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Spieleralltag - wie ergeht es Euch?

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Roman Pelek

Spieleralltag - wie ergeht es Euch?

Beitragvon Roman Pelek » 15. Dezember 2000, 10:39

Hallo,
nachdem es sich bei uns (glücklicherweise :) mittlerweile eingebürgert hat, dass wir nach getaner Arbeit an der Uni uns gerne 2-3x/Woche auf 1-2 Spielchen in unserer Fachschaft treffen, ist mir so einiges aufgefallen, wo mich Eure Meinung/Erfahrung mal interessieren würde.
Zum einen ist das die Sache, wie Leute auf so ein mehr oder minder "öffentliches" Spielen reagieren. Da gibt es viele interessierte Gesichter a la "oh, was ist denn das? Neues Spiel?" Aber wenn man sich dann die Mühe macht, jemanden erklären zu wollen, worum es geht bzw. jemandem anbietet, doch mal kurz mitzuspielen, kommen oft ganz "nette" Kommentare wie "och nee, für sowas hab' ich jetzt keine Zeit" (lies: meistens kein Interesse) oder die allseits geliebten "Siedler-Referenzen" wie (hier meine Favoriten): "Das Spiel hat ja Häuschen, das machen anscheinend jetzt alle seit Siedler (Doge)", "Das ist ja wohl 'Siedler für Arme'" (Morisi), "Das mit dem Bauen und den Sechseckfeldern ist ja wohl wie Siedler (Java)". Ansonsten gibt's noch die anderen "Härtefälle", die sich IMMER interessieren, aber bei Nachfrage dann "doch lieber Doppelkopf oder Magic" spielen gehen (grmpf).
Natürlich gibt's auch Leute, die das nicht so sehen, und gerade die sind auch zum Mitspielen zu motivieren - meistens mit Spass. Aber auch und gerade die, mit denen wir öfter oder oft spielen, sind nicht ganz pflegeleicht. Statt sich zu freuen, dass sie die Spiele frei Haus geliefert und erklärt bekommen, gibt's dann auch öfter mal Nachfragen "Mensch, müsst Ihr Geld haben, um Euch die ganzen Spiele kaufen zu können..." (leichter Unterton: "Spinner" ;-). Da ich dann liebend gerne anbringe, dass ich gar nix dagegen hätte, wenn sich jemand anderes mal Spiele kaufen würde, herrscht dann meist leider nur betretenes Schweigen. Das ganze gipfelt dann zu anderen Gelegenheiten in so "verwöhnten" Aussagen wie "Och, wieso hast Du Spiel XY heute nicht dabei?" (Soll ich etwa jedesmal meinen gesamten Hausrat auf Verdacht mitschleppen?!?) oder "Och, das Spiel haben wir jetzt schon 2x gespielt, ich will was neues/anderes".
Ich will jetzt nicht damit sagen, dass mir das Spielen deswegen keinen Spass mehr macht (im Gegenteil bin ich froh, öfter mal ein Spiel anbringen zu können und fast immer spontan interessierte Mitspieler zu finden); nur manchmal könnte ich gewissen Leuten für ihre unüberlegten Kommentare wie oben "ins Genick springen". Da leider auch momentan in unserer Fachschaft wg. anderer dringender Ausgaben kein Geld da ist, kann ich leider auch nicht dahingehend Einfluss nehmen, dass da auch mal wieder neue Spiele angeschafft werden - so dass es doch darauf hinausläuft, dass wir privat die Spiele kaufen und halt mitbringen (Spielerkrankheit Bandscheibenvorfall? ;-)
So, jetzt wisst Ihr, wie's bei uns oft abläuft (neben privaten Spieleabenden natürlich, aber die sind unproblematischer) - wie geht es denn Euch? Habt Ihr die Spieleanschaffung irgendwie geregelt, spielt ihr alle richtig in "Clubs" oder geht's Euch ähnlich wie mir, dass Ihr als Spiele-"Spinner" Euch informiert und kauft, und die anderen nur mitspielen? Ansonsten: wie geht's Euch, wenn Unbeteiligte zuschauen/sich interessieren. Auch immer die gleichen blöden "Siedler" u.ä. Kommentare? (Ja Micha, ich weiss, Dir geht's genauso beim Spieleerklären :)
Ciao,
Roman (finanziell und nervlich gebeutelt, aber trotzdem mit Spass dabei)

