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Klarstellung der Jury zu den Austritten

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Synes Ernst

Klarstellung der Jury zu den Austritten

Beitragvon Synes Ernst » 9. Februar 2001, 00:52

9. Februar 2001
Klarstellung des Vereins "Spiel des Jahres" zu Vorwürfen
im Zusammenhang mit den Rücktritten
1.
Der Verein "Spiel des Jahres" befindet sich derzeit in einem Reformprozess. Es gilt dabei, die historisch gewachsenen Strukturen zu analysieren und, wo nötig, zu optimieren. So untersucht eine im vergangenen Jahr eingesetzte Kommission, zu der auch die zurückgetretenen Mitglieder Michael Knopf und Edwin Ruschitzka gehörten, die gesamte Öffentlichkeitsarbeit inklusive Pressebetreuung, Auftritt an Veranstaltungen, Effizienz der eingesetzten Mittel. Als nächste Aufgabe steht die Überprüfung des Verhältnisses von "Spiel des Jahres" auf der einen und Deutschem Spielarchiv auf der anderen Seite an.
Mitten in diesem Prozess haben Michael Knopf, Andreas Mutschke und Edwin Ruschitzka das Handtuch geworfen und haben ihr Ausscheiden aus dem Verein "Spiel des Jahres" erklärt. Bisher war es ihnen nicht gelungen, eine Mehrheit des Vereins von ihren Vorstellungen zu überzeugen.
2.
Dass es während solchen Erneuerungsprozessen aufgrund von unterschiedlichen Auffassungen zu Konflikten kommt, halte ich für normal. Es gibt zwei Wege, diese zu lösen: Entweder über Mehrheitsentscheide, denen sich die Minderheit dann zu fügen hat (sofern sie nicht andere Konsequenzen zieht) oder aber über die dialogische Suche nach einem Konsens.
Ich ziehe den zweiten Weg vor. Voraussetzung aber für den Erfolg dieses Weges ist aber eine gemeinsame Basis, auf die sich die Gesprächspartner einigen. Sie besteht aus den folgenden drei Punkten:
a) der Verein "Spiel des Jahres" verfügt über historisch gewachsene Strukturen. Die Geschichte von "Spiel des Jahres" ist auch dank dieser Strukturen eine Erfolgsgeschichte. Der Preis ist heute unbestrittener denn je, sowohl in der Branche als auch beim Publikum. Wenn jetzt der Eindruck erweckt wird, "Spiel des Jahres" stehe auf wackligen Beinen, so ist das absolut falsch.
b) diese gewachsenen Strukturen sind im Verlauf des über zwanzigjährigen Bestehens von "Spiel des Jahres" behutsam mehrmals den gestiegenen Anforderungen und den wechselnden Bedürfnissen angepasst worden. Es ist in einem Reformprozess fahrlässig und gefährlich zugleich, erfolgreich funktionierende Strukturen und Arbeitsweisen von vornherein zerstören zu wollen, ohne dass taugliche Alternativen vorliegen, über deren Kosten und weitergehende Folgen nichts Näheres bekannt ist. Vielmehr gilt es, die bestehenden Strukturen im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten zu optimieren.
c) unabdingbar ist schliesslich, dass diese Reformdiskussionen kollegial und freundschaftlich geführt werden. Es ist eine alte Weisheit: Probleme auf der emotional-persönlichen Ebene stören die Suche nach Lösung der Sachprobleme.
3.
Der Konflikt in der Jury "Spiel des Jahres", der jetzt zum Ausscheiden von drei Kollegen geführt hat, drehte sich letztlich um diese gemeinsame Basis. Die Mehrheit des Vereins (acht Mitglieder) ist jedoch gewillt, auf dieser Grundlage den ständigen Reformprozess voranzutreiben und die nötigen Veränderungen in den Wege zu leiten, um die Unabhängigkeit des Preises "Spiel des Jahres" auch für die Zukunft zu sichern. Allerdings ist die Mehrheit der Auffassung, dass alle Alternativen durchgerechnet werden müssen, bevor man entscheiden kann. Ein normaler Vorgang, der mit Bremsen oder Verhindern nichts zu tun hat.
4.
In den verschiedenen persönlichen Stellungnahmen und Kommentaren wird der Eindruck erweckt, die heutigen Strukturen würden irgendwelchen Mauscheleien und unsauberen Machenschaften zwischen dem Verein "Spiel des Jahres" und dem Verein "Deutsches Spielearchiv" Vorschub leisten. Ich weise diese Vorwürfe in aller Form zurück.
Der Verein "Deutsches Spiele-Archiv" ist 1985 sozusagen als Arbeitsinstrument der Jury "Spiel des Jahres" gegründet worden. Beide Vereine haben das gleiche Ziel, nämlich die Förderung des Spiels in Familie und Gesellschaft. Vier von sieben Gründungsmitgliedern waren gleichzeitig Jury-Mitglieder. In den zurückliegenden 15 Jahren hat sich das enge Zusammenwirken beider Vereine und die daraus entstehenden Synergie-Effekte nach Ansicht der Mehrheit des Vereins "Spiel des Jahres" bewährt.
Das "Deutsche Spiele-Archiv e.V." gibt seine Dienstleistungen unentgeltlich bzw. gegen Kostenerstattung ab und schüttet als gemeinnütziger Verein keine Gewinne an die Mitglieder aus. In der Form eines Arbeitsarchivs hat hier Dr. Bernward Thole seinen gesamten Spielefundus, seine Bibliothek und weitere umfangreiche Archivalien unentgeltlich der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Im Rahmen eines Dienstleistungsvertrages erfüllt das Deutsche Spiele-Archiv ganzjährig die Funktion einer Geschäftsstelle mit Dienstleistungen für die Medien und für das breite Publikum. Hinzu kommen die Betreuung von Infoständen oder Spielflächen auf insgesamt neun Messen und Spielfesten, die Ausrichtung des Gala-Abends und der Pressekonferenz aus Anlass der Preisverleihung in Berlin und eine ganze Reihe weiterer Dienstleistungen, so die Durchführung eines zweitägigen Symposiums im Bonner "Haus der Geschichte" anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Jury "Spiel des Jahres", die redaktionelle Betreuung des Jury-Taschenbuchs sowie die Entwicklung und Betreuung einer Wanderausstellung. Viele dieser Aktivitäten liefen ausserhalb des abgeschlossenen Dienstleistungsvertrages. Die dabei entstandenen eigenen Personalkosten wurden nicht zusätzlich in Rechnung gestellt, die Fremdkosten (Mieten, Druckkosten, Löhne für Fremdpersonal usw.) wurde ohne den bei Agenturen üblichen Aufschlag zur Anweisung gebracht.
Die angesprochenen hohen Summen hat also nicht das Archiv für seinen Betrieb erhalten, sondern für die Erfüllung der Aktivitäten und Aufträge des Vereins "Spiel des Jahres". Diese waren an den Mitgliederversammlungen von "Spiel des Jahres" im Rahmen der jährlichen Veranstaltung- und Finanzplanung beschlossen worden. Es bestand und besteht also Transparenz über die Verwendung der bewilligten Mittel.
Die Doppelmitgliedschaft in beiden Vereinen gab aus den erwähnten Gründen bisher noch nie Anlass zu zur Kritik. Sollten wir jedoch vereinsintern zum Schluss kommen, sie könnte nach aussen den Eindruck "unsauberer Verhältnisse" erwecken, müssten wir entsprechende Konsequenzen ziehen.
Nach aller Erfahrung aus früherer Zeit und aufgrund der von PR-Fachleuten geforderten Honoraren hätte die von den ausgeschiedenen Mitgliedern geforderte Agenturlösung bedeutet, dass erheblich weniger Aktivitäten mit einem erheblich höheren Preis zu bezahlen gewesen wären. Dies ist die einhellige Meinung der Mehrheit der Jury-Mitglieder. Anlässlich der Mitgliederversammlung in Nürnberg hat das Archiv im vergangenen Jahr eine detaillierte Kostenrechnung für alle seine Dienstleistungen vorgelegt. Es wäre ein Leichtes gewesen, innerhalb der vergangenen zwölf Monate eine ebenso detaillierte Kostenberechnung für die Dienstleistungen einer Agentur vorzulegen. Dies ist jedoch nicht erfolgt. Acht Jurymitglieder waren nicht bereit, eine erfolgreiche Arbeitsstruktur mit erwiesenen Synergieeffekten aufzugeben.
5.
Im Zusammenhang mit der Suche nach verbesserten Strukturen und eventuellen neuen Trägerschaften für das Deutsche Spiele-Archiv muss sicher auch das Modell einer Stiftung diskutiert werden. Bevor aber die Debatte noch richtig angelaufen ist, werden Ideen, die erst ansatzweise vorhanden sind, bereits niedergemäht. So kann doch keine echte Diskussion entstehen. Vor allem darf man nicht vergessen, dass Stiftungen immer einer strengen Kontrolle durch den Fiskus unterliegen. Die Heterogenität der Mitglieder ist die beste Gewährleistung einer Kontrolle bei der Zuteilung und beim Einsatz der Mittel. Es ist ganz einfach eine Frage der Gestaltung der Stiftungssatzung, die Neutralität der darunter arbeitenden Institutionen in jeglicher Hinsicht abzusichern.
6.
Wir bedauern, dass Mitglieder nach ihrem Ausscheiden aus dem Verein vertrauliche Zahlen und Interna an die Öffentlichkeit tragen. Wir halten das für schlechten Stil.
7.
Der Preis "Spiel des Jahres" ist nicht gefährdet. Der Verein wird das Verfahren 2001, das mit der Nürnberger Messe angelaufen ist, ebenso unabhängig, seriös und kompetent wie in den vergangenen 22 Jahren durchziehen. Denn wir sind uns bewusst, dass wir dem Publikum und den Verlagen gegenüber eine große Verantwortung haben. Wir werden sie auch wahrnehmen.
Dr. Synes Ernst
1. Vorsitzender „Spiel des Jahres"


