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Erfahrungen mit Kingsburg oder Circle?

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Michael Schlepphorst
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Erfahrungen mit Kingsburg oder Circle?

Beitragvon Michael Schlepphorst » 20. Oktober 2007, 19:26

Hallo!

Vielleicht kennt jemand das Problem. Zwei Tage auf Messe gewesen und trotzdem nicht alles gesehen ;-)
Eins der Spiele welches ich optisch interessant fand aber nicht testen konnte: Kingsburg

Kann vielleicht jemand kurz etwas zu dem Spiel sagen?

Das Spiel "The Circle" konnte ich zumindest anspielen und habe es mir dann auch gekauft. Trotzdem schien es mir als ob es kaum Sinn macht die Fähigkeiten der Spione zu nutzen, sondern lieber immer die Punkte zu nehmen (infiltrieren).
Wenn auch dazu jemand Erfahrungsberichte hat wäre ich für dankbar!

Grüße und allen noch viel Spaß auf der Messe und mit den neuen Spielen!

Michael, der auch über die gute Materialqualität der Spiele begeistert ist (so auch bei Circle trotz Kleinverlag?)

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Alex Forsbach
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Re: Erfahrungen mit Kingsburg oder Circle?

Beitragvon Alex Forsbach » 20. Oktober 2007, 23:04

Ich konnte den Circle am Stand von C4 auch probespielen und dabei hatte ich zunächst auch den Eindruck, daß die Fähigkeiten der Spione nicht so wichtig sind. Zum Schluß gab es aber ein paar Situationen, bei denen ich merkte, daß ich die zuvor zur Infiltration umgedrehten Spione nun dringend gebraucht hätte, um den Sieg eines Mitspielers noch zu verhindern. Die Fähigkeiten der Spione können siegentscheidend sein. Jeder zu seiner Zeit.

Das Probespiel ist schon anders als da richtige Spiel. Da haben wir halt zufällige Spione bekommen und keine, die man sich nach taktischen oder strategischen Gesichtspunkten selbst ausgesucht hat. Die waren manchmal einfach unpassend. Das habe ich am Abend gemerkt, als wir eine echte, volle Partie absolvierten. Da gab es keine "nutzlosen" Spione in meiner Hand.

Ich glaube, daß ich immer noch nicht die Hälfte der Möglichkeiten vom Circle entdeckt habe und vielleicht revidiert sich meine Meinung nach ein paar Partien wieder, aber derzeit bin ich total fasziniert vom Circle. Das Spiel ist eigentlich total einfach und dennoch so komplex, um es zu beherrschen. Das Zeitrad ist ein wirklich guter (neuer? Gab es sowas schon mal irgendwo?) Mechanismus. So viele Möglichkeiten. Plus das wirklich stimmig umgesetzte Thema und ein sehr aufwändiges Material.

So wie ich das verstanden habe, ist das das Erstlingswerk von C4 und auch das einzige Spiel bisher.

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Michael Schlepphorst
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Re: Erfahrungen mit Kingsburg oder Circle?

Beitragvon Michael Schlepphorst » 21. Oktober 2007, 00:30

Alex Forsbach schrieb:
>
> Ich glaube, daß ich immer noch nicht die Hälfte der
> Möglichkeiten vom Circle entdeckt habe und vielleicht
> revidiert sich meine Meinung nach ein paar Partien wieder,
> aber derzeit bin ich total fasziniert vom Circle. Das Spiel
> ist eigentlich total einfach und dennoch so komplex, um es zu
> beherrschen. Das Zeitrad ist ein wirklich guter (neuer? Gab
> es sowas schon mal irgendwo?) Mechanismus. So viele
> Möglichkeiten. Plus das wirklich stimmig umgesetzte Thema und
> ein sehr aufwändiges Material.

Da sprichst Du mir eigentlich aus der Seele. War für mich auch so ein Überraschungs-Hit. Auf jeden Fall bin ich mal gespannt auf eine erste "richtige" Partie. Auch ich finde dieses Spiel äußerst stimmig und thematisch doch sehr gut gelungen.

Schönen Dank schon mal für die Hoffnung machenden Erfahrungen!

Grüße

Michael

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Schucki

Re: Erfahrungen mit Kingsburg oder Circle?

Beitragvon Schucki » 21. Oktober 2007, 00:36

Hallo Michael,

ich habe bei der Messe und jetzt auch schon zu Hause Kingsburg gespielt. Mein Ersteindruck und Begeisterung über dieses Spiel haben sich gehalten. Man sollte kein Strategiehit erwarten, denn das Glück (beim Würfeln) spielt schon eine Rolle in dem Spiel. Nichts desto trotz macht das Spiel sehr viel Spass. Auch weil man die Mitspieler schön durch Blockaden ärgern kann.

Grüße
Jürgen

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Jost aus Soest

RE: Erfahrungen mit Kingsburg oder Circle?

Beitragvon Jost aus Soest » 21. Oktober 2007, 07:27

Nicht viel Zeit, daher nur eine ganz kurze Charakterisierung von Kingsburg:

Entwicklungsspiel ähnlich Puerto Rico, wo die Rollen mit einem interessanten Mechanismus ausgewürfelt werden, und wo es einmal im Spieljahr eine Invasion abzuwenden gilt.

Mir hat es auf jeden Fall Spaß gemacht (allerdings konnte ich es nicht zu Ende spielen).

Viele Grüße
Jost aus Soest - www.spielepizza.de - [i]Moderne Spiele aus Italien[/i]

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achim

Re: Erfahrungen mit Kingsburg oder Circle?

Beitragvon achim » 22. Oktober 2007, 15:24

Da ich die Fairplay-Scoutaktion jetzt ausgedruckt vor mir liegen habe, bin ich froh, dass auf der Messe Spiele erst ab einer bestimmten Anzahl Nennungen an die Tafel angeschrieben werden. Circle ist bei 7 Nennungen und einem Schnitt von 4,43 das vorletzte Spiel der gesamten Liste.

Ich habe mir das Spiel gekauft, und versuche es jetzt mal in Kürze spielen, um mir eine eigene Meinung zu bilden. Eventuell hat da ja eine ko0mplette Gruppe gewertet, denen sich das Spiel absolut nicht erschlossen hat. So extrem schlechte Meinungen habe ich im Forum jedenfalls bisher nicht entdecken können.

