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Alea und das Spiel des Jahres Trauma?!?

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Marc
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Re: Alea und das Spiel des Jahres Trauma?!?

Beitragvon Marc » 19. Mai 2009, 11:30

Es ist ja nicht so, dass seit "Puerto Rico" kein guten Vielspielerspiele mehr herausgekommen sind. Nur halt nicht bei Alea.

Woran das liegt, darüber kann ich nur spekulieren:Alea hat seinen Riecher verloren, Alea will solche Spiele wie "PR" eigentlich nicht mehr oder Ravenburger will bestimmte Dinge etc. Oder ganz trivial: Die Autoren gehen überwiegend zu anderen Verlagen. Worüber man dan auch wieder spekulieren könnte :-D

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Klaus Ottmaier
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RE: Alea und das Spiel des Jahres Trauma?!?

Beitragvon Klaus Ottmaier » 19. Mai 2009, 11:39

Hi Marc,

Marc schrieb:
> Mit sagte ein Spielehändler, dass
> die Verkaufseinheit bei Heidelberger größer seien, man muss
> also mehr Spiele bei einer Bestellung kaufen. Das lässt man
> aber, wenn man wenig Verkaufschancen sieht.

vielleicht falsch verstanden, denn genau das ist nicht der Fall. Bei Heidelberger kann man als Händler Spiele einzeln und muss sie nicht in Bundeln bestellen, wobei Letzteres bei großen Spielen andere großer Verlage auch nicht mehr erforderlich ist (dafür eine Mindestbestellmenge).
Bei Heidelberger hat man zusätzlich den Vorteil, dass man Spiele von sehr vielen verschiedenen Verlagen bestellen kann, um seine Bestellung zusammenzustellen.
Der Nachteil ist natürlich, dass man bei Bestellungen direkt bei den Verlagen mehr Prozente bekommen kann.

Durch den Vertriebswechsel soll alea sein Zielpublikum besser erreichen kann, den Fachhandel (kleinere Spieleläden, keine Soielesupermärkte) , denn dort werden die anspruchsvolleren, regellastigeren (oder wie auch immer zu bezeichnenden)Spiele verkauft und nicht bei Kaufhof oder Toys... Die kaufen nämlich sehr große Mengen direkt bei den Verlagen.
Und für den Fachhandel ist Heidelberger einer der wichtigen Partner.

Soweit mein Infostand

Klaus

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ode

RE: Alea und das Spiel des Jahres Trauma?!?

Beitragvon ode » 19. Mai 2009, 12:31

Hi,

ich meine mich erinnern zu können, dass Stefan Brück mal gesagt hat, dass er den Proto eins der beiden Spiele auf dem Tisch hatte, sie aber nicht machen wollte...

ode.

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peer

Re: Alea und das Spiel des Jahres Trauma?!?

Beitragvon peer » 19. Mai 2009, 17:58

Hi,
Hälst du Notre Dame und Im Jahre des Drachens nicht für gut oder nicht für Vielspielerspiele?
Würd mich mal interessieren...

ciao
peer (mag das eine, ist sich beim anderen nicht sicher)

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Stefan Brück-alea
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Beiträge: 197

Re: Alea und das Spiel des Jahres Trauma?!?

Beitragvon Stefan Brück-alea » 19. Mai 2009, 19:00

ferion schrieb:
> Seit Jahren genießt Alea in Vielspielerkreisen einen
> hervorragenden Ruf. Der Verlag nimmt für sich in Anspruch,
> Spiele "mit besonders hohem strategischem Anspruch" zu
> entwickeln. Alea hat diesen Anspruch für mich im großen und
> ganzen über die Jahre hinweg erfüllt und ich habe Jahr für
> Jahr der Veröffentlichung des neuen Alea Spiels mit
> gespannter Vorfreude entgegen gesehen. Leider habe ich aber
> mittlerweile den Eindruck gewonnen, daß sich der Verlag in
> der jüngeren Vergangenheit immer mehr von seinem Motto
> entfernt hat, was ich persönlich als sehr schade erachte.

