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Uwe Rosenbergs Limits/Amigo - wo ist der Pfiff?

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Helmut
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Uwe Rosenbergs Limits/Amigo - wo ist der Pfiff?

Beitragvon Helmut » 23. Februar 2001, 07:13

Hallo, habe mich gestern in die Spielregel von Uwe Rosenbergs Kartenspiel "Limits" eingelesen. So weit ich es verstanden habe, geht es letztlich nur darum, wer sich an die Anzahl der abgelegten Farben im Ablagestapel erinnern kann. Habe ich richtig verdächtigt (dass eine Farbe das Limit überschritten hat), bekomme ich Punkte, der andere Minuspunkte, habe ich falsch verdächtigt, umgekehrt.
Wenn's das war, ist das Spiel enttäuschend, denn das gab's schon öfters vorher. Wer hat den Rosenberg-Pfiff erkannt?
Gruß
Helmut

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Michael Andersch

re: Uwe Rosenbergs Limits/Amigo - wo ist der Pfiff?

Beitragvon Michael Andersch » 23. Februar 2001, 07:31

Wenn man das Spiel in so dürren Worten zusammenfassen möchte wie Du es getan hast liegst Du nicht ganz falsch.
Andererseits hast Du vielleicht übersehen, dass jeder Spieler zu Beginn einer Runde eine Karte verdeckt ablegt, nur mit dem Merken der ausgespielten Karten ist es also nicht getan.
Wir konnten es in Nürnberg spielen und es hat riesig Spaß gemacht! Klar, es ist ein einfaches Spiel, aber als Einsteiger, Füller, Absacker oder mit Wenigspielern kommt es sicher gut!
Gruß,
Micha

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Wolfgang Ditt

re: Uwe Rosenbergs Limits/Amigo - wo ist der Pfiff?

Beitragvon Wolfgang Ditt » 23. Februar 2001, 08:15

Hallo Helmut,
es klingt mir nicht so, als wenn du Limits gespielt hast, sondern schon anhand der Regel vorverurteilst. Das ist schade, denn das Spielgefühl kann man meiner Meinung nach erst einigen Spielen sicher beurteilen.
Wolfgang

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Helmut
Kennerspieler
Beiträge: 1529

re: Uwe Rosenbergs Limits/Amigo - wo ist der Pfiff?

Beitragvon Helmut » 23. Februar 2001, 12:27

Hallo Wolfgang und Michael,
2 x nein: Ich habe es noch nicht gespielt (Hatte ich das nicht geschrieben?), und ich möchte das Spiel nicht vorverurteilen.
Ich wollte nur mal im Forum nachfragen, ob mein 1. Ein druck falsch oder richtig ist.
2 Antworten habe ich erhalten, die mich der ersten Limits-Partie hoffnungsvoll entgegenblicken lassen.
Gruß Helmut

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Wolfgang Ditt

re: Uwe Rosenbergs Limits/Amigo - wo ist der Pfiff?

Beitragvon Wolfgang Ditt » 23. Februar 2001, 12:58

Hallo Helmut,
es hat mich etwas verwundert, an drei Stellen zu lesen, dass du die Regel zu einem Spiel geleen hast und nun schon Äußerungen tust bzw. Fragen hast.
ich versuche möglichst, meine erste(n) Partie(en) eines neuen Spiels ohne irgendwelche Eindrücke anderer zu spielen, damit ich ein Spiel möglichst ohne Vorurteile angehe. Ich denke, so gwährleiste ich am bestne, dass eine spätere Rezension auch wirklich meinen Eindruck wiedergibt und nicht eine Zusammenfassung der Eindrücke andere ist.
Wolfgang

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Mifu

re: Uwe Rosenbergs Limits/Amigo - wo ist der Pfiff?

