Anzeige

Krone&Schwert: Fehler im System

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
Benutzeravatar
Michael Andersch

Re: Noten + These

Beitragvon Michael Andersch » 13. November 2002, 16:00

Karsten schrieb:
>
> Peer schrieb:
>
> > Mal eine ganz andere These, warum die Kleinverlage (und
> > Queens) so gut abschneiden: Die haben nur sehr wenig Plätze,
> > zum Probe spielen.
>
> ... aber galt das nicht auch für Adlung...auch???

Klar. Adlung ist ja auch ein Kleinverlag.

> Und deren Noten waren (zumeist) nicht besonders.

Was ist denn bei Dir eine gute Note - bzw. was ist "besonders"? Wenn Du unter
http://www.fairplay-online.de/noten/scout/e2002-d.html
nachliest wirst Du feststellen, dass es richtig schlechte Durchschnittsnoten (4 oder schlechter) gar nicht gab.

Micha

Benutzeravatar
Jost Schwider

RE: Richtige Schlussfolgerung

Beitragvon Jost Schwider » 13. November 2002, 21:06

"Volker L." hat am 13.11.2002 geschrieben:

> Die Noten koennen IMHO nur einen Hinweis geben, bei welchem
> Spiel, das man sich sonst vermutlich gar nicht erst angeguckt
> haette, ein naeherer Blick bzw. eine Probepartie doch
> lohnenswert sind.

100% ACK!

Ich schaue mir gerne die Noten an, um mir "Geheim"-Tipps zu holen. Am Ende eines jeden Tages kann ich dann meinen eigenen Senf dazugeben.

Interessant ist es auch, den 4-Tages-Verlauf der Benotung von einigen Spielen zu beobachten... Da kann man m.E. schon erkennen, dass teilweise für/gegen bereits benotete Spiele gestimmt wird. :roll:

Viele Grüße
Jost aus Soest (sprich: "joost aus soost")

Benutzeravatar
Wolfgang Ditt

Re: Krone&Schwert - die andere Sicht

Beitragvon Wolfgang Ditt » 13. November 2002, 21:12

Hallo Marcel,

wenn ich dein erstes Posting richtig verstanden habe, hast du K&S bisher einmal gespielt. Da es dir offensichtlich nicht gefallen hat, hast du zwei Möglichkeiten: du lässt die Finger davon oder du gibst dem Spiel eine erneute Chance.

Nicht gut finde ich, dass du mit zahlreichen Vermutungen dem Spiel funktionsunfähig nachsagen willst. Ich liste hier einmal die Punkte auf, wie ich sie sehe:


> Der Angriff von fremden Ländern kann natürlich anfangs eine
> nette Strategie sein um grosse Städte des Gegners zu
> verhindern.
Der Angriff auf fremde Länder ist auch zu Beginn teuer, kostet er mindestens eine Karte und um Sicherheit zu bekommen noch mehr. Angriffe kommen vor, doch ist dies mehr eine Regel, damit Spieler nicht durch starke Expansion eingeschlossen werden können.

> Letztendlich läufts auch hier nur darauf hinaus,
> Kathedralen zu bekommen bzw. diese dem Gegner vorzuenthalten.
Ein gut verbundenes Gebiet hat seine Vorteile, auch zur Absicherung von Wäldern am Rand. Die Punkte am Ende sind nicht das Gelbe vom Ei, aber sie sind hoch genug, um interessant genug zu sein.

> Kleine Städte bauen ist eher Unsinn, höchstens wenn gar nix
> anderes mehr geht. Die 2 Städtewertungen(Karten) sind zwar
> ganz nett, aber wenn man grade König ist bringen die auch
> nichts, insofern unnötiges Risiko, gehe ich also doch besser
> auf Burgen(und ausserdem können die Städtepunkte niemals die
> Revoltenpunkte ausgleichen, sind eher ein netter Bonus).
Das ist ein Irrtum, dem ich nach dem ersten Spiel auch unterlag. Kleine Städte sind billiger als große und bringen bei den Städtewertungen auch jeweils einen Punkt. Am Spielende gibt es dan nochmals einen. Man darf die Städtewertungen nicht aus den Augen lassen, ein kleiner Stapel mit beiden Städtewertungen und man sollte vielleicht Karten nehmen, damit man davon profitiert und den amtierenden König schädigt. Ich hatte als König einmal das "Vergnügen", eine Städtewertung vor der Spielendekarte zu bekommen (auch noch in meinem Zug). Das hat mich den Sieg gekostet.

