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Morisi - interessante Anmerkungen des Autors

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Roman Pelek

Morisi - interessante Anmerkungen des Autors

Beitragvon Roman Pelek » 24. November 2000, 00:20

Hi,
ich habe heute, wohl primär als Reaktion auf die von mir ausgewertete Umfrage hier, eine recht interessante E-Mail vom Morisi-Autor Corné van Moorsel erhalten. Ich gebe hier auszugsweise ein paar nette Stellen wieder, die vielleicht den einen oder anderen interessieren könnten. Auf persönliche Anfrage forwarde ich auch gerne Cornés Mail.
Umfragen:
>--'Popularity-polls':
I never rely on popularity-polls for games and still take them with
'a large grain of salt' (like we say in Holland), but have to admit that
I'm happy to see "Morisi" in the top-lists between the relatively big
editions of the big publishers as you can see in the fairplay-list and
Spielbox-forum (see those www-sites under).<
Material (blau-getönte Häuser in den Spielen):
>And the new white houses arrived a day before the fair. To most games
the houses are added so you can 'throw away' the 'little-bit blue-white'
houses in the game. In Essen I forgot to add the houses during the sales
in many cases. The other houses are no problem for playing the game and
for who wants the whiter houses I will have those next year in Essen.<
Mängel bei der Spiele-"Schachtel":
>Despite the promises
by the producer and despite the farnish on it the packing turns out to
be more 'sensitive' then it should be. I hope to improve that in future
games.
Besides that there was a related problem which made the first part of
the packages less good. Now the first 700 copies are running out and the
last 300 "Morisi" will probably have an 'other' package.<
Corné konnte nach eigenen Angaben aufgrund der Produktionskosten keine "Freiexemplare" zur Rezension verteilen, was nach seiner Darstellung ihm Nachteile verschafft:
>For example an
editor of the well-known Spielbox told me that "Morisi" wouldn't be
mentioned in the Essen-report of that magazine if I didn't give him a
free copy. I didn't see the report yet.<
Andere Punkte umfassen Andeutungen bzgl. alternativer Wertungsmechanismen bzw. Mängel im Spielablauf, und natürlich das oben aufgeführte etwas detaillierter.
Ciao,
Roman

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Frank Eisenhauer

re: Morisi - interessante Anmerkungen des Autors

Beitragvon Frank Eisenhauer » 24. November 2000, 07:24

>For example an
editor of the well-known Spielbox told me that "Morisi" wouldn't be
mentioned in the Essen-report of that magazine if I didn't give him a
free copy. I didn't see the report yet.<
ERSCHRECKEND !!!!!
KMW, bitte bleib wie Du bist, ein offenes, unbestechliches und neutrales Forum!
Frank (Ich hätte besseres von der Spielbox erwartet!)

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Arne Hoffmann

re: Rezensionsexemplare

Beitragvon Arne Hoffmann » 24. November 2000, 08:44

Da stimme ich Dir zu, Frank! Ich habe es in Essen erlebt, dass dem guten Richard Breese 2 Rezensionsexemplare von Keytown aus den Rippen geleiert wurden (Namen der Zeitschrift nenne ich jetzt nicht). Bei einer Auflage von nur 500 Stueck stellt das in meinen Augen ein grosses Opfer fuer den Autor da.
Ich finde es ja O.K., wenn die grossen Verlage um kostenlose Rezensionsexemplare gebeten werden, aber einem kleinen Privatverlag, der in kleinster Auflage produziert, koennte eine Zeitschrift ruhig die Kosten des Rezensionsexemplares erstatten.
Ferner ist es wirklich erschreckend, wenn ein Spiel noch nicht einmal in einem Report erwaehnt wird, so kein Rezensionsexemplar vorliegt! Das wirft ein sehr schlechtes Licht.....
Tschoe,
- Arne -

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Rainer Fieseler

re: Morisi - interessante Anmerkungen des Autors

Beitragvon Rainer Fieseler » 24. November 2000, 08:49

Dem kannich nur voll und ganz zustimmen!