Hallo Ferion,

findest du es nicht 1. ein wenig übertrieben und 2. ziemlich unangebracht, deine zahlreichen, na sagen wir´s mal vorsichtig, fraglichen Thesen an gerade einmal zwei Spielen festmachen zu wollen?

> Wenn ich die letzten Alea Veröffentlichungen betrachte frage ich mich mittlerweile, ob Alea unter einem - nennen wir es einmal - Spiel des Jahres Trauma leidet.

Was für ein Unfug! Sowohl WIE VERHEXT! als auch ALEA IACTA EST sind beides tolle, unterhaltsame, nicht zu einfache, aber auch nicht zu schwierige Spiele, die jedermann nach einer ersten Partie zu 100% versteht, die deswegen aber nicht seicht oder gar für Vielspieler uninteressant/ungeeignet sind. D.h. sie passen bestens zum Anspruch von alea und damit in unser "Portfolio"!

> Die letzten Alea Veröffentlichungen legen zumindest für mich den Schluß nahe, daß sich Alea - obwohl kommerziell
> nachvollziehbar, aber für Vielspieler wie mich dennoch
> bedauernswerter Weise - von seinem strategischen Anspruch verabschiedet hat, um stattdessen dem Spiel des Jahres Phantom hinterher zu jagen.

Unsinn! Die mittlere (resp. die kleine) Serie war von Anfang an auf einfachere Spiele ausgelegt, oder wie würdest du dir sonst ROYAL TURF oder EDEL,STEIN & REICH erklären!? Ein tatsächhlich [i]wesentliches[/i] Kriterium für die Auswahl eines Spiels für die mittlere Serie ist übrigens, dass es keinen (großen) Spielplan beinhalten darf. Und ohne den gibt es nicht so viele wirklich anspruchsvolle Spiele, weswegen wir ja umso glücklicher waren, mit LOUIS XIV oder AUSGBURG 1520 dafür würdige Vertreter gefunden zu haben! Dies gelingt uns aber nicht jedes Jahr!

> Und daher sei es hoffentlich erlaubt, wenn ich an dieser
> Stelle einmal eine - bewußt provokante - Frage stelle: ist es
> wert, den sehr guten Ruf einer Marke zu riskieren, um einem
> Phantom nachzujagen?

Nun, dann will ich auch mal provokant sein: Unfug hatten wir schon, Unsinn auch, wie wär´s zur Abwechslung mal mit Quatsch!
Kämest du je auf die Idee, Hans im Glück Verrat am so genannten Vielspieler vorzuwerfen, weil sie Spiele wie Carcassonne, Hängende Gärten oder jüngst Maori herausgebracht haben? Wohl kaum, warum dann aber bei alea so - übetrieben! - kritisch!?
Und kannst du mir mal erklären, inwiefern wir mit dem Verlegen von NOTRE DAME (2. Platz DSP) oder IM JAHR DES DRACHEN (4. Platz DSP) irgendeinen ominösen "Ruf" riskiert haben? Und angesichts der zahlreichen, durchweg positiven Kritiken zu WIE VERHEXT! (2. Platz Fairplay Kartenspiel/1. Platz Japan Board Award (noch vor Stone Age bzw. Agricola!!!)) bzw. die Reaktionen, die wir bislang auf A.I.E. erfahren haben, riskieren auch diese Spiele keinen Imageverlust für alea, sondern sie fügen sich bestens in unser eigentlich recht simples Hauptauswahlkriterium ein: "Macht das Spiel vor allem Spaß? So vielen wie möglich?" Und genau danach suchen wir diese Spiele dann auch aus den Prototypen aus: Welches Spiel hat den meisten Testpersonen den meisten Spaß gemacht? So einfach (und ganz frei von den von dir unterstellten ominösen "Überlegungen") kann´s Spieleverlegen sein ... ;o)

> Aus meiner Sicht besteht für Alea die große Gefahr, daß ihnen Verlage wie z.B. Eggertspiele, Ystari, und vielleicht auch Lookout Games (wobei insbesondere Eggert es auch noch schafft, seine Spiele grafik- und komponentenmäßig regelmäßig hochwertig auszustatten) im Zielgruppensegment den Rang ablaufen. Will man das riskieren?