> ... Gegen
> Ende des Spiels hat der Gegner schon einige Burgen ud da kann
> der Angriff teuer werden.
Ja, Burgen schützen dagegen gut, schnell zu Beginn zwei, drei Burgen und in der Richtung hat man ganz schnell Ruhe.

>Den Papst behält man natürlich das
> ganze Spiel auf der Hand und benutzt ihn erst am Ende wenn
> man maximal Punkte dafür bekommt. Bekommt man beide Päpste
> (oder sind 3 drin?) behalte ich natürlich beide.
Es sind drei und die behalte ich nicht bis Spielende um sie dann auf der Hand zu haben, weil ich nicht König geworden bin. Oder aber die Mitspieler ziehne Karten, Karten, Karten ... bis zum Spielende.

> Länger König
> bleiben indem man Handkarten hortet ist im 5 Spieler-Spiel
> sinnlos, soviele Karten kann man gar nicht sammeln um 4
> Revolten zu überstehen.
Das ist auch gut so, so wird es jeder Mal. Das Spiel lebt davon, dass der König wechselt.

> Auch diese weisse Flagge(weiss gar
> nicht mehr wie die heist) ist ein reines Glückselement das
> völlig beliebig ins Spiel kommt (ich habe rein gar nix gegen
> Glücksspiele, aber in diesem Falle ist das wohl eher
> "destruktives Glück". Und das nervt).
Nun, wenn sie einfach nur gespielt wird, ohne zu überlegen, bei wem eine Revolte scheitern soll, dann ja. Ein gut platzierter Waffenstillstand hingegen ist wie der Hinterhalt ein feines taktisches Element.
Wenn dich diese Glückskomponente stört, dann lass die Finger von K&S. Ich möchte die 5% Glück bei Capitol nicht, also spiel ich es nicht, während andere es mit Begeisterung tun.

Wolfgang

Benutzeravatar
Karsten

Re: Noten + These

Beitragvon Karsten » 13. November 2002, 22:07

Michael Andersch schrieb:

> http://www.fairplay-online.de/noten/scout/e2002-d.html
> nachliest wirst Du feststellen, dass es richtig schlechte
> Durchschnittsnoten (4 oder schlechter) gar nicht gab.

Von 4 kann ich hier keine Rede sein. Ein Spiel mit mehr als 2,5 oder so gilt doch schon schon als durchgefallen, nicht weiter beachtenswert, Mittelmaß etc.

Karsten

Benutzeravatar
Heinrich Glumpler

Verschwörungstheorie?!?

Beitragvon Heinrich Glumpler » 13. November 2002, 22:11

Hi,

jetzt bin ich aber zweifach neugierig.
Wo hast du denn den 4-Tages-Verlauf gesehen?
Und wie meinst du das "es wurde gegen/für bereits benotete Spiele gestimmt"??

Neugierige Gruesze
Heinrich

Benutzeravatar
Roman Pelek

K&S - ähnliche Erfahrungen

Beitragvon Roman Pelek » 14. November 2002, 00:49

Hi Wolfgang,

Wolfgang Ditt schrieb:

> Das Spiel funktioniert aus meiner Sicht sehr gut. Es gibt
> reichlich Karten zum Burgen-, Städte- und Kathedralenbauen.
> Das Glück relativiert sich, da die Karten häufig sind. Einmal

Ja, der Stapel wird ja gut und gerne 3-4x durchgemischt. Der Glücksfaktor zu Beginn ist halt, wer wieviel Stadt/Kathedralen erhält, aber auch das relativiert sich.

> Das natürlich gegen Ende des Spiels mehr Revolten kommen,
> liegt in der Natur, aber auch das lässt sich ausnutzen, z. B.
> mit Waffenstillständen und Papstbesuchen.

In der Tat. Ich find's auch nicht so toll aber angesichts des Spielerlebnisses vertrertbar.

> Ich kann nur sagen, in dem Spiel steckt mehr als man nach
> einem Spiel erkennt. Zu dem Zeitpunkt dachte ich auch noch,
> viele Kathedralen und viele eigene Revolten machen den Sieg,
> doch das ist nur eine Strategie.