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ralf

re: Morisi - interessante Anmerkungen des Autors

Beitragvon ralf » 24. November 2000, 13:37

Das ist ja wohl der absolute Hammer! Wenn der Verlag dies unterstützt habe ich dafür kein Verständis. Ich bin gespannt auf die nächste Spielbox und hoffe, daß Morisi im Essen-Report erwähnt wird. Wenn nicht wissen wir ja jetzt warum.
Aber für einen einfachen Report braucht man kein Freiexemplar. Bei einer vollständigen Rezension, kann ich schon verstehen, daß der Verlag gerne ein Freiexemplar hätte, da dies ja meist eine entsprechende Werbung für das Spiel darstellt, aber dies sollte auch hier nicht Bedingung sein. Ich bin der Meinung, daß es von solchen Vorraussetzungen, bis hin dazu, daß man sich für eine gute Kritik bezahlen läßt, nurnoch ein kleiner Schritt ist. Und die Unabhängigkeit der Spielezeitschriften ist ja auch schon durch Ihre Abhängigkeit von Inserenten (bis hin zum Verkauf des Titelbildes) in Zweifel gestellt.
Sollte sich die Szene wie von Corné geschidert abgespielt haben und hier kein Mißverständnis vorliegen, so ist das schlichte Erpressung. Der Verlag sollte hier unbedingt nachforschen und bei dem Mitarbeiter entsprechende Konsequenzen ziehen.

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Roman Pelek

re: Morisi - interessante Anmerkungen des Autors

Beitragvon Roman Pelek » 24. November 2000, 13:56

Hi Ralf,
>Das ist ja wohl der absolute Hammer! Wenn der Verlag dies unterstützt habe ich dafür kein
Verständis. Ich bin gespannt auf die nächste Spielbox und hoffe, daß Morisi im
Essen-Report erwähnt wird. Wenn nicht wissen wir ja jetzt warum.<
Ich bin da auch mal gespannt - ich fand die geschilderte Szene auch recht frech. Es ist zwar üblich und okay, dass Verlage oder renommiertere Online-Publikationen nachfragen, ob sie für Tests kostenlose Exemplare bekommen, da sie ja auch Werbung damit machen - und im Falle mancher unentgeltlicher Rezensionen auch sonst nix davon haben. Aber bei einem Kleinstauflagenspiel sollte der Kauf dessen kein Hindernis sein, schliesslich will sicher der eine oder andere Tester das Spiel gerne auch privat besitzen...
>Aber für einen einfachen Report braucht man kein Freiexemplar.<
Das schon mal gar nicht, insofern teile ich Deine Meinung, was obige Szene angeht.
>Ich bin der Meinung, daß es von solchen Vorraussetzungen, bis hin dazu,
daß man sich für eine gute Kritik bezahlen läßt, nurnoch ein kleiner Schritt ist.<
Wenn man sagt, dass man ein Spiel dann noch nicht einmal erwähnt - leider ja.
>Und die
Unabhängigkeit der Spielezeitschriften ist ja auch schon durch Ihre Abhängigkeit von
Inserenten (bis hin zum Verkauf des Titelbildes) in Zweifel gestellt.<
Nuja, das ist das alte Dilemma sämtlicher Testpublikationen - das ist z.B. im Hifi-Sektor, in dem ich mich recht gut auskenne, genauso. Da wird auch gefeilscht um Leihgeräte, "Referenzgeräte" - also Dauerleihgaben oder "Geschenke" etc. Nicht selten ist ein guter Test auch davon abhängig, wie gut das Verhältnis zum Vertrieb/Hersteller ist. Am deutlichsten zeigt sich das meistens durch "Nichtbeachtung" von Produkten, bei denen man sich mit Hersteller/Vertrieb nicht so einig wird... Bei Hifi geht das soweit, dass ich Testpublikationen in diesem Sektor nicht auch nur ansatzweise ernst nehme, seit ich manche betreffenden Personen und die Hintergründe kenne.
Beim Spielesektor ist das m.E. wohl nicht so schlimm, zumindest kann ich die Besprechungen diverser Publikationen fast alle nachvollziehen.
Wobei es im Prinzip bei Spielen auch wirklich lächerlich ist - ein Kleinverlags-Spiel zum Testen zu kaufen kostet meist nicht mehr als 50DM; bei Hifi z.B. kann sowas dann eher auch mal mit 100.000DM zu buche schlagen...
Will sagen: Spieleverlage mit größeren Auflagen sind durchaus im eigenen Interesse gut beraten, auch Freiexemplare für renommierte Publikationen rauszugeben, aber von Kleinverlagen sowas als Bedingung für einen Test zu verlangen (Anfrage ist ja okay), nuja, wäre mehr als unfein.
>Sollte sich die Szene wie von Corné geschidert abgespielt haben und hier kein
Mißverständnis vorliegen, so ist das schlichte Erpressung. Der Verlag sollte hier unbedingt
nachforschen und bei dem Mitarbeiter entsprechende Konsequenzen ziehen.<
Ich hoffe mal, dass dies nur eine überreizte Aussage eines messegestressten Mitarbeiters war und nicht von der Berichterstattung oder einem Test abhält. Ich wollte halt mal Cornés Kommentar hier posten, damit sich auch andere ein Bild davon machen können... Mein Vorschlag: abwarten, was draus wird, und dann urteilen. Wir wissen ja jetzt, worauf wir zu achten haben :(
Ciao,
Roman

