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Roads & Boats: Wie eröffnen?

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Gerald Rüscher

Roads & Boats: Wie eröffnen?

Beitragvon Gerald Rüscher » 29. Januar 2001, 16:36

Tja ... jetzt habe ich zwar 'ne tolle bunte R&B Übersicht aber irgendwie noch nicht so ganz den Durchblick.
Versuche mich gerade zum vierten Mal an dem Ein-Spieler-Puzzle und versage zum vierten Mal kläglich. Vielleicht kann mir ja irgendwer einen Tipp geben, in welche Richtung man spielen soll. Für's erste würden mir eigentlich zwei Hinweise reichen :
1. Soll man auf eine Ziegelei sparen oder Ziegel direkt aus dem Steinbruch abbauen? Bis jetzt scheint mir der Tempoverlust beim Erstellen einer Ziegelei so hoch, dass Steinbruch die bessere Wahl zu sein scheint. Aber sicher bin ich nicht.
2. Soll sofort mit den beiden Eseln loslegen oder diese erstmal zwecks Vermehrung :-) auf die Weide führen? Mit zwei Eseln geht es echt mühselig los, setzt man andererseits erstmal auf Vermehrung, verliert man wieder kostbare Runden.
Wie man in 20 Runden 2 Aktien produzieren können soll, ist mir ein Rätsel. Naja ... soll's ja auch sein :-)
Gruß & nice dice,
Jerry (Gänse in der Wüste legen keine Eier)

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Arne Hoffmann

re: Roads & Boats: Wie eröffnen?

Beitragvon Arne Hoffmann » 30. Januar 2001, 14:19

Hallo Jerry!
Ist ja troestlich zu hoeren, dass auch andere an der Solitair-Version scheitern (Geteiltes Leid ist halbes Leid). Bin bisher auch noch nicht in die Naehe der Aktien gekommen (nach 3 Partien), deshalb kann ich Dir keinen Tipp geben, aber ein Austausch ueber die Vorgehensweise hilft ja evtl. auch schon.
1. Habe bisher immer den Steinbruch gewaehlt, um schon nicht 2 Felder fuer die Produktion von Steinen zu belegen. Ich denke auch, dass man mit den produzierten Steinen hinkommt - soviele benoetigt man ja doch nicht (ausser man will alles mit Strassen pflastern).
2. Hmm, da habe ich auch schon ueberlegt. Habe die Vermehrung bisher nicht benutzt. Beim letzten mal hatte ich versucht moeglichst schnell einzwei Floesse zu haben um somit schneller zu den Bergen zu gelangen. Die Esel reichen dann vorerst fuer die Aufgaben im Anfangsgebiet aus. Kann mir aber auch denken, dass eine Vermehrung am Anfang nicht schaden kann damit man hinterher flexibler ist. Mehr als einmal wuerde ich sie aber nicht vermehren lassen - das waeren dann schon 2 Runden "Rueckstand".
Mal schauen, ob irgendwann das Erfolgserlebnis kommt :o)
Tschoe,
- ARne -

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Stefan-spielbox

re: Roads & Boats: Wie erffnen?

Beitragvon Stefan-spielbox » 30. Januar 2001, 15:55

> Ist ja troestlich zu hoeren, dass auch andere an der > Solitair-Version scheitern (Geteiltes Leid ist halbes > Leid). Bin bisher auch noch nicht in die Naehe der
> Aktien gekommen (nach 3 Partien),
ich kann gedritteltes leid bieten - ich bin da auch schon maechtig dran gescheitert.
in meinen versuchen habe ich dann schon schnell auf eselsvemehrung gesetzt - schien mir die paar runden wert zu sein.
ich meine am schluss einmal eine aktie hingekriegt zu haben - muss mal daheim gucken, ob ich die notizen noch finde, was ich wann und wo gebaut hatte...
Stefan

