Beitragvon Wolfgang Lüdtke / TM-Spiele » 9. Mai 2001, 10:19
Hallo Peer,
da du es hier noch einmal angesprochen hast, ein paar Infos zur Entstehung von "Die Suche". Als der Kosmos Verlag die Lizenz für ein "Herr der Ringe"-Spiel erworben hat, haben wir vorgeschlagen, auch ein Spiel zu diesem Thema in der Reihe "Spiele für Zwei" zu bringen, was sehr positiv aufgenommen wurde. Damit es in die Reihe passt, durfte die Spieldauer nicht zu lang sein und es musste ein Glückselement enthalten.
Außerdem sollte es einfacher sein als das große HdR-Spiel von Reiner Knizia, da wir in erster Linie diejenigen ansprechen wollen, die sich für das Thema interessieren, aber kein schwierig zu verstehendes Spiel wollen. Peter Neugebauer, der ein großer Fan der Tolkien-Bücher ist, hat dann das Spiel entwickelt.
Was uns dabei besonders gefiel, war die immer wieder andere Auslage, auf der die Hobbits umher ziehen und verschiedene Begegnungen haben mit Figuren und Gegenständen, die man aus den Büchern kennt. Eine solche Art Spiel fehlte uns bislang in der 2er-Reihe.
Es sollte keinesfalls eine Simulation sein, sondern eher so etwas wie ein Treffen mit guten alten Bekannten.
Wir hatten in der Entwicklung ebenfalls die Idee ausprobiert, den verschiedenen Kärtchen eigene Bedeutungen zu geben, um näher am Thema zu sein. Allerdings hatte das zur Folge, dass der Einstieg
ins Spiel für Gelegenheitsspieler viel zu schwierig wurde, da sie die ganzen Bedeutungen lernen mussten.
Die Akzeptanz für das Spiel war deutlich gesunken.
Wir hatten auch überlegt, ob wir als Variante so etwas anhängen sollten, aber dann hätten wir im Prinzip zwei verschiedene Spiele gehabt, was erst Recht die Gelegenheitsspieler verwirrt.
Um dennoch ein wenig mehr am Thema zu bleiben, hatten wir überlegt, die Regel einzuführen, dass das Spiel nur beendet werden kann, wenn der Ringträger zum Schicksalsberg zieht. Da es aber durchaus Spiele gibt, bei denen nicht alle blauen Begegnungskärtchen (zu denen ja auch der RING gehört) gelegt werden, wäre damit das Spielende nicht zu erreichen. Daher müsste man bei dieser Variante den RING und Gollum (damit es interessanter wird) unter die ersten 4 oder 5 der blauen Begegnungskärtchen mischen.
Es sind in der Tat noch viele Variationen möglich,
aber alle gehen am Ziel, ein eher einfaches Spiel für Ab- und Zu-, Gar nicht- oder Gelegenheitsspieler zu machen, vorbei. Bei diesen kommt Die Suche in der jetzigen Form übrigens ziemlich gut an.
Spiele Grüße
Wolfgang