Beitragvon Günter Cornett » 29. November 2005, 13:09
Norman Bates schrieb:
>
> hallo Günter,
>
>
>
>
> > > Nach der Normierung haben alle 3,1
> >
> > Hall und Messescout haben ein Bewertungsspektrum von 1-6 bzw.
> > 6-1, also die gleiche Spannweite.
>
> ja, aber die Mittelwerte sind nicht gleich. Gerade auf einer
> Messe, oder in bestimmten Spielekreisen führt die allgemeine
> Begeisterung gerne mal zu besseren Noten.
>
>
>
> > Verstehe ich dich richtig: Du nimmst den Durschnitt aller
> > Noten einer Quelle und änderst die Benotungen anschließend
> > so, dass alle Quellen den gleichen Durchschnitt aufweisen?
>
> rrrichtig
>
>
>
> > Findest du solch ein Verhalten nicht etwas zweifelhaft?
>
> nein.
>
> Es sind einfach viel zu viele Spiele auf dem Markt.
> Problembeispiel:
> Werter A gibt immer gute und sehr gute Noten, Werter B nur
> mittlere und schlechte. Wenn A und B nun unterschiedliche
> Spiele bewerten, erschiene bei unmodifizierten Mittelwerten
> der Eindruck, dass alle von A getesteten Spiele besser seien
> als die von B.
Nun, es gibt Leute, die bewerten jedes Spiel.
Und es gibt Leute, die bewerten nur Spiele, die sie gut finden.
Die Wertungen letzterer werden dadurch nach unten 'korrigiert'.
> Durch die Normierung werden nun zwar die Noten verändert, ich
> erhalte aber für A und B jeweils die Aussage, ob ein Spiel
> "besser als der Durchschnitt" ist, oder schlechter. Das ist
> einfach vergleichbarer!
Natürlich ist es so einfacher für dich. Aber das muss nicht automatisch richtiger sein. Wenn jemand sich nicht negativ über bestimmte Spiele äußern möchte, dann sind seine Noten so zu interpretieren, dass alle von ihm bewerteten Spiele besser als der Durchschnitt sind. Du ziehst solche Bewertungen runter.
> Spiele, die von A und B gemeinsam bewertet werden, haben dann
> auch nicht mehr den zwangsläufigen mittleren MW.
Nein, sie haben eine Zufallswertung.
> Durch die Kombination von solchen relativen Bewertungen
> entstehen äusserst verläßliche Ergebnisse. Anderes Beispiel:
verläßlich aussehende Ergebnisse
> Ich habe mal versucht, die Aussagekraft der "Spiel des
> Jahres" und "DSP/Goldener Pöppel" zu ergründen. Ergebnis:
> 0,28 Korrelation SdJ zu meiner Tabelle
> 0,21 Korrelation DSP zu meiner Tabelle
> 0,36 Korrelation SdJ+DSP zmT
> (Ohne auf die Details eingehen zu wollen. Aber für eine
> kategorisierte Bewertung wie sie durch die Empfehlungslisten
> entstehen, sind das ziemlich gute Werte.)
Es ist nichtssagend. DSP und SdJ geben doch gar keine Noten. Wie mißt du denn die Korrelation?
Prozentanteil der Spiele, die über dem Durchschnitt bewertet wurden und auf der Liste sind?
> > Es sind interessante mathematische Spielereien, aber ich
> > würde nicht 'Spieletest' oder 'Spielebewertung'
> > drüberschreiben...
>
> Ich habe "Übersicht" drübergeschrieben :)
Übersicht über was soll das denn sein?
> > > > > Die Wichtungsfaktoren sind:
> [...]>
> > Und woraus resultieren die?
>
> Wurzel (sqrt) aus Anzahl der Bewertungen (s. Eingangsposting).
> Beispiel:
> BGG: 1188 Bewertungen,
> => Wichtung = 34,467...
je mehr Spiele bewertet werden, desto stärker wird diese Quelle gewichtet?
Wäre es nicht sinnvoller, eine Quelle stärker zu gewichten, je mehr dort abgestimmt haben.
Tja und was ist mit den Leuten, die sich auf mehreren Listen äußern? Es findet eine Verschiebung statt zugunsten der Spiele, die Vielvoter mögen. Was mögen das nur für Leute sein, die von Internetseite zu Internetseite hüpfen, um Spiele zu bewerten, anstatt die Zeit mit einem guten Spiel zu verbringen. Statistikfetischisten. ;-)
> (Anm.: Ich habe auch mal mit dem natürlichen Logarithmus
> experimentiert, bin dann aber zur Wurzel zurückgekehrt.)
besser, du wärest zu deiner Mutter zurückgekehrt... ;-)
> > > http://www.bambusspiele.de/spiele/jamdudel/jamdudel_fr.htm
> > Farbig ist eh nur der Umschlag...
> Aber dafür nicht besonders hübsch (IMHO). :)
nicht so wie deine Mutter, natürlich. :)
Gruß, Günter