Das würde ich mehrere Male unterstreichen wollen. K&S ist kein Spiel, das man nach dem ersten Mal beurteilen kann.

Ciao,
Roman


>
> Wolfgang (mag solche aggressiven Spiele eher weniger und
> spielt K&S trotzdem gerne)

Benutzeravatar
Michael Andersch

Re: Noten + These

Beitragvon Michael Andersch » 14. November 2002, 08:05

Karsten schrieb:
>
> Ein Spiel mit mehr als 2,5 oder so gilt doch schon schon als durchgefallen

Tatsächlich? Bei mir nicht:

1= klarer Kauf
2 = Kauf, aber erst wenn ich mit den 1ern durch bin
3 = wahrscheinlich kein Kauf, aber ich würde es mitspielen
4 = Ich würde es unter Protest mitspielen
5 = ich würde es vielleicht spielen, das aber auch nur wenn ich keine Alternativen hätte, meine Zeit sinnvoller zu nutzen
6 = Schrott, funktioniert nicht

Micha

Benutzeravatar
Hanno Schwede
Kennerspieler
Beiträge: 392

Re: Noten + These

Beitragvon Hanno Schwede » 14. November 2002, 09:08


> 1= klarer Kauf
> 2 = Kauf, aber erst wenn ich mit den 1ern durch bin
> 3 = wahrscheinlich kein Kauf, aber ich würde es mitspielen
> 4 = Ich würde es unter Protest mitspielen
> 5 = ich würde es vielleicht spielen, das aber auch nur wenn
> ich keine Alternativen hätte, meine Zeit sinnvoller zu nutzen
> 6 = Schrott, funktioniert nicht


Sollte dann aber so auf dem Stimmzettel als erklärung stehen *gg* damit alle die gleich Bewertungsbasis haben.

Hanno

Benutzeravatar
Karsten

Re: Noten + These

Beitragvon Karsten » 14. November 2002, 12:53

Michael Andersch schrieb:
>
> Karsten schrieb:
> >
> > Ein Spiel mit mehr als 2,5 oder so gilt doch schon schon
> als durchgefallen
>
> Tatsächlich? Bei mir nicht:
>
> 1= klarer Kauf
> 2 = Kauf, aber erst wenn ich mit den 1ern durch bin
> 3 = wahrscheinlich kein Kauf, aber ich würde es mitspielen

na, das ist doch der Beleg. Eine 2,5 bewegt sich schon auf "wahrscheinlich kein Kauf" zu.

Aber ich wette hier und heute mit dir, dass du dir noch einige der Umfrage-2,5-er/2,7-er kaufen wirst, nachdem man nämlich feststellt hat, dass sie besser sind als so manche "Hype"-Kleinstverlag-1,8 von Essen.

Reden wir in einem Vierteljahr nochmal drüber!

Karsten

Benutzeravatar
Heinrich Glumpler

Re: Noten + These

Beitragvon Heinrich Glumpler » 14. November 2002, 13:08

Hi,

2,7 ?!?

Ich wette mit!! Auf deiner Seite, Karsten :LOL: ;-)

Gruesze
Heinrich

Benutzeravatar
Cwali

Re: Noten + These

Beitragvon Cwali » 14. November 2002, 14:30

Karsten schrieb:
> Ein Spiel mit mehr als
> 2,5 oder so gilt doch schon schon als durchgefallen, nicht
> weiter beachtenswert, Mittelmaß etc.

Hehe, StreetSoccer had 2,61 but is for me the best game ever and will stay the
best forever.
I mean, the average valuation of a game doesn't say if someone likes it or not.
But I find it very interesting to see such reactions, not only for the average.
With StreetSoccer the opinions seem to be spread much (I already know that 20
years with that game): from 1 to 6 it was 6x1 16x2 17x3 4x4 3x5, 46 noten in
total.

Groeten,
Corné

Benutzeravatar
Michael Andersch

Re: Noten + These

Beitragvon Michael Andersch » 14. November 2002, 16:45

Karsten schrieb:

> > 1= klarer Kauf
> > 2 = Kauf, aber erst wenn ich mit den 1ern durch bin
> > 3 = wahrscheinlich kein Kauf, aber ich würde es mitspielen
>
> na, das ist doch der Beleg. Eine 2,5 bewegt sich schon auf
> "wahrscheinlich kein Kauf" zu.