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Roman Pelek

re: Klarstellung der Jury zu den Austritten

Beitragvon Roman Pelek » 9. Februar 2001, 02:43

Hallo,
erstmal danke für die relativ zügige Stellungnahme. Ich möchte hier auf ein paar Punkte eingehen, so wie sie sich mir als Aussenstehenden präsentieren. Meine Kommentare mögen aufgrund mangelnder Kenntnis von Interna unvollständig oder falsch sein, dennoch könnten sie auf jeden Fall in bezug auf den Eindruck, den die Jury Aussenstehenden gibt, aufschlussreich sein und auch helfen, in diesen Punkten Korrekturen vorzunehmen.
>1.
Der Verein "Spiel des Jahres" befindet sich derzeit in einem Reformprozess.
Es gilt dabei, die historisch gewachsenen Strukturen zu analysieren und, wo
nötig, zu optimieren. So untersucht eine im vergangenen Jahr eingesetzte
Kommission, zu der auch die zurückgetretenen Mitglieder Michael Knopf und
Edwin Ruschitzka gehörten, die gesamte Öffentlichkeitsarbeit inklusive
Pressebetreuung, Auftritt an Veranstaltungen, Effizienz der eingesetzten
Mittel. Als nächste Aufgabe steht die Überprüfung des Verhältnisses von
"Spiel des Jahres" auf der einen und Deutschem Spielarchiv auf der anderen
Seite an.
Mitten in diesem Prozess haben Michael Knopf, Andreas Mutschke und
Edwin Ruschitzka das Handtuch geworfen und haben ihr Ausscheiden aus
dem Verein "Spiel des Jahres" erklärt. Bisher war es ihnen nicht gelungen,
eine Mehrheit des Vereins von ihren Vorstellungen zu überzeugen.<
Wenn man eine Komission zur Klärung von Sachverhalten einberuft und diese dann geschlossen "das Handtuch wirft", kann man eigentlich nur von einer Voraussetzung ausgehen: die Schlussfolgerungen der Komission waren extrem unvereinbar mit den bisherigen Strukturen. Dies mag:
a) heissen, dass die Komission sehr inkompetent war oder
b) die Komission extrem wider persönliche Interessen anderer Mitglieder gehandelt hat
Beides ist unangenehm und wirft ein schlechtes Licht auf die jeweilige Gegenseite. Ich masse mir nicht an, hier zu mutmassen, was der Fall war.
Das ist jedenfalls der Eindruck nach aussen.
>2.
Dass es während solchen Erneuerungsprozessen aufgrund von
unterschiedlichen Auffassungen zu Konflikten kommt, halte ich für normal. Es
gibt zwei Wege, diese zu lösen: Entweder über Mehrheitsentscheide, denen
sich die Minderheit dann zu fügen hat (sofern sie nicht andere Konsequenzen
zieht) oder aber über die dialogische Suche nach einem Konsens.
Ich ziehe den zweiten Weg vor.<
Beides jedoch ist hier nicht geschehen. Wir sehen hier offenkundig den dritten Weg: ein Auseinandergehen zerstrittener Parteien.
>Voraussetzung aber für den Erfolg dieses
Weges ist aber eine gemeinsame Basis, auf die sich die Gesprächspartner
einigen. Sie besteht aus den folgenden drei Punkten:
a) der Verein "Spiel des Jahres" verfügt über historisch gewachsene
Strukturen. Die Geschichte von "Spiel des Jahres" ist auch dank dieser
Strukturen eine Erfolgsgeschichte. Der Preis ist heute unbestrittener denn je,
sowohl in der Branche als auch beim Publikum. Wenn jetzt der Eindruck
erweckt wird, "Spiel des Jahres" stehe auf wackligen Beinen, so ist das
absolut falsch.<
Drei von elf Mitgliedern haben die Jury verlassen. Die Entscheidungen der Jury standen stets in der Kritik von fachkundigem Publikum. Das ist, um anzufangen, erstmal kein überaus positives Bild. Und kein Statement, sondern nur kontinuierliche, transparente Öffentlichkeitsarbeit können solche Vorfälle aufwiegen. Hinzu kommt, dass mit dem Eklat um den Deutschen Spielepreis auch das SdJ, wenn auch vollkommen unbeteiligt, in einen negativen Sog kommt. Dies mag sich zuerst "nur" in der fachkundigen Spieleszene niederschlagen, man sollte sich aber davor hüten, solche Tendenzen zu vernachlässigen.
>b) diese gewachsenen Strukturen sind im Verlauf des über zwanzigjährigen
Bestehens von "Spiel des Jahres" behutsam mehrmals den gestiegenen
Anforderungen und den wechselnden Bedürfnissen angepasst worden. Es ist
in einem Reformprozess fahrlässig und gefährlich zugleich, erfolgreich
funktionierende Strukturen und Arbeitsweisen von vornherein zerstören zu
wollen, ohne dass taugliche Alternativen vorliegen, über deren Kosten und
weitergehende Folgen nichts Näheres bekannt ist. Vielmehr gilt es, die
bestehenden Strukturen im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten zu
optimieren.<
Prinzipiell richtig, nur was sagt das aus? Leider gar nichts. Solche Zeilen können ehrliche Bestrebungen um Erhalt sinnvoller Strukturen genauso widerspiegeln wie sie in der Lage sein mögen, mangelnde Reformbereitschaft zu kaschieren. Leider ist ein solches Statement nicht dazu geeignet, in irgendeiner Form Klarheit über die wirklichen Verhältnissen zu schaffen, es sind und bleiben Worthülsen, unabhängig von ihrem Wahrheitsgehalt.
>c) unabdingbar ist schliesslich, dass diese Reformdiskussionen kollegial und
freundschaftlich geführt werden. Es ist eine alte Weisheit: Probleme auf der
emotional-persönlichen Ebene stören die Suche nach Lösung der
Sachprobleme.<
Dies ist ein Statement, dass die Ausgetretenen zitiert und einen Informationsgehalt von null hat. Sachlich, inhaltlich, formell richtig, nur nutzlos und ohne kontextbezogene Semantik.
>3.
Der Konflikt in der Jury "Spiel des Jahres", der jetzt zum Ausscheiden von
drei Kollegen geführt hat, drehte sich letztlich um diese gemeinsame Basis.
Die Mehrheit des Vereins (acht Mitglieder) ist jedoch gewillt, auf dieser
Grundlage den ständigen Reformprozess voranzutreiben und die nötigen
Veränderungen in den Wege zu leiten, um die Unabhängigkeit des Preises
"Spiel des Jahres" auch für die Zukunft zu sichern. Allerdings ist die Mehrheit
der Auffassung, dass alle Alternativen durchgerechnet werden müssen, bevor
man entscheiden kann. Ein normaler Vorgang, der mit Bremsen oder
Verhindern nichts zu tun hat.<
Es ist eine Sache, eine 8:3 Mehrheitsentscheidung zu fällen, eine andere ist es, eine 8:3 Nichtaustrittsentscheidung zu fällen. Wie gesagt, halte ich den Austritt einer kompletten Komission für bedenklich und im Detail rechtfertigungswürdig. Hier wird leider nichts gesagt.
>4.
In den verschiedenen persönlichen Stellungnahmen und Kommentaren wird
der Eindruck erweckt, die heutigen Strukturen würden irgendwelchen
Mauscheleien und unsauberen Machenschaften zwischen dem Verein "Spiel
des Jahres" und dem Verein "Deutsches Spielearchiv" Vorschub leisten. Ich
weise diese Vorwürfe in aller Form zurück.
Der Verein "Deutsches Spiele-Archiv" ist 1985 sozusagen als
Arbeitsinstrument der Jury "Spiel des Jahres" gegründet worden. Beide
Vereine haben das gleiche Ziel, nämlich die Förderung des Spiels in Familie
und Gesellschaft. Vier von sieben Gründungsmitgliedern waren gleichzeitig
Jury-Mitglieder. In den zurückliegenden 15 Jahren hat sich das enge
Zusammenwirken beider Vereine und die daraus entstehenden
Synergie-Effekte nach Ansicht der Mehrheit des Vereins "Spiel des Jahres"
bewährt.
Das "Deutsche Spiele-Archiv e.V." gibt seine Dienstleistungen unentgeltlich
bzw. gegen Kostenerstattung ab und schüttet als gemeinnütziger Verein
keine Gewinne an die Mitglieder aus. In der Form eines Arbeitsarchivs hat
hier Dr. Bernward Thole seinen gesamten Spielefundus, seine Bibliothek und
weitere umfangreiche Archivalien unentgeltlich der Öffentlichkeit zugänglich
