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Wolfgang Kramers Vorschlag zum Deutschen Spielepreis

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Marcel-André Casasola Merkle
Brettspieler
Beiträge: 62

Wolfgang Kramers Vorschlag zum Deutschen Spielepreis

Beitragvon Marcel-André Casasola Merkle » 20. Dezember 2000, 13:38

Hallo,
einen sehr interessanten Vorschlag zur Neugestaltung des Spielepreises hat Wolfgang Kramer im E-Mail Interview der Familie Ditt gemacht (die Internetadresse steht hier unter WWW als Link).
Ich persönlich finde die Überlegungen, die Wolfgang Kramer dabei anstellt sehr vernünftig (auch in Hinblick auf das Wahlchaos in den USA ;). Das Konzept führt zu überprüfbaren Ergebnissen und ist mit dem heutigen Stand der Technik auch einfach zu realisieren.
Natürlich muss man aus datenschutzrechtlichen Gründen achtgeben, dass Wählerdaten nicht einfach veröffentlicht oder weitergegeben werden.
Sicherlich, ich Kramers Konzept fällt eine große Wählergruppe weg:Autoren und Verlagsangehörige dürfen nicht mehr mitstimmen. Dabei handelt es sich um Personen mit meist großer spielerischer Kompetenz. Dennoch ist man als Autor und Verlagsangehöriger nicht unbefangen und sollte bei der Vergabe der Preise Zurückhaltung üben.
Der Verlust an stimmenden Personen durch diese Einschränkung muss dann natürlich aufgewogen werden durch eine gründliche Öffentlichkeitsarbeit der Spielezeitschriften, die ihr Publikum zur Teilnahme animieren müssen.
Wie steht ihr zu W. Kramers Konzept?
Viele Grüße, Marcel-André

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Volker L.

re: Wolfgang Kramers Vorschlag zum Deutschen Spielepreis

Beitragvon Volker L. » 20. Dezember 2000, 14:26

Der Vorschlag klingt ganz ordentlich. Das mit den
Autoren und Verlagsmitarbeitern koennte man ja so
regeln, dass Stimmen von denen fuer das eigene Spiel
bzw. fuer Spiele aus dem eigenen Verlag nicht gewertet
werden, auf andere Spiele duerfen sie aber. Dann wuerde
man dies Ansammlung von Sachverstand nicht voellig
ausschliessen.
Gruss, Volker

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Gabs

re: Wolfgang Kramers Vorschlag zum Deutschen Spielepreis

Beitragvon Gabs » 20. Dezember 2000, 14:34

> Wie steht ihr zu W. Kramers Konzept?
ehrlich gesagt mit gemischten gefühlen. gerade die vorstellung das dann zwar vielleicht einigen zehntausend karten eingesandt werden, man aber nicht überprüfen kann wieviele davon wirklich kompetent ausgefüllt wurden. bei jährlich 50-80 "spielenswerter" neuerscheinungen, glaube ich nicht, daß auch nur annähernd die hälfte der stimmberechtigten, tatsächlich die meisten davon auch gespielt hat. wenn jemand aber aufgrund eines erfahrungshorizonts von 10 spielen pro jahr eine wertung abgibt, kann ich diese nicht als kompetent einstufen... mal ganz abgesehen davon, daß ähnlich anderer "charts" der marketingfaktor einen viel größeren stellenwer bekäme. welcher kleinere verlag kann es sich denn schon leisten ein spiel mit offensiver werbung auf den markt zu bringen.
wenn man dies allerdings berücksichtigt und der DSP eben ein echter PUBLIKUMSpreis wird, würde ich das begrüßen (da es von den bisherigen lösungsvorschlägen imo der sinnvollste ist), ihm persönlich aber weniger beachtung schenken.
gruß,
gabs

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peer

re: Wolfgang Kramers Vorschlag zum Deutschen Spielepreis

Beitragvon peer » 20. Dezember 2000, 15:36

Hi,
<wenn jemand aber aufgrund eines erfahrungshorizonts <von 10 spielen pro jahr eine wertung abgibt, kann ich <diese nicht als kompetent einstufen
Nunja, das war bisher ja auch so - man musste eigentlich nur die Pöbbel lesen, um mitstimmen zu können. Sicherlich ist dies ein Grund, warum die SdJ bislang immer unter den ersten vieren waren - jeder kennt sie.
Persöhnlich finde ich die Idee gut. Spieler haben eher noch eine Idee, was Kleinverlage so rausbringen (Ursuppe landete ja z.B. auch auf Platz 2). Und so finde ich diesen Kompromiss zwischen
1) Möglichst hohe spielerische Kompetenz
und
2) Viele Leute, die Abstimmen (das fehlte ja bislang)
noch am besten (je mehr 1, je weniger 2) und umgekehrt)
ciao,
peer