Ja. Aber zwischen "Kein Kauf" und "Durchgefallen" gibt's bei mir noch jede Menge dazwischen.
Ich hätte bei 3 auch noch ergänzen können "...mitspielen, um die Reize vielleicht noch herauszufinden und es zu einer 2 werden zu lassen"

> Aber ich wette hier und heute mit dir, dass du dir noch
> einige der Umfrage-2,5-er/2,7-er kaufen wirst, nachdem man
> nämlich feststellt hat, dass sie besser sind als so manche
> "Hype"-Kleinstverlag-1,8 von Essen.

Das mit Sicherheit. Aber nur, weil die Umfragenoten sich mit den meinigen nicht immer decken. Aber ich würde z.B. ein Spiel, dem ICH eine schlechte Note gegeben habe (meine Schafe Deine Schafe, z.B.) mit Sicherheit nicht kaufen.

VG,
Micha

Benutzeravatar
Jost Schwider

RE: Verschwörungstheorie?!?

Beitragvon Jost Schwider » 14. November 2002, 18:47

"Heinrich Glumpler" hat am 13.11.2002 geschrieben:

> jetzt bin ich aber zweifach neugierig.

:-))

> Wo hast du denn den 4-Tages-Verlauf gesehen?

Spiele, welche am ersten Tag ganz oben standen, sind am letzten Tag nicht mehr auf der Pinwand zu sehen gewesen.
BTW: Gibt es eventuell irgendwo noch die Tages-End-Noten?

> Und wie meinst du das "es wurde gegen/für bereits
> benotete Spiele gestimmt"??

Wenn man mal "heimlich" gespickt hat, wie die Leute abgestimmt haben... Da konnte man einiges erkennen. :-/
Da wurde erst geschaut, wie ein bestimmtes Spiel gerade steht, und dann - davon abhängig! - benotet. ("Ach, das Spiel hat nur eine 2.5, da gebe ich mal eine 1, damit es hinten wieder paßt.")
Oder jemand verteilte fast nur 1en und 6en, als ob es nichts dazwischen gäbe... :roll:

Viele Grüße
Jost aus Soest (sprich: "joost aus soost")

Benutzeravatar
Heinrich Glumpler

RE: Verschwörungstheorie?!?

Beitragvon Heinrich Glumpler » 14. November 2002, 22:25

Hi,

das erklärt manches - wenn man sich was zurecht erklären möchte ;-) - ich denke, solange man die Noten nicht zu ernst nimmt, erfüllen sie zumindest den Zweck, die *Namen* der Spiele bekannt zu machen :LOL:

Gruesze
Heinrich

Benutzeravatar
Udo Möller

Re:Fair Play Scout Noten

Beitragvon Udo Möller » 17. November 2002, 03:42

Michael Schmidt schrieb:
> Oder die Werewölfe vom Düsterwald.
> Konnte man das überhaupt probespielen? :-?

Ja, das konnte man Probespielen! Hab selbst etwa 10 min zugeschaut, aber meine Freundin wollte nicht Probespielen, deshalb auch keine Note. Denn meine abgegebenen Noten stammen nur von auf der Messe gespielten Spielen!

> Dann fällt natürlich sofort, der Kleinverlag und
> Interesse-Bonus auf. Die ersten 8 Plätze werden nur von
> kleineren Verlagen belegt. Klar, viele Leute haben sich auf
> die Kleinverlage gestürzt und die grossen links liegen
> gelassen. Das soll nicht heisen, dass die Spiele die Note
> nicht verdient haben, aber ohne ein Korn Salz können sie wohl
> auch nicht genossen werden.
Vollkommen korrekt! Allerdings ist Trias für mich zusammen mit FFF bisher das beste neue Spiel - hatte ich beide auf der Messe nicht spielen (können). Denn da gibt es bei den Kleinverlagen auch ein Problem - nicht nur bei den Großen, die zumindest jede Menge Spielfläche haben und deren Spiele potenziell viel häufiger gespielt worden sein sollten.