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Ralf Bielenberg

re: Spieleralltag - wie ergeht es Euch?

Beitragvon Ralf Bielenberg » 15. Dezember 2000, 11:54

Hi Roman,
einige Deiner aufgeführten Kommentare liessen in mir geradezu das Gefühl aufkommen, dass wir uns im gleichen Personenkreis bewegen. Ergänzen kann ich aber Deine Liste von Bemerkungen, die man eigentlich wirklich nicht hören will, durch:
- Oh nein, heute nicht schon wieder ein neues Spiel (neue Regel), spielen wir lieber ein Siedler
- Ich hab da kürzlich von einem Spiel gehört, Du hast das doch sicher schon (deutlicher Unterton:"Spinner")
- und zuguterletzt noch: Das Schöne ist, dass ich mir gar keine Spiele kaufen muss, da Du sie ja doch immer gleich kaufst.
Ich will damit gar nicht sagen, dass mir das "siedeln" keinen Spass mehr macht - im Gegenteil, ich finde immer noch, dass es ein Klassespiel ist, aber ich muss schon eine gewisse Hartnäckigkeit an den Tag legen, auch mal etwas anderes spielen zu können.
Trotz dieser natürlichen Hindernisse im Leben eines "Spiele-Spinners" freue ich mich über jede Möglichkeit, mit ein paar Leuten einen netten Spieleabend zu verbringen.
Gruss
Ralf (habe in letzter Zeit erfolgreich High-Bohn, Kathai, Meuterer und Carcassonne etablieren können, arbeite mich nun an Java ran)

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Vötter Robert

re: Spieleralltag - wie ergeht es Euch?

Beitragvon Vötter Robert » 15. Dezember 2000, 12:05

Hallo ! Ihr kennt doch sicher das Wort "Freak". Kaum erzähle ich jemand, das ich Brettspiele spiele, bin ich schon der Irre.
Bei den Spieleabende ist eine Person dabei,die, sobald sie nicht mehr an 1. Stelle ist, einfach aufhört zu spielen. Die andere Person haut hin und wieder alles zu Boden. (Bei mir geht es oft recht heftig zu, hat sich aber gottseidank geändert).
Ansonsten will jeder immer Risiko spielen !
Trotz großer Spieleauswahl !
Gruß Robert

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Michael Andersch

re: Spieleralltag - wie ergeht es Euch?

Beitragvon Michael Andersch » 15. Dezember 2000, 12:21

Also ich spiele selten so "öffentlich" wie Du.
Wenn, dann in unserem Spieleverein. Der ist zwar jedermann (auch Nichtmitgliedern) zugänglich, es kommen aber nur Leute hin die so interessiert / bewandert sind, daß das "Siedler-Syndrom" nahezu unbekannt ist. Auch das Erlernen neuer Spiele ist kein Problem (ganz im Gegenteil)!
OK, das Verhältnis von Käufern und Mitspielern ist auch bei uns etwas schief, aber das war irgendwie noch nie ein Problem.
Die Leute, mit denen ich privat spiele sind dann entweder eine Untermenge des Vereins, oder auch mal der eine oder andere "nichtspielende" Bekannte. Bei letzteren weigere ich mich schlichtweg zu siedeln, was zuerst lange, dann aber meist erfreute Gesichter erzeugt (wenn ein neues Spiel auf dem Tisch lag und das auch gefallen hat -> "wußte gar nicht daß es sowas auch gibt").
Auf irgendwelchen Spieletreffs fallen wir auch meist im Rudel ein (eine sogenannte "Plage"), weswegen mir die von Dir geschilderten Phänomene bislang gottseidank verborgen geblieben sind bzw. ich meine andernorts bereits beschriebenen Erfahrungen mit militanten Siedlergruppen und Partyspielspielern nur auf Messen (als Erklärer) machen durfte / musste.
Gruß,
Micha

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Ralf Abilgaard

re: Spieleralltag - wie ergeht es Euch?