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Carsten Wesel

re: Morisi - Frei-Ex

Beitragvon Carsten Wesel » 24. November 2000, 14:42

Moin!
Das mit der Spielbox scheint tatsächlich so zu sein, denn ich habe mich am Sonntag kurz vor Schluß der Messe direkt mit Corné unterhalten (als ich Morisi gekauft habe). Ich hatte ja auch gefragt, ob es kostenlos, günstiger oder sonstwie geht. Als Corné dann von der Spielbox erzählte und davon, daß er eben ein Kleinverlag ist und sich Freiexemplare nicht leisten kann, hab' ich eben die DM 50,- gezahlt (die das Spiel auch wert ist).
Und trotzdem ich so tief in meine Tasche gegriffen habe, um dieses Spiel zu erstehen, hab' ich es doch in meinem Messebericht drin und werde es auch - nach einer angemessenen Anzahl von Probespielen - ohne wenn und aber rezensieren (Obwohl: Die Tendenz ist schon da;-)
Gruß Carsten (spielt auch ISI)

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Ronald Hoekstra

re: Morisi - interessante Anmerkungen des Autors

Beitragvon Ronald Hoekstra » 24. November 2000, 18:46

Ich war dabei als jemanden vom Spielbox es gefragt hatte an Corné. Es war aber sicher nicht KMW.
Ronald

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Gerd

Angebot und Nachfrage

Beitragvon Gerd » 24. November 2000, 21:43

Hallo Spieler,
ich habe Morisi auch mit Corne van Morsel gespielt und es hat mir sehr gut gefallen. Wenn man allerdings nicht die Gelegenheit hat ein Spiel zu spielen, kann man es nicht beurteilen. Da die Spielbox und Spielekritiker warscheinlich viele Spiele als Freiexemplar bekommen über die sie ja auch berichten müssen(sonst gibts keine neuen Freiexemplare), berichten sie über die die sie bekommen. Also alles eine Sache von Angebot und Nachfrage.
Gerd

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Roman

re: Angebot und Nachfrage

Beitragvon Roman » 25. November 2000, 00:48

Hi Gerd,
>ich habe Morisi auch mit Corne van Morsel gespielt und es hat mir sehr gut
gefallen. Wenn man allerdings nicht die Gelegenheit hat ein Spiel zu spielen,
kann man es nicht beurteilen.<
Hm, mir leuchtet Deine Argumentation im gegebenen Fall nicht ganz ein - wenn man an einem Stand steht und mit dem Autor über Freiexemplare redet, ist man ja schon definitiv auf ein Spiel aufmerksam geworden, auch ohne dass man es ungefragt zugesandt bekommt. So ist dann zumindest wohl eine Erwähnung des Spiels im Messebericht drin bzw. auch der Kauf desselben, wenn es sich nunmal um einen Kleinverlag mit beschränkteren finanziellen Mitteln handelt.
>Da die Spielbox und Spielekritiker
warscheinlich viele Spiele als Freiexemplar bekommen über die sie ja auch
berichten müssen(sonst gibts keine neuen Freiexemplare), berichten sie
über die die sie bekommen. Also alles eine Sache von Angebot und
Nachfrage.<
Wenn sie aber in diesem Fall nach einem Freiexemplar fragen, heisst das ja, dass sowohl Berichtsinteresse als auch -kapazität vorhanden sind. Und ich denke auch nicht (das ist jetzt höchst subjektiv), dass es der alleinige Job eines Spieletesters ist, "Freiexemplare" abzuarbeiten. Ein bisschen Initiative, sich zu informieren und auch interessante Nischenprodukte publik zu machen gehören ja wohl dazu und liegen wohl auch vor. Aber hier hing es ja definitiv um Finanzfragen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es kein Budget für Sonderkäufe zum Testen gibt oder geben kann.
Jedenfalls bin ich mal gespannt, ob und wie sich diese Sache jetzt aufklärt, schliesslich möchte auch ich als Spielbox-Leser nicht nur das vorgesetzt bekommen, was durch Abarbeiten von Freiexemplaren an Tests zustande kommt. Ehrlich gesagt lese ich hauptsächlich diese Publikation wegen der interessanten Berichte über Kleinverlage, Veranstaltungen und Spiele, die man sich nicht gleich nach Erscheinen im Laden/Versand sowieso kauft - wie es bei den interessanten Neuerscheinungen grösserer Verlage der Fall ist.
Ciao,
Roman