gemacht.<
Man muss sich intern klarwerden, welche Strukturen man anstrebt. Trennt man zwei Arbeitsbereiche rechtlich klar, muss man sie auch organisatorisch trennen. Dr. Bernward Tholes persönliches Engagement und Verdienste reichen leider als organisatorische Rechtfertigung nicht aus. Als Verein mit starker öffentlicher Präsenz muss man auch eine klare öffentliche Linie verfolgen. Michael Knopfs und Edwin Ruschitzkas Stellungnahmen lesen sich in diesen Punkten nicht sehr positiv für die Verbindung von SdJ und DSA.
>Im Rahmen eines Dienstleistungsvertrages erfüllt das Deutsche
Spiele-Archiv ganzjährig die Funktion einer Geschäftsstelle mit
Dienstleistungen für die Medien und für das breite Publikum. Hinzu kommen
die Betreuung von Infoständen oder Spielflächen auf insgesamt neun Messen
und Spielfesten, die Ausrichtung des Gala-Abends und der Pressekonferenz
aus Anlass der Preisverleihung in Berlin und eine ganze Reihe weiterer
Dienstleistungen, so die Durchführung eines zweitägigen Symposiums im
Bonner "Haus der Geschichte" anlässlich des 20-jährigen Bestehens der
Jury "Spiel des Jahres", die redaktionelle Betreuung des Jury-Taschenbuchs
sowie die Entwicklung und Betreuung einer Wanderausstellung. Viele dieser
Aktivitäten liefen ausserhalb des abgeschlossenen Dienstleistungsvertrages.
Die dabei entstandenen eigenen Personalkosten wurden nicht zusätzlich in
Rechnung gestellt, die Fremdkosten (Mieten, Druckkosten, Löhne für
Fremdpersonal usw.) wurde ohne den bei Agenturen üblichen Aufschlag zur
Anweisung gebracht.
Die angesprochenen hohen Summen hat also nicht das Archiv für seinen
Betrieb erhalten, sondern für die Erfüllung der Aktivitäten und Aufträge des
Vereins "Spiel des Jahres". Diese waren an den Mitgliederversammlungen
von "Spiel des Jahres" im Rahmen der jährlichen Veranstaltung- und
Finanzplanung beschlossen worden. Es bestand und besteht also
Transparenz über die Verwendung der bewilligten Mittel.
Die Doppelmitgliedschaft in beiden Vereinen gab aus den erwähnten
Gründen bisher noch nie Anlass zu zur Kritik. Sollten wir jedoch vereinsintern
zum Schluss kommen, sie könnte nach aussen den Eindruck "unsauberer
Verhältnisse" erwecken, müssten wir entsprechende Konsequenzen ziehen.<
Und das ist der springende Punkt: leider, ungeachtet jeglicher Berechtigung, tut sie dies nun spätestens nach dem Austritt der drei Jurymitglieder. Das SdJ ist ein entscheidender Wirtschaftsfaktor und Motor der Spieleszene für Aussenstehende, insofern sollten da klare Verhältnisse bar jedes Zweifels herrschen - ansonsten tut die Jury weder sich, den Spielefans noch Verlagen, Autoren oder Aussenstehenden einen Gefallen.
>Nach aller Erfahrung aus früherer Zeit und aufgrund der von PR-Fachleuten
geforderten Honoraren hätte die von den ausgeschiedenen Mitgliedern
geforderte Agenturlösung bedeutet, dass erheblich weniger Aktivitäten mit
einem erheblich höheren Preis zu bezahlen gewesen wären. Dies ist die
einhellige Meinung der Mehrheit der Jury-Mitglieder.<
Ungeachtet dessen hat eine solche Lösung den Vorteil der Kontrollierbarkeit, Transparenz und der Möglichkeit, die Agentur für Versäumnisse oder mangelnde Leistungen zur Rechenschaft zu ziehen. Ich mag mir nicht anmassen, den finanziellen Einsatz abzuwägen, aber diese Lösung ist auf jeden Fall zweifelsfreier. Die Arbeit der Jury schien mir bisher nur für absolute Insider versteh- oder nachvollziehbarer. Gerade eine geeignete AKTUELLE (eine inaktuelle war ja vorhanden) Internetpräsenz, und sei es nur, um Neuigkeiten zu verbreiten, habe ich schmerzlich vermisst.
>Anlässlich der
Mitgliederversammlung in Nürnberg hat das Archiv im vergangenen Jahr eine
detaillierte Kostenrechnung für alle seine Dienstleistungen vorgelegt. Es
wäre ein Leichtes gewesen, innerhalb der vergangenen zwölf Monate eine
ebenso detaillierte Kostenberechnung für die Dienstleistungen einer Agentur
vorzulegen. Dies ist jedoch nicht erfolgt. Acht Jurymitglieder waren nicht
bereit, eine erfolgreiche Arbeitsstruktur mit erwiesenen Synergieeffekten
aufzugeben.<
Nur haben diese acht Mitglieder sich auch nicht mit den Alternativen im Detail beschäftigt, nehme ich an. Schliesslich wurde ja genau das Gremium, das sich damit beschäftigte, durch den geschlossenen Austritt desselben aufgelöst. Auch hier schafft die Stellungnahme keine Klarheit.
>5.
Im Zusammenhang mit der Suche nach verbesserten Strukturen und
eventuellen neuen Trägerschaften für das Deutsche Spiele-Archiv muss
sicher auch das Modell einer Stiftung diskutiert werden. Bevor aber die
Debatte noch richtig angelaufen ist, werden Ideen, die erst ansatzweise
vorhanden sind, bereits niedergemäht. So kann doch keine echte Diskussion
entstehen.<
Wovon, wodurch? Durch den Austritt der drei Mitglieder? Nach wie vor sehe einen Austritt von gleich drei Mitgliedern, die mit einem Arbeitsbereich betraut waren, als Indiz für ernsthafte Meinungsverschiedenheiten, nicht als Marotte oder Unlust von Einzelnen.
>Vor allem darf man nicht vergessen, dass Stiftungen immer einer
strengen Kontrolle durch den Fiskus unterliegen. Die Heterogenität der
Mitglieder ist die beste Gewährleistung einer Kontrolle bei der Zuteilung und
beim Einsatz der Mittel. Es ist ganz einfach eine Frage der Gestaltung der
Stiftungssatzung, die Neutralität der darunter arbeitenden Institutionen in
jeglicher Hinsicht abzusichern.<
Dies sind nun in der Tat organisatorische Belange, die abzuwägen in die Interna der Jury fallen und nicht geeignet sind, einem öffentlichen Forum präsentiert zu werden.
>6.
Wir bedauern, dass Mitglieder nach ihrem Ausscheiden aus dem Verein
vertrauliche Zahlen und Interna an die Öffentlichkeit tragen. Wir halten das für
schlechten Stil.<
Die Erfahrung zeigt, dass die Meinungen von geschiedenen Parteien hier immer differieren, und die Verlassenen hier immer Verletzungen von Interna sehen. Ich kann aus den Angaben der "Geschiedenen" keine besonderen Interna der Jury ablesen.
>7.
Der Preis "Spiel des Jahres" ist nicht gefährdet. Der Verein wird das
Verfahren 2001, das mit der Nürnberger Messe angelaufen ist, ebenso
unabhängig, seriös und kompetent wie in den vergangenen 22 Jahren
durchziehen. Denn wir sind uns bewusst, dass wir dem Publikum und den
Verlagen gegenüber eine große Verantwortung haben. Wir werden sie auch
wahrnehmen.<
Leider ist diese Phrase nutzlos, irgendwelche Klarheiten oder auch nur klare Aussagen zu schaffen. Ich bedaure die mangelnde Bereitschaft, auf die echten Fragen einzugehen; z.B. was die Kompetenz der Jury-Mitglieder in bezug auf aktuelle Spiele oder die wirklichen Komplikationen bzgl. DSA/SdJ angeht.
Für einen Aussenstehenden hat, mit Verlaub, diese Stellungnahme einen, wenn auch eloquenteren, Gehalt einer Aussage wie "Die Renten sind sicher".
Ich hoffe, dass meine Kritik als das genommen wird, was sie ist: als eine Kritik eines Aussenstehenden. Insofern würde ich mir wünschen, hier nicht persönliche Auseinandersetzungen zu führen, sondern meinen Beitrag als Spiegelbild der Jury in der Aussenwelt zu verstehen und daraus Konsequenzen für die Organisation und Öffentlichkeitsarbeit ziehen zu können. Kritik, so der Sinn, soll Raum für Verbesserungen schaffen. Ich hoffe, damit einen Beitrag geleistet zu haben.
Sollte ich das nicht geschafft haben, so habe ich es zumindest versucht.
Ciao,
Roman