Beitragvon Ralf Abilgaard » 15. Dezember 2000, 12:51

Die Siedlervergleiche gehen einem echt auf den Wecker. Es ist fast egal welches Spiel man auspackt und anfängt zu erklären, die Kommentare lauten in 80 % aller Fälle: "das sieht ja wie Siedler aus", "das ist ja wie bei Siedler", "Ah, da haben die aber kräftig von Siedler geklaut". Diese Kommentare habe ich bei fast allen Spielen schon erlebt: la Citta, Doge (von 50% aller Leute "Dotsch" ausgesprochen - auch beim Verlag selbst :-)), Elfenland, Ursuppe, Ohne Furcht und Adel... Das ist kein Witz , sondern Realität. Um genauso wie Siedler zu sein, reicht es ein Spiel zu sein, das in einer Schachtel steckt - Zumindest für Nichtspieler).
Was das kaufen der Spiele anbetrifft, bin ich eindeutig im Nachteil, da ich ja einen Laden besitze und meistens meine Demospiele mitnehme oder wir treffen uns in der Spielerei Bensheim e. V. wo es auch eine Riesenauswahl gibt. Auf Neuheiten müssen sich meine Mitspieler schon einlassen, denn ich will ja testen, so daß wir an jedem Abend mindestens ein neues Spiel spielen. Erst im Februar und im September, bevor die Neuheiten ausgeliefert werden, kommen wir in die Verlegenheit, mal kein "Neues" dazuhaben. Leider schaffen wir es auch nur zwei bis dreimal in der Woche mit mehr als zwei Spielern zu spielen und das zum Teil recht unregelmäßig. Gut sind da unsere festen Spieleabende Montags und Freitags.
Gott sei Dank habe ich auch einige Freaks, die meine Spiele auch kaufen und meine sonstigen Mitspieler wollen auch nicht immer nur mit mir spielen, so daß die sich auch schon einige Spiele kaufen oder sie halt in der Spielerei ausleihen. Beschwerden über meine Auswahl hat es noch kam gegeben, außerr der Aufforderung: "kannst Du nicht mal wieder das Spiel XY mitbringen".
PS.
Neulich habe ich zum ersten Mal seit Monaten wieder SvC gespielt - war ganz nett, nur haben die bei so vielen Spielen abgekupfert und es ist genauso wie Kings & Things :-)
Nice Dice
Ralf

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Carsten Wesel

re: Spieleralltag - wie ergeht es Euch?