Gruß
achim

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Alex Forsbach
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Re: Erfahrungen mit Kingsburg oder Circle?

Beitragvon Alex Forsbach » 22. Oktober 2007, 16:26

Ja, die Scout-Liste hab ich auch gesehen und nur noch den Kopf geschüttelt, nicht nur über die Circle-Bewertungen. Für mich hat die Fairplay-Aktion an jeglicher Relevanz verloren, sie ist zur Farce verkommen, allenfalls eine Fußnote zur Messe.

Ich habe Sonntag den Circle mit Freunden schon ein zweites Mal gespielt. Es war absolut großartig, spannend bis zum Schluß. Im Ablauf ganz simpel mit den 3 Spielphasen, aber mit viel Spieltiefe, weil es so viele Möglichkeiten gibt, seine Spione einzusetzen und Siegpunkte zu erlangen. Die Idee des Zeitrades ist für mich zudem ein kleiner Geniestreich, eine ganz neue Idee.

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Micha A.
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RE: Erfahrungen mit Kingsburg oder Circle?

Beitragvon Micha A. » 22. Oktober 2007, 17:02

"Alex Forsbach" hat am 22.10.2007 geschrieben:
> Ja, die Scout-Liste hab ich auch gesehen und nur noch den
> Kopf geschüttelt, nicht nur über die Circle-Bewertungen.

Wieso? Ich war z.B. einer der Bewerter und habe eine 4 gegeben. Das Spiel funktioniert, ist aber bar jeder Spannung. Dies war auch die einhellige Meinung der Mitspieler (wir haben zu sechst gespielt).

Die im weiteren Verlauf Deines Postings geschilderte Spannung hat sich bei uns nicht im Ansatz eingestellt. So verschieden sind halt die Geschmäcker.

Viele Grüße,
Micha

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"Never argue with idiots. They bring you down to their level, then beat you with experience."

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Alex Forsbach
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RE: Erfahrungen mit Kingsburg oder Circle?

Beitragvon Alex Forsbach » 22. Oktober 2007, 18:35

Deine persönliche Meinung ist von meinem Kopfschütteln zur Fairplay-Tabelle völlig unbenommen. Du hast jedes gute Recht, The Circle unspannend zu finden. Ich finde es sogar äußerst spannend.

Klar, ich hab auch nicht mitabgestimmt, hätte dem Spiel vielleicht keine 1 gegeben - da gehen die meisten wohl sehr großzügig mit um, für mich ist eine 1 ein perfektes Spiel - aber sicher eine zwei.

Die 4,4 als Fairplay-Abschlußwertung ist nahe an der Wertung "funktioniert nicht" und das ist aus meiner Sicht lächerlich. Während ich dort am Stand saß, wurde das Spiel von mehreren Spielern nach einem Testspiel gekauft. Gibt es eine positivere Wertung für ein Spiel? Das waren allesamt wohl keine Fairplay-Scouts, tja, und so kommt eine völlig indiskutable Wertung für einen Kleinverlag dabei heraus, der von den Scots in Halle 4 wohl nicht so recht gefunden wurde.

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achim

[Ot] Schotten

Beitragvon achim » 22. Oktober 2007, 18:52

Alex Forsbach schrieb:
Das waren allesamt wohl
> keine Fairplay-Scouts, tja, und so kommt eine völlig
> indiskutable Wertung für einen Kleinverlag dabei heraus, der
> von den Scots in Halle 4 wohl nicht so recht gefunden wurde.

Spaß am Rande:
So viele Schotten habe ich eh gesehen, als dass die stark ins Gewicht gefallen wären! :razz: :whistle:

Gruß
achim

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Micha A.
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RE: Erfahrungen mit Kingsburg oder Circle?

Beitragvon Micha A. » 23. Oktober 2007, 08:25


> Die 4,4 als Fairplay-Abschlußwertung ist nahe an der
> Wertung "funktioniert nicht" und das ist aus meiner Sicht
> lächerlich.

Aus meiner Sicht ist das völlig ok (zumindest, soweit man das nach einem Spiel beurteilen kann - aber mehr will die Scoutnote ja auch nicht aussagen).
Begründung: Wir haben zu sechst gespielt, und bis Spielende waren es etwas mehr als 2 Runden. D.h. jeder war ca. 12x dran. In dieser Zeit kann man einen Agenten (abhängig von seiner Stärke und davon, wann man ihn bekommt) ca. 1-3x aktivieren, wobei nicht jede Aktion zu jeder Zeit sinnvoll und siegpunktträchtig ist. Vielmehr Siegpunkte brachte es, die eigenen Agenten umgehend zu infiltrieren, und der Mitspieler, der diese Strategie gewählt hatte, hat das Spiel haushoch gewonnen.
Und ein Spiel, das mehrere Strategien anbietet, von denen aber eine am erfolgversprechendsten ist, das ist für mich sehr nahe an "funktioniert nicht". In der Tat hatte ich bei meiner Scoutnote zwischen einer 4 und einer 5 geschwankt.

Gruß,
Micha

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Alex Forsbach
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RE: Erfahrungen mit Kingsburg oder Circle?

Beitragvon Alex Forsbach » 23. Oktober 2007, 09:20

Micha A. schrieb:
> Begründung: Wir haben zu sechst gespielt, und bis Spielende
> waren es etwas mehr als 2 Runden. D.h. jeder war ca. 12x
> dran. In dieser Zeit kann man einen Agenten (abhängig von
> seiner Stärke und davon, wann man ihn bekommt) ca. 1-3x
> aktivieren, wobei nicht jede Aktion zu jeder Zeit sinnvoll
> und siegpunktträchtig ist. Vielmehr Siegpunkte brachte es,
> die eigenen Agenten umgehend zu infiltrieren, und der
> Mitspieler, der diese Strategie gewählt hatte, hat das Spiel
> haushoch gewonnen.

Handelt es sich bei Deiner Beschreibung um das Demospiel, was die C4-Leute am Messestand arrangierten? Denn unsere regulären Spielrunden dauerten deutlich länger.