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Stefan-spielbox

re: Roads & Boats: das 400er soloszenario - loesungsansatz

Beitragvon Stefan-spielbox » 31. Januar 2001, 12:43

so... jetzt habe ich mal nachgeguckt... hier ist meine analyse, warum es gar nicht gehen kann, auf die angegebene punktzahl zu kommen - ich hoffe mal, dass mich jemand korrigiert oder meine vermutung bestaetigt...
annahme: aus der szenariobeschreibung geht hervor, dass sie in 20 runden 2 aktien, 2 muenzen und 8 reihen wunder geschafft haben - zusammen 400 punkte.
1. wunderreihen. die ersten 4 reihen sind schon voll, also kommen nur die teuren reihen dran. um auf 8 reihen zu kommen, muessen insgesamt 41 wundersteine liegen. 20 sind neutrale, muessen also 21 gekauft werden. wenn man es 'optimal' kauft, sind das 20*2 und 1*3 = 43 rohstoffe - das wuerde also voraussetzen, dass schon in der ersten runde gekauft wird -> also wohl noch mehr.
2. aktien und muenzen. dafuer werden folgende gebaeude benoetigt:
stein bretter muenzen papier gold brennstoff
boerse 3
praegerei 1 2
papierwerk 1 1
4 bergwerke 4 12
koehlerei 3
steinbruch 2
saegewerk 1 2
holzfaeller 1
--- ---
10 23
roh-/baustoffe fuer 2 aktien und 2 muenzen
stein bretter muenzen papier gold brennstoff
2 aktien (4) (2)
6 muenzen (12) (6)
2 papier 4
6 brennstoff 12
---
16
daraus ergibt sich 10 steine und 39 bretter. die 39 bretter kann man aus 20 holz bekommen.
wenn man jetzt addiert, sind das 10 steine, 20 holz und fuer die wunder nochmal mindestens 43 beliebige rohstoffe. und dann hat man noch nicht eine einzige strasse gebaut. und dafuer hat man nur 20 runden.
sicherlich kann man variieren:
- bohrturm statt koehlerei
- neue schaechte statt der vielen bergwerke
- spezialisierte schaechte
- lehmgrube + ziegelei statt steinbruch
das alles erfordert aber forschung, was auch nicht billig ist - ich habe noch nicht alle varianten durchgerechnet, aber ich habe nicht den eindruck, als ob es sich deutlich bemerkbar macht.

so, jetzt seid ihr dran. wo liegen meine denkfehler? oder wie kriege ich dermassen viel in so kurzer zeit produziert und gebaut?
Tschau
Stefan

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Adam

Roads & Boats: Wie abschließen?

