Hallo Jörg,
ich habe die Dartmoor-Spiele noch nie gespielt, kann also zu denen nichts sagen. Ich denke aber, der von Dir erwähnte Effekt (hier zerreißens alle, die angesprochenen Links tun das nicht) kann sehr stark mit der Zielgruppe der Zeitschriften zusammen hängen: es sind ja eher vom computerinteressierten Menschen ausgehende Zeitschriften, der hat das Spiel eben nicht, wie viele hier, schon 7-11 Mal mindestens gespielt und sich zusätzlich mit anderen über die Taktikmöglichkeiten unterhalten, für den ist die KI ein Hammer, für einige hier ein Witz.
Frage ist nun: ist es überhaupt möglich, bei einem derartigen Brettspiel, "auf die Schnelle" eine KI zu programmieren, die auch geübte Spieler fordert (ich wette, dass "nein"). Nicht umsonst ist bei fast allen "Rundenstrategie-PC-Spielen" der Computer auf höheren Levels am Schummeln oder mit Zusatzstärke vollgepackt. Wie lange hat es gedauert, bis Schach eine KI bekam, die eines erfahrenen menschlichen Spielers würdig war? Wie lange würde es dauern, eine "selbstlernende KI" zu tunen oder sich tunen zu lassen, bis sie erträgliche Spielstärke erreicht?
Zweite Frage: sind wir die Primärzielgruppe entsprechender Software und müssen wir uns daher "aufregen"? Das wird Dartmoor wissen.
Von daher bin ich für die Vorwarnung dankbar, dass diese Spiele für E&T-Profis wohl eher nichts sind. Was aber nicht heißen muss, dass Dartmoor einen schlechten Job bei der Umsetzung abgeliefert haben muss.
Tschüß
Marten