Beim Demospiel startete jeder Spieler ja bereits mit 10 Siegpunkten und es lagen ja bereits zufällig gezogene Spione am Zeitrad an. Das ganze Spiel bis zu dieser 10-Punkte-Situation fiel fort. Mit ein wenig Glück beim Ziehen der Spione hatte man vielleicht den Killer mit 5 Siegpunkten in seinen Reihen und schon war man Siegpunktemäßig ziemlich weit vorne. Das Demospiel veranschaulichte den Spielablauf, mehr nicht. Unsere Demo-Partie war übrigens recht umkämpft.

Gerade um die siegpunkteträchtigen Spione gibt es im "echten" Spiel einen harten Kampf. In unseren Partien war der erstes Ziel von Attacken. Er wurde geblockt, getauscht oder getötet.

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Micha A.
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RE: Erfahrungen mit Kingsburg oder Circle?

Beitragvon Micha A. » 23. Oktober 2007, 09:49


> Handelt es sich bei Deiner Beschreibung um das Demospiel,
> was die C4-Leute am Messestand arrangierten? Denn unsere
> regulären Spielrunden dauerten deutlich länger.

Nein, wir starteten mit den Siegpunkten gem. Vorgabe (zu sechst waren es glaube ich 5?) und komplett ohne Spione, Einflusspunkte, etc.

Ein Mitspieler hat ziemlich am Anfang einen recht heftigen Agenten erworben, der 5 Siegpunkte brachte und diesen dann auch gleich umgedreht. Wir haben uns nichts dabei gedacht und "ganz normal" weiter gespielt (Agenten erworben, ab und zu aktiviert, etc.) weil wir dachten, dies sei der Sinn des Spiels. Dieser eine Spieler hat aber immer nur 4 Einflusspunkte genommen, unter Abgabe vieler Punkte möglichst teure Agenten gekauft und alle seine Agenten infiltriert, sobald ihm dies möglich war. Die Aktionen der Agenten haben ihn überhaupt nicht interessiert. Als der Rest das geschnallt hat war's zu spät, allerdings denke ich, dass auch ein früheres Gegensteuern nicht viel gebracht hätte.
Beim nächsten Mal würde ich diese Taktik auch durchzuziehen versuchen. Allerdings bleibt dann vom eigentlichen Spiel nicht mehr allzuviel übrig - dann ist's nämlich ein reines Versteigerungsspiel. Und deshalb unsere schlechten Noten.

Spieldauer lag bei ca. 45 Minuten ohne Erklärung (gefühlt - vielleicht war's aber auch etwas länger).

Gruß,
Micha

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Marten Holst
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The Circle?

Beitragvon Marten Holst » 23. Oktober 2007, 10:56

Ehrlich gesagt war genau die Strategie die, vor der ich nach Erklärung der Mechanik Angst hatte (zum Anspiel blieb leider keine Zeit), wenn da nichts gegen geht wäre eine 5 selbstverständlich im Sinne der Definition "funktioniert nicht", weil das Spielen des eigentlichen Spieles nicht gewinnen kann.

Hier wäre sehr interessant, ob irgendwo jemand erfolgreich dagegen spielen konnte, sonst hat der Circle eventuell ein Loch, das gestopft werden sollte.

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Alex Forsbach
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Re: The Circle?

Beitragvon Alex Forsbach » 24. Oktober 2007, 01:51

Marten Holst schrieb:

> Hier wäre sehr interessant, ob irgendwo jemand erfolgreich
> dagegen spielen konnte, sonst hat der Circle eventuell ein
> Loch, das gestopft werden sollte.

Micha A. schrieb:

> Nein, wir starteten mit den Siegpunkten gem. Vorgabe (zu
> sechst waren es glaube ich 5?) und komplett ohne Spione,
> Einflusspunkte, etc.
>
> Ein Mitspieler hat ziemlich am Anfang einen recht heftigen
> Agenten erworben, der 5 Siegpunkte brachte und diesen dann
> auch gleich umgedreht. Wir haben uns nichts dabei gedacht und
> "ganz normal" weiter gespielt (Agenten erworben, ab und zu
> aktiviert, etc.) weil wir dachten, dies sei der Sinn des
> Spiels. Dieser eine Spieler hat aber immer nur 4
> Einflusspunkte genommen, unter Abgabe vieler Punkte möglichst
> teure Agenten gekauft und alle seine Agenten infiltriert,
> sobald ihm dies möglich war. Die Aktionen der Agenten haben
> ihn überhaupt nicht interessiert. Als der Rest das geschnallt
> hat war's zu spät, allerdings denke ich, dass auch ein
> früheres Gegensteuern nicht viel gebracht hätte.

Ich habe mir das Spiel und die Spione mal genauer angesehen. Bei 6 Spielern startet man bei 4 Punkten. Von allen 60 Spionen gibt es nur zwei 5er-Siegpunkte-Spione und zwei 4er. Die 5er sind in der lila OPS-, die 4er in der orangenen REC-Linie. Beide haben sehr lange Vorbereitungszeiten mit 8 bzw. 7 Runden. Alle Farben haben ürbigens bei unterschiedlicher Siegpunkte-Aufteilung 20 Siegpunkte, d.h. durchschnittlich haben die Spione genau 2 Siegpunkte. Die 20 neutralen Karten verfügen insgesamt über 32 Siegpunkte, hier hat jeder Spion also durchschnittlich nur 1,6 Siegpunkte. Bei den neutralen Spionen gibt es keine 4er- oder 5er-Spione, lediglich zwei 3er, der Rest sind 1er, 2er und 0er.

Momentan stehe ich etwas verwirrt da, wie es Euer Mitspieler geschafft hat, nach 12 Runden mit den starken Spionen ohne "Gegensteuern" von Euch durchgekommen zu sein. Wenn er, wie Du schreibst, Micha, "unter Abgabe vieler Punkte möglichst teure Agenten gekauft" hat, wie konnte er sich dann die farbigen 5er- und 4er-Spione angeln? Dazu muß man ja gerade viele Geheimnisse besitzen und nicht ausgeben. Nach frühestens 7 Runden kann ja auch überhaupt erst der erste 4er-Spion ins Spiel kommen, wenn er denn tatsächlich in der allerersten Runde aktiviert wurde. Und das auch noch zu Lasten von 2 Geheimnissen, für den, der ihn reinbringt. Da muß es doch ein leichtes sein, ihm die führende Position in lila und/oder orange abzujagen, sodaß er keine weiteren wertvollen Spione aus der Linie bekommen kann.

