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Lohnt sich "Africa 1880" anzuschaffen?

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Olaf Leonhardt

Lohnt sich "Africa 1880" anzuschaffen?

Beitragvon Olaf Leonhardt » 6. August 2002, 10:52

Hallo, liebe Spielbegeisterte!

Ich bin neuerdings auf das Bretttspiel "Africa 1880" aus dem Hause Tilsit gestossen.
Hier nun meine Frage lohnt sich der Kauf des Spieles?
Es ist nätürlich nicht leicht zu beantworten, da die Geschmäcker verschieden sind,
aber ich kann mir dann ein besseres Bild machen, ob es mir entspricht oder nicht.
Ich weiss, das es ähnlich abläuft wie bei Diplomacy und kürzer in der Spielzeit
ist,aber ich würde gerne wissen,wie der allgemeine Spielablauf vonstatten geht
und ob es einige Interaktionen besitzt. Und wie lange durchschnittlich ein Spiel
dauert?

Vielen Dank schon mal im Vorraus !

Schönen Gruss !
Olaf

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Mike

Re: Lohnt sich "Africa 1880" anzuschaffen?

Beitragvon Mike » 6. August 2002, 13:33

Hallo
Wir spielen öfters Africa 1880. Meist mit 4, letztens sogar nur mit 3 Leuten. Und es spielt sich trotzdem wirklich gut. Die Interaktion ist halt das Verhandeln, wobei nicht immer die Worte ausgesprochen werden müssen. Denn schließlich hören alle mit und Überaschungen können spielentscheidend sein. Wir spielten es jedenfalls immer am Tisch, soll heißen keine extra Verhandlungsräume, wie bei Diplomacy meist üblich. Das erhöht den Spielfluß. Mit 4 Mann dauert eine Partie gute 2 Stunden, mit 3 Mann knappe 2 Stunden. Zu fünft oder sechst ist sicher noch mehr Energie und Abwechslung drin, dann dauerts aber wohl auch bis zu 3 Stunden.
Zum Spielablauf: Es gibt 8 Spielrunden. Jede Runde läuft gleich ab.
1. Verhandlungen
2. Züge aufschreiben
2.1. Aktionen der Stützpunkte (Entwicklung, Expedition oder nichts)
2.2. Anlandung (so lange eine Küstenregion unbesetzt ist bzw. wenn wieder eine frei geworden ist)
2.3. Festlegung, ob Allianz oder Konflikt (für jeden Mitspieler)
3. Auswertung
4. Kolonien errichten

Mit Expeditionen dringt man weiter in den Kontinent vor. Mit Entwicklungen werden Kolonien vorangetrieben. Nur fertige Kolonien bringen am Ende Punkte. Durch Konflikte kann man andere Nationen aus gemeinsam belegten Provinzen verdrängen. Hier zählen Mehrheiten, die Konflikt mit einem haben.
Nach unseren Erfahrungen wechseln Konfikt und Allianz schneller als bei Diplomacy, immer so wie man es braucht. Und man braucht meistens Allianzen, den mit Konflikten in einer Provinz kann man keine Kolonien errichten.
So, dass war jetzt glaube ich ganz schön wirr erklärt, aber egal. Wer Verhandlungs- und Eroberungsspiele mag, wird Africa 1880 auch mögen. Es ist auch für Leute empfehlenswert, die Diplomacy mögen, aber weniger Zeit investieren wollen und keine 7 Mann zusammen getrommelt bekommen. Ich jedenfalls habe den Kauf nicht bereut.
Mike

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Michael Stubenrauch

Re: Lohnt sich "Africa 1880" anzuschaffen?

Beitragvon Michael Stubenrauch » 10. August 2002, 17:20

Hallo Olaf
Da Mike schon alles erlärt hat, bleibt mir nur die Zustimmung seiner Ausführung.
Auch mir gefällt Afrika 1880 sehr gut !
Ciao Michael

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Klaus Zündorf
Kennerspieler
Beiträge: 193

"Africa 1880" gibt's im Ausverkauf

Beitragvon Klaus Zündorf » 12. August 2002, 23:17

Hallo Olaf,
ich weiss ja nicht, wo du auf das Spiel gestossen bist. Aber ich bin gerade aus einem Frankreichurlaub zurückgekehrt und habe zufällig das Spiel (und andere) für EUR 6.86 in einem Resteladen ergattert. Falls du also Verbindungen nach Frankreich hast (speziell nach Morlaix), kannst du vieleicht mit Glück, an ein Schnäppchen kommmen.
Übrigens hat die Tilsit-Ausgabe von "Afrika 1880" neben der französischen, auch eine englische Regel.
Das ist leider bei den anderen Spielen ("Le grand Alchimiste" und "Les Batailles des Pharaon" nicht der Fall) falls also zufällig jemand die Übersetzung hat (zumindest von ersterem gibt es eine englische Ausgabe) wäre ich sehr dankbar.
Die Reste meines Schulfranzösischs sind doch extrem schlecht!

Klaus


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