> Im Gegensatz dazu haben sich die grossen Verlage einen Malus
> eingefangen. Überfüllte Stände und bei Vielspielern
> tendenziell unbeliebte Aufgüsse. Carcasonne J&S ist sicher
> nicht so schlecht, wie es die Fair Play Noten machen. Nach
> einigen Beiträgen zum HdR Risiko und J&S kann ich mir schon
> ganz gut vorstellen, wie die extremen Noten zustande
> gekommen sind. ;-)
Vollkommen einverstanden - aber wer braucht ein Herr der Ringe-Risiko oder ein Pokemon-Monopoly oder ein Star Wars -Schach?

Spiele Grüße

Udo [Der Krone und Schwert noch nicht getestet hat, es aber gerne testen würde]

Benutzeravatar
Roland G. Hülsmann
Kennerspieler
Beiträge: 2598

Re:Fair Play Scout Noten

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 17. November 2002, 11:31

Udo Möller schrieb:

> aber wer braucht ein Herr der Ringe-Risiko ...

Jeder, der Herr der Ringe Fan ist und sich ein besseres RISIKO wünscht, daß auch vernünftig zu zwei spielbar ist. Gerade (aber nicht nur) zu zweit erhält das doch in die Jahrte gekommene RISIKO eine längst notwendige Frischzellenkur. Die reisende Gemeinschaft des Rings sorgt für eine deutlich verküzte planbare Spieldauer, die Abenteuerkarten und die neue Punktwertung für neue und vielfältigere Taktiken und Strategien.

> ... oder ein Pokemon-Monopoly ...

Eltern, die gerne MONOPOLY spielen (solche gibt es, sonst wäre es nicht das meistverkaufte Spiel der Welt) und das Spiel ihren von POKEMON faszinierten Kindern nahebringen wollen oder auch nur Eltern, die ihre von POKEMON faszinierten Kinder von Gameboy und N64 hin zum Brettspiel führen wollen ... oder Kinder, die von POKEMOM begeistert sind und auch - ebenso wie ihre Eltern - vom Brettspiel-Virus befallen sind. Aus letzterem Grund haben wir es angeschafft. (BTW: Eine der wenigen MONOPOLY-Ausgaben mit Zusatzregeln, die vom Thema her kommen und ein paar reinre glückselemente reinbringen, die es auch Kindern erlauben, den Erwachsenen mal eines auszuwischen ... und das braucht es im Brettspiel für Kinder und Erwachsene.)

> ... oder ein Star Wars-Schach?

STAR WARS Fans, die gerne Schach spielen. Gerade bei Schach gibt es so viele unterschiedliche Figurensets und Brettgestaltungen, daß es eher verwunderlich wäre, wenn es bestimmte Themen NICHT gäbe.

Würden diese Spiele nicht gebraucht werden, würde sie niemand kaufen und es würde sie niemand produzieren. Ohne Nachfrage kein Angebot.

Gruß
Roland (bekennender Herr der Ringe Fan)

Benutzeravatar
Udo Möller

Re:Fair Play Scout Noten

Beitragvon Udo Möller » 17. November 2002, 13:36

Roland G. Hülsmann schrieb:
>
> Udo Möller schrieb:
>
> > aber wer braucht ein Herr der Ringe-Risiko ...
>
> Jeder, der Herr der Ringe Fan ist und sich ein besseres
> RISIKO wünscht, daß auch vernünftig zu zwei spielbar ist.
> Gerade (aber nicht nur) zu zweit erhält das doch in die
> Jahrte gekommene RISIKO eine längst notwendige
> Frischzellenkur. Die reisende Gemeinschaft des Rings sorgt
> für eine deutlich verküzte planbare Spieldauer, die
> Abenteuerkarten und die neue Punktwertung für neue und
> vielfältigere Taktiken und Strategien.
Ja, das mag sein, aber hätte nicht ein einfaches: Neue Ausgabe-jetzt mit Zweierregel noch schneller und besser spielbar! gereicht? Muss es denn gleich ein Merchandising-Produkt werden?
Ich mag den Herrn der Ringe sehr, spiele selbst mit Begeisterung das Middle Earth-Sammelkartenspiel, dass in meinen Augen die Geschichte und diese Welt nahezu perfekt wiedergibt, aber gerade deswegen so kompliziert ist. Aber diese ganze Merchandising-Hype um den Herrn der Ringe geht mir so auf die Nerven, dass ich da auch ein potentiell gutes Spiel links liegen lasse, weil ja "HdR" drin ist! Ein SPiel wird doch nicht deshalb gut, nur weil ein paar Hobbits einen Ring vernichten wollen und dabei gegen Orks und den bösen Sauron kämpfen!
Bsp.: HdR-Kartenspiel von Ravensburger (Reiner Knizia) Mit irgendwelchen lustigen Comicfiguren hätte es mir -vielleicht?- Spaß gemacht, aber mit Gimli, Gandalf und Legolas drauf - platt und aufgesetzt. Nein danke.