In meiner ersten Partie gewann ein Spieler, der sich die meiste Zeit des Spieles über die gelben Spione sicherte. Diese Strategie gefiel mir gut, sie erschien mir sehr erfolgversprechend und ich wandte sie in meinem zweiten Spiel an, um von einem Spieler geschlagen zu werden, der mit orange gewann. Mein aktueller Eindruck daraus folgend ist, daß es tatsächlich eine Reihe von ganz unterschiedlichen Strategien gibt, den Circle zu gewinnen.

Vielleicht ist ja auch die von Dir, Micha, beschriebene eine weitere, sozusagen der "Blitzangriff". Aber das spricht aus meiner Sicht eher für als gegen das Spiel und ich freue mich auf das Wochenende, da könnte eine weitere Circle-Partie anstehen und ich will diese "Überfallaktion" gern mal ausprobieren.

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Micha A.
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RE: The Circle?

Beitragvon Micha A. » 24. Oktober 2007, 08:22

Hallo Alex,

wie gesagt: Unser Sieger hat zunächst den 5er Agenten gekauft. Dies war zufällig auch der erste Agent, der überhaupt ins Spiel kam. Er hat außerdem ausschliesslich in Einflusspunkte investiert und nie 2 Punkte zu Gunsten des Einbringens eines neuen Agenten sausen lassen.

Nachdem er den 5er umgedreht hatte haben wir das nicht weiter beachtet. So à la: "OK, er hat jetzt zwar 5 Punkte Vorsprung, dafür aber keinen Agenten mehr vor sich, kann also auch keine tollen Aktionen mehr machen. Den kriegen wir schon noch...". Als er dann aber kurz darauf einen weiteren (3er?) umgedreht hat, da waren's 8 Punkte. Und von da ab musste er den Vorsprung nur noch verwalten - was er auch gut hingekriegt hat - da alle anderen ja pro Runde auch nur 1 Agenten umdrehen dürfen (Ausnahme: Einsatz des Agenten, der 2 Infiltrationen erlaubt) war das uneinholbar.

Natürlich haben die anderen am Anfang geschlafen. Natürlich hätte einer der Mitspieler ihm mit dem Knarrenmann einen Agenten wegblasen können (dumm nur, dass er ihn selber hatte - ich glaube, das war sogar der 5er?). Natürlich hätte man ihm mit einem anderen Agenten ein Klötzchen von einem seiner Agenten am Zeitrad wegnehmen können. Aber alle diese Aktionen bergen halt einen hohen Tempoverlust (Dauer min. 4 Runden, bis Agent wieder verfügbar ist) und bringen keinen direkten Punktgewinn.
Das Infiltrieren ist dagegen der direkte Weg zum Sieg, genau wie das ausschliessliche Setzen von Geheimnissen - ohne Umweg über das Ins-Spiel-Bringen von Agenten. Die kommen ja automatisch, bzw. es gibt andere Dumme am Tisch, die das tun ;-) .
Und da dem aus meiner Sicht so zu sein scheint, bietet das Spiel zwar verschiedene Optionen an, von denen allerdings einige nicht brauchbar sind, da zu uneffektiv. Daher meine schlechte Scout-Note und die Aussage : Das Spiel funktioniert nicht wie gedacht.

Ob unsere Partie jetzt genau 12 Runden gedauert hat weiß ich nicht mehr. Allerdings weiß ich noch, dass ich nur 2x den Startspielermarker hatte - es müssen also zwischen 12 und 17 Runden gewesen sein.

Probier's mal aus und berichte. Material- und Designmäßig war das Spiel ja ganz gut, und die Grundidee finde ich ebenfalls reizvoll.

Grüße,
Micha
> Momentan stehe ich etwas verwirrt da, wie es Euer
> Mitspieler geschafft hat, nach 12 Runden mit den starken
> Spionen ohne "Gegensteuern" von Euch durchgekommen zu sein.
> Wenn er, wie Du schreibst, Micha, "unter Abgabe vieler
> Punkte möglichst teure Agenten gekauft" hat, wie konnte er
> sich dann die farbigen 5er- und 4er-Spione angeln? Dazu muß
> man ja gerade viele Geheimnisse besitzen und nicht
> ausgeben. Nach frühestens 7 Runden kann ja auch überhaupt
> erst der erste 4er-Spion ins Spiel kommen, wenn er denn
> tatsächlich in der allerersten Runde aktiviert wurde. Und
> das auch noch zu Lasten von 2 Geheimnissen, für den, der
> ihn reinbringt. Da muß es doch ein leichtes sein, ihm die
> führende Position in lila und/oder orange abzujagen, sodaß
> er keine weiteren wertvollen Spione aus der Linie bekommen
> kann.

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Alex Forsbach
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RE: The Circle?

Beitragvon Alex Forsbach » 24. Oktober 2007, 20:10

Hallo Micha!

> Probier's mal aus und berichte. Material- und Designmäßig war
> das Spiel ja ganz gut, und die Grundidee finde ich ebenfalls
> reizvoll.

Da stimme ich Dir absolut zu und ich werd mal Eure instant-Infiltrations-Strategie versuchen konsequent umzusetzen, obwohl ich gestehe, daß ich sie trotz der Erklärung immer noch nicht ganz verstehe :)

> Unser Sieger hat zunächst den 5er Agenten
> gekauft. Dies war zufällig auch der erste Agent, der
> überhaupt ins Spiel kam.

Mit gekauft meinst Du, daß er ihn in Phase 1 für 2 Geheimnisse aussuchte und ans Zeitrad anlegte, oder? Aber wieso ist er der erste Agent, der zufällig ins Spiel kam? Das einzige Zufalls-Element im Spiel ist doch der Stapel mit den grauen Spionen. Aber da ist kein 5er-Spion drin. Der lila 5er benötigt aber doch 8 Runden, bevor er erstmals in den Besitz eines Agenten gelangt. Da ja durch den Startspieler stets neue graue Spione ins Spiel kommen müssen, wie kann er da der erste gewesen sein, der überhaupt ins Spiel kam? Von meinen Runden weiß ich, daß manche Spieler am Anfang instinktiv dazu neigen, Spione, die sie für 2 Geheimnsse ins Spiel bringen, sofort vor sich abzulegen, statt ans Zeitrad. Könnte das bei Euch auch der Fall gewesen sein?

