Beitragvon Ralf Bielenberg » 20. Dezember 2000, 18:00
Hallo,
Ich halte Wolfgang Kramers Vorschlag für eine gute Möglichkeit, dem momentan arg "entwerteten" DSP wieder ein wenig mehr Gewicht zu verleihen.
Die Vorstellung, damit einen echten Publikumspreis zu schaffen, hat doch einigen Reiz und was die spielerische Kompetenz betrifft, bin ich, nachdem ich nun seit einiger Zeit dieses Forum besuche und die vielen guten Beiträge, Diskussionen und Rezensionen gelesen habe, recht zuversichtlich.
Die Gefahr oder Wahrscheinlichkeit, dass bei diesem Verfahren Spieler, die einen Erfahrungshorizont von nur einem Bruchteil der Neuerscheinungen besitzen, ihre Wertung abgeben, wie Gabs zu bedenken gab, ist natürlich nicht von der Hand zu weisen. Andererseits denke ich doch eher, dass nur Leute mit Vielspielerambitionen sich in diese Wählerliste eintragen lassen werden.
In Bezug auf die Probleme der Kleinverlage könnte ich mir sogar vorstellen, dass diesen damit grössere Chancen eingeräumt werden, da viele Spieler ja sehr gezielt sich mit den dort verlegten Neuerscheinungen auseinandersetzen. Um die Neuerscheinungen der Grossen kommt man so oder so nicht rum.
Ich könnte mir vorstellen, dass durch das Wegfallen der marktstrategischen Überlegungen - dem spielenden Publikum geht es ja ausschliesslich um den Spielreiz - auch preiswerten Spielen (Kartenspiele z.B., die zwar immer mal bei den Nennungen auftauchen, aber eigentlich keine Chance haben) mehr Chancen eingeräumt werden.
Ein Beispiel hierfür wäre Romans Umfrage zu den Neuheiten 2000.
Also ich denke, ich würde einem solchen Preis schon eine gewisse Beachtung schenken und es genau wie mit Romans Umfrage halten, und mir die besonders gelobten Spiele mal genauer ansehen, und das sollte ja auch der Sinn eines solchen Preises sein.
Gruss
Ralf