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KMW

re: Morisi - Frei-Ex

Beitragvon KMW » 25. November 2000, 09:03

Nachdem ich (wg. Spieletreff im Sauerland) erst jetzt über das Thema gestolpert bin: Um das klarzustellen, ich habe mein Exemplar gekauft und bezahlt und nicht nach einem Gratisexemplar gefragt, weil es für meinen Eigenbedarf war.
Ich habe da aber noch einen ganz anderen Aspekt dieser Sache: Als ich vor Jahren noch die Pöppel-Revue gemacht habe, hat sich mal jemand während anderer Spielertage bei mir beklagt, daß bereits 3 Leute im Namen der Pöppel-Revue kostenlose Rezensionsexemplare seines Spiels abgeholt hätten. Ich hatte allerdings niemanden mit einer Rezension des Spiels beauftragt. Da hatte schlicht jemand in meinem Namen Spiele abkassiert.
KMW

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Roland G. Hülsmann
Kennerspieler
Beiträge: 2598

re: Morisi - interessante Anmerkungen des Autors

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 25. November 2000, 17:22

Zunächst: Es ist ja keineswegs geklärt, ob die hier tradierte Erzählung der Wahrheit entspricht oder nicht; und wenn, dann wäre noch zu klären, ob es wirklich jemand von der Spielbox war, oder nur ein Schnorrer der vorgab, von der Spielbox zu sein. (Die Spielbox ist nun mal die bekannteste und verbreitetste Zeitschrift auf ihrem Sektor, sodaß ein Schnorrer dirchaus genau diese als Legitimation mißbrauchen würde.) Kurz: Keine Vorverurteilungen aufgrund einer nicht nachprüfbaren oder nachgeprüften Notiz!
Zum zweiten: Beim Lesen der Beiträge habe ich manchmal das Gefüh, das vergessen wird, daß wir in einem kapitalistisch orientiertem Staat leben, den wir mehrheitlich gewählt haben. Und da ist es nun mal die Aufgabe eines Unternehmens zuvorderst den Gewinn desselben zu mehren. Auch ein Verlag ist rein Unternehmen. Und hier ist es zur Mehrung des Gewinnes notwendig, das Heft interessant zu gestalten, damit es Kunden findet. Und das geht nur, wenn die Beteiligten Ahnung von der Sache haben und mit Herzblut beim Thema sind. Aber: Es widerstrebt dem Ziel, Geld auszugeben, was nicht notwendig ist. So ist es durchaus verständlich, lieber Freiexemplare zu rezensieren - solange man gute und interessante bekommt - und erst im Notfall Spiele zu kaufen. Ich könnte mir vorstellen, daß ein so großer Verlag ausreichend Freiexemplare (auch interessante Nischenprodukte und nicht nur Mainstream) bekommt, sodaß die Nowendigkeit des Zukaufs nicht besteht.
Hinweis: Ich möchte meinen Beitrag nicht wertend interpretiert wissen. Ich versuchte lediglich auf Gesetzmäßigkeiten hinzuweisen. (BTW: Mich persönlich würde eine Rezession des genannten Spieles auch interessieren. Aber vielleicht hat einer des Rezessenten ja ein Privates, was er mal mit in die Redaktion bringen kann ... ;-)