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KMW

re: Vorschlag zum Deutschen Spielepreis

Beitragvon KMW » 20. Dezember 2000, 16:19

In dem Zusammenhang sei auch drauf hingewiesen, daß die spielbox-Heftredaktion zur Zeit gerade eine Umfrage zum DSP laufen hat. Details finden sich im Editorial, das ich kurzerhand aus dem Heft übernommen und auf die Website gestellt habe (siehe URL unten).
KMW

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Ralf Bielenberg

re: Wolfgang Kramers Vorschlag zum Deutschen Spielepreis

Beitragvon Ralf Bielenberg » 20. Dezember 2000, 18:00

Hallo,
Ich halte Wolfgang Kramers Vorschlag für eine gute Möglichkeit, dem momentan arg "entwerteten" DSP wieder ein wenig mehr Gewicht zu verleihen.
Die Vorstellung, damit einen echten Publikumspreis zu schaffen, hat doch einigen Reiz und was die spielerische Kompetenz betrifft, bin ich, nachdem ich nun seit einiger Zeit dieses Forum besuche und die vielen guten Beiträge, Diskussionen und Rezensionen gelesen habe, recht zuversichtlich.
Die Gefahr oder Wahrscheinlichkeit, dass bei diesem Verfahren Spieler, die einen Erfahrungshorizont von nur einem Bruchteil der Neuerscheinungen besitzen, ihre Wertung abgeben, wie Gabs zu bedenken gab, ist natürlich nicht von der Hand zu weisen. Andererseits denke ich doch eher, dass nur Leute mit Vielspielerambitionen sich in diese Wählerliste eintragen lassen werden.
In Bezug auf die Probleme der Kleinverlage könnte ich mir sogar vorstellen, dass diesen damit grössere Chancen eingeräumt werden, da viele Spieler ja sehr gezielt sich mit den dort verlegten Neuerscheinungen auseinandersetzen. Um die Neuerscheinungen der Grossen kommt man so oder so nicht rum.
Ich könnte mir vorstellen, dass durch das Wegfallen der marktstrategischen Überlegungen - dem spielenden Publikum geht es ja ausschliesslich um den Spielreiz - auch preiswerten Spielen (Kartenspiele z.B., die zwar immer mal bei den Nennungen auftauchen, aber eigentlich keine Chance haben) mehr Chancen eingeräumt werden.
Ein Beispiel hierfür wäre Romans Umfrage zu den Neuheiten 2000.
Also ich denke, ich würde einem solchen Preis schon eine gewisse Beachtung schenken und es genau wie mit Romans Umfrage halten, und mir die besonders gelobten Spiele mal genauer ansehen, und das sollte ja auch der Sinn eines solchen Preises sein.
Gruss
Ralf

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Sönke Weidemann
Kennerspieler
Beiträge: 531

re: Wolfgang Kramers Vorschlag zum Deutschen Spielepreis

Beitragvon Sönke Weidemann » 20. Dezember 2000, 19:31

Hi! Ich teile die gemischten Gefühle mit Gabs, aber aus anderen Gründen: Ich glaube, das Verfahren ist einfach zu kompliziert. Wenn man bedenkt, wie wenig der Pöppel-Revue-Leser an der Abstimmung tatsächlich teilgenommen haben, obwohl diese ja nun einfacher nicht ging (nicht mal das Porto mußte man bezahlen), frage ich mich, woher denn all die Spieler kommen sollen, die sich der angedachten Prozedur unterziehen wollen.
Wie schon vor einigen Wochen hier im Forum richtig bemerkt, sind ja auch hier doch zumeist die gleichen Namen zu finden, die sich an diesen Diskussionen und sicherlich auch an einer solchen Abstimmung beteiligen - und das sind ja nun auch nicht gerade sehr viele.
Vielleicht muß man sich einfach mit dem Gedanken abfinden, daß beides nicht geht: ein auf möglichst breiter Basis gestellter Publikumspreis, der gleichzeitig die Spiele-Erfahrung z.B. dieser Forumsteilnehmer wiederspiegelt.
Warum nicht zwei Preise: ein "Publikumspreis", dr vielleicht durch jedem Spiel beigelegte Abstimmkarten entstehen könnte (ich weiß, sowas ähnliches habe ich früher hier schon mal geschrieben und was dafür an die Ohren bekommen) und ein wie auch immer genannter Spezialpreis, der sich aus den Stimmkarten der Spielezeitschriften -also sicherlich nicht nur der Pöppel-Revue- und Einsendungen aus dem Internet ergibt.
Gruß Sönke

