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Phoenicia - Eine Katastrophe

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Roman

Kleinverlage

Beitragvon Roman » 30. August 2007, 03:50

Hi Marc,

Marc schrieb:
>
> achim schrieb:
> > Und bevor sich jetzt wieder einige aufregen, ob man einen
> > Kleinverlag kritisieren darf, lasst es bleiben. Ich machs
> > einfach.

Gut so. Denn es gibt Vor- und Nachteile. Der Vorteil: Dein eigener Kopf geht immer durch. Der Nachteil: Du landest vielleicht damit komplett auf der Nase.

Warum sollte man Leute, die sich dafür entscheiden, das Risiko andere tragen zu lassen, und dafür Kompromisse machen, anders behandeln, als welche, die keine Kompromisse machen und ihr Risiko selbst tragen? Es zählt das Ergebnis.

Erstere haben da ein zweifaches Handicap bzgl. der Innovativität, letztere einen doppelten Nachteil in finanzieller Hinsicht.

Ciao,
Roman

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ode

Re: Phoenicia - Eine Katastrophe

Beitragvon ode » 30. August 2007, 18:39

achim schrieb:

> Und zu deiner Frage, ob ich reich wäre? Ja, das bin ich, und
> zwar reich an vielen bunten Schachteln, mit vielen
> unzulänglichen Regeln.

:)))

War auch nicht so ernst gemeint, meine Frage...

ode.

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Ferdinand Köther
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Beiträge: 1147

Re: Phoenicia - Eine Katastrophe

Beitragvon Ferdinand Köther » 15. Oktober 2007, 22:26

Hallo freak,

ich treffe gerade erst auf diesen thread, daher nun mein später erster Kommentar.

Erst mal Dank für deine grundsätzlich anerkennenden Worte!

Ich hatte keine Gelegenheit, das Spiel-/material zu sehen, geschweige denn, es zu spielen (mit Ausnahme der Abb. in der Regel natürlich). Das gilt übrigens für, naja, ca. 80 - 90 % aller Regeln, die ich schreibe - ist leider so und nicht zu ändern.

Wenn hier gesagt wird, die Regeln seien stellenweise etwas "holperig", schwant mir schon wieder was ... wobei ich nicht behaupten will, Formulierungswunder vollbracht zu haben. Ich fand aber, das die von mir abgelieferte Regel "normal" zu lesen war, mir schien auch alles stimmig, sonst hätte ich sie nicht abgeliefert.

Da ich das Spiel auf der Messe nun wohl endlich mal erhalten werde, kann und werde ich mich danach an dieser Stelle gerne dazu äußern - im Moment kann ich weiter nichts sagen.

Wen's interessiert, der möge dann hier weiterlesen, ich sage mal, so innerhalb von 1-2-3 Nachmessewochen.

Wünsche eine schöne und spannende Messe allerseits
Ferdi

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Ferdinand Köther
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Re: Phoenicia - Eine Katastrophe

Beitragvon Ferdinand Köther » 27. Oktober 2007, 21:09

So, da bin ich wieder, mittlerweile im Besitz des Spieles und kann mich nun genauer dazu äußern.

Erstmal ist festzustellen, daß die Regel insgesamt kein Meisterwerk ist, vor allem die Kartenerklärung ist völlig mangelhaft. Das nehme ich nicht auf meine Kappe.

Davon abgesehen, kann ich nicht nachvollziehen, wieso
- die deutsche Regel "holperig" ist, für sachdienliche Hinweise bin ich dankbar (ok, ich würde wahrscheinlich nicht nochmal schreiben, daß es drei strategische "Zonen" gibt ... peanuts),
- manches erst mit Hilfe der englischen Regel erklärbar ist, außer ... s. u.

Meine erste Vermutung, daß in der von mir abgelieferten Regel herumgepfuscht wurde, trifft nicht zu.