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Roman

re: Morisi - interessante Anmerkungen des Autors

Beitragvon Roman » 25. November 2000, 17:45

Hi Roland,
>Zum zweiten: Beim Lesen der Beiträge habe ich manchmal das Gefüh, das
vergessen wird, daß wir in einem kapitalistisch orientiertem Staat leben, den
wir mehrheitlich gewählt haben. Und da ist es nun mal die Aufgabe eines
Unternehmens zuvorderst den Gewinn desselben zu mehren. Auch ein Verlag
ist rein Unternehmen. Und hier ist es zur Mehrung des Gewinnes notwendig,
das Heft interessant zu gestalten, damit es Kunden findet.<
Ich denke nicht, dass hier jemand vergisst, dass es auch bzw. gerade um Geld geht. Es wird, meiner Ansicht nach, nur, unter dem Vorbehalt der Richtigkeit der gemachten Aussage, darüber diskutiert, ob es eine kluge Verlagsstrategie wäre, ein Spiel wie Morisi nicht zu rezensieren oder zu erwähnen, weil dafür kein Freiexemplar zur Verfügung steht. Schliesslich ist Morisi ja eines der "Highlights" der Messe vertraut man den Umfragen...
>Aber: Es widerstrebt dem Ziel, Geld auszugeben, was nicht
notwendig ist. So ist es durchaus verständlich, lieber Freiexemplare zu
rezensieren - solange man gute und interessante bekommt - und erst im
Notfall Spiele zu kaufen. Ich könnte mir vorstellen, daß ein so großer Verlag
ausreichend Freiexemplare (auch interessante Nischenprodukte und nicht
nur Mainstream) bekommt, sodaß die Nowendigkeit des Zukaufs nicht
besteht.<
Das wäre mal interessant zu erfahren. Obwohl es meines Erachtens zu den notwendigen Investition im Hinblick auf eine interessante Heftgestaltung und Kundenbindung gehören würde, auch mal Spiele zu kaufen, die definitiv erwähnenswert sind. Ich jedenfalls bezahle mein Spielbox-Abo nicht dafür, dass nur die Spiele mit der meisten Werbung (in diesem Fall: Freiexemplare) und die Firmen mit dem größeren Budget erwähnt werden, im Gegenteil: mein Hauptinteresse besteht im Aufmerksam werden auf kleinere Verlage und Randerscheinungen. Alles andere kann ich auch selbst im Laden nebenan probespielen oder gezielt nach Informationen im Internet suchen. Nur: was ich nicht kenne oder nicht sehe, kann ich nicht ausprobieren oder mich darüber informieren ;-)
Wie auch immer: vielleicht erfährt man ja mal was detailliertes darüber. Ansonsten kann ich auch nicht mehr sagen als Du eingangs erwähntest: abwarten, bevor man verurteilt.
Ciao,
Roman

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Frank Eisenhauer

re: Morisi - Frei-Ex

Beitragvon Frank Eisenhauer » 25. November 2000, 18:42

Moin Moin!
Erstmal will ich mich entschuldigen, falls Dich jetzt jemand verdächtigt haben sollte der Übeltäter zu sein!
Ich hätte Dich auch verdächtigt, denn ich halte Dich für zu integer um so ein Ding abzuziehen! (Siehe auch meinen Beitrag)Wenn es nur ums Geld gehen würde, könntest Du sicher besser bezahlte Jobs finden, als den Spielplatz zu webmastern.
Natürlich stehen hier dem Mißbrauch Tür und Tor offen, aber mir ging es darum darauf hinzuweisen, das jegliche Rezension relativ zu betrachten ist.
Ob es sich nun um einen Spielbox-Mitarbeiter gehandelt hat oder nicht spielt jetzt leider keine Rolle mehr, da im Hinterkopf des Lesers jetzt immer die Frage steht "Was hat diese Rezension/Nichtrezension beeinflußt ?".
Meiner Meinung nach ist dieses Forum der beste Weg um sich ein Urteil über ein Spiel zu bilden, da man in der Regel mehr als eine (hoffentlich wohlargumentierte) Meinung zu sehen bekommt!
Also:
Weiter so!
Frank (der hofft die Paranoia wieder loszuwerden)

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Harald Schrapers

re: Angebot und Nachfrage

Beitragvon Harald Schrapers » 25. November 2000, 19:53

Ich sehe die Frage von Angebot und Nachfrage grundsätzlich anders: Die LeserInnen einer Spielepublikation fragen ein journalistisch sorgfältig zusammengestelltes Rezensionsangebot nach. Und die Redaktion hat ein entsprechendes Angebot zu machen, um auf dem Markt bestehen zu können. Dies muss frei von den Wünschen der Verlagen geschehen - deshalb hat die Redaktion unabhängig von der Anzeigenabteilung zu arbeiten.
Ich selber bezahle für meine Rezensionsexemplare - wenn es mir journalistisch notwendig erscheint - dann und wann auch Geld, denn bei Kleinstverlagen erscheint mir das gerechtfertigt. Allerdings erwarte ich einen Journalistenrabatt, den der Verleger soll mit meinem Kauf nicht auch noch Gewinn machen.
Ein einziger Großverlag unterliegt bei mir zur Zeit einem Boykott - er hält meine Veröffentlichungen für zu unbedeutend, um mir Freiexemplare zuzuschicken. Wer nicht will, der will eben nicht ...
Noch eins: nicht jedes Freiexemplar - insbesondere unverlangt zugesandte - verdient bei mir eine Besprechung. Welches Spiel besprochen wird, kann nur journalistisch entschieden werden, nicht aber durch die Zuschickungspolitik der Verlage.
Gruß
Harald


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