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Harald Schrapers

Die Zukunft des Deutschen Spiele Preises

Beitragvon Harald Schrapers » 21. Dezember 2000, 09:00

1. Der Dt. Spiele Preis hat sich grundsätzlich bewährt. An der Relevanz seiner Ergebnisse hatte in den letzten Jahren kaum einer etwas auszusetzen. Einziges Problem: Die Teilnahme an der Fachpublikumsbefragung - die 40 % des Spiele Preises ausmacht - ist definitiv zu gering, was wohl zu erheblichen Teilen an der nicht sonderlich hohen Auflage der Pöppel-Revue liegt.
2. Insbesondere die Einteilung des Spiele Preises in Stimmgruppen hat sich bewährt. Sie dient dazu, die Qualität der Ergebnisse der anderen Gruppen zu überprüfen (eine Art "Validierung") und nachvollziehbar zu machen. Außerdem sind somit 60 % des Preises von dem Pöppel-Revue-Skandal unbelastet. Folglich ist für mich nicht erkennbar, warum diese Einteilung aufgehoben werden soll. Einzig KMWs Anmerkung, die Stimmgruppe "Spieleklubs" der Fachpublikumsumfrage zuzuschlagen, erscheint mir sinnvoll. Denn diese Gruppen würden bei einer Erweiterung der Basis für die Fachpublikumsumfrage teilweise deckungsgleich.
3. Eine Erweiterung der Fachpublikums-Umfrage auf alle wichtigen deutschsprachigen Fachzeitschriften ist dringend erforderlich. Wahrscheinlich würde es ausreichen, Doppelabstimmungen durch manuelle Kontrolle zu verhindern - maschinelle Auswerungen haben ja auch ihre Probleme (allerdings geht es hier ja nicht um eine Präsidentenwahl.)
4. Klar sollte sein, dass es keinen Bedarf für einen Publikumspreis gibt, der die Verkaufs-Charts widerspiegelt. Einzig einem Fachpublikum sollte es erlaubt sein, mitabzustimmen.
5. Einen Ausschluss von Autoren und Verlagsvertretern aus dem Kreis der Stimmberechtigten kann man machen, muss aber nicht. Denn die bisherigen Ergebnisse geben mir keinen Anhaltspunkt, eine Beeinflussung des Preises in die eine oder andere Richtung zu erkennen. Außerdem heben sich die Vorteile auf, wenn auch andere Autoren/Verlagsangehörige mitmachen.
Gruß aus Duisburg
Harald

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Volker L.

re: Wolfgang Kramers Vorschlag zum Deutschen Spielepreis

Beitragvon Volker L. » 21. Dezember 2000, 15:26

> ...woher denn all die Spieler kommen sollen, die sich
> der angedachten Prozedur unterziehen wollen.
> Wie schon vor einigen Wochen hier im Forum richtig
> bemerkt, sind ja auch hier doch zumeist die gleichen
> Namen zu finden, die sich an diesen Diskussionen und
> sicherlich auch an einer solchen Abstimmung beteiligen
Also, ich betrachte mich selbst als ausreichend
kompetent zur Teilnahme an solchen Abstimmungen. Da ich
aber kein Abonnent irgendeiner Spielezeitschrift bin,
war mir die Teilnahme an der Abstimmung zum Deutschen
Spielepreis bislang nicht moeglich. Ich koennte mir
auch durchaus vorstellen, dass es noch mehr Leute gibt,
die im Zeitalter des Internet aus Zeit- und/oder
Geldgruenden auf das Lesen einer Spielezeitschrift
verzichten und sich nur ueber das (schnellere!)
Internet informieren.
Gruss, Volker