> > ... oder ein Pokemon-Monopoly ...
>
> Eltern, die gerne MONOPOLY spielen (solche gibt es, sonst
> wäre es nicht das meistverkaufte Spiel der Welt) und das
> Spiel ihren von POKEMON faszinierten Kindern nahebringen
> wollen oder auch nur Eltern, die ihre von POKEMON
> faszinierten Kinder von Gameboy und N64 hin zum Brettspiel
> führen wollen ... oder Kinder, die von POKEMOM begeistert
> sind und auch - ebenso wie ihre Eltern - vom Brettspiel-Virus
> befallen sind. Aus letzterem Grund haben wir es angeschafft.
> (BTW: Eine der wenigen MONOPOLY-Ausgaben mit Zusatzregeln,
> die vom Thema her kommen und ein paar reinre glückselemente
> reinbringen, die es auch Kindern erlauben, den Erwachsenen
> mal eines auszuwischen ... und das braucht es im Brettspiel
> für Kinder und Erwachsene.)
Da gebe ich dir in gewissem Sinne recht. Wir hatten aber den anderen Fall: auf unseren Spieletagen wurde es immer wieder von Kindern ausgeliehen. Diese haben sich aber nie länger als 10min mit diesem Spiel beschäftigt, weil es ihnen nicht um Monopoly, sondern um Pokemon ging. Sobald die festgestellt hatten, dass es ein Monopoly war, war es nicht mehr interessant.
Für mich zieht hier nur der Merchandising Hype.

> > ... oder ein Star Wars-Schach?
>
> STAR WARS Fans, die gerne Schach spielen. Gerade bei Schach
> gibt es so viele unterschiedliche Figurensets und
> Brettgestaltungen, daß es eher verwunderlich wäre, wenn es
> bestimmte Themen NICHT gäbe.
Schön, also Merchandising, kein neues Spiel. :-) Natürlich ist es für den Fan toller , mit Jabba-the-hut oder R2D2 zu ziehen, als mit einer Burg oder einem Pferd. ;-) Macht ja auch einen gewaaaaltigen Unterschied.... :-) Aber imemrhin zeigt das, dass das Auge mitspielt! :-)


> Würden diese Spiele nicht gebraucht werden, würde sie niemand
> kaufen und es würde sie niemand produzieren. Ohne Nachfrage
> kein Angebot.
Ob sie "gebraucht" werden, weil sie gekauft werden, möchte ich bezweifeln. Gäbe es sie nicht, würde sie keiner vermissen! Vor Puerto Rico hat es auch niemand vermisst - gibt es ein Spiel aber erst mal, brauche ich es auch! ;-)

> Gruß
> Roland (bekennender Herr der Ringe Fan)

Gruß zurück von LUdo [auch bekennender HdR-Fan - aber Gegner von Merchandising und heute ein bißchen ketzerisch gestimmt ;-)]

Benutzeravatar
Roland G. Hülsmann
Kennerspieler
Beiträge: 2598

Re:Fair Play Scout Noten

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 17. November 2002, 13:59

Udo Möller schrieb:

> Ja, das mag sein, aber hätte nicht ein einfaches: Neue
> Ausgabe-jetzt mit Zweierregel noch schneller und besser
> spielbar! gereicht? Muss es denn gleich ein
> Merchandising-Produkt werden?

Vielleicht, hätte es auch ein anderes Thema getan, aber ich finde gerade dieses Thema toll. Eine Schlacht im Fatasysbereich finde ich atmosphärisch wesentlich prickelnder, als eine solche in der schnöden realen Welt. (In der realen Welt hoffe ich hingegen inständig, daß reale Kriege vermieden werden und der amerikanich-europäische Wirtschaftskrieg nicht zu einem realen Krieg im Irak führt.) Und wenn es schon Fantasy ist, was könnte dann besser sein, als "Herr der Ringe"?