> Er hat außerdem ausschliesslich in
> Einflusspunkte investiert und nie 2 Punkte zu Gunsten des
> Einbringens eines neuen Agenten sausen lassen.

Er hat also jede Runde 2 Geheimnisse ausgegeben und einen farbigen Spion ins Spiel gebracht. Aber da müßte doch wenigsten 1 gegnerischer Spieler ihn mal mit 4 verteilten Geheimnissen über- oder zumindest eingeholt haben. Insbesondere der Spieler, der vielleicht auf die gelben Spione gesetzt hat. Mit deren Hilfe ist es doch ein leichtes, einem Spieler die führende Position abzujagen.

> Natürlich hätte man ihm mit einem anderen
> Agenten ein Klötzchen von einem seiner
> Agenten am Zeitrad wegnehmen können.

Wieso hatte er überhaupt Spione am Zeitrad? Ich dachte, er hätte stets sofort infiltriert? Oder hat er den Spion, den er sich frei aussuchte in Phase 1 zwar ans Zeitrad angelegt, aber (fälschlicherweise) mit einem eigenen Spielstein versehen?

Neben dem Klötzchenklauer fällt mir auch der Blockspion ein, den man prima vor dem führenden Spieler ablegen kann, sodaß er nicht infiltrieren kann. Dann gibt es den Doppelagenten-Spion, mit dem man ihm einen hochwertigen Spion wegtauscht. Oder den bösen Meuchelmörder, den es ja nicht nur in lila sondern auch in grau gibt. Zusätzlich zu den gelben Spionen, die ihm die führende Position nehmen in seiner Farbe. Wenn er seine Spione nicht für Aktionen nutzt, sondern stets sofort infiltriert, kann er sich ja logischerweise gegen all diese Attacken auch nicht wehren.

Insofern denke ich bisher - in der grauen Theorie - daß ich mit dieser Strategie grandios scheitern werde, aber gut, loben wir das Spiel nicht vor dem Abend. Ich teste und berichte.

Bis bald, Alex

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Olav Müller
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RE: The Circle?

Beitragvon Olav Müller » 4. November 2007, 19:36

"Alex Forsbach" hat am 24.10.2007 geschrieben:
>> Er hat außerdem ausschliesslich in
>> Einflusspunkte investiert und nie 2 Punkte zu Gunsten des
>> Einbringens eines neuen Agenten sausen lassen.
> Er hat also jede Runde 2 Geheimnisse ausgegeben und einen
> farbigen Spion ins Spiel gebracht.

So habe ich Micha nicht verstanden. Ich habe Michas Satz so verstanden, dass der Infiltrator NIE 2 Punkte ausgegeben hat, also immer die vollen 4 Geheimnisse seinen Leisten gutgeschrieben hat.

>> Natürlich hätte man ihm mit einem anderen
>> Agenten ein Klötzchen von einem seiner
>> Agenten am Zeitrad wegnehmen können.
>
> Wieso hatte er überhaupt Spione am Zeitrad? Ich dachte, er
> hätte stets sofort infiltriert?

Wenn man die Fähigkeiten seiner Spione nicht nutzt, weil Infiltration mächtiger ist, dann darf man pro Runde nur einen infiltrieren. Daher kann es auch schonmal vorkommen, dass eigene Spione doch ans Zeitrad kommen, weil ich in der einen oder anderen Runde doch mal 2 Spione abbekomme. Durch andere Spieler, die dummerweise farbige Spione anlegen, die ich dann durch meine Übermacht in den Geheimnissen abstaube.

> Neben dem Klötzchenklauer fällt mir auch der Blockspion
> ein, den man prima vor dem führenden Spieler ablegen kann,
> sodaß er nicht infiltrieren kann.

Eine Runde lang. Und auch nur, wenn der Blockspion vor mir liegt. Wenn ich also in der Spielerreihenfolge vor dem Blocker sitze, kann dieser entweder schonmal für die nächste Runde blocken, oder aber jemanden anderen blocken. Beides "bringt" ihm aber keine Punkte und für mich nur einen kleinen Geschwindigkeitsverlust.

> Dann gibt es den
> Doppelagenten-Spion, mit dem man ihm einen hochwertigen
> Spion wegtauscht.

Dadurch ist der Doppelagent aber wieder am Zeitrad. Generiert keine Siegpunkte und ich infiltriere trotzdem irgendeinen Spion. Wenn der getauschte auch nur einen Punkte bringt, gibt mir das mehr als es dem Spieler des Doppelagenten bringt, der dafür sicherlich nicht nur ein Geheimnis ausgegeben hat, wodurch ich in anderen Spionversteigerungen wiederum einen Vorteil ihm gegenüber habe.

> Oder den bösen Meuchelmörder, den es ja
> nicht nur in lila sondern auch in grau gibt.

Der farbige Meuchler muss erstmal ins Spiel kommen. Irgendjemand hat also 2 Geheimnisse dafür geopfert. Dann ist auch immer noch nicht sicher, wer ihn bekommt. Vermutlich aber eher derjenige Spieler, der sich drauf vorbereitet und regelmäßig 4 Punkte in die passenden Farben investiert. Nicht die Spieler, die immer mal 2 Punkte hier und dort dafür verballern, dass sie Spione ans Rad anlegen.

> Insofern denke ich bisher - in der grauen Theorie - daß ich
> mit dieser Strategie grandios scheitern werde, aber gut,
> loben wir das Spiel nicht vor dem Abend. Ich teste und
> berichte.

Hast Du es mal wieder ausprobiert? Das würde mich sehr interessieren. Ich habe The Circle jetzt mittlerweile auch endlich gespielt und zu Micha sehr ähnliche Erfahrungen gemacht. Über einen Hinweis, was ich falsch gemacht habe, wäre ich sehr froh. (Sowohl in einer Partie zu viert als auch zu zweit.)

