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Pueblo - Wie ist es ?

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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David Haupt

Pueblo - Wie ist es ?

Beitragvon David Haupt » 1. April 2002, 09:30

Hallo zusammen.

Trage mich mit dem Gedanken, mir Pueblo zuzulegen und würde mich freuen, wenn mir einige von Euch ihre "Erfahrung" mit disem Spiel mitteilen wüden.

Vor allem interessieren mich die folgenden Punkte.

1. Ist es in jeder der angegebenen Spieleranzahlen gut spielbar ?
2. Wie sieht es mit der Komplexität aus ? (Lange oder kurze Spielanleitung)
3. Spieldauer
4. Wie hoch ist der Glücksfaktor, handelt es sich um ein rein strategisch/taktisches Spiel ?

Gruß
David

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Peter Steinert

Re: Pueblo - Wie ist es ?

Beitragvon Peter Steinert » 1. April 2002, 11:02

Hi David !

In den letzten Tagen haben wir mehrere Partien Pueblo gespielt. Darum teile ich Dir hier unsere Erfahrungen und Meinungen mit.

> Vor allem interessieren mich die folgenden Punkte.
>
> 1. Ist es in jeder der angegebenen Spieleranzahlen gut
> spielbar ?
> 2. Wie sieht es mit der Komplexität aus ? (Lange oder kurze
> Spielanleitung)
> 3. Spieldauer
> 4. Wie hoch ist der Glücksfaktor, handelt es sich um ein
> rein strategisch/taktisches Spiel ?

Eigentlich funktioniert Pueblo bei jeder Spielerzahl recht gut. Dennoch entsteht meiner Meinung nach bei mehr Spielern ein anderes (besseres) Spielgefühl. Es kommt zu wechselnden Bündnissen gegen den jeweils "Führenden" (den Spieler mit den wenigsten Minuspunkten).
Die Spielregel, die übrigens ziemlich einfach und klar strukturiert ist, bietet eine Grundregel und eine Profivariante, die das Spiel um zwei Elemente erweitert: Die Versteigerung der Spielreihenfolge, sowie Kultstätten (Sperrfelder), die zu Beginn auf dem Plan ausgelegt werden und nicht überbaut werden dürfen. Auch bei der Versteigerung der Spielreihenfolge gilt: Je mehr Spieler, umso besser, denn bei nur zwei Teilnehmern erscheint mir diese Variante doch recht schwach.
Die Spieldauer lag etwa bei 45 Minuten, aber hier kommt es gelegentlich zum sogenannten Kramer - Kiesling - Effekt, der schon einigen Spielern bei Tikal & Co. mißfallen hat: Wer nicht einigermaßen zügig spielt, verdirbt den Mitspielern den Spaß.
Zu Deiner letzten Frage bezüglich des Glücksfaktors: Dieser ist im Prinzip nicht vorhanden, sieht man mal davon ab, daß die Aktionen der Mitspieler nur schwer abschätzbar sind. Nicht zuletzt deshalb erscheint mir das Verfolgen einer konsequenten Strategie schwierig. Pueblo ist für mich deshalb ein schönes, taktisches Bauspiel mit einer nicht zu unterschätzenden Variationsbreite.
Einziger Kritikpunkt sind für mich die Bausteine. Zwar ist der verwendete schwere Kunststoff sehr funktional, jedoch hätte ich mir irgendwie etwas gewünscht, daß nach "Stein" aussieht. Trotzdem ist der Preis für das Spiel recht hoch. Aber wir wissen ja: Wenn's oft auf den Tisch kommt, rechnet es sich irgendwann. Ich bin mir aber ziemlich sicher, daß je 3 Partien Mexica bei uns höchstens ein Pueblo errichtet werden wird...

Gruß

Peter

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Roman Pelek

Re: Pueblo - Wie ist es ?

Beitragvon Roman Pelek » 1. April 2002, 12:15

Hi David,

> 1. Ist es in jeder der angegebenen Spieleranzahlen gut
> spielbar ?

3-4 am besten, Profivariante mit Versteigerung der Reihenfolge wohl am sinnigsten zu viert.

> 2. Wie sieht es mit der Komplexität aus ? (Lange oder kurze
> Spielanleitung)

Kurze und klare Anleitung, mit Varianten "Abbau" und "Profi" (Spielreihenfolge versteigern, Platz auf dem Spielplan durch Höfe verkleinern).

> 3. Spieldauer

Grundversion evtl. 45 Minuten, bei grübelnden Mitspielern auch mehr, mit Variante Abbau etwa knapp 75 Minuten. Spielt man zu viert mit grübelnden Mitspielern und allen Varianten, kann der Spaß auch die 90 Minuten überschreiten.

> 4. Wie hoch ist der Glücksfaktor, handelt es sich um ein
> rein strategisch/taktisches Spiel ?

M. E. kein Glücksfaktor, durch die ständig wechselnden Konstellationen auf dem Plan aber eher ein taktisches Spiel denn ein strategisches, da man die Züge der Mitspieler nur sehr schwer im Voraus abschätzen oder lenken kann - man muss sich jedes Mal neu auf die aktuelle Situation einstellen.

Uns hat Pueblo zu dritt und viert bisher gut gefallen, einigen Mitspielern sogar sehr gut, aber auch ich würde, wie Peter, z. B. ein Mexica vorziehen. Grundvoraussetzung für's Spielen dürfte ein halbwegs vernünftiges räumliches Vorstellungsvermögen bei allen Mitspielern sein, sonst kann sich's ziehen und artet in Rumprobiererei aus. Flüssig, auch ein bißchen aus dem Bauch heraus gespielt, macht's aber sicher richtig Spaß...

Ciao,
Roman

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ralph

Re: Pueblo - Wie ist es ?

Beitragvon ralph » 1. April 2002, 13:26

hi david,

schließe mich meinen vorschreibern an und rufe aber nochmals ganz laut "bravo, bravo, bravo". ich habe das spiel jetzt zu zweit, zu dritt und zu viert mit meiner freundin, meiner mutter, meiner nichte und meinen schwestern gespielt und alle waren hell auf begeistert. meine mutter ist als gelegenheitsspielerin nie recht willig, neue spiele zu lernen; wenn ich sie dann aber wieder mal mit einer neuheit zwangsbeglücke, dann ist sie von dem spiel nicht mehr weg zu kriegen. so war's auch bei "pueblo"!

ich glaube, dass "pueblo" auf dauer viel interessantes bietet, weil die profiversion mit den höfen das spiel doch um ein ganzes stück schwieriger macht.
aufgefallen ist mir, dass sich im laufe des spieles noch nicht wirklich herauskristallisiert, wer denn der sieger sein wird. erst beim großen rundgang des häuptlings stellt sich heraus, wer auf lange sicht gut gebaut hat. deshalb glaube ich, dass man dem spiel auch ruhig einiges an strategischer qualität zuschreiben kann.

lieber grüsse
der ralph (der sich am samstag piratenbucht gekauft hat, und nicht recht weiss, ober das seeräuber thema überhaupt so toll findet!)
ich gl


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