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Wolfgang Ditt

re: Die Zukunft des Deutschen Spiele Preises

Beitragvon Wolfgang Ditt » 21. Dezember 2000, 16:21

Hallo Harald,
ein paar Anmerkungen, weil ich deine Meinung in vielen Punkten nicht teile (Zitate von HS teilweise verkürzt):
"1. Der Dt. Spiele Preis hat sich grundsätzlich bewährt. An der Relevanz seiner Ergebnisse hatte in den letzten Jahren kaum einer etwas auszusetzen. Einziges Problem: Die Teilnahme an der Fachpublikumsbefragung - die 40 % des Spiele Preises ausmacht - ist definitiv zu gering, was wohl zu erheblichen Teilen an der nicht sonderlich hohen Auflage der Pöppel-Revue liegt."
Wie schon vorher in einem Posting gesagt, heißen mehr Teilnehmer vermutlich weniger Sachverstand. Es wird schwer sein, hier eine Grenze zu ziehen. Die Teilnahme muss am Interesse gemessen werden, denn sonst gleicht die Abstimmung der einer großen Jury.
" 2. Insbesondere die Einteilung des Spiele Preises in Stimmgruppen hat sich bewährt..."
Leider war es nie transparent, wie die Ergebnisse zustande kamen. Außerdem gehe ich davon aus, dass auch die Journalisten Deckungsgleichheiten aufweisen. Sie gehören oft Spieleclubs an und sind mit Sicherheit Spieler. Wenn nicht ... oh je welche Rezensionen kämen da heraus ...
"Außerdem sind somit 60 % des Preises von dem Pöppel-Revue-Skandal unbelastet."
Aber die 60% sind eben nicht transparent.
"3. Eine Erweiterung der Fachpublikums-Umfrage auf alle wichtigen deutschsprachigen Fachzeitschriften ist dringend erforderlich. Wahrscheinlich würde es ausreichen, Doppelabstimmungen durch manuelle Kontrolle zu verhindern - maschinelle Auswerungen haben ja auch ihre Probleme (allerdings geht es hier ja nicht um eine Präsidentenwahl.)"
Also bei mehreren Karten kann ich auch gut Hugo Meier oder Else Müller draufschreiben. So wird man Manipulationsversuchen kaum vorbeugen.
"4. Klar sollte sein, dass es keinen Bedarf für einen Publikumspreis gibt, der die Verkaufs-Charts widerspiegelt."
Ja! Hier sind wir mal einer Meinung.
"Einzig einem Fachpublikum sollte es erlaubt sein,
mitabzustimmen."
Wie definierst du Fachpublikum? Wenn man dies formalisiert, braucht man einen Nachweis, so wie es für den Zugang zur Spielwarenmesse Nürnberg nötig ist. Ein Abonnement einer Spielefachzeitschrift ist dafür sicherlich keine Grundlage, weil dann ein Stimmrecht erkauft werden kann.
"5. ...Außerdem heben sich die Vorteile auf, wenn auch andere Autoren/ Verlagsangehörige mitmachen."
Also Manipulation durch Manipulation ins Gleichgewicht bringen. So bitte nicht!
Wolfgang

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Volker L.

re: Die Zukunft des Deutschen Spiele Preises

Beitragvon Volker L. » 21. Dezember 2000, 16:53

> "5. ...Außerdem heben sich die Vorteile auf, wenn auch
> andere Autoren/ Verlagsangehörige mitmachen."
>
> Also Manipulation durch Manipulation ins
> Gleichgewicht bringen. So bitte nicht!
Wie ich schon in einem anderen Posting vorgeschlagen
hatte, kann man es ja so handhaben, dass Autoren und
Verlagsangehoerige nicht fuer ihre eigenen Produkte
stimmen duerfen (bzw. diese Einzelwertungen dann eben
nicht mitgezaehlt werden), fuer fremde Spiele aber schon.
Gruss, Volker

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Sönke Weidemann

re: Wolfgang Kramers Vorschlag zum Deutschen Spielepreis

Beitragvon Sönke Weidemann » 21. Dezember 2000, 18:51

Hallo Volker! Verstehe mich bitte nicht falsch: ich bin mir sicher, daß gerade die Forumsteilnehmer ausreichend kompetent sind - nur: es sind halt nicht gerade viele.
Ich würde mir wünschen, wenn über´s Internet sehr viel mehr Spieler an einer Abstimmung teilnehmen würden, so recht dran glauben mag ich noch nicht.
Gruß Sönke

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Wolfgang Ditt

re: Die Zukunft des Deutschen Spiele Preises

Beitragvon Wolfgang Ditt » 22. Dezember 2000, 08:32

Hallo Volker,
für mich wäre das ok.
Wolfgang

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Gabs

re: Wie darf ich nach Nürnberg?

