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(Innovative) Werbung für Brettspiele

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Achim Nieder-Vahrenholz

(Innovative) Werbung für Brettspiele

Beitragvon Achim Nieder-Vahrenholz » 25. August 2002, 12:12

Hallo !

Als ich vor ein paar Tagen in einer Düsseldorfer Kneipe mir die Hände mit einem Papierhandtuch trocknete, staunte ich nicht schlecht:
"Feuchte Händer für 29,95 DM" war da zu lesen- eine mehrzeilige Werbung für "Carcassonne", komplett mit Abdruck des SdJ-Pöppels, der Carcassonneburg und der Embleme von Schmidt-Spiele und Hans-im-Glück.
Wieviele Leute deswegen sich das Spiel zugelegt haben, weiss ich leider nicht, aber ich habe mir ein (trockenes) Handtuch mitgenommen.:-)

Sind Euch ähnlich innovative (oder schlechte) Werbungen untergekommen?
Und: Wird für Brettspiele in den gängigen Medien genügend und professionell geworben ?

Was meint Ihr?


Viele Grüße

Achim Nieder-Vahrenholz

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Roland G. Hülsmann
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Beiträge: 2598

Re: (Innovative) Werbung für Brettspiele

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 25. August 2002, 12:27

Achim Nieder-Vahrenholz schrieb:

> "Feuchte Händer für 29,95 DM"

Allzu rege scheinen die Besucher des Gasthauses ihre Hände nicht zu waschen, wenn dort noch ungenutzte Papierhandtücher mit Angabe einer historischen Währung zu finden sind ... :grin:

Roland

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Berthold Heß

Re: (Innovative) Werbung für Brettspiele

Beitragvon Berthold Heß » 25. August 2002, 19:18

Na, da war das Printmedium aber mal wieder schneller. Sieh mal in Heft 3/2002 auf Seite 15 nach.

Zu Deiner Frage der Werbung. In den "allgemeinen" Printmedien habe ich bislang kaum Werbung gefunden. Und in welchem Umfang die Verlage die Spezialzeitungen unterstützen, kann jeder selber beim Durchblättern der Hefte abzählen. :-(

Ich verstehe das sowieso nicht. Wenn ich in einem gutsortierten Kiosk nachsehe, finde ich diverse Hefte zu den tollsten Themen. Vom Tatoo über den Uhrensammler bis zum Mittelalterfreak. Nur die ach so große und tolle deutsche Spieleszene hält gerade mal die spielbox am Leben und noch ein paar Amateurhefte. Ist schon seltsam.

Nice dice!

Bert

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Franz-Benno Delonge
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Beiträge: 277

Werbung für Brettspiele!?

Beitragvon Franz-Benno Delonge » 25. August 2002, 22:00

Liebe PR-Freunde,
einerseits habt Ihr recht: Werbung für Brettspiele in der allgemeinen Öffentlichkeit, das ist ein eher trauriges Kapitel. Aber wenn man es durchrechnet, wird klar, warum: Rein umsatzbezogen wäre ein Fernsehwerbespot oder eine Anzeige in der Tagespresse für jede neue Zaunmaschendrahtsorte dreimal eher finanzierbar als für ein neues Spiel.
Aber andererseits haben Spiele doch einen Werbeeffekt, den fast kein anderes Produkt hat: Sie vervielfältigen sich von allein. Denn jeder Käufer eines Spiels braucht zwingend Mitspieler. Wenn denen dann das Spiel gefällt, kaufen sie es sich selber. Und brauchen dann Mitspieler etc. etc.
Das ist eine effektivere, ehrlichere und vor allem billigere Werbung, als man sie auf irgendeine andere Weise kriegt. Und bisher reicht sie für das Überleben der Branche aus.
In diesem Sinne werde ich morgen also wieder eine Werbekampagne starten...
Benno

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Roman Pelek

Nicht ganz richtig / Werbung für Brettspiele

Beitragvon Roman Pelek » 26. August 2002, 03:37

Hi Bert,

Berthold Heß schrieb:

> Na, da war das Printmedium aber mal wieder schneller. Sieh
> mal in Heft 3/2002 auf Seite 15 nach.

