Beitragvon Arne Hoffmann » 19. Juni 2001, 08:54
Moin Peer und Michael!
Es ist keins von beiden gewesen, obwohl es bestimmt Aehnlichkeiten dazwischen gibt (ich persoenlich kenne kaum einen Vertreter dieses Genres).
Das ganze fand im Rahmen eines "politischen" Seminares statt und nannte sich GlobalNet. Die Welt wurde in 10 Nationen unterteilt, jeder Nation wurden 2-4 Spieler zugeteilt (Regierungschef, Verteidigungs-, Wirtschaftsminister und Opposition). Ferner gab es noch den UN-Generalsekretaer, die Weltbank und die Weltpresse. Jede Nation startete mit verschiedenen (der Realitaet nachempfundenen) Vorgaben in das Spiel und sollte sich eigene Ziele setzen (unseres in Afrika war zum einen halt die Verminderung der Unterernaehrung - im Nachhinein recht blauaeugig :o) ).
Pro Spielrunde (Jahre) wurden dann Vertraege untereinander geschlossen, Waren gehandelt , geschmiert, intregiert etc.. um den eigenen Zielen naeher zu komme. Jaehrlich musste eine Grundversorgung der Bevoelkerung sichergestellt werden, was bei manchen Staaten echtes Handlungsgeschick brauchte. Zu Anfang eines jeden Jahres kamen darueberhinaus auch noch neue Ereignisse ins Spiel, die die Spieler dazu zwangen kurzfristig auf Krisensituationen zu reagieren.
Das sollte euch einen kurzen Einblick in diese "Simulation" geben. Es gab keinen definierten Sieger, jeder sollte halt versuchen seine gesteckten Ziele moeglichst gut zu erfuellen. Interessant daran war, dass man fast eine kleine Kopie der Weltpolitik erreichte - manche Mechanismen sind wohl im Menschen verankert (ruestet der eine auf, so ruesten alle nach und nach auch auf, wer sich am besten auf der Vollversammlung praesentiert bekommt am meisten Beachtung - gute Rethorik ist gefragt...)
Tschoe,
- Arne -