Beitragvon Carsten Wesel » 15. Dezember 2000, 13:18

[Öffentlich]
Öffentliche Spieleabende haben wir hier in Hamburg relativ selten - ich kenne nur einen und der ist nur 1x im Monat. Außerdem selten ist es, daß dort neue Leute auftauchen - es wird zu wenig Werbung gemacht. Neue sind meist Laufkundschaft die gerade aus'm Museum kommen und auf'n Café rein kommen. Einige von denen schauen mal kurz rüber, andere holen sich selbst ein Spiel - lassen sich evtl. vorher beraten - und lesen die Regeln selber.
Ich habe selten erlebt, daß die Spiele in den Runden, in den ich öffentlich spiele mit SvC verglichen werden - was u.a. daran liegt, daß ich den Ausrichter schon relativ lange kenne und dann eben in seine Spielrunde gerate.
[Spinner]
Als Spinner werde ich selten bezeichnet, obwohl ich viele Spiele kaufe - es freuen sich einfach die Mitspieler, daß sie so eine große Auswahl haben und nicht immer Mädn spielen müssen. Selbst meine Freundin sagt nix, obwohl unser Wohnzimmer voller und voller wird. Ein Spinner bin ich für sie nur, wenn ich darüber nachdenke, mehr als meine 2 regelmäßigen Spieleabende je Woche zu besuchen - aber damit muß ich wohl leben - und sie mit dem Spinner ;-)
[Privatspiel]
Die privaten Abende sind in Clubs organisiert, so daß ich weiß, wer da kommt und weiß, daß das Spieler sind, die SvC von Mädn unterscheiden können. Und auch mit den Seltenkommern ist es kein Problem, sie zu (für sie) neuen Spielen zu überreden - auch wenn sie meinten, daß sie bislang noch keine Vielspieler sind.
[Andere Treffs]
Ab und an bin ich auch mit 2-3 Klappkisten auf Reisen, wo mich dann spielebegeisterte (teilweise) Seltenspieler erwarten. Hier istz auch kein Problem, da die meisten wissen, daß ich tolle Spiele mitbringe. Es gibt allerdings auch einige unter denen, für die ich 08/15-Spiele mitbringen könnte, was ich aber lasse, da das diese Spieler meist selbst erledigen und auch gleich ihre eigene Spielrunde dazu mitliefern.
[Epilog]
Hab' ich was vergessen? Ich denke nicht. (Diesen Satz bitte nicht zitieren).
[Ende]
Gruß Carsten (so viel hab' ich hier noch nie getippt)

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beat

re: Spieleralltag - wie ergeht es Euch?

Beitragvon beat » 15. Dezember 2000, 13:30

hallo roman
grundsätzlich spiele ich in drei kreisen. am wenigsten mit bekannten die sonst eigentlich nichtspieler sind. obwohl es immer wieder eine tiefe befriedigung ist, jemanden zum regelmässigen spielen überzeugt zu haben, ist der frustanteil bei dieser gruppe sehr hoch. da höre ich jeweils kommentare wie:
'was? sooooooviele regeln? ui, das ist mir aber zu schwer! (siedler+ seefahrer!).'
'oh, hallo sonja (eine bekannte kam überraschend vorbei). ah schön, ein kuchen! wart ich setzt mal gleich kaffee auf.' - das angefangene mississippi queen wurde dann zusammengeräumt, da der kuchen und das plaudern mit der bekannten wichtiger war als das spiel!)
aus diesen gründen spiele ich lieber im club. dort weiss ich, dass auch wirklich alle wegen dem spielen gekommen sind und mir obenerwähnte situationen erspart bleiben. obwohl, auch im club höre ich gelegentlich sprüche wie 'och, ich mag nicht schon wieder ein neues spiel lernen'. (dieselbe person reklamiert natürlich eine woche später, dass ich immer dieselben spiele mitbringe! - arrrgh!).
der dritte kreis ist übrigens eine gruppe innerhalb unseres clubs, die ich gelegentlich am wochenende zu einem längeren spiel einlade. das sind dann die eigentlichen freaks, mit denen man auch die harten sachen wie 18xx oder advanced civi spielen kann.
gut wurf
beat

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Michael Andersch

re: Spieleralltag - Ihr habt's gut!

Beitragvon Michael Andersch » 15. Dezember 2000, 13:56

Hallo Roman, Ralf, Carsten,
Ihr spielt fix 2-3x die Woche???
Ihr müßt ja Zeit haben! <beneid!>
Bei mir ist es so im Durchschnitt einmal die Woche, dann aber richtig (unter der Woche von 20:00 bis 02:00 Uhr etwa, an Wochenenden so ca. von 14:00 bis 02:00 Uhr). Und ich dachte immer, ich spiele viel... :-((
Höhepunkt ist aber immer zwischen Neujahr und 3-Kings-Day: Da spielen wir rund um die Uhr (nur zum Schlafen gehen wir heim). <freu! - noch zwei Wochen!!!!>
Gruß,
Micha (frustrierter Gelegenheitsspieler)

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Arne Hoffmann

re: Spieleralltag - wie ergeht es Euch?