CU,
Olav

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Micha A.
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RE: The Circle?

Beitragvon Micha A. » 4. November 2007, 20:49

Hallo Olav,

es ist schön, verstanden zu werden <...schmalz...!!! ;-) >

Allerdings hatte ich auf Alex' Posting nicht mehr geantwortet, da ich mal abwarten wollte, was sich bei ihm so ergibt.

Gruß,
Micha

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Olav Müller
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RE: The Circle?

Beitragvon Olav Müller » 4. November 2007, 21:25

Hallo Micha,

> Allerdings hatte ich auf Alex' Posting nicht mehr
> geantwortet, da ich mal abwarten wollte, was sich bei ihm
> so ergibt.

Das hatte ich mir schon gedacht. Aber damit er es nicht vergisst ... ;-)

Im Ernst. Das ist wieder so eines von diesen Spielen von denen ich mir WÜNSCHE, dass sie funktionieren, wo ich aber den Dreh noch nicht sehe. Mal schauen, was sich so ergibt.

CU,
Olav

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Alex Forsbach
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RE: The Circle?

Beitragvon Alex Forsbach » 5. November 2007, 12:43

Hallo,

letztes Wochenende fiel unsere Runde einer grassierenden Grippe zum Opfer, dafür haben wir gestern Abend die angekündigte Circle-Partie nachgeholt.

Für die ganz Eiligen: Es war eine ziemlich spannende Partie, bei dem ein Spieler gewann, der zunächst auf die gelbe INT-Reihe setzte und dann auf neutrale Spione umschwenkte. Mit meiner "Infiltrations-Strategie" wurde ich dritter.

Nun die längere Fassung :)

Ich habe wie im Thread angekündigt, den "Infiltrator" gemimt und mich dabei an folgende Strategie gehalten:

Alle 4 Start-Geheimnisse ausschließlich in die Abteilungen investieren, d.h.
- niemals einen farbigen Spion ins Spiel bringen
- niemals einen neutralen Spion ins Spiel bringen
Jeden erhaltenen Spion ohne Nutzung seiner Fähigkeit sofort in den Circle infiltrieren.

Als ich diese Strategie begann, fragte ich mich, wie ich überhaupt an Spione gelangen sollte, denn ohne Spione gibt es schließlich auch keine Infiltration.

Das kann ausschließlich dadurch geschehen, daß die Mitspieler "Fehler" machen und mir die farbigen Spione frei Haus liefern, oder ich um neutrale biete, was mich aber Geheimnisse kostet, wodurch ich meine führende Position verliere oder gefährde und ich "Fehler" der Mitspieler anschließend nicht mehr ausnutzen kann.

Ein Mal im Spiel bin ich tatsächich an einen farbigen Spion gelangt, als ich mir den Umstand zu nutze machte, daß ein Mitspieler, der in zwei Farben führte, in beiden gleichzeitig angegriffen wurde. Er mußte sich entscheiden, wo er kontert. Er wählte nicht mich und ich gewann einen 2-SP-Spion in orange. Durch Versteigerungen gewann ich 6 weitere Spione. Darunter auch einen der beiden 3-SP-Spione, aber auch zwei 1er. Einer wurde "dauerhaft aus dem Dienst entfernt", denn durch meine deutliche Führungsposition von Spielbeginn an war ich auch der gejagte Spieler am Tisch. Oft wurde ich durch klug eingesetzte "Geheimnis-Spione" in entscheidenden Verteil-Momenten zurückgesetzt. Mehr Spione waren nicht zu ersteigern, da kaum neutrale Spione zusätzlich ins Spiel gebracht wurden. Und es ist ja nicht so, daß ich grundsätzlich alle immer ersteigern kann, schließlich gibt es auch Mitspieler, die über Geheimnisse verfügen und diese nutzen ... Insgesamt sammelte ich so 12 Siegpunkte durch Infiltration. Da wir zu fünft spielten, startete jeder bei 3 SP. Zum Schluß hätte ich noch 2 Siegpunkte durch Verhaftung erlangen können, aber die 17 SP hätten weder meinen dritten Rang verändert, noch dem Circle zum Sieg verholfen.

Fazit: Die reine Infiltrations-Strategie ist für mich nur gewinnbar, wenn die Mitspieler sich eklatante Fehler erlauben und mir in die Karten spielen.

Die Kernfrage, die sich in dieser Diskussion stellt, ist aber ja weniger die einer bestimmten Strategie, als jene, ob es sinnvoll ist, die Fähigkeiten der Spione überhaupt zu nutzen oder kategorisch darauf zu verzichten, und sofort zu infiltrieren.

Einige Male, als ich den Spion in den Circle schickte, blutete mir das Spielerherz. Ich hätte den Spion insbesondere in der Anfangsphase, wenn noch genügend Zeit ist, lieber noch ein- oder mehrmals eingesetzt. Das Risiko, den Spion zu verlieren, ist ja eigentlich relativ gering. Lediglich der Killer, der Doppelagent-Enttarner und der Marker-Entferner können ihn mir abnehmen. Das sind allesamt aber auch Spione mit hohen SP-Werten, die ihre Besitzer selber gerne zum Infiltrieren nutzen. Meine 1er- und 2er-Spione sind zudem weit weniger das Ziel solcher Attacken. Zugleich gab es Situationen, in denen ich, da komfortabel in lila oder orange Führung liegend, durchaus einen Spion dieser Farbe ins Spiel hätte bringen können. Aber ich wollte mich konsequent an die Vorgabe halten und verzichtete, wenngleich dies bedeutete, Möglichkeiten ungenutzt zu lassen.

In der nächsten Partie werde nach diesen Erfahrungen die Fähiglkeiten meiner Spione wieder mehr in den Mittelpunkt rücken. Was nicht heißt, daß man manchmal und besonders zum Ende des Spieles hin, nicht auch sofort infiltriert, aber mit genau dieser steten Abwägung, was ich in welcher Situation mit jedem Spion treibe, liegt ja der Spielreiz. Zumindest in dieser Partie und in dieser Spielkonstellation hätte ich meine Chancen auf den Sieg deutlich verbessert, wenn ich den einen oder anderen Spion auch mal genutzt hätte und hier und da auch mal einen farbigen Spion aktiviert hätte. Die instant-Infiltrations-Strategie ist also keine Sieg-Garantie und kein Spiel-Zerstörer.