Hm, Bert, da muss ich Dich leider enttäuschen, das Printmedium war mitnichten schneller, sondern sogar ein halbes Jahr hintendran (wenn auch damals die Deutsche Mark schon obsolet war...) ;-) Ich hab's nur damals etwas verschämt unter Off-Topic eingeordnet: http://www.spielbox.de/phorum4/read.php4?f=7&i=3968&t=3968

> Ich verstehe das sowieso nicht. Wenn ich in einem
> gutsortierten Kiosk nachsehe, finde ich diverse Hefte zu den
> tollsten Themen. Vom Tatoo über den Uhrensammler bis zum
> Mittelalterfreak. Nur die ach so große und tolle deutsche
> Spieleszene hält gerade mal die spielbox am Leben und noch
> ein paar Amateurhefte. Ist schon seltsam.

Wir haben m.E. nur eine wirklich öffentlichkeitswirksame Werbung, und die garniert ein Spiel pro Jahr mit einem für den gewöhnlichen Verbraucher schlüssellochähnlichen, rotgetönten Emblem, in dem "Spiel des Jahres" steht - zum Glück, sonst könnte Oma Anneliese es vor Weihnachten versehentlich mit diversen Unter-der-Ladentheke-Artikeln aus skandinavischen Ländern assoziieren. Das ist dünn - zu dünn, in der Tat. Aber die Spieleszene tut sich generell sehr, sehr schwer mit angemessener Werbung in der Öffentlichkeit und auch dem Erhalt szeneinterner Kommunikationsmedien jenseits reiner (unbezahlter und damit auch definitiv unterbezahlter und ungewisser) Hobbyarbeit im Internet. Dabei repräsentieren beide eine essentielle Voraussetzung für den Weiterbestand.

Wenn man sich ansieht, dass mittlerweile sogar, mal als subjektives Beispiel, die an sich sehr trockene und anspruchsvolle Theoretische (Astro-)Physik in Form von Stephen Hawking oder Harald Lesch (Space Night/BR, im übrigen nach meinem Dafürhalten sehr zu empfehlen) sich enorm gut verkaufen lässt, fragt man sich manchmal, warum so eine familienfreundliche Unterhaltung wie das Brettspiel so hinterherdümpelt...

Ciao,
Roman (grüßt Volker L. ob des Exkurses in die Astrophysik :-) )

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Volker L.

Re: Nicht ganz richtig / Werbung fr Brettspiele

Beitragvon Volker L. » 26. August 2002, 16:22

Roman Pelek schrieb:
>
> (...) anspruchsvolle Theoretische (Astro-)Physik in Form von
> Stephen Hawking oder Harald Lesch (Space Night/BR, im übrigen
>
> Ciao,
> Roman (grüßt Volker L. ob des Exkurses in die Astrophysik :-) )

Zur Kenntnis genommen :-)

Gruss, Volker (der immer enttaeuscht ist, wenn auf seine Scherze
oder Seitenhieben gar keine Reaktion erfolgt)

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Helmut Lehr

Re: (Innovative) Werbung für Brettspiele

Beitragvon Helmut Lehr » 26. August 2002, 18:23

Ich habe dasgleiche in der Autobahn-Toilette der Raststätte Würzburg gesehen. Das wurde hier bereits bekannt gegeben. Ich weiß nicht, von wem!
Schönen Gruß
Helmut

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Helmut Lehr

Re: (Innovative) Werbung für Brettspiele

Beitragvon Helmut Lehr » 26. August 2002, 18:26

Berthold Heß schrieb:
>
> Nur die ach so große und tolle deutsche
> Spieleszene hält gerade mal die spielbox am Leben und noch
> ein paar Amateurhefte. Ist schon seltsam.

Na, lieber Bert, gerade Du weißt doch auch, dass die deutsche Spielszene sooo groß nicht ist. Toll vielleicht, was die Spiele-Qualität weltweit angeht, aber zahlenmäßig klein.
chönen Abend noch!
Helmut


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