Beitragvon Roland G. Hülsmann » 10. März 2002, 09:00
panna schrieb:
> Ich frage mich gibt es ein Spieleleben vor dem Spiel des
> Jahres,
Ja, natürlich! Zunächst gab es die alten Klassiker, wie Mädn, Gänsespiel, Leiternspiel, Halma, Mühle, Pachisi, Schach, Dame, Wolf & Hühner, etc. ja fast schon immer. Daneben noch zahlreiche Karten- und Würfelspiele.
In den 60er Jahren kamen dann z.B. die "modernen Klassiker" aus Amerika und anderen Ländern zu uns herüber. Viele Parker-Tiztel erschienen bei Schmidt, wie z.B. Risiko, Monopoly, Cluedo (unter dem Titel "Wer ist Meistedetektiv"). Auch Ravensburger sei erwähnt mit Titeln wie "Öl für uns alle" (1960), "Expedition" (1961) und "Das Börsenspiel" (1967). Es ging also schon irgendwie los.
Und dann kamen die 70er Jahre, in den das Spielen zunehmend populärer wurde. Ich denke da an das "KRONE Spiele Buch" und die Reihe "KRONE SPiele für Erwachsene", wobei da Wolfgang Kramers "COUP" ein herausragendes und immer bei uns noch gerne gespieltes Spiuel ist. Aber auch Titel wie "Contact" (1970), "Rancher" und "Alaska" wurden und werden bei uns gerne gespielt. Schließlich war es das zunehmende Interesse und Angebot an Spielen in den 70ern, was die Gründung der Jury "Spiel des Jahres" in gewisser Weise "hervorbrachte" und in meinen Augen dann in der Schaffung der Zeitschrift "spielbox" gipfelte. Diese Dinge passierten ja nicht im luftleeren Raum, sondern waren die Reaktion auf die wachsende Spieleszene.
> sind da heute noch Spiele in Gebrauch ,ich habe Monopoly,
> Risiko,Formel 1+Jockey gespielt.
Die Spiele habe ich auch alle noch "im Gebrauch". Dazu noch die oben erwähnten, insbesondere "Coup", "Rancher" und "Alaska".
Bilder, Regeln und Beschreibungen der erwähnten und weiterer Spiele aus der Zeit VOR dem "Spiel des Jahres" findest Du in meinem "virtuellen Spielemuseum", das gerade diese Themen zum Schwerpunkt hat:
http://www.rgh-soft.de/sprace/ludomu.htm
Gruß
Roland