Beitragvon Gabs » 22. Dezember 2000, 10:53

"Wenn man dies formalisiert, braucht man einen Nachweis, so wie es für den Zugang zur Spielwarenmesse Nürnberg nötig ist."
ich hatte das zwar schonmal gehört, wohl aber wieder verdrängt... welche voraussetzungen muß man denn erfüllen um eintritt in die heiligen hallen gewährt zu bekommen? zB eine mitgliedschaft in der SAZ? was sonst noch?
schonmal danke und allen schöne weihnachten!
gruß,
gabs

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Roman Pelek

re: Wolfgang Kramers Vorschlag zum Deutschen Spielepreis

Beitragvon Roman Pelek » 22. Dezember 2000, 13:57

Hi,
>Hallo Volker! Verstehe mich bitte nicht falsch: ich bin mir sicher, daß gerade
die Forumsteilnehmer ausreichend kompetent sind - nur: es sind halt nicht
gerade viele.<
Eben. Wenn man nur kompetente Leute für die Abstimmung haben will, und davon ausgeht, dass davon vielleicht hochgegriffen 20-25% auch wirklich mitstimmen, dann hat man mit Sicherheit auch nicht mehr als die bisherigen 300+x Stimmen - so erreicht man nix.
>Ich würde mir wünschen, wenn über´s Internet sehr viel mehr Spieler an einer
Abstimmung teilnehmen würden, so recht dran glauben mag ich noch nicht.<
Wenn ich mir die Internet-Umfragen von der Beteiligung her so anschaue, glaube ich nicht, dass das alleine ausreicht. Meines Erachtens wäre der Vorschlag von Wolfgang Kramer noch der gescheiteste - und ehrlich gesagt, welcher Gelegenheitsspieler macht sich schon gross den Aufwand da mitzustimmen. Ist meines Erachtens noch der bisher beste Kompromiss zwischen Masse und Klasse. Und wenn man nur Kompetenz haben will, kann man sich auch auf einen Kritikerpreis wie das SdJ beschränken - da braucht man keinen weiteren, zweiten "elitären" Preis von dreieinhalb erfahrenen Spielern/Kritikern :( Meines Erachtens braucht der DSP mindestens die dreifache Stimmmenge, um eine Existenz-Berechtigung zu haben bzw. ein Gegengewicht zum SdJ herzustellen. Und letzteres fände ich ganz gut, zumindest wenn sich das SdJ wieder mehr auf etwas mehr familientaugliche Preisträger konzentrieren würde.
Ciao,
Roman (wie wär's mit ner DSP-Umfrage hier... ;-)
Gruß Sönke

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Markus Barnick

re: Wolfgang Kramers Vorschlag zum Deutschen Spielepreis

Beitragvon Markus Barnick » 2. Januar 2001, 00:25

Ich hab an der Abstimmung bisher nicht teilgenonmmen, weil
a) ich nie die aktuelle Poeppel-Revue mit dem Stimmzettel habe
b) ich nie alle Spiele rechtzeitig kenne und daher nicht alle beurteilen kann und daher mein Abstimmergebnis auch nicht gerecht wäre.

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Carsten Wesel

[OT] Entscheidbarkeit

Beitragvon Carsten Wesel » 2. Januar 2001, 09:00

> ich nie alle Spiele rechtzeitig kenne und daher nicht
> alle beurteilen kann und daher mein Abstimmergebnis
> auch nicht gerecht wäre.
Das ist eine komische Begründung. Wenn ich mal einen Vergleich versuche, dann ist es ja auch so, daß man nie alle Autos kennt und sich trotzdem das Auto aussucht, daß nach dem jetztigen Stand des Wissens das - für einen - beste ist.
Ein anderer Vergleich wäre evtl. noch schöner. Glaubst du, daß alle verheirateten Männer wirklich alle Frauen der Welt kennen und aus diesen Wissen heraus entschieden haben, welche für sie die richtige ist?
Gruß Carsten (kenn längst nicht alle Frauen)


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