Beitragvon Wolfgang Ditt » 13. November 2002, 21:12
Hallo Marcel,
wenn ich dein erstes Posting richtig verstanden habe, hast du K&S bisher einmal gespielt. Da es dir offensichtlich nicht gefallen hat, hast du zwei Möglichkeiten: du lässt die Finger davon oder du gibst dem Spiel eine erneute Chance.
Nicht gut finde ich, dass du mit zahlreichen Vermutungen dem Spiel funktionsunfähig nachsagen willst. Ich liste hier einmal die Punkte auf, wie ich sie sehe:
> Der Angriff von fremden Ländern kann natürlich anfangs eine
> nette Strategie sein um grosse Städte des Gegners zu
> verhindern.
Der Angriff auf fremde Länder ist auch zu Beginn teuer, kostet er mindestens eine Karte und um Sicherheit zu bekommen noch mehr. Angriffe kommen vor, doch ist dies mehr eine Regel, damit Spieler nicht durch starke Expansion eingeschlossen werden können.
> Letztendlich läufts auch hier nur darauf hinaus,
> Kathedralen zu bekommen bzw. diese dem Gegner vorzuenthalten.
Ein gut verbundenes Gebiet hat seine Vorteile, auch zur Absicherung von Wäldern am Rand. Die Punkte am Ende sind nicht das Gelbe vom Ei, aber sie sind hoch genug, um interessant genug zu sein.
> Kleine Städte bauen ist eher Unsinn, höchstens wenn gar nix
> anderes mehr geht. Die 2 Städtewertungen(Karten) sind zwar
> ganz nett, aber wenn man grade König ist bringen die auch
> nichts, insofern unnötiges Risiko, gehe ich also doch besser
> auf Burgen(und ausserdem können die Städtepunkte niemals die
> Revoltenpunkte ausgleichen, sind eher ein netter Bonus).
Das ist ein Irrtum, dem ich nach dem ersten Spiel auch unterlag. Kleine Städte sind billiger als große und bringen bei den Städtewertungen auch jeweils einen Punkt. Am Spielende gibt es dan nochmals einen. Man darf die Städtewertungen nicht aus den Augen lassen, ein kleiner Stapel mit beiden Städtewertungen und man sollte vielleicht Karten nehmen, damit man davon profitiert und den amtierenden König schädigt. Ich hatte als König einmal das "Vergnügen", eine Städtewertung vor der Spielendekarte zu bekommen (auch noch in meinem Zug). Das hat mich den Sieg gekostet.
> ... Gegen
> Ende des Spiels hat der Gegner schon einige Burgen ud da kann
> der Angriff teuer werden.
Ja, Burgen schützen dagegen gut, schnell zu Beginn zwei, drei Burgen und in der Richtung hat man ganz schnell Ruhe.
>Den Papst behält man natürlich das
> ganze Spiel auf der Hand und benutzt ihn erst am Ende wenn
> man maximal Punkte dafür bekommt. Bekommt man beide Päpste
> (oder sind 3 drin?) behalte ich natürlich beide.
Es sind drei und die behalte ich nicht bis Spielende um sie dann auf der Hand zu haben, weil ich nicht König geworden bin. Oder aber die Mitspieler ziehne Karten, Karten, Karten ... bis zum Spielende.
> Länger König
> bleiben indem man Handkarten hortet ist im 5 Spieler-Spiel
> sinnlos, soviele Karten kann man gar nicht sammeln um 4
> Revolten zu überstehen.
Das ist auch gut so, so wird es jeder Mal. Das Spiel lebt davon, dass der König wechselt.
> Auch diese weisse Flagge(weiss gar
> nicht mehr wie die heist) ist ein reines Glückselement das
> völlig beliebig ins Spiel kommt (ich habe rein gar nix gegen
> Glücksspiele, aber in diesem Falle ist das wohl eher
> "destruktives Glück". Und das nervt).
Nun, wenn sie einfach nur gespielt wird, ohne zu überlegen, bei wem eine Revolte scheitern soll, dann ja. Ein gut platzierter Waffenstillstand hingegen ist wie der Hinterhalt ein feines taktisches Element.
Wenn dich diese Glückskomponente stört, dann lass die Finger von K&S. Ich möchte die 5% Glück bei Capitol nicht, also spiel ich es nicht, während andere es mit Begeisterung tun.
Wolfgang