Beitragvon Arne Hoffmann » 15. Dezember 2000, 14:02

Moin Roman!
Vieles bei mir gleicht schon Vorrednern. Oeffentlich spiele ich eher selten, nur alle zwei Wochen im Spieletreff hier. Aber dort sind wir groesstenteils unter uns und koennen uns nach Lust und Laune austoben (SvC habe ich dort schon laenger nicht mehr gesehen).
Privat spiele ich dann, wie es schon schoen formuliert wurde, meist mit einer Teilmenge des Spieletreffs, da treten dann auch keine Probleme zwecks Spielewahl auf. Wir probieren gerne neue Spiele aus und so bekommen oft neue, ungespielte Spiele den Vorzug vor alten, bekannten.
Eine weitere Runde bildet sich gelegentlich mit Freunden aus meiner "alten" Heimat, Castrop (Hallo Ingo, bis morgen!) in der auch so gut wie alles auf den Tisch kommt - je nach Lust und Laune. Auch der Rest meiner Familie (Eltern und meine Schwester) laesst sich gerne auf eins meiner neuen Spiele ein - haeufig greifen wir in der Runde aber auch einfach zu Scrabble oder Poch (machen ja auch Spass wenn man sie nicht jede Woche spielt).
Schwieriger wird es schon, wenn ich mal keinen Zugriff auf obengenannte Personenkreise habe. Aus der Restmenge meines Bekanntenkreises (hier spricht ein Mathematiker :o) ) lassen sich nur wenige mal zu einem Spiel begeistern. Bekomme ich aber dort mal eine Runde zusammen( nach langem Ringen so alle 3-4 Monate einmal), so wird ueberraschenderweise aber neues gefordert. Liegt vielleicht daran, dass meine Spiele schoen sichtbar - und aeusserst schmuckhaft - im Ess-/Wohnbereich im Regal stehen. Die Spiele werden dann auch nicht mit SvC verglichen.
Die schoenste Geschichte ist mir da mal passiert, als ich endlich einen notorischen Computerspieler zum Brettspiel bekommen hatte und wir zu dritt Ursuppe spielten. Er war begeistert von dem Spiel und der Art, wie dort auf spielerische Weise die Selektion/Mutation nachgespielt wird. Danach habe ich ihn auch schon fuer andere Spiele gewinnen koennen.
In allen Kreisen bin ich noch nie als Spinner ob meiner Spiele bezeichnet worden, eher als Freak (wobei meine Freundin schon ein-/zweimal Spinner zu mir gesagt hat...) und das stoert mich nicht weiter. Spinner wuerde mich auch nicht stoeren, ich weiss ja, was Nichtspielern entgeht :o)
Abgesehen davon, dass ich nicht so haeufig zum Spielen komme wie ich gerne moechte, kann ich mich in meinem Umfeld nicht beschweren (selbst meine Freundin, die nicht gerne spielt, kann ich ab und zu mal zu einer Runde Lost Cities oder auch mal Outburst bewegen).
So, der Senf war lange genug. Tschoe,
- Arne -

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Arne Hoffmann

re: Spieleralltag - Ihr habt's gut!