Beitragvon Mifu » 23. Februar 2001, 13:29

Ich kann Ihnen Herr Ditt nur Recht geben. Leider muss ich für mich gestehen, dass ich in meiner umfangreichen Spielesammlung wahrscheinlich einige doch ganz gute Spiele stehen habe, die ich aber nur ein oder zweimal spielte, dann aber frustiert weglegte, weil kein richtiger Spielspass aufkam. Wahrscheinlich hätten diese Spiele zum Teil auch einen Wiederholungstest verdient gehabt. Doch war bis zu diesem Zeitpunkt meistens schon ein neues Spiel angesagt. Zu ihrer Aussage, ohne Voreingenommen zu sein, an den Test eines Spiel zu gehen - ist zwar sicherlich der richtige Weg, doch auch sehr schwierig. Ist man nicht schon dann etwas voreingenommen, wenn der Autor sehr bekannt ist, die Spielausstattung schön aufgemacht ist, das Thema einem interessiert ? Die Aufgabe einer Bewertung eines Spiels kann nach meiner Ansicht immer nur ein persönlicher subjektiver Eindruck bleiben. Wer Spiele kauft, auf Grund einer guten Rezension, läuft Gefahr, enttäuscht zu werden. Aber nur die Rückseite der Spieleschachtel abzuschreiben, ist nun auch nicht der Sinn einer Rezension. Wie ich auf Ihrer Seite gelesen habe, spielen Sie die Spiele mindestens 5 x, bevor sie bewertet werden und dies finde ich als sehr guten Ansatz für eine möglichst objektive Bewertung.

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Wolfgang Ditt

Beeinflussung vor dem ersten Spiel; war Limits...

Beitragvon Wolfgang Ditt » 23. Februar 2001, 13:49

Hallo,
natürlich beeinflussen mich Dinge wie Aufmachung, Autor, Verlag, Größe, Thema. Diesen Einflüssen kann und will ich mich auch gar nicht entziehen.
Was ich zu verhindern versuche ist Meinungen anderer Spieler zu hören und zu lesen, bevor ich ein Spiel zum ersten Mal gespielt habe. Wenn erst 5 Leute sagen, ein Spiel ist gut (oder schlecht), dann geht man mit einem bestimmten Gefühl an das Spiel heran, z. B. sucht man bei einem angeblichen schlechten Spiel nach Mängeln.
Die Anzahl der Spiele (mind. 5 bei einer Spieldauer ab 1 Stunde, 10 darunter) vor einer Rezension ist ein selbstgesetzter Qualitätsstandard. So sichern wir ab, dass die Rezis auch fundiert sind, und dass
man nicht nach einem ersten begeisternden Spiel eine tolle Rezi schreibt und nachher feststellen muss, der Wiederspielreiz ist gering.
Hier unterscheidet sich meiner Meinung nach auch ein Magazin, bei dem die Rezi über Jahre erhalten bleibt, von der Kurzlebigkeit und der Geschwindigkeit eines Forums (klar, es gibt das Archiv) wie hier. Inzwischen ist es hier ja meistens der Fall, dass der Schreiber angibt, wie viele Spiele er gemacht hat, so dass jeder den Kommentar selbst einschätzen kann.
Wolfgnag

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Gerhard Koch

re: Uwe Rosenbergs Limits/Amigo - wo ist der Pfiff?

Beitragvon Gerhard Koch » 23. Februar 2001, 15:05

Hallo Helmut,
du hast vollkommen Recht mit deiner Vermutung. Limits ist absolut enttäuschend, ein ganz dünnes Süppchen, ich habs nämlich gespielt. Alles was du machst besteht darin, dir die Karten auf dem Stapel zu merken und wenn deiner Meinung nach das Limit überschritten ist, dann äusserst du das. Die vorab verdeckt gelegten Karten machen das ganze zum beliebigen Glücksspiel. Du hast dir alles richtig gemerkt - und dank der verdeckten Karten trotzdem daneben getippt. Echt superoriginell. Gähn.
Uwe Rosenberg hat wirklich tolle Spiele kreiert - muss er da jede schwache Idee verbraten. Mama Mia ging ja in eine ähnliche Richtung und das war spitze.
Und Amigo? Ich weiß nicht. Auch der Schattendieb ist megaenttäuschend - ein Spiel wie hundert andere auch.
Aber vielleicht hat man eine gute redaktionelle Arbeit in diesem Bereich nach Pokemon nicht mehr nötig. Oder zumindest meint man das. Wäre fatal in meinen Augen, wenns so ist.
Gerhard Koch

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Erhard Portner

re: Uwe Rosenbergs Limits/Amigo - wo ist der Pfiff?