Dr. Synes Ernst
1. Vorsitzender „Spiel des Jahres"

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Frank Eisenhauer

re: Klarstellung der Jury zu den Austritten

Beitragvon Frank Eisenhauer » 9. Februar 2001, 04:59

Moin Roman!
Ich stimme Dir in allen Punkten zu und möchte nur noch folgendes hinzufügen:
>6.
Wir bedauern, dass Mitglieder nach ihrem Ausscheiden aus dem Verein
vertrauliche Zahlen und Interna an die Öffentlichkeit tragen. Wir halten das für
schlechten Stil.<
Wenn ich mich nicht irre, so ist der Verein "Gemeinnützig", somit gibt es keine vertraulichen Interna, da bei einem solchen Verein alle Finanzdaten der Allgemeinheit auf Anfrage zugänglich gemacht werden müssen.
Frank (Gibt jetzt überhaupt nichts mehr auf den Preis)

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Arno C. Hofer
Kennerspieler
Beiträge: 421

re: Klarstellung der Jury zu den Austritten

Beitragvon Arno C. Hofer » 9. Februar 2001, 09:53

Nach all den bisherigen Stellungnahmen kann ich nur mein Bedauern darüber ausdrücken, dass offensichtlich die Chemie der Kommunikation in der Jury nicht stimmt(e)... denn ich bin ehrlich der Meinung, dass alle Sachargumente Kinkerlitzchen sind! Aber, da wir nun mal Menschen sind mit Verstand und Gefühlen, haben die Gefühle, wie schon so oft in der Geschichte (wenn man sich stark und "im Recht wähnte" einen "Krieg" heraufbeschworen, der normalerweise mit den Mitteln des Verstandes als Kinkerlitzchen leicht zu lösen wäre.
Aber: selbst die demokratischeste Vereinigung mit den besten Absichten (das unterstelle ich einmal!), die sich noch dazu einer der kommunikativsten Sache der Welt, des Spieles, angenommen hat scheitert möglicherweise an verschiedenen Perspektiven und - am Mammon. Ich kann Bernward Thole und Tom Werneck verstehen, die jahrelang ihr Herzblut für eine Sache gegeben haben, die unfinazierbar schien (DSA) und die mit den Lizenzgebühren endlich jene Quelle gefunden haben, die dieses Lebenswerk absichern. Ich kann aber andererseits auch die drei "Jungen" sehr gut verstehen, wenn sie meinen, dass diese Verquickung auch zu Verquerungen bei der Preisvergabe beitragen (könnten).
Schade, schade. Dieses strategische Spiel ist zu sehr eine "Machtprobe" geworden, nicht so spielerisch leicht wie "Zoff im Zoo" und obwohl in einer großen Schachtel, doch nicht "preiswürdig" ... würde ich mal meinen.
Doch wir alle sollten auch nicht das Kind mit dem Bade ausgiessen: ich bin der Meinung, und das sage ich mit aller Nachdrücklichkeit - und auch, obwohl ich mich in den 15 Jahren meiner Tätigkeit oft über den letztendlichen Preisträger gewundert habe - SdJ ist so oder so ein wichtiger Preis: denn ohne ihn wäre das "Goldene Zeitalter des Spiels" für uns alle nicht möglich geworden. Dass wir heute "Siedeln" können und nun Carcassonne (oder wie die tollen Spiele des neuen Jahrgangs noch heißen, z.B. "Die neuen Entdecker, Ulysses, etc.) spielen können (dürfen) hängt ursächlich mit dem SdJ zusammen. Nachdem "Wer spielt immer gewinnt" - gemäß dem Motto von SdJ - fordere ich dazu auf, das alles spielerischer anzugehen: und persönliche Stilfragen aussen vor zu lassen ...

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Volker L.

re: Klarstellung der Jury zu den Austritten

Beitragvon Volker L. » 9. Februar 2001, 13:14

Auch ich moechte Dir fuer den Kommentar zu Herrn Ernsts
Stellungnahme danken. Das ist genau das, was ich auch
denke, aber niemals so gut haette formulieren koennen.
Gruss, Volker

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Roman Pelek

Irrtum meinerseits in bezug auf Komissionsmitglieder

Beitragvon Roman Pelek » 9. Februar 2001, 14:21

Hallo,
ich wurde von seiten der Jury darauf hingewiesen, dass mir ein Verständnisfehler bei meiner Interpretation der Stellungnahmen unterlaufen ist und möchte diesen korrigieren:
Die Komission, die die Untersuchungen anstellte, bestand nicht aus Knopf, Ruschitzka und Mutschke, sondern aus Knopf, Ruschitzka, Hess und Thole.
Damit sind natürlich meine Gedanken zum Thema Rücktritt einer ganzen Komission in dieser Form hinfällig!
Ich bitte, diesen Fehler meinerseits zu entschuldigen und die entsprechenden Passagen dazu sind so natürlich nicht zu vertreten.
Ciao,
Roman


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Michael Knopf

re: Irrtum meinerseits in bezug auf Komissionsmitglieder

Beitragvon Michael Knopf » 9. Februar 2001, 15:04

... und um noch genauer zu sein: Die Kommission bestand aus exakt sechs Leuten, nämlich Ernst, Hess, Werneck, Ruschitzka, Knopf und Thole - wobei Letzterer allerdings beim entscheidenden Treffen mit den externen Experten leider nicht dabei war.
Gruß, Michael Knopf

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peer

re: Klarstellung der Jury zu den Austritten

Beitragvon peer » 9. Februar 2001, 15:50

Hi,
zum einen freut es mich, dass ich insofern wiederlegt wurde, als dass sich tatsächlich jemand von der Jury zu dem Eklat meldet.
Zum anderen freut mich, dass Roman es geschafft hat, m.E. jedenfalls, die Meinung, die von den meisten des Forums geteilt wird, so sachlich wiederzugeben. Toll!
Eine Anmerkung noch: Der Knackpunkt ist nicht das Spielearchiv an sich, sondern die Abhängigkeit desselben von den Lizensgebühren. Wurde in der Vergangenheit bereits vermutet, dass ein Kartenspiel niemals SDJ werden kann, so scheint dies jetzt fast schon zur Gewissheit geworden zu sein. Dieser Punkt schadet der Glaubwürdigkeit der Jury und dem Vertrauen in den Preis ganz massiv. Wenn die Jury tatsächlich, wie Herr Ernst verspricht, auf den guten Ruf des Preises achtet, dann sollten hier schnell klare Verhältnisse geschaffen werden - ungeachtet ob das alles wirklich so schlimm ist, wie es scheint.
In der Vergangenheit wurde oft die mangelne Transparenz des Spiel des Jahres beklagt (Ironisch, dass jetzt von "Internas" gesprochen wird - siehe Anmerkungen von Frank und Roman). Jetzt muss diese Transparenz hergestellt werden, wenn der Preis nicht dauerhaften Schaden nehmen will.
ciao,
Peer

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peer

re: Klarstellung der Jury zu den Austritten

Beitragvon peer » 9. Februar 2001, 15:57

Lieber Arno,
ich denke nicht, dass die Mehrheit hier die Auflösung des Preises fordert. Ich sehe genauso wie du (und habe dies in einigen älteren Statements auch ausgedrückt), dass die Spieleszene dem Preis viel zu verdanken hat. Ich selbst bin deswegen ein solcher Spiele-"Freak" geworden, weil ich jedes Jahr das SDJ zu Weihnachten bekam...:-)
Um so wichtiger ist es jedoch, dass das Ansehen des Preises wiederhergestellt und die Angelegenheit sauber bereinigt wird. Immerhin hat man sogar die Chance Fehler und verkrustete Strukturen auszubügeln. Man sollte m.E. nicht den Fehler machen und mit einem gemurmelten "...das wird schon wieder" zur Tagesordnung übergehen. Wenn der Spielepreis seine Probleme frühzeitig öffentlich gemacht hätte, wäre der Skandal vielleicht zu verhindern gewesen. Denselben Fehler muss man ja nicht 2x machen...
ciao
Peer

