Beitragvon Niccolo » 6. Januar 2008, 14:16
ingo schrieb:
> trage mich mit dem Gedanken, mir CC:E zuzulegen.
> Wie spielt es sich so? Mit welchen Spielen ist es
> vergleichbar? Wie taktisch/strategisch ist es? Ist es
> sehr glücksbetont?
Combat Commander spielen heißt: wenn du auf Einheit A schießt, passiert der womöglich nix, dafür fängt es im Wald zu brennen an.
Die Ereignisse treten viel zu gehäuft auf und sind dazu auch noch übermächtig.
Und das hat mich in den paar Partien die ich spielte chon gefuchst.
Ein Beispiel:
Ich war gerade am Gewinnen. Da kommt Ereignis 1 - vom Gegner taucht zufällig eine gebrochene Einheit zufällig wo auf. Das zweite "zufällig" war ziemlich nahe an meiner Spielbrettseite.
Arg blöd, wenn das Rausziehen über die gegnerische Spielbretthälfte tolle Siegpunkte bringt (und im Fall dieses Scenarios waren das imens viele Punkte).
Gottlob kann ich wenigstens noch eine Einheit in der Nähe aktivieren und so positionieren, dass nicht eine einfache Bewegungskarte reicht um einen (entscheidenden!) Haufen an Punkten einzukassieren.
Kommt in diesem Turn ein weiterer Event, der diese Einheit befördert, wodurch deren Siegpunkte einerseits ansteigen - aber zur allgemeinen Freude auch die Bewegungspunkte aufwertet, wodurch mein Mitspieler nun doch das 'teurere' Feld zum Ziehen wählen konnte und so unbehelligt raus fuhr.
Dumm gelaufen - stimmt.
Aber ich hab bei CC:E insgesamt 6 Partien gespielt - und in keiner Partie blieben entscheidende Ereignisse aussen vor.
Was noch strafverschärfend hinzu kommt: die Ereignisse die du im Falle eines Eintreffen ziehst sind in der Regel positiv.
So bin ich in einem Scenario extra so gezogen, dass der Mitspieler tunlichst auf diese Einheit feuert, weil nur mehr ein Ereignis das Blatt in meinem Sinne wenden konnte.
Das ist für mich alles zu offensichtlich Zufallsgetriggert.
"Zu offensichtlich", weil der Zufall ist ja ansich nichts Negatives und schon gar nichts unübliches in CoSims.
Aber es fühlt sich halt prinzipiell anders an, wenn deine Einheiten auf meine zuströmen und ein Abwehrfeuer in verdammt schlechten Würfelergebnissen verpufft... oder ich halt gerade keine Feuer-Karte in der Hand halte und a priori zum Zuschen verdammt bin.
Das ist auch nicht die Art von Fog Of War die mich anspricht. FOW der mich reizt geht eher in die Richtung, dass ich nicht alle Informationen habe und versuche den Schleier über Intuition ein wenig zu lüpfen.
Aber nicht durch Ziehen eines Events: Alle Einheiten die nicht in deckungsgebenden Gelände sitzen brechen auf der Stelle.
> Würdet ihr es jemandem empfehlen,
> der ein Faible für strategische Spiele hat, der gerne
> mal ne Runde CC:A, Twilight Struggle usw. spielt?
Auf jeden Fall!
Ein Kriegsspielkumpel mag [b]M'44[/b] und [b]CC:A[/b] - und bedauert meine geschwundene Begeisterung für CC:E.
Ich mochte [b]Battle Cry[/b] sehr gerne. Bei [b]M'44[/b] empfand ich den Mechanismus unpassend und bei [b]CC:A[/b] erkenne ich nur bedingt eine Weiterentwicklung zu einem wirklichen CoSim, sondern neben den 'bugfixes' (ich denk z.B. an das letzte Spielreihe Problem) nur ein simples Dazuklckern was das Spiel komplizierter macht.
Mich begeistert im Moment eher [b]Waterloo: Fate Of France[/b]. Und [b]World At War: Eisenbach Gap[/b] ist am Weg zu mir, da las ich auch schon viel Nettes.