Beitragvon Arne Hoffmann » 15. Dezember 2000, 14:05

Hallo Michael!
Und Du spielst noch haeufiger als ich *MEGASCHNIEF*. Einmal die Woche bekomme ich guenstigenfalls mal hin, wenn meine Freundin bei mir ist gestaltet sich das aber schwieriger (da wir uns bisher zwecks Entfernung Aachen-Passau nicht so haeufig gesehen hatten).
Und ich habe auch nicht diesen "Spielemarathon" zwischen NJ und 3Koenige *beneid*.
Dachte bis vorhin noch, dass es mir einigermassen gut geht, jetzt bezweifel ich das.........
- Arne - (senkt traurig seinen Kopf)

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Ralf Abilgaard

re: Spieleralltag - Ihr habt's gut!

Beitragvon Ralf Abilgaard » 15. Dezember 2000, 15:10

Also bis zwei Uhr schaffen wir es meist nicht. so gegen 12 ist spätestens schluß, da wir ja noch arbeiten müssen und einige von uns auch Kinder haben, die am nächsten morgen unerbittlich Wecker spielen.
Von der Zeit her ist das durchaus machbar, wir sehen halt so gut wie nie fern. Ich freue mich auch schon auf Ende Januar, wo wir in Höchst auf den AOU CON fahren und drei Tage lang nur spielen.
ciao,
Ralf

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peer

re: Spieleralltag - wie ergeht es Euch?

Beitragvon peer » 15. Dezember 2000, 15:11

Tja,
irgendwie fehlt mir momentan die Zeit, den Treffen beizuwohnen (ich wollte ja schon vor einem Monat bei den Pfeffersäcken vorbeischauen oder dem Spielertreff im Besenbinderhof frequentieren...) Privat ist momentan eher die "Absageritis" aktuell - schön wenn von von fünf Personen nur drei kommen :-(
Öffentlich schleppe ich gelegentlich Kartenspiele und ähnlich handliches ins Fachbereichscafé (für Insider:Paranoia) aber die Leute da von ihren DoKO-Blättern wegzubekommen ist nicht wirklich einfach
(Meine Lieblingszitate: "Aber nicht, dass ihr nun kein Doko mehr spielt!" und "Nee, das kenn ich nicht. Ich kenn schon Doppelkopf und das reicht mir")
Aber wie alle: Wer spielen will, muss leiden! Das gehört doh wohl irgendwie dazu, oder ;-)
ciao
Peer (im Januar wird alles besser)

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Carsten Wesel

re: Spieleralltag

Beitragvon Carsten Wesel » 15. Dezember 2000, 15:40

> ich wollte ja schon vor einem Monat bei den
> Pfeffersäcken vorbeischauen
Heute wieder bei Andrea & Jörg
> oder dem Spielertreff im Besenbinderhof
> frequentieren...
Huch, was ist das? Info!
Gruß Carsten (spielt heute mit Andrea)

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Thomas Michalske

re: Spieleralltag - wie ergeht es Euch?

Beitragvon Thomas Michalske » 15. Dezember 2000, 17:02

Hallo,
Siedlervergleiche gibt es in meinem Bekanntenkreis auch andauernd. Alles wird daran gemessen und alles ist natürlich nicht so gut wie Siedler.
Ein weiteres Phänomen ist, daß einige (meist einer) keine Erweiterungen (bei El Grande vor allem, Siedler Seefahrer) spielen möchten. Offizielle Begründung: Da verliert man den Überblick. Heißt aber: Da kann man besser verhindern, dass Du gewinnst.
Gruß
Thomas

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Heiko Kauffmann

re: Spieleralltag - wie ergeht es Euch?

