eigentlich überhaupt kein Provider benötigt, Dazu muss man aber die aktuelle IP-Adresse des anzurufenden kennen. Bei Einwählverbindungen wie auch bei DSL erhält man aber meistens jeden Tag eine andere IP-Adresse. Abhilfe schaffen könnten Dienste wie www.dyndns.org, die einen Domainnamen (meinname.dyndns.org) dynamisch auf die eigene Einwahl-IP zeigen lässt.
Viele VoIP-Anbieter vereinfachen das ganze, indem sie Anrufe zu Festnetzrufnummern, von denen sie wissen, dass dahinter ein VoIP-Anschluss steckt, erst gar nicht ins Festnetz leiten, sondern direkt kostenlos übers Internet aufbauen. Wissen können die Provider das nur, wenn der An[b]ge[/b]rufene bei gleichen Provider ist oder wenn der Provider des An[b]ge[/b]rufenen mit deinem Provider eine Partnerschafts-Vereinbarung hat.
Du kannst natürlich auch einfach ein Konto bei einem VoIP-Provider in Amerika oder sonstwo auf der Welt einrichten, und bekommst so evtl. sogar eine ausländische Festnetzrufnummer, die du per VoIP überall auf der Welt - also auch bei dir zu Hause in Deutschland - annehmen kannst. Hiermit habe ich allerdings keine konkreten Erfahrungen, so dass ich dir keinen Anbieter empfehlen kann.