Beitragvon Adam » 31. Januar 2001, 12:56

Ich bin auch zum vierten mal gescheitert. Am zufriedensten war ich noch als ich in Runde 12 einen florierenden Agrarstaat aufgebaut hatte: jede Menge Gänse, Stämme, Bretter, Lehm, Steine, und alle Esel. Nur war eine Industrialisierung nicht zu denken.
Vielleicht bin ich das Problem aber auch völlig falsch angegangen.
Da die Zielbedingung (zwei Aktien, zwei Münzen, acht Wunderreihen) ähnlich klar angegeben ist wie die Startbedingung (drei Esel, fünf Bretter, ein Stein, zwei Gänse, gegebene Geographie) kann man ja auch eine Rückwärtsverkettung versuchen. Alle Regeln beziehen sich auf die spätest möglichen Zeitpunkte.
Legende:
/Regelnummer/ Zug.Phase)
Aktien
/1/ 20.1) 4 Münzen + 2 Papier => 2 Aktien
/2/ 19.3) 3 Steine => 1 Börse
/3/ 19.2) Transport 9 Waren nach Bauplatz Börse
Die Münzprägerei ist ein Flaschenhals, da sie nach Spielhilfe pro Runde nur eine Münze herstellen kann (abweichend vom Spielschema, wo ein Maximum nicht geregelt ist). Mit /1/ folgt
/4/ 15.1) 2 Gold + 1 Brennstoff => 1 Münze (die erste)
/5/ 14.3) 2 Bretter + 1 Stein => 1 Münzprägerei
/6/ 14.2) Transport 6 Waren nach Bauplatz Münzprägerei
Für die insgesamt 6 Münzen werden 12 Gold und 6 Brennstoffe gebraucht. Im folgenden werden die Transporte weggelassen.
Bis hierhin ist das einfach. Jetzt beginnen die Verzweigungen: aus welcher Art Bergwerk kommt das Gold, Brennstoffe aus Bohrinsel oder Köhlerei?
Bergwerke
Ein normales (spezialisiertes) Bergwerk hat 3 (4) Gold, die in 5 (4) Runden gefördert sind. Für 12 Gold werden 4 (3) Bergwerke gebraucht. Spezialisierte Bergwerke brauchen 1 Forschung.
/7/ 14.1) 2 Bergwerke => 2 Gold
/8/ 13.3) 6 Bretter + 2 Steine => 2 Bergwerke
/9/ 13.1) 2 Gänse + 1 Papier => 1 Forschung (spez. Bergwerk)
/10/ 12.3) 1 Brett + 1 Stein => 1 Papierwerk
Brennstoffe
/11.1/ 14.1) 2 Bretter/Stämme => 1 Brennstoff
/11.2/ 14.1) 1 Bohrinsel => 1 Brennstoff
/12.1/ 13.3) 3 Bretter => 1 Köhlerei
/12.2/ 13.3) 3 Bretter + 1 Stein => Bohrinsel(Forschung!)
Und so weiter. Das müßte man halt sorgfältig ausfeilen. Jetzt weiß man immerhin schon, daß man ohne Münzprägerei in Zug 14, ohne Bergwerke und Brennstoffproduzenten in Zug 13 gar nicht weiterspielen braucht.
Eine andere Betrachtungsweise ist die Landschaftsnutzung. Man braucht min(max)
1 Börse => 3 Steine
1 Münzprägerei => 2 Bretter, 1 Stein
1 Papierwerk => 1 Brett, 1 Stein
3(4) Bergwerke => 9(12) Bretter, 3(4) Steine
0(1) Köhlerei => 0(3) Bretter
0(1) Bohrinsel => 0(3) Bretter, 0(1) Stein
1 Sägewerk => 2 Bretter, 1 Stein
1(2) Steinbrüche => 2(4) Bretter
3(4) Holzfäller => 3(4) Bretter
1 Transporterbauer (z.B. Floßbauer) => 1 Brett, 1 Stein
Zählt man die Steine zusammen, dann sind um die 10 schon für Gebäude reserviert. Mit einem Steinbruch allein bleibt also die knappe Hälfte für den Straßenbau. Die genaue Lage der Straßen will dann gut überlegt sein.
Im Szenario heißt es irreführend "genug Platz, um Fabriken zu bauen". Zählt man die verbrauchten Landfelder kommt man auf 12 bis 16. Das Szenario hat aber nur 14 Landfelder. Auch hier kann man sich vielleicht vor Start schon überlegen, wie die Gebäude zum Schluß positioniert sein sollen.
Wunderreihen
Da die ersten vier Reihen abgedeckt werden, kostet jeder einzelne Baustein 2 Rohstoffe. Außerdem sind zum Erreichen von 8 Reihen 41 Bausteine nötig (drei 5er-, vier 6er-Reihen und je ein eigener und neutraler Stein in der 8. Reihe). Schon das erfordert einmal einen Kauf zweier Steine in einer Runde, also 5 Rohstoffe. Macht für 21 Wunderbausteine mindestens (19 * 2) + 5 = 43 Rohstoffe.
Für jede Runde, in der man aussetzt, muß später eine Runde mit zwei Bausteinen folgen, also ein Aufpreis von 1 Rohstoff pro Aussetzen. Läßt man sich noch mehr Zeit wird es noch erheblich teurer.
So, genug gefaselt. Vielleicht hat jemand anderes noch weiterführende Ideen.
Gruß
Adam