Grüße ... Alex

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Olav Müller
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RE: The Circle?

Beitragvon Olav Müller » 5. November 2007, 15:35

Hallo Alex,

vielen Dank für diese Zusammenfassung. Das klingt ja zumindest versprechend.

Kannst Du ungefähr sagen, wieviele farbige bzw. neutrale Spione (neben dem obligatorischen Grauen durch den Startspieler) diese Spieler so pro Runde ins Spiel gebracht haben?

Du sagst, dass Du nur ein einziges Mal im Spiel in der Lage warst, Dir einen farbigen Spion zu sichern. Das läßt mich vermuten, dass es nur relativ wenige davon gab. Liege ich da richtig? Einen farbigen Spion ans Zeitrad zu bringen kostet mich ja 2 Geheimnisse. Das werde ich also nur versuchen, wenn ich relativ sicher bin, dass ich zu dem Zeitpunkt wo dieser Spion verteilt wird, auch in der entsprechenden Farbe vorne liege. Das wissen aber auch alle anderen ... und diese haben sogar noch eben diese 2 Geheimnisse mehr zu verteilen ... hm ... Deadlock. Also mache ich das nur, wenn ich bei der entsprechenden Farbe sowieso schon eine solide Führung habe? Also frühestens ab der vierten Spielrunde oder so?

Oder hat sich bei Euch eher ein Spieler aufgeopfert, mehr oder weniger regelmäßig weitere Spione ans Rad geworfen und auf die Geheimnisse gepfiffen? Ist dieser dann wenigstens letzter geworden?

Kannst Du mir ungefähr sagen, wieviele Runden ihr gespielt habt?

> Die Kernfrage, die sich in dieser Diskussion stellt, ist
> aber ja weniger die einer bestimmten Strategie, als jene,
> ob es sinnvoll ist, die Fähigkeiten der Spione überhaupt zu
> nutzen oder kategorisch darauf zu verzichten, und sofort zu
> infiltrieren.
>
> Einige Male, als ich den Spion in den Circle schickte,
> blutete mir das Spielerherz. Ich hätte den Spion
> insbesondere in der Anfangsphase, wenn noch genügend Zeit
> ist, lieber noch ein- oder mehrmals eingesetzt. Das Risiko,
> den Spion zu verlieren, ist ja eigentlich relativ gering.
> Lediglich der Killer, der Doppelagent-Enttarner und der
> Marker-Entferner können ihn mir abnehmen. Das sind allesamt
> aber auch Spione mit hohen SP-Werten, die ihre Besitzer
> selber gerne zum Infiltrieren nutzen. Meine 1er- und
> 2er-Spione sind zudem weit weniger das Ziel solcher
> Attacken. Zugleich gab es Situationen, in denen ich, da
> komfortabel in lila oder orange Führung liegend, durchaus
> einen Spion dieser Farbe ins Spiel hätte bringen können.
> Aber ich wollte mich konsequent an die Vorgabe halten und
> verzichtete, wenngleich dies bedeutete, Möglichkeiten
> ungenutzt zu lassen.
>
> In der nächsten Partie werde nach diesen Erfahrungen die
> Fähiglkeiten meiner Spione wieder mehr in den Mittelpunkt
> rücken. Was nicht heißt, daß man manchmal und besonders zum
> Ende des Spieles hin, nicht auch sofort infiltriert, aber
> mit genau dieser steten Abwägung, was ich in welcher
> Situation mit jedem Spion treibe, liegt ja der Spielreiz.
> Zumindest in dieser Partie und in dieser Spielkonstellation
> hätte ich meine Chancen auf den Sieg deutlich verbessert,
> wenn ich den einen oder anderen Spion auch mal genutzt
> hätte und hier und da auch mal einen farbigen Spion
> aktiviert hätte. Die instant-Infiltrations-Strategie ist
> also keine Sieg-Garantie und kein Spiel-Zerstörer.
>
> Grüße ... Alex


CU,
Olav

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Olav Müller
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RE: The Circle?

Beitragvon Olav Müller » 5. November 2007, 15:38

Ahhh ... ... Sorry.

CU,
Olav

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Micha A.
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RE: The Circle?

Beitragvon Micha A. » 6. November 2007, 08:54

Hallo Alex,

> - niemals einen neutralen Spion ins Spiel bringen

Außer, wenn Du Startspieler bist. Der muss doch, wenn ich mich recht erinnere. Oder?

> Das kann ausschließlich dadurch geschehen, daß die
> Mitspieler "Fehler" machen und mir die farbigen Spione frei
> Haus liefern

Korrekt.

> oder ich um neutrale biete, was mich aber
> Geheimnisse kostet, wodurch ich meine führende Position
> verliere oder gefährde

Genau dafür sparst Du ja die Geheimnisse. Vom Verlieren einer Führung kann man m.E. daher so nicht sprechen.

> Oft wurde ich durch klug eingesetzte "Geheimnis-Spione" in
> entscheidenden Verteil-Momenten zurückgesetzt.

Um das zu verstehen liegt meine Partie mittlerweile zu lange zurück. Was bedeutet das?


> Mehr Spione
> waren nicht zu ersteigern, da kaum neutrale Spione
> zusätzlich ins Spiel gebracht wurden.

S.o.
Der Startspieler muss doch immer einen bringen, wenn ich mich recht erinnere?


> Und es ist ja nicht
> so, daß ich grundsätzlich alle immer ersteigern kann,
> schließlich gibt es auch Mitspieler, die über Geheimnisse
> verfügen und diese nutzen

Ist doch egal. Blas notfalls alle 20 Geheimnisse einer Farbe weg. Du hast den Spion (und damit Infiltrations- und Siegpunktepotential), die anderen nicht. Und dass Du genau diese Farbe bei der nächsten Spion-Vergabe wieder brauchst ist ja nicht gesagt (Wahrscheinlichkeit ca. 1/4). Und bis Du die Farbe wieder brauchst baust Du sie einfach wieder auf.