Der Wortlaut bzw. Reihenfolge der Sätze der engliscen Regel wurde stellenweise in letzter Sekunde geändert, z. B. bei der Vorbereitung, wobei die deutsche Regel durch die Aufzählungszeichen übersichtlicher ist, inhaltlich ist die deutsche Regel insgesamt eine genaue Wiedergabe der englischen Regel (der englischen Regel wurden allerdings noch ein paar zusätzliche Abbildungen spendiert), leider nicht besser als diese (ich hatte weder Spiel noch Material, was weitgehend identisch ist), außer ....

s. o., der last-second-Änderung unter 1c. "With a City Centre tile, ...", die mir nicht mitgeteilt wurde, ebenso wenig wie die anderen, oben erwähnten Formulierungsänderunen.

Fazit: Der grundsätzlichen Regelkritik will ich mich gerne anschließen, die spezielle Kritik der deutschen Regel kann ich nicht verstehen ("graue" Scheiben, ok, jetzt quillt mir weißes Plastik entgegen - ich bin kein Hellseher und übersetzte "grey discs" als "graue Scheiben") und bitte daher um konkrete Beispiele. Die Regel insgesamt wäre noch schlechter, wenn ich nicht schon einige Unklarheiten und Fehler mit Rückwirkung auf die englische Regel ausgemerzt hätte.

Ich werde versuchen, eine aktualisierte Version über JKLM Games ins Netz zu stellen, bis dahin werde ich hoffentlich auch geklärt haben, wieso in dem Spiel 60 Produktionskarten sind statt 40 und welche davon gebraucht werden.

Ferdi

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achim

Re: Phoenicia - Eine Katastrophe

Beitragvon achim » 28. Oktober 2007, 10:25

Hallo Ferdinand,
schön dass du dich noch kurz zum Spiel Phoenicia geäussert hast. Ist ja nun doch schon einige Zeit her, und wir konnten alle mehrere Nächte darüber schlafen. Natürlich war mein Beitrag damals, sagen wir mal so, aus der Wut heraus geboren, etwas übertrieben. Trotzdem bleibt es bei meinem Schluß von damals, wollen die Kleinen im Konzert der Großen mitspielen, dann müssen sie sich gewaltig anstrengen. Dazu gehört auch, dass man einem Übersetzer ein Spiel im Vorfeld zeigt, noch besser, wenn er das Spiel mal gespielt hat. Graue Scheiben - weiße Scheiben: Schwamm drüber, nicht ein einziger Stern bildet den Nachthimmel sondern deren Anhäufung. Punkt 3 meiner Aufstellung ist leider falsch, scheidet daher aus. Auch ich mache Fehler.

Betrachtet man den momentanen Output an neuen Spielen, und dies nicht nur quantitativ sondern auch qualitativ so muß es einleuchten, dass ich auf Spiele, durch deren Regel ich mich mühsam durchquälen muß, verzichten werde. Das gilt natürlich auch für die Qualität des Spielmaterials. Engländern, Italienern, Franzosen und Tschechen müssen das begreifen, wollen sie am deutschen Markt zukünftig gut mitverdienen.

Lieber Ferdinand, du solltest meinen Beitrag als das sehen, was er ist, nämlich ein Aufschrei aus Enttäuschung. Enttäuschung darüber, dass wieder mal ein Spiel nicht den Erwartungen entsprach, die wir vor dem Spiel hatten. Ich glaube, dass unsere Erwartungen nicht überzogen waren, eine schnell verständliche und eingängige Spielregel zu einem gutem Spiel zu erhalten. Das ist bestimmt nicht dein Fehler alleine, dass dem nicht so war. Wenn die Bremsen bei meinem Auto nicht funktionieren, gebe ich dem Mecheaniker auch nicht die Schuld, sondern dem Hersteller. Der muß die Missstände abbauen und zwar schnell, will er nicht, dass ich die Automarke beim nächsten Kauf wechsle.

Gruß
achim

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Ferdinand Köther
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Re: Phoenicia - Eine Katastrophe

Beitragvon Ferdinand Köther » 28. Oktober 2007, 12:50

Moin moin, lieber Achim,

ich habe deinen ursprünglichen Beitrag schon richtig verstanden, und kann deine obigen Bemerkungen nur unterstreichen.

Ich habe natürlich auch mit Markus von JKLM darüber gesprochen und denke (und hoffe ;-)), daß solch mangelhafte Regeln nur noch der Vergangenheit angehören.

Es kann nur besser werden, tschüß
:-) Ferdi


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