Hmm, schon mal CHANGE HORSE oder jüngst BOMBAY gespielt? Inwiefern sind diese Spiele "vielspieleriger" als WV oder A.I.E.?

> Die letztendlich Verantwortlichen für die Richtung, die Alea zukünftig verfolgt, sitzen vermutlich nicht bei Alea, sondern bei Ravensburger.

Ein für allemal, hier und heute, in aller Deutlichkeit: Wenn alle KollegInnen in der Spielebranche so viele Freiheiten bei der Führung einer Marke und der Gestaltung seiner Inhalte hätten wie ich, wäre die Menschheit sicher wieder ein Stückchen glücklicher.
Es gibt nichts, ich wiederhole [i]nichts[/i], was in den letzten 10 Jahren vom RSV an mir vorbei oder über mich hinweg bezüglich der Marke alea und vor allem bezüglich der Auswahl und Gestaltung der alea-Spiele erfolgt wäre. Jedes Spiel im Programm ist von [i]mir[/i] ausgewählt und umgesetzt worden - frei von jeglicher Einmischung seitens des RSV. Wenn ihr also was zu meckern habt, bitte stets an meine Adresse!
Auch der Wechsel zu Heidelberger geht z.B. stark auf meine Intention zurück, da auch ich der Meinung war und bin, dass diese Art Spiele dort besser aufgehoben ist.

> Eine große Bitte daher an die dortigen
> Entscheidungsträger: gebt dem Alea Team die Freiheit und
> finanziellen Mittel, jedes Jahr 2 Spiele herausbringen zu
> dürfen. Eines, um dem Spiel des Jahres Traum weiter verfolgen

Nochmals: [i]Ich[/i] allein habe - in Rücksprache mit Heidelberger - für letzten Herbst entschieden, keine große Box zu veröffentlichen, weil alles uns bis dahin Vorliegende unseren Anspruch an ein gutes, großes (alea)Spiel nicht erfüllt hat. Es war alles entweder noch nicht ausgereift oder schlichtweg nur mittelmäßig. Doch wenn ich nun sehe, wie einige dieser mittelmäßigen Spiele hier nun doch recht stark gelobt werden, frage ich mich, ob diese Übervorsichtigkeit sich überhaupt lohnt ... ;o)
Und angesichts solcher Threads wie diesem hier dann noch umso mehr, wird diese "Sorgfalt" dann doch tatsächlich negativ ausgelegt und vollkommen misinterpretiert!

vG
Stefan

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Stefan Brück-alea
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Re: Prototypen

Beitragvon Stefan Brück-alea » 19. Mai 2009, 19:03

yzemaze schrieb:
>
> Als Testspieler dessen, was später dann "Wie verhext!" wurde,
> kann ich dieser Vermutung nur eine Absage erteilen. Der
> ursprüngliche Prototyp war selbst in seiner entschärften
> Variante ein respektabler brainburner, wenn auch mit ein paar
> Kanten. Bei der ursprünglichen alea-Zielgruppe (zu der ich
> mich zähle) hätte man damit sicher einiges an Kredit (zurück)
> gewinnen können. Von "Wie verhext!" war ich daher auch eher
> enttäuscht, wenngleich es ohne Zweifel ein schönes, stimmiges
> Spiel geworden ist, fehlt doch das gewisse Etwas.