Beitragvon Heiko Kauffmann » 15. Dezember 2000, 22:46

Hallo Vielspieler, Gelegenheitsspieler und Freaks!
Mal etwas positives zu "Interesse ausser Siedler":
Wir hatten bei der Vorrunde der Siedlermeisterschaften ein paar nette Gegner und so trafen wir uns anschliessend auch gleich zu einem Nachtreffen in der Kneipe. Es stellte sich heraus, die kennen nur Mädn und Co, sowie Siedler. Gelegenheit am Schopf gepackt, Interesse gehabt, Termin gemacht!
Bei den ersten zwei Treffen mussten wir uns noch auf die Meistersiedler von Nürnberg vorbereiten, aber dann! Nach dem Motto, was gibt es denn noch so für schöne Spiele, kam es aus den Siedlerreihen, ohne das ich mein prallgefülltes Spieleregal in vorsichtiger Ranführarbeit anpreisen musste.
Die ersten "Fremdspiele" wurden begeistert aufgenommen (z. B. David & Goliath, Mamma Mia, Die Händler, Torres, Zum Kuckuck). Daraus entstand jetzt ein zweiwöchentlicher Spieletreff und wir nehmen sogar an den Deutschen Brettspielmeisterschaften 2001 teil. Und bis heute gab's kein Wort mehr über Siedler, noch nicht mal vergleichend. Ausserdem kaufen sie sich jetzt ständig neue Spiele.
Also solche paradisischen Zustände gibt's selten, aber ich hatte den Glücksfall (nur der Zwei-Wochen-Turnus ist noch wie eine Ewigkeit).
Ich muss hier aber nochmal betonen, dass die Siedlermanie aus SvC kein schwächeres Spiel gemacht hat.Das geniale Spiel das dahintersteckt ändert sich nämlich nie und ich spiel es immer wieder gern. Genervt bin ich natürlich auch über die "alles ist so wie die Siedler Gleichmacherei" weil das einfach von Unwissenheit und Interesselosigkeit der Leute dem wunderschönen Kulturgut Spiel gegenüber zeugt, und die Brettspiele immer noch als Mittel zum "Kinder albern herum" verstehen.
Nochwas zum Thema Trend:
Es ist halt schwer, die vielen vielen potentiellen Vielspieler zu erreichen, denn Inhaltsreichen Brettspielen fehlt halt der pushende Trendstatus. Ich kann jedenfalls nur hoffen, dass Brettspiele nicht trendy werden, denn dann verliert oft die Qualität und alles wird flüchtig.
Gegenbeispiel: Die Siedler von Catan, der beste Trend den ich kenne und der noch hoffentlich sehr lange anhält!
Heiko (der Vielspieler, der leider nur im Gelegenheitsturnus spielt, aber dann schon als Freak gilt)

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Markus Barnick

re: Spieleralltag - wie ergeht es Euch?

Beitragvon Markus Barnick » 16. Dezember 2000, 00:59

ich kann dir nur zustimmen. Ich versuche seit einigen Jahren schon hier in BT Spieler zu finden. Ein nicht ganz einfaches Unterfangen. Manchen ist ein Spiel zu viel Denkarbeit: "Ach da muss man wieder Denken." "Schon wieder was Neues :-(" "Spielen wir lieber Uno..." Ich hasse Uno (nur aus diesem Grund).
usw..
Allerdings: Eine Fachschaft, die Geld für spiele hat, wäre mal was neues - ja total Interessantes!!!

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Markus Barnick

re: Spieleralltag - Ihr habt's gut!

Beitragvon Markus Barnick » 16. Dezember 2000, 01:04

Das spielst du viel im Vergleich zu mir.
Freitags 2-4 Stunden und evtl. Sa ODER So. noch 2-3 Stunden. Das wars.
Die meisten sind überfordert, wenn ein Spiel über das Niveau von Uno hinausgeht :-(

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Markus Barnick

re: Spieleralltag - Ihr habt's gut!

Beitragvon Markus Barnick » 16. Dezember 2000, 01:09

Ihr könnt bis 6.1. spielen...
Was aber, wenn alle Mitspieler ( = Studenten) über Weihnachten nach Hause fahren und man ganz allein dasteht? (Was sonst noch an Spielern da wäre, fährt in einen Urlaub oder ist daheim bei Mutti oder hat schlichtweg keine Lust und Zeit )
- > hier sind die Leute am schönsten, die um 3 Uhr eingeladen sind, um 4 Uhr kommen und dann mitteilen, sie müßten um 6 Uhr schon wieder zu Hause sein :-((((
...oder noch besser: die kurz vor 4 dann endlich anrufen und sagen, daß sie doch keine Zeit haben...