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Adam

re: Roads & Boats: das 400er soloszenario - loesungsansatz

Beitragvon Adam » 31. Januar 2001, 14:03

Rein summarisch spricht nichts dagegen.
3(4) Holzfäller liefern bis zu 57(~72) Baumstämme, das Sägewerk macht daraus bis zu ~110 Bretter. Das sind rund 30% mehr als unbedingt nötig.
1(2) Steinbrüche liefern bis zu 19(35) Steine, auf jeden Fall genug für die Gebäude. Straßen sind mit nur einem Steinbruch natürlich kritisch.
Lehmgrube und Ziegelei sind fraglich. Damit der Ausstoß höher ist als bei den zwei möglichen Steinbrüchen, müßten schon drei Landfelder belegt werden. Dafür ist gar kein Platz.
Ich vermute, die Gänsezucht ist überflüssig. Zwei Gänse gehören zum Startkapital, das reicht gerade für eine Forschung. Zumal ein Papierwerk sowieso gebaut werden muß. Natürlich beraubt man sich dadurch der Möglichkeit einer zweiten Forschung. Die eine, die man dann hat, muß sorgfältig geplant sein.
Große Bergwerke vermindern die Anzahl benötigter Bergwerke nicht auf zwei, da diese nur 10 Gold liefern, aber 12 Gold benötigt werden.
Zusätzliche Schächte liefern schon bei zwei normalen Bergwerken die benötigten 12 Gold, verlängern aber die Ausbeutung auf 11 Runden. Da Goldschürfen in Runde 19 abgeschlossen sein muß, müßten die Bergwerke spätestens in Runde 8 gebaut werden. Reichlich früh.
Spezialisierte Bergwerke brauchen drei Landfelder und liefern die 12 Gold in 4 Runden, müßten also spätestens in Runde 13 gebaut werden.
Der Bohrturm hat natürlich die Vorteile, kein Landfeld zu blockieren, keine anderen Rohstoffe zu verbrauchen und vom Seetransporter (Floß) en passant geleert/genutzt werden zu können. Nachteil: bei einer einzigen Forschung fallen die Erleichterungen im Bergbau weg und auch besser Transporter gibt es dann nicht mehr.
Überhaupt, Transporter. Das ganze ist ein Logistik-Spiel (die richtige Ware zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort), es dreht sich alles um die Transporter. Je mehr, desto besser. Also kommt man vermutlich um einen Floßbauer nicht herum.
Bei einem einzelnen Steinbruch als alleinigem Steinlieferant fragt sich: lohnt sich ein Kutschen-/LKW-Bauer? Der Bau belegt ein weiteres Landfeld und erfordert weitere Steine, die dem Straßennetz fehlen werden. Schon ohne kommen nur 8 oder 9 Straßen zusammen. Das müßte durch Kapazität und Reichweite? mehr als ausgeglichen werden.
Mit einer rein summarischen Betrachtung werden wir nicht fertig, die Reihenfolge muß schon in die Betrachtung einfließen.
Gruß
Adam

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Arne Hoffmann

re: Roads & Boats: das 400er soloszenario - loesungsansatz

Beitragvon Arne Hoffmann » 31. Januar 2001, 17:09

Ich habe das alles zwar nicht durchgerechnet, meine aber dass man wohl nur auf Esel und Floesse setzen muss (dieselbe Argumentation wie Adam, dass keine Forschung verloren geht, man kein allzu grosses Strassennetz benoetigt und die Holzstaemme fuer die Floesse nicht weiter bearbeitet werden muessen). Evtl. kann man den Ruderbauer bauen, was einem die Einschraenkungen bei den Bergwerken bringt (oder man forscht fuer die etwas spaeter).
Hauptaugenmerk muss meiner Ansicht nach am Anfang die Holzproduktion sein. Holz benoetigen wir recht schnell eine ganze Menge. Die Steine koennen nach und nach kommen, da benoetigt man fuer die Bergwerke einen Schwung und hier und da mal einen.
Ist auf jeden Fall ganz schoen knifflig! Lob an Splotter Speelen.
- Arne -


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