Hallo YZEMAZE,

frag doch einfach mal den Autor, mit welcher der Versionen er zufriedener ist? Da wird er dir sicher ohne Zögern mitteilen, "mit der Erschienenen ..."
Und die ist auch bei weitem die beste, denn wozu hätten wir´s sonst über ein Jahr betreuen/-arbeiten sollen?

vG
Stefan

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Stefan Brück-alea
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Re: Alea und das Spiel des Jahres Trauma?!?

Beitragvon Stefan Brück-alea » 19. Mai 2009, 19:15

Daniel R. schrieb:

> Das war vor ein paar Jahren. Mittlerweile beugt man sich dem
> Druck (von Ravensburger) jedes Spiel muss ein Minimum-Umsatz
> genererien oder das Projekt Alea muss dicht mach.
> Dementsprechend gross soll die Zielgruppe sein und schwupps
> hast Du seichte Spiele, welche genauso wo anders erscheinen
> könnten.

Und was ist daran so verkehrt? Schande über mich, wenn Carcassonne, Alhambra, Thurn & Taxis und sonstiges bei alea erschienen wäre. Wo wären da bloß die selbstgesteckten Ziele geblieben?

Bitte verwechsle "einfach" nicht mit "seicht" - das ist nämlich bei beiden jüngsten alea-Spielen nicht angebracht!
Manchmal spiele ich viel lieber ein WÜRFEL-BINGO als ein PUERTO RICO, deswegen bin ich aber noch lange nicht kein Vielspieler mehr!

vG
Stefan

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stmountain
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Re: Alea und das Spiel des Jahres Trauma?!?

Beitragvon stmountain » 19. Mai 2009, 19:17

Bravo für diesen Beitrag.

Schließlich kommt es darauf an qualitativ gute Spiele herauszubringen. Mir gefällt beispielsweise Im Jahr des Drachen nicht. Aber dafür Alea zu verurteilen, weil sie kein Spiel gemacht haben, das mir gefällt, ist doch absurd. Man kann doch nur froh, dass die Auswahl an Spielen in den letzten Jahr (zumindestens gefühlt) gestiegen ist. Keiner gezwungen bestimmte Marken zu kaufen.

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Stefan Brück-alea
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Re: Alea und das Spiel des Jahres Trauma?!?

Beitragvon Stefan Brück-alea » 19. Mai 2009, 19:17

Matthias Wagner schrieb:
>
> Ich würde mal sagen mit "Im Jahr des Drachen" lag vor nicht
> allzu langer Zeit ein komplexes Spiel von Alea vor. Ansonsten
> ist man sicherlich darauf angewiesen was einem vorgelegt
> wird. Der Anspruch an komplexe Spiele bei Alea ist ja
> entsprechend hoch und guteSpiele dieser Art wachsen nicht auf
> Bäumen. Was spricht also dagegen sein Programm zu
> diversifizieren ohne dabei die Vielspieler zu vergessen?! Ich
> bin ganz sicher, dass auch bald wieder etwas komplexeres von
> Alea das Vielspielerherz höher schlagen lässt.

Wie ich freudig erkennen muss, gibt´s hier auch noch zahlreiche vernünftige Menschen, die nicht provokant sein wollen, sondern eher dankbar für das sind, was viele, viele Verlage Jahr für Jahr versuchen: Menschen mit Spielen zu unterhalten! Nicht mehr und nicht weniger ...

Vielen Dank.

vG
Stefan

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Stefan Brück-alea
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Re: Alea und das Spiel des Jahres Trauma?!?