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Roman Pelek

re: Klarstellung der Jury zu den Austritten

Beitragvon Roman Pelek » 9. Februar 2001, 16:09

Hi Peer,
>Zum anderen freut mich, dass Roman es geschafft hat, m.E. jedenfalls, die
Meinung, die von den meisten des Forums geteilt wird, so sachlich
wiederzugeben. Toll!<
Danke für die Blumen, hätte ich mir mehr Zeit genommen, hätte es noch besser werden können. Ich bedaure vor allem den inhaltlichen Fehler mit der Komission, auch wenn er an der Aussage und Kritik meinerseits wenig ändert.
>Eine Anmerkung noch: Der Knackpunkt ist nicht das Spielearchiv an sich,
sondern die Abhängigkeit desselben von den Lizensgebühren. Wurde in der
Vergangenheit bereits vermutet, dass ein Kartenspiel niemals SDJ werden
kann, so scheint dies jetzt fast schon zur Gewissheit geworden zu sein.
Dieser Punkt schadet der Glaubwürdigkeit der Jury und dem Vertrauen in
den Preis ganz massiv.<
Richtig. Hierbei ist es unerheblich, ob die Jury jemals in die Zwickmühle kam oder kommen sollte, ein Kartenspiel prämieren zu wollen; alleine die finanzielle Abhängigkeit des Archivs und seiner Mitarbeiter von der Jury, die wiederum ihre Einnahmen aus Lizenzgebühren betreibt macht sie unglaubwürdig und setzt ihre Mitglieder bei Entscheidungen unter den Druck, berücksichtigen zu müssen, dass in finanziell angespannteren Zeiten evtl. hohe Lizenzgebühren für den Erhalt von Arbeitsplätzen im Spielearchiv entscheidend.
Wer da dann eine unabhängige Entscheidung erwartet, ist naiv. Wer kann und will unter solchem Druck Entscheidungen fällen, die evtl. Arbeitsplätze kosten?
>Wenn die Jury tatsächlich, wie Herr Ernst verspricht,
auf den guten Ruf des Preises achtet, dann sollten hier schnell klare
Verhältnisse geschaffen werden - ungeachtet ob das alles wirklich so
schlimm ist, wie es scheint.<
Auf jeden Fall ist der Schaden da, und so einfach wegreden kann man ihn nicht. Die Finanzierungsfrage muss gelöst werden, um keine Zweifel an der Objektivität bei Entscheidungen aufkommen zu lassen. Es sind vielleicht nicht immer Zeiten, in denen die Lizenzeinnahmen so hoch sind, dass die jetzige Struktur tragbar ist, und dann wird die Prämierung klar beeinflusst.
>In der Vergangenheit wurde oft die mangelne Transparenz des Spiel des
Jahres beklagt (Ironisch, dass jetzt von "Internas" gesprochen wird - siehe
Anmerkungen von Frank und Roman). Jetzt muss diese Transparenz
hergestellt werden, wenn der Preis nicht dauerhaften Schaden nehmen will.<
Ja, genauso sehe ich das auch.
Ciao,
Roman