Beitragvon Erhard Portner » 23. Februar 2001, 17:49

Wolfgang Ditt schreibt:
"es hat mich etwas verwundert, an drei Stellen zu lesen, dass du die Regel zu einem Spiel geleen hast und nun schon Äußerungen tust bzw. Fragen hast."
Aber bitte, wieso kann man sich nach der Lektüre einer Regel nicht schon eine erste Meinung bilden und Fragen zum Spiel haben, wie Helmut dies getan hat? Ob ein Spiel einem voraussichtlich gefällt oder nicht, kann man sehr wohl auch schon anhand der Regel beurteilen, gerade dann, wenn es sich um ein solch einfach gestricktes "Spielchen" wie "Limits" handelt. Ich - und sicherlich viele andere auch - können das jedenfalls sehr gut!
Wolfgang Ditt schreibt dann weiter:
"ich versuche möglichst, meine erste(n) Partie(en) eines neuen Spiels ohne irgendwelche Eindrücke anderer zu spielen, damit ich ein Spiel möglichst ohne Vorurteile angehe."
Das halte ich auch für arg übertrieben! Mich stört es überhaupt nicht, wenn ich Meinungen oder Eindrücke über ein Spiel gehört oder gelesen habe, bevor ich es selbst das erste Mal spiele. Ich denke nicht, dass sich daraus zwangsläufig schon eine vorgefasste Meinung ergibt, wenn ich das Spiel dann selbst spiele. Ob mir persönlich das Spiel gefällt oder nicht, hängt mit Sicherheit nicht von den Meinungen ab, die ich zuvor über das Spiel gelesen habe.
Gruß
Erhard



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Helmut
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re: Uwe Rosenbergs Limits/Amigo - wo ist der Pfiff?

Beitragvon Helmut » 23. Februar 2001, 19:45

Ach, wie nett, da komme ich von einem Gießen-Einkaufs-Ausflug (Meine Tochter brauchte ein Ballkleid für den Schüler-Abschlußball und hat auch tatsächlich eins im ersten Anlauf gefunden - Jubel!!) nach Hause und was sehe ich - weitere fleißige Kommentare zu meinen morgendlichen Anfragen.
Tja, Wolfgang, bei meinen Rezension-Vorarbeiten, sprich: Spiele ausprobieren, gehe ich unterschiedlich vor. Mal spiele ich, ohne vorher andere Kommentare gelesen zu haben, was aber meistens nicht funktioniert. Ob ich wollte oder nicht, habe ich hier im Forum schon so viel über neue Spiele 2001 gelesen, so dass ich schon beträchtlich vorinformiert bin. Ich sehe da, genau wie Erhard Portner, kein Problem drin. Wieso auch? Ich war nun leicht enttäuscht von "Limits", so wie ich damals absolut begeistert war, als ich die Regel von "Bohnanza" las. Was liegt da näher als andere zu fragen, ob die einem mal den richtgen Weg zu "Limits" führen können.
MfG
Helmut

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Helmut
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re: Uwe Rosenbergs Limits/Amigo - wo ist der Pfiff?

Beitragvon Helmut » 23. Februar 2001, 19:48

Eigentlich schade, Gerhard, dass Du meine Meinung noch bestätigen kannst. Schade für Uwe Rosenberg und Amigo! Den "Schattendieb" habe ich auch durchgelesen, ist für Kinder interessant zu spielen, aber sonstz nichts besonderes. Das wollte ich in meinen Postings heute morgen nicht auch noch erwähnen. Gut, dass Du das jetzt ansprichst.
MfG
Helmut

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Wolfgang Ditt

re: Uwe Rosenbergs Limits/Amigo - wo ist der Pfiff?