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Markus Barnick

re: Spieleralltag - wie ergeht es Euch?

Beitragvon Markus Barnick » 16. Dezember 2000, 01:15

Da hast du es ja wirklich gut.
" und die Brettspiele immer noch als Mittel zum "Kinder albern herum" verstehen."
Mein Vater z.B. ist so einer. Der versteht überhaupt nix von Spielen. Für ihn existiert nur die Gleichung:
Spiele = Kinderspiele.

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Stefan-spielbox

re: Spieleralltag - wie ergeht es Euch?

Beitragvon Stefan-spielbox » 16. Dezember 2000, 13:18

Hallo Roman,
Wir (mein Frau und ich)spielen mit 4 versch. Gruppen:
1. Mit unseren Kindern ca. jeden 2. Tag, aber nur Spiele bis 10/12 Jahre. (zur Zeit Knatsch: einfach, schnell und ein Bisschen gemein, und Zuma, kennt das noch einer?)
2. Mit 2 Freunden 1 bis 2 mal die Woche 4 bis 5 Stunden, aber höchstens ein neues Spiel pro Abend, dafür aber lange strategische Spiele.
3. Mit 2 anderen Freunden 1 bis 3 mal im Monat, 3 bis 4 Stunden, aber am Besten keine neuen Spiele und keine schwierigen.
4. Mit wieder 2 anderen Freunden in unregelmäßen Abständen und am Besten nur neue Spiele.
Und wenn gar keiner Zeit hat, spielen wir halt 2Pers. Spiele. (bevorzugt von Kosmos)
Wir schaffen es aber nie mal eine große Runde mit mehr als vier Spielern zusammen zu bekommen.
Schade.
So ich muß weg, spielen!
Gruß Stefan

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peer

re: Winterboykott

Beitragvon peer » 16. Dezember 2000, 15:43

Also laut Aushang findet am jedem 2. Sonntag im Monat ab 15.00 im Movimento (Besenbinderhof 57a, Hamburg) ein Spieletreffen ("Winterboykott") statt. Wie gesagt, ich war noch nie da...
ciao,
Peer

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Gabs

re: Spieleralltag - Selbsthilfegruppen

Beitragvon Gabs » 17. Dezember 2000, 18:51

hallo ihr spieler,
sollte sich unter den klagenden jemand befinden, der aus dem raum stuttgart kommt, wird er gerne auf meinen privaten spieleabenden willkommen geheißen...
nachdem ich die beiträge alle gelesen habe kann ich mich mit 2-3 abenden die woche und einer spielenden partnerin wohl glücklich schätzen. und zwischen weihnachten und neujahr wird auch bei mir ein paar tage nonstop gespielt...
gruß,
gabs

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Frank "Riemi" Riemenschneid

re: Spieleralltag - wie ich Euch beneide.

Beitragvon Frank "Riemi" Riemenschneid » 19. Dezember 2000, 12:47

Wenn Ihr das hier liest habe ich Tränen in den Augen (seufz).
Von solchen pardiesischen Zuständen kann ich nur träumen. Ich halte mich mit Tunieren über Wasser, wenn ich von einem Tunier höre fahre ich hin. Meistens lerne ich die Spiele kurz vor dem Tunier oder am Abend vor dem Tunierbeginn(Wie in Nürnberg). Sonst sind Postspiele angesagt (Hallo KSK-ler). Regelmässig spiele ich nur zur Vorbereitung DM und so alle paar Wochen. Mit den Ausreden meiner Frau um ums spielen zu kommen kann ich Bände füllen. Für die Messe kann ich sie dann wieder begeistern.
Gruß
Riemi


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