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sonne

offener Brief an Herrn Ernst

Beitragvon sonne » 9. Februar 2001, 20:06

Per email und via spielbox-forum
RE: Ihre Klarstellung in der Spielbox vom 9.2.01
Sehr geehrter Herr Ernst,
zunächst einmal möchte ich meine Freude und Erleichterung darüber ausdrücken, daß die vielen bösen Kommentare hier im Forum (auch von mir) der Spielbox über die Nichtpräsenz der derzeitigen Spiel des Jahres Jury (nachfolgend SDJJ genannt) in diesem Forum zwecks Klarstellungen seitens der SDJJ nicht gerechtfertigt erscheinen. Dankeschön für Ihre ausführliche Stellungnahme.
Im folgenden will ich vergleichend und gegenüberstellend auf Ihre Stellungnahme hier im Forum und die weiteren mir zugänglichen Stellungnahmen auf siegpunkt.de und auf spielwiese.at eingehen. Dabei will ich versuchen, die offenbar ebenfalls leidlichen Probleme des "Sozialklimas" (Begriff nach M. Knopf) innerhalb der SDJJ, die von allen Beteiligten adressiert wurden, auszusparen, da ich als Außenstehender hierzu nicht das nötige Urteilsvermögen besitzen dürfte. Der Meinung von Arno Hofer das dieser Aspekt ein "Kinkerlitzchen" sei, stimme ich aber nur aus Sicht des Außenstehenden zu.
1. Interessenkonflikt Deutsches Spielearchiv Marburg (nachfolgend DAS) und SDJJ ?
Vorweg: natürlich nehme ich zur Kenntnis, daß keiner der Beteiligten über einen Mißbrauch des Interessenkonfliktes spricht. Es geht also hier um Gefahren und "Außenwirkungen".
Sie nennen es "Doppelmitgliedschaft" andere "Interessenkonflikt".
Bei Ihnen heißt es, es bestehen "Synergieeffekte", die sich bewährt haben, - könnte das ein Euphemismus für "Vetternwirtschaft" sein fragt sich der unbedarfte Leser? Ihre Klarstellungen erscheinen durchaus plausibel, zumindest auf den ersten Blick. Beide Vereine haben gleiche Ziele. Der eine Verein (DAS) verfügt über Arbeitskräfte, die gegen Aufwandsentschädigung offenbar günstig tätig sind, der andere Verein der SDJJ sucht günstige Arbeitskräfte, die sich möglichst gut auch mit der Materie auskennen. Der eine Verein hat bereits eine Geschäftsstelle der andere nicht bräuchte aber eine. Beide Vereine sind nicht profitorientiert - zumindest sicher nicht satzungsgemäß. Der eine Verein (SDJ) hat Mittel und könnte wichtige Einrichtungen rund ums Spiel unterstützen, der andere Verein (DAS) braucht dringend Mittel und hat bisher keine ausreichenden und sicheren Finanzquellen außer der SDJJ. Soweit so gut - das scheint in der Tat gut zusammenzupassen, oder?
Nur wo und wann hören die Synergieeffekte auf ?
Bei der Festlegung des Überweisungsbetrages von der SDJJ an die DAS? Nein, leider Fehlanzeige. Wenn Mitglieder des einen Vereins (SDJJ) Mitglieder des anderen Vereins (DAS) beauftragen, bitte eine bestimmte Reihe von "Aktivitäten und Aufträgen" (siehe Klarstellung von Ihnen) gegen Aufwandsentschädigung durchzuführen, dann entstehen nun mal Kosten die auch bitteschön zu bezahlen sind. Also wo liegt das Problem? -sollen wir uns nach Ihrer Klarstellung fragen. Das Problem oder das zumindest potentielle Problem liegt darin, daß die beauftragenden Mitglieder teilweise identisch mit den Auftragnehmern sind. Angenommen der sehr unterstützenswürdigen Einrichtung DAS geht es eines Tages finanziell sehr schlecht. Es herrschte Mißwirtschaft und Ineffizienz (dies ist nur eine FIKTION !), diese Probleme wären bestenfalls zukünftig zu beheben, wie könnten dann die Entscheidungsträger dieser Einrichtung dieses Problem lösen? Hmm, ach gibt's da nicht noch einen anderen Verein, der gar nicht weiß wohin mit seinen Mitteln und gar gleich Ziele verfolgt wie wir? Dann fragt also der Entscheidungsträger des einen Vereins die Entscheidungsträger des anderen Vereins: wir haben noch Kapazitäten für Euch frei, habt Ihr Aufträge und Aktivitäten für uns? Hmm denkt der andere Entscheidungsträger nach, klaro, da haben wir schon etwas zu tun. Wo liegt das Problem? Das Problem liegt darin, daß möglicherweise die Entscheidungsträger beider Vereine im wesentlichen ein Selbstgespräch führen könnten, um das Problem zu lösen. Hmm wo liegt das Problem? Das weitere Problem liegt darin, daß Aufwandsentschädigungen festzulegen sind. Denkt also der eine Entscheidungsträger nach wieviel Geld er bräuchte um seine umterstützungswürdige Einrichtung wieder zu sanieren. Danach denkt er darüber nach wieviel Aufwand er für die beauftragten Aktivitäten und Aufträge er hatte. Danach fragt der Entscheidungsträger beim Entscheidungsträger des anderen, reichen Vereins nach, ob dieser Betrag als Aufwandentschädigung angemessen ist. Wo liegt das Problem? Das Problem liegt darin, daß auch hier wieder zur Klärung dieser Frage teilweise die gleichen Personen, quasi mit sich selbst ausmachen, wieviel Geld denn nun an die andere Einrichtung zu zahlen ist.
Welche Probleme auftreten, wenn auch noch zufällig die zu bezahlenden Aufwandsempfänger teilweise identisch sein sollten mit den Gebern, will ich gar nicht näher beleuchten (zumindest jetzt noch nicht).
Dies waren nun 2 oder 3 mögliche Interessenkonflikte beispielhaft aus meiner Phantasie rezitiert. Ich bin mir sicher, daß mir noch 10 weitere Szenarien einfallen würden.