Beitragvon Wolfgang Ditt » 24. Februar 2001, 09:53

Hallo Erhard,
es war etwas extrem formuliert und so kann ich es auch nicht einhalten, z. B. habe ich auch die Kommentare zu Capitol gelesen. WEnn möglich versuche ich aber, Meinungen erst dann zu erfahren - und dann um so lieber - wenn ich ein Spiel bereits gespielt habe.
Wolfgang

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Brigitte

re: Uwe Rosenbergs Limits/Amigo - wo ist der Pfiff?

Beitragvon Brigitte » 24. Februar 2001, 17:40

Hallo Helmut,
wie kannst du beim durchlesenn wissen, dass ein Spiel, das dir nicht gefällt, Kindern Spass macht?
Warum sollen Kinder ein Spiel mögen, dass du für schlecht hältst? Auch Kinder werden anspruchsvoller.
Brigitte

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Helmut
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re: Uwe Rosenbergs Limits/Amigo - wo ist der Pfiff?

Beitragvon Helmut » 24. Februar 2001, 17:53

Hallo Brigitte,
eine direkte Antwort: Weil ich aus täglicher Erfhrung weiß, dass Spiele mit Dieben u.ä. Kinder Spaß macht, wenn noch dazu ein Tresor dabei ist, umso mehr. Dass Kinder anspruchsvoller werden, ist nicht immer richtig. Wenn manche Kinder außer "Schwarzer Peter" oder Pokémon-Sammelkarten keine weiteren Spiele kennen, auch das gibt es noch, kann man sie auch mit gaaanz einfachen Neu-Spielen o.ä. erfreuen!
Aber das müsstest Du doch auch wissen, dass Spiele, die nicht zu Deinen Favoriten gehören, von absoluten Wenig-Spielern gerne gespielt werden, wenigstens ein paar mal, oder nicht?
MfG
Helmut

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Brigitte

re: Uwe Rosenbergs Limits/Amigo - wo ist der Pfiff?

Beitragvon Brigitte » 24. Februar 2001, 19:45

Ich möchte dir die Aussage von Wolfgang Kramer, die er am 5. Dezember machte als Antwort geben. Besser kann ich es auch nicht ausdrücken.
"...Bei Kinderspielen erlebe ich immer wieder dicke Überraschungen, weil sich die Kinder ganz anders verhalten, als es sich Erwachsene vorstellen. Ein Kinderspiel kann man erst dann beurteilen, wenn man es mit Kindern spielt..."
Brigitte

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Holger Peine

re: Uwe Rosenbergs Limits/Amigo - wo ist der Pfiff?

Beitragvon Holger Peine » 25. Februar 2001, 18:24

> so wie ich damals absolut begeistert war, als ich die Regel von "Bohnanza" las
Es ist mir ein vollkommenes Rätsel, wie jemand nach der Lektüre dieser Regel (die vielen als Musterbeispiel einer lückenhaften und mehrdeutigen Regel gilt) "absolut begeistert" sein konnte. Bohnanza ist sicher ein begeisterndes Spiel, aber die Regel...

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Helmut
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re: Uwe Rosenbergs Limits/Amigo - wo ist der Pfiff?

Beitragvon Helmut » 26. Februar 2001, 07:08

Lieber Holger,
ich habe nichts über die Qualität der Spielregel ausgesagt, sondern darüber, dass ich anhand des Regelstudiums festgestellt habe, dass Bohnanza ein tolles Handels- und Tauschspiel sein könnte!
Gruß
Helmut

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re: Uwe Rosenbergs Limits/Amigo - wo ist der Pfiff?

Beitragvon Helmut » 26. Februar 2001, 07:09

Völlig richtig!
MfG
Helmut


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