Beitragvon Mike » 6. August 2002, 13:33
Hallo
Wir spielen öfters Africa 1880. Meist mit 4, letztens sogar nur mit 3 Leuten. Und es spielt sich trotzdem wirklich gut. Die Interaktion ist halt das Verhandeln, wobei nicht immer die Worte ausgesprochen werden müssen. Denn schließlich hören alle mit und Überaschungen können spielentscheidend sein. Wir spielten es jedenfalls immer am Tisch, soll heißen keine extra Verhandlungsräume, wie bei Diplomacy meist üblich. Das erhöht den Spielfluß. Mit 4 Mann dauert eine Partie gute 2 Stunden, mit 3 Mann knappe 2 Stunden. Zu fünft oder sechst ist sicher noch mehr Energie und Abwechslung drin, dann dauerts aber wohl auch bis zu 3 Stunden.
Zum Spielablauf: Es gibt 8 Spielrunden. Jede Runde läuft gleich ab.
1. Verhandlungen
2. Züge aufschreiben
2.1. Aktionen der Stützpunkte (Entwicklung, Expedition oder nichts)
2.2. Anlandung (so lange eine Küstenregion unbesetzt ist bzw. wenn wieder eine frei geworden ist)
2.3. Festlegung, ob Allianz oder Konflikt (für jeden Mitspieler)
3. Auswertung
4. Kolonien errichten
Mit Expeditionen dringt man weiter in den Kontinent vor. Mit Entwicklungen werden Kolonien vorangetrieben. Nur fertige Kolonien bringen am Ende Punkte. Durch Konflikte kann man andere Nationen aus gemeinsam belegten Provinzen verdrängen. Hier zählen Mehrheiten, die Konflikt mit einem haben.
Nach unseren Erfahrungen wechseln Konfikt und Allianz schneller als bei Diplomacy, immer so wie man es braucht. Und man braucht meistens Allianzen, den mit Konflikten in einer Provinz kann man keine Kolonien errichten.
So, dass war jetzt glaube ich ganz schön wirr erklärt, aber egal. Wer Verhandlungs- und Eroberungsspiele mag, wird Africa 1880 auch mögen. Es ist auch für Leute empfehlenswert, die Diplomacy mögen, aber weniger Zeit investieren wollen und keine 7 Mann zusammen getrommelt bekommen. Ich jedenfalls habe den Kauf nicht bereut.
Mike