Sehr geehrter Herr Ernst, natürlich hat das mit Ihnen und Dr. Thole zunächst mal nichts zu tun, da dies alles ja nicht passiert ist und vermutlich für Sie persönlich auch undenkbar ist. Mein Ziel ist nur Ihr Verständis für das Wesen eines Interessenkonfliktes zu gewinnen. Sie könnten nun erwidern, solange dies alles nicht wirklich passiert ist, kann's mir doch egal sein - Hauptsache beiden Vereinen geht's gut. Es gibt da noch ein Problem, namentlich das der "Außenwirkung" (laut M. Knopf) und das die (sie würden wohl sagen) "historisch gewachsenen Struktur" der Bevölkerung (seit 1985) eine sehr gewachsene Sensibilität für Themen wie einen Interessenkonflikt hat. Ich habe ein sehr schlechtes Bild von bestimmten z.B. Bild-haften Medien, mir scheint, daß denen manchmal egal ist, was wirklich passiert ist, da könnte dann nur noch zählen was möglich erscheint und Auflage bringt. Dann heißt's auch nicht mehr "Interessenkonflikt", sondern "Vetternwirtschaft" oder anders. Denn Auflage bringt der Skandal und nicht die Möglichkeit. Dies wäre ein drastisches Beispiel der Außenwirkung. Ein anderes Beispiel bezieht sich auf das Umfeld der SDJJ und die Spielerszene. Die überwiegende Empörung in der Spielerszene können sie hier im Forum ganz gut mitverfolgen. Das Umfeld der SDJJ (das Sie natürlich besser kennen als ich) wird sie sicher auch noch öfter auf diesen Fall und die Vorwürfe ansprechen. Möglicherweise werden sich viele auch nur ihren Teil denken und weniger aussprechen.
Ich verstehe die SDJJ als eine für die Spieleszene wichtig gewordene Einrichtung. Es wurde "historisch gewachsen" eine relativ hohe Reputation des Preises erreicht, daran haben Sie und die anderen jetztigen und früheren Jurymitglieder sicher einen hohen Anteil. Ich sehe nun ein sehr hohes Risiko, daß aufgrund der bekanntgewordenen Umstände des Ausscheidens von drei Jurymitgliedern der Preis oder der Wert der Lizenzmarke "Spiel des Jahres" stark verliert. Ihre Einschätzung hierzu teile ich nicht, aber sie haben offenbar auch ein anderes Verständnis von der Außenwirkung eines möglichen Interessenkonfliktes.
So, aber zurück zu den Fakten. Warum könnten Außenstehende einen Interessenkonflikt angesichts des Veröffentlichten für besonders naheliegend halten?
Fakt dürfte sein, daß die SDJJ für das Jahr 2000 an die DAS ohne die Aufwendungen für den Galaabend einen Betrag von DM 435000.- erhalten hat. War das schon immer so viel? Falls Nein, warum hatte die SDJJ so viele und teure Aufträge und Aktivitäten der DAS verlangt? Wer ist für beides die DAS und die SDJJ verantwortlich?
Fakt dürfte daneben sein, das diese hohen Aufwendungen von der SDJJ mehrheitlich unter "besonderen" Umständen beschlossen wurden. Offenbar wurde den SDJJ Mitgliedern nur eine Frist vom 19. bis 26.12.00 gestattet, um hierüber zu entscheiden. War dies Satzungskonform? Offenbar, nein. Wer ist hauptverantwortlich für die Auslegung der Satzung und wer vertritt den Empfänger (die DAS)? Teilweise die gleichen Personen, - na sowas. Wer hat diesen Zeitdruck ausgelöst? Angeblich Dr. Thole. Wer Leitet die DAS, den Empfänger der Mittel: Dr Thole. Als Folge dieses (vorweihnachtlichen) Zeitdrucks haben offenbar zwei Mitglieder der SDJJ keine Stimme abgegeben. Das auch steuerliche Gründe offenbar dafür sprachen noch im Jahr 2000 zu verbuchen, erklärt nicht warum erst am 19.12.00 entsprechend abgestimmt wurde.
Fakt ist außerdem, daß die beiden Mitglieder die in der DAS sowie auch in der SDJJ vertreten sind, selbst am 19.12.00 mit abgestimmt haben. D.h. sie haben aktiv versucht beide Vereinsinteressen zu vertreten, die des Gebers und die des Nehmers. Böses Faul.
Unklar ist zudem, ob weite Teile des Besitzes der DAS dem Eigentum von Dr. Thole entspricht. Falls ja, stellt sich die Frage wer oder was mit der DAS überhaupt finanziert wird.
In der Zusammenschau aller Fakten sieht das für einen unbedarften Außenstehenden gar nicht gut aus. Kann also ein Interessenkonflikt wirklich faktisch naheliegend sein? Mal sehen was hierzu in der Klarstellung der SDJJ zu finden ist: es gibt eine detaillierte Kostenberechnung der DAS; die SDJJ hat schließlich Aufträge und Aktivitäten angefordert; früher waren sogar vier Mitglieder der SDJJ auch (Gründungs-)Mitglied der DAS. Und was früher richtig war muß natürlich heute auch richtig sein? Sorry mich als unbedarften Außenstehenden hat das noch nicht so ganz überzeugt. Es gibt zuviele nicht klargestellte Fakten von den Möglichkeiten, die man sich in böser Phantasie ausmalen kann will ich gar nicht sprechen.
2. "Nachwuchs" und jetziger Bestand der SDJJ
Es gab im Forum einige Mutmaßungen wie hoch das Durchschnittsalter der SDJJ ist - könnten wir hierzu bitte auch eine Klarstellung haben?
Möchten Sie versuchen die Jury wieder zahlenmäßig aufzustocken? Auch hier bin ich etwas besorgt, daß dies nicht möglich sein könnte, denn ich laß von einigen Vorwürfen (ebenfalls nicht klargestellt) seitens der Ausgeschiedenen, die einen neuen Kandidaten arg abschrecken könnten: Hier ein paar Satzfragmente zu den Vorwürfen
-nicht zum ersten mal fühlte sich ein Ex-Mitvorstand bei wesentlichen Entscheidungen übergangen oder aus anderem Munde
- obwohl in den Vorstand der SDJJ gewählt nie an Vorbereitung von wichtigen Entscheidungen beteiligt
-klaren zukunftsweisenden Lösungen stünden zu viele fachfremde Erwägungen und Interessen entgegen