> Die Kernfrage, die sich in dieser Diskussion stellt, ist
> aber ja weniger die einer bestimmten Strategie, als jene,
> ob es sinnvoll ist, die Fähigkeiten der Spione überhaupt zu
> nutzen oder kategorisch darauf zu verzichten, und sofort zu
> infiltrieren.

Jou.

Gruß
Micha

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Michael Schlepphorst
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Beiträge: 793

RE: The Circle?

Beitragvon Michael Schlepphorst » 6. November 2007, 12:26

Micha A. schrieb:

Mische mich nach nunmehr drei Partien auch noch mal ein ;-)
>
> > - niemals einen neutralen Spion ins Spiel bringen
>
> Außer, wenn Du Startspieler bist. Der muss doch, wenn ich
> mich recht erinnere. Oder?
>
Richtig! Vielleicht meinte er damit ja auch die Aktion eines neutralen Spions nutzen?

> > Oft wurde ich durch klug eingesetzte "Geheimnis-Spione" in
> > entscheidenden Verteil-Momenten zurückgesetzt.
>
> Um das zu verstehen liegt meine Partie mittlerweile zu lange
> zurück. Was bedeutet das?

Ich denke er meint damit die gelben Spione mit denen ich meine Klötzchen oder die der anderen Spieler auf den Geheimnisspalten nach oben oder unten verschieben darf.

> > Und es ist ja nicht
> > so, daß ich grundsätzlich alle immer ersteigern kann,
> > schließlich gibt es auch Mitspieler, die über Geheimnisse
> > verfügen und diese nutzen
>
> Ist doch egal. Blas notfalls alle 20 Geheimnisse einer Farbe
> weg. Du hast den Spion (und damit Infiltrations- und
> Siegpunktepotential), die anderen nicht. Und dass Du genau
> diese Farbe bei der nächsten Spion-Vergabe wieder brauchst
> ist ja nicht gesagt (Wahrscheinlichkeit ca. 1/4). Und bis Du
> die Farbe wieder brauchst baust Du sie einfach wieder auf.

Da muss ich mal einhaken. Erstens sind es nur 12 Geheimnisse pro Spalte ( Sorry für die Klugscheißerei ;-) ) und wenn man wirklich alle Geheimnisse zum Bieten einsetzt, kann einen das schon für die nächsten Runden deutlich zurückwerfen.

> > Die Kernfrage, die sich in dieser Diskussion stellt, ist
> > aber ja weniger die einer bestimmten Strategie, als jene,
> > ob es sinnvoll ist, die Fähigkeiten der Spione überhaupt zu
> > nutzen oder kategorisch darauf zu verzichten, und sofort zu
> > infiltrieren.
>
> Jou.

Dazu möchte ich auch noch kurz was sagen. Ich habe gestern meine dritte Partie (zu dritt) gespielt und hatten dabei eigentlich die klassische Aufteilung. EIner hat versucht einfach nur schnell zu infiltrieren, die andere hat nach einem schlechten Start auf den Circle gesetzt und ich war leider irgendwo dazwischen :-(
Daher wollte ich mal den Versuch machen gezielt auf die Aktionen der Spione zu spielen. Natürlich hatte der Spieler mit der Infiltrations-Strategie sehr schnell einen größeren Vorsprung herausgespielt. Ich selbst habe in der Spalte (gelb) in der ich am Anfang oben lag immer wieder mal gelbe Spione ans Rad gelegt und dafür auf 2 Geheimnisse verzichtet. Natürlich nur weil ich sicher war in dieser Farbe nicht überholt werden zu können (5 Gehmeinisse Vorsprung). Mit Hilfe dieser gelben Spione habe ich dann im Mittelspiel, den Infiltrationsspieler doch gut einbremsen können. Ich habe ihm z.B ca. 3 x den Spion vor die Nase gelegt der es ihm erlaubt nur 2 Geheimnisse in Phase 1 zu verteilen. Dadurch kam er erst einmal kaum zu neuen Spionen die er umdrehen konnte.
Dummerweise habe ich zu lange gezögert und konnte mich nicht entscheiden ob ich auf den Circle setze oder auf den eigenen Sieg. Als ich mich dann für letzteres entschieden hatte war es schon zu spät. Aber letztendlich konnten wäre ich nur eine Runde später als er ebenfalls auf die 20 Punkte gekommen. Und auch der Circle stand schon bei 17. Es hatten also alle Spieler noch Siegchancen.

Dennoch muss ich dazu was anmerken. Mich/uns hat gestört das der Circle immer nur durch Verhaftungen nach oben gebracht werden konnte. Das war für Spieler die auf den Circle setzen natürlich etwas unattraktiv da man dadurch ja auch selbst in den Punkten stieg. Und die Chance einen anderen Spieler in einer Spalte auf die 13 zu schubsen (= 2 Verhaftungen und Punkte für Spieler/Circle) kommt so häufig leider nicht vor. Dafür sind zu wenig dieser gelben Spione im Spiel.

Daher hatte ich damals den Verlag angeschrieben und ne Variante als Alternative bekommen. Demnnach konnte man die Verhaftungs-Spione die 0 Punkte bringen auch dazu benutzen sie überlaufen zu lassen. Dazu dreht man sie um und der Circle bekommt dafür alleine 2 Siegpunkte. Quasi weil sie überlaufen und dem Circle wertvolle Geheimnisse anvertrauen.

Diese Variante fand ich sehr sinnvoll da man dadurch viel gezielter auf den Circle-Sieg spielen kann und man sich mehrmals überlegen muss ob man selbst auf 20 Punkte abzielt.

Zumindest bei der gestrigen Partie kam am Ende doch des öfteren der Ausspruch, "Ach, wenn ich den Spion X mit dieser Aktion Y doch jetzt hätte ...".
Also würde ich die Aktionen schon als sehr nützlich empfinden. Es gehört nur eine laaange Kennenlernzeit diese auch richtig einschätzen und einsetzen zu können.
Zudem scheinen mir kleinere Regelanpassungen hier und da noch nötig zu sein um den Reiz deutlicher werden zu lassen.

Tja, ich werde es daher noch 2-3 mal spielen und nicht aufgeben, da ich dieses Spiel wirklich mögen will und es auch ein bißchen shcon tue ;-)

Grüße

Michael, der nur Testspieler dafür finden muss ...


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