Beitragvon Stefan Brück-alea » 19. Mai 2009, 19:26

peer schrieb:
>
> Hi,
> da Du mich direkt ansprichst:
> ode schrieb:
> >
> > Memory. Wir kennen sie alle, betrachten Siedler als
> > einfaches, veraltetes Spiel. Das ist für ungefähr 15000
> > Menschen in Deutschland so (oder wieviele waren es noch,
> > Peer?). Der Rest kann mit RA oder DIE FÜRSTEN VON FLORENZ
> > oder gar WYATT EARP nix anfangen! Für die sind das sehr
> > anspruchsvolle Spiele!
>
> Ja meine Schätzungen bewegen sich zwischen 15.000 und 20.000
> : http://www.spielbar.com/wordpress/2008/01/19/266
>
> Ansonsten gebe ich dir Recht. "Im Namen des Drachen" war das
> letzte große Alea-Spiel (oder hab ich eines vergessen?) und
> das ist vom Anspruch her kaum niedriger als die letztjährigen
> eggert-Neuheiten (Schreibe ich, weil eggertspiele ja
> verglichen wurde) oder die ersten Spiele der Alea-Serie.
> Ähnliches gilt für Notre Dame, das kaum älter ist. Die
> kleinen Alea-Spiele waren (mit wenigen Ausnahmen wie Luis
> oder San Juan) schon immer vom geringeren Anspruch. Auch das
> ist nix schlimmes - eggert bringt auch mal ein Change Horses
> oder John Silver (hieß das so?) raus. Wobei -wenn man ehrlich
> ist - die meisten Alea-Spiele immer noch anspruchsvoller
> sind, als der Durchschnitt der Spieleveröffentlichungen. Und
> genau das sagt die Marke "Alea" aus. Sie sagt nicht "Hier
> erscheinen immer die hochkomplexen Werke für die Vielspieler"
> - vielmehr verstehe ich Aleaspiele als "Gateway-Games":
> Ravensburger-Klientel wird über die Alea-Spiele auf
> anspruchsvolleres als "Würfel-Bingo" und "Cant Stop"
> aufmerksam (beides tolle Spiele übrigens).
>
> Ähnliches gilt für Alea Iacta Est - Es ist ein durchaus
> anspruchsvolles Spiel, im Vergleich mit "Familienspielen"
> (wie Ode ja auch schrieb).
>
> Und noch was : Jonas hat geschrieben, dass Ravensburger Alea
> gerne loswerden würde. Sehr interessant: Woran machst du das
> fest? Und vor allem: Wenn dem so wäre, warum stellen sie die
> Marke denn nicht einfach ein? Haben sie mit FX Schmid auch
> gemacht - trotz Spiel des Jahres - Titel! Wenn die wollten,
> würden sies tun. Da sies nicht tun, sehe ich solche
> Behauptungen als Kaffeesatzleserei an.

Hallo, Peer,

vielen Dank für deinen Beitrag.
Ich glaube wieder an die Vernunft ... ;o)

vG
Stefan

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Matthias Wagner
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Re: Alea und das Spiel des Jahres Trauma?!?

Beitragvon Matthias Wagner » 19. Mai 2009, 20:55

Bitte, bitte :). Ich freu mich auf jeden Fall aufs nächste Alea-Spiel.

VG

Matthias

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yzemaze
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Beiträge: 226

Re: Prototypen

Beitragvon yzemaze » 19. Mai 2009, 21:19

Stefan Brück-alea schrieb:
> Hallo YZEMAZE,
>
> frag doch einfach mal den Autor, mit welcher der Versionen er
> zufriedener ist? Da wird er dir sicher ohne Zögern mitteilen,
> "mit der Erschienenen ..."
> Und die ist auch bei weitem die beste, denn wozu hätten
> wir's sonst über ein Jahr betreuen/-arbeiten sollen?
>
> vG
> Stefan