- verletzende Verhaltensweisen
- einige (SDJJ) Mitglieder, die nötige Nähe zur aktuellen Spieleproduktion vermissen ließen oder auch hier aus anderem Munde
- einige ältere Mitglieder zeigten sich erstaunlich uninformiert über Inhalte und Qualität von Spielen und
- es wurde mehr über die Verteilung von Geldmitteln und der Beibehaltung historisch gewachsener Strukturen als über den Spieljahrgang diskutiert.
Dem steht gegenüber in Ihrer Klarstellung, daß Sie eine dialogische Suche nach einem Konsens sogar einer Mehrheitsentscheidung vorziehen. Das klingt sehr gut, paßt aber überhaupt nicht mit den obigen Stellungnahmen zusammen. Oder beinhaltet eine dialogische Konsensuche auch das sich jemand verletzt und übergangen fühlt? Desweiteren wurde unter 6. in der Klarstellung die Veröffentlichung von Interna bedauert. Ist verständlich.
Die Satzfragmente hören sich natürlich einerseits sehr einseitig mangels einer überzeugenden Klarstellung an, andererseits frage ich mich warum sollten die beiden Ausgeschiedenen und hier zitierten soetwas grundlos behaupten, wenn sie beide dem SDJ Preis sehr verbunden waren und sind. Es macht mich ernsthaft besorgt um die Qualität, die Quantität und hinsichtlich des vermutlichen Durchschnittsalters der SDJJ und natürlich auch hinsichtlich der zukünftigen Preis Entscheidungen.
Noch etwas: unter Punkt 5 Ihrer Klarstellung heißt es :" Heterogenität der Mitglieder ist die beste Gewährleistung einer Kontrolle bei Zuteilung und beim Einsatz der Mittel". Kann es sein das der in diesen Fragen besonders heterogene
Teil der SDJJ nun ausgeschieden ist? Wie soll dann mangels Heterogenität von nun an eine Kontrolle gewährleistet werden?
Bytheway, wieviele Spiele seit der Vorstellung auf der Messe in Essen 2000 haben Sie den schon ausprobiert?
3. zukünftige Öffentlichkeitsarbeit der SDJJ
Hierzu gibt es ja ein Gutachten von - so heißt es - ausgewiesenen PR Experten. Demzufolge ist zu lesen, stünden den Auftritten der SDJJ bei Spielemessen im In- und Ausland ein unverhältnismäßig hoher Personal und Kostenaufwand gegenüber. Ihrer Klarstellung entnehme ich zudem, daß Sie eine Agenturlösung nicht bevorzugen, weil einem im Vergleich zur jetzigen Lösung über die DAS höherem Kostenaufwand geringere Leistungen entgegenstünden. Das paßt doch alles gut zusammen: die Auftritte bei Messen herunterfahren und im Aufwand reduzieren (z.b. nur noch Auftritte in Essen und Nürnberg oder nur noch für 1 stündige Interview bzw Frage-Aktionen, ohne Messestand) und sich dafür eine schlagkräftige Agentur leisten. M.E. würde ich die Qualität der PR ohnehin vor die Quantität setzten. Zumal wenn offenbar ein entsprechender Auftrag für die SDJJ zur PR-Arbeit laut Satzung besteht. Was macht eigentlich die derzeitige PR-Abteilung DAS im Auftrag der SDJJ angesichts der aktuellen Situation? Sind die Mitarbeiter der DAS PR-Abteilung den aktuellen Anforderungen gewachsen, selbstständig und glaubwürdig den Vorwürfen zu begegnen?
Ihr sowohl auf spielwiese.at als auch hier vorgebrachter Punkt, daß Ihnen ja keine detailierte Kostenrechnung für die Alternativlösung vorgelegt wurde ist m.E. nur bedingt stichhaltig. M.E. ist das Vereinsoberhaupt für die Organisation oder Beibringung solcher Unterlagen in letzter Konsequenz verantwortlich. Ich frage mich auch, ob die detaillierte Kostenrechnung der DAS auch im voraus vorgelegt (quasi als Kostenvoranschlag) wurde wie dies nun für die Alternativlösung verlangt wird.
Es sei auch erwähnt, daß sich für jede Unternehmung Investitionen in die eigene Marke sehr auszahlen. Gute PR kann den Markenwert erhöhen. Langfristig ist damit der Pöppel auf den Spielen mehr Wert und teurer lizenzierbar.
4. Vorschläge
Merkwürdig empfand ich die Abwägung des 1. Vorstandes der SDJJ unter spielwiese.at auf die Frage, ob nun erst mal Vorstandswahlen notwendig wären. Sie meinten, laut Satzung offenbar nicht. Wäre es nicht gerade aus der Position des 1.Vorstandes heraus wichtig diese Neuwahlen den übrigen SDJJ Mitgliedern zumindest anzubieten.
Eine Doppelmitgliedschaft DAS und SDJJ muß schon von der Satzung der SDJJ wegen der Gründe unter 1. ausgeschlossen werden.
Ihrer Klarstellung im Forum und den Darstellungen unter siegpunkt.de und spielwiese.at entnehme ich, daß Ihnen die Wahrung von "historisch gewachsenen Strukturen", "gewachsenen Strukturen" und "bestehenden Strukturen" sehr wichtig ist. Dies dürfte sich ideal in einer eher musealen Einrichtung wie der DAS umsetzen lassen.
Die SDJJ muß in jeglicher Hinsicht unabhängig sein. Eine eigene Geschäftsstelle und eine schlagkräftige PR-Agentur unterstützen das.
Preiswerte Spiele müssen aus Lizenzsicht ebenso attraktiv für den Pöppel sein. Die Lizenzbedingungen sollten von Fachleuten auf diesem Gebiet verbessert werden. Die Lizenzierung des Pöppels an preiswerte Spiele kann sich für die SDJJ ebenfalls lohnen
Finanzströme müssen besser kontrolliert werden.
Ein Qualitätsmanagement der SDJJ-Mitglieder hinsichtlich ihrer Bereitschaft zu spielen und sich mit dem Spieljahrgang auseinanderzusetzten scheint leider offenbar erforderlich.
Mit freundlichem Gruß
Sonne
PS: über eine Antwort Ihrerseits freue ich mich. Die Diskussion sollte öffentlich stattfinden.


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