Und selten hat ein Merchandising so gute Produkte hervorgebracht, wie im Zuge von Herr der Ringe. Die Qualität der Merchandising-Produkte hat m.E. im Allgemeinen zugenommen. Auch die Harry-Potter-Brettspiele sind vielleicht keine spielerischen Offenbarungen, aber trotzdem solide Arbeiten!

> Ein SPiel
> wird doch nicht deshalb gut, nur weil ein paar Hobbits einen
> Ring vernichten wollen und dabei gegen Orks und den bösen
> Sauron kämpfen!

Gewiß nicht. Aber ein gutes Spiel wird m.E. durch dieses Thema aufgewertet. Wie Du selbst feststellst: Das Auge spielt mit! ;-)

>>> ... oder ein Pokemon-Monopoly ...

> Da gebe ich dir in gewissem Sinne recht. Wir hatten aber den
> anderen Fall: auf unseren Spieletagen wurde es immer wieder
> von Kindern ausgeliehen. Diese haben sich aber nie länger als
> 10min mit diesem Spiel beschäftigt, weil es ihnen nicht um
> Monopoly, sondern um Pokemon ging.

Dann hätte auch ein MONOPOLY ohne Pokemon auch nicht geholfen. Vielleicht waren die Kinder auch zu jung oder es fehlte an erwachsener Einführung in das Spiel? (Die Spielregel ist leider nicht sonderlich kindgerecht.)

>>> Schach

> Schön, also Merchandising, kein neues Spiel. :-)

Richtig. Wäre doch langweilig wenn es nur EINE Sorte von Schachfiguren gäbe? (BTW: Warum gibt es noch kein HdR-Schach?)

Gruß Roland

Benutzeravatar
peer

HDR Schach

Beitragvon peer » 17. November 2002, 15:13

Hi,
Roland G. Hülsmann schrieb:
neues Spiel. :-)
>
> Richtig. Wäre doch langweilig wenn es nur EINE Sorte von
> Schachfiguren gäbe? (BTW: Warum gibt es noch kein HdR-Schach?)

Gibt es! (Foto: Siehe LINK)
ciao,
Peer

Benutzeravatar
Jost Schwider

RE: Fair Play Scout Noten

Beitragvon Jost Schwider » 18. November 2002, 09:37

"Udo Möller" hat am 17.11.2002 geschrieben:

>> Jeder, der Herr der Ringe Fan ist und sich ein besseres
>> RISIKO wünscht, daß auch vernünftig zu zwei spielbar ist.

> Ja, das mag sein, aber hätte nicht ein einfaches: Neue
> Ausgabe-jetzt mit Zweierregel noch schneller und besser
> spielbar! gereicht?

Man kann uch genau andersrum argumentieren: Muss jede Neuauflage das selbe Thema haben? Solange das Spiel selbst gut ist, sollte das Thema aber egal sein.

> Bsp.: HdR-Kartenspiel von Ravensburger (Reiner Knizia) Mit
> irgendwelchen lustigen Comicfiguren hätte es mir
> -vielleicht?- Spaß gemacht, aber mit Gimli, Gandalf und
> Legolas drauf - platt und aufgesetzt. Nein danke.

Mit "Donald", "Pluto", etc. wäre es nicht aufgesetzt gewesen? ;-)

Wen dich Themen stören (zu sehr ablenken?), solltest du ausschließlich (gesichtslose) abstrakte Spiele spielen.

>> > ... oder ein Pokemon-Monopoly ...
>
> Da gebe ich dir in gewissem Sinne recht. Wir hatten aber
> den anderen Fall: auf unseren Spieletagen wurde es immer
> wieder von Kindern ausgeliehen. Diese haben sich aber nie
> länger als 10min mit diesem Spiel beschäftigt, weil es
> ihnen nicht um Monopoly, sondern um Pokemon ging.

Aber: Hätten sie sich mit einem "normalen" Monopoly länger bschäftigt?
Und: Wenn nur 10% aller Pokemon-Spieler Interesse für ein Brettspiel finden würden...

Viele Grüße
Jost aus Soest (seit gestern glücklicher Besitzer der HdR-4er-DVD-Box)


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 36 Gäste