Hallo Stefan,

die Nachfrage ist nicht nötig. Dass Andreas mit seinen Prototypen/Versionen in vielerlei Hinsicht unglücklich war (vgl. teils radikale Änderungen) und mit "Wie verhext!" sehr zufrieden ist, ist mir bekannt. Das habe ich allerdings auch in keinster Weise bezweifelt oder gar bestritten ;)
Dass euch mit "Wie verhext!" ein wie bereits geschrieben "ohne Zweifel schönes, stimmiges Spiel" gelungen ist, darf man ja durchaus auch als positive Kritik und Bestätigung auffassen, das Spiel zur jetzigen Form gebracht zu haben.
Nichtsdestotrotz ist es meiner (total subjektiven!) Einschätzung nach deutlich leichter als der Prototyp und vermag mich einfach nicht gänzlich zu überzeugen, weil mir eben dieses leicht zähe, schwergewichtige fehlt. Für die Allgemeinheit (= breite Spielermasse) ist es sicherlich die bessere oder auch beste Version - falls du das meintest, kann ich dir nur beipflichten.
Ist ja auch gar nicht schlimm, schließlich habt ihr/hast du in den letzten 10 Jahren derart viele phantastische Spiele auf den Markt gebracht, die auch nach etlichen Partien, endlos langen Diskussionssträngen beim bgg, diversen Taktik-/Strategie-Analysen etc. nicht an Reiz verlieren und nach wie vor immer wieder auf den Tisch kommen und nicht umsonst ein wichtiger Bestandteil meines Spieleregals sind. (In dem i. ü. natürlich auch ein "Wie verhext!" steht, eines der wenigen Spiele aus 2008, die dauerhaft bleiben werden.)

In diesem Sinne: Alles Gute zum Geburtstag und viel Erfolg im neuen Lebensjahrzehnt.

yzemaze (btw: alles klein ;))

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ferion

Re: Alea und das Spiel des Jahres Trauma?!?

Beitragvon ferion » 19. Mai 2009, 21:40

....wer hat gesagt, daß ich die letzten Alea Veröffentlichungen für schlechte Spiele halte?!?!?! Ich spiele beispielsweise (mit der entsprechenden Mitspielerrunde) genauso gerne Bluff und Looping Louie (ich weiß, ich weiß, nicht von Alea) wie ich mit anderen IJdD und PR spiele. Was ich damit sagen will, ist daß sich für mich ein gutes Spiel definitiv NICHT bereits alleine durch die Tatsache definiert, daß es strategisch ist bzw. Nachdenken und Überlegung erfordert. Um mal Stefans Worte zu gebrauchen: es muß Spaß machen. Und diese Anforderungen erfüllen die Alea Spiele für mich (fast) durch die Bank. Das EINZIGE, was ich bemängelt habe ist die Tatsache, daß die anspruchsvolleren Spiele im Verhältnis zu den weniger anspruchsvollen im Zeitverlauf m.E. weniger geworden sind. Die subjektiven Mutmaßungen, die ich daraus gezogen habe, mögen richtig oder falsch, dämlich oder geistreich sein.
PR und FvF waren seinerzeit die ersten Spiele, die bei mir wahre Begeisterung ausgelöst hatten. Es mag nicht besonders rational sein, aber die damit verbundenen Erlebnisse und den Spaß verbinde ich mit der Marke Alea. Natürlich ist es nicht realistisch, jedes Jahr wieder ein Spiel eines solchen Kalibers zu erhoffen. Aber die Erwartungen, die damit bei mir geweckt worden sind, sind naturgemäß nun einmal sehr schwer zu erfüllen . Und falls es tatsächlich so ist, daß - wie Ode weiter oben geschrieben hat - ein Alea Thema regelmäßig auf den Tisch kommt, könnte es meines Erachtens daran liegen, daß es anderen genauso geht. (Segen und Fluch des PR - Erfolgs :-)
DARUM setze ich an Alea höhere Maßstäbe als an alle anderen Spieleverlage. Ich finds bedauerlich, daß mein Post (mit einem zugegebenermaßen nicht besonders cleveren Titel) teilweise recht - sagen wir mal - unverständliche Reaktionen ausgelöst hat. Aber - und das an die Adresse von Stefan - du solltest es m.E. als positiv ansehen, daß "Deine" Marke bei Vielspielern sehr präsent ist und immer wieder zu Diskussionen anregt. Das hat über die vergangenen 10 Jahre wohl kein andere gemacht.
Ich beneide jeden, der die Phantasie, den Grips und die Fähigkeit hat, sich ein Spiel auszudenken, zu entwickeln und zu verbessern. Ich hab sie nicht. Leider! Ohne die Spieleerfinder und diejenigen, die die Spielespreu vom Weizen trennen und finetunen, würde mir (und mit Sicherheit vielen anderen) ein großes Stück Freizeitqualität fehlen.

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Jonni
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Re: Alea und das Spiel des Jahres Trauma?!?

Beitragvon Jonni » 19. Mai 2009, 23:43

Hi ferion,

Ich finde das Thema ja schon auch spannend, gerade weil es zumindest einen anderen Verlag gibt, der eine recht ähnliche Linie verfolgt, aber, anders als alea bisher, mit kommerziellen Erfolgen, die ja eng mit dem SdJ zusammenhängen, reich gesegnet ist.

Es macht mir auch Spass, darüber zu spekulieren, was denn wohl die Gründe für diesen kleinen Unterschied sind, ist es nur das berühmte Quäntchen Glück, oder welches geheimnisvolle Phänomen steckt dahinter...?

Du machst es daran fest, dass Dir die letzten beiden alea-Spiele nicht gefallen, bzw. dass sie meilenweit von der Begeisterung entfernt sind, die ein PR oder ein FvF bei Dir erzeugt haben. Solche Schwankungen sind bei vergleichbaren Verlagen normal, die persönliche Enttäuschung in so einem Fall kann ich verstehen.

Was ich aber nicht in Ordnung finde, dass Du gleich den großen "Szenenversteher" markierst mit der Unterstellung, diese Spiele seien nicht anspruchsvoll und würden die sogenannnten "Vielspieler" nicht bedienen.

Schade, dass Du nicht beim Rosenheimer Spielefrühling warst heuer. Wie Du weißt ist das Publikum dort gemischt, wobei die "Vielspieler" sicher den größten Anteil bilden. Und dort war heuer "Alea iacta est" DER Überraschungserfolg. Was die "informierten Kreise" vorher wohl nicht so auf dem Zettel hatten, das Spiel wurde neben Dominion am häufigsten gespielt und landete von den Bewertungen her in der absoluten Spitzengruppe.

Klar kann man auch diesen Eindruck nicht einfach verallgemeinern. Ich wollte nur meinen Dank für diese interessante Debatte mit der Bitte verbinden, Deinen persönlichen Spielegeschmack nicht zu verallgemeinern und anzuerkennen, dass es auch Leute gibt, die eine ganz andere Einschätzung haben.

Grüße
Jonni

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Yantur
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Beiträge: 87

Re: Alea und das Spiel des Jahres Trauma?!?

Beitragvon Yantur » 20. Mai 2009, 00:12

Aus meiner Sicht hat Alea ein sehr vielschichtiges Spielprogramm, dass sich vor allem durch eines auszeichnet: Durchdachte, zu Ende ausgearbeitete Spiele ohne künstlichen Ballast, ausgestattet mit einer hervorragenden und eindeutigen Spielanleitung.
Einige Spiele daraus gefallen mir besser als andere, was auf Grund des vielseitigen Programms auch logisch scheint. Viele der als komplex dargestellten Spiele (auch bei den gelobten anderen Verlagen wie Eggertspiele [z.B. Cuba], Ystari [z.B. Amyitis] und Lookout Games [z.B. Agricola] haben mittlerweile in meinen Augen aufgeblähte oder langatmige Mechanismen, die in konzentrationslastige Denkarbeit ausarten und der Spielspass dabei für mich auf der Strecke bleibt. Aber auch das sehen Viele anders, ich weiss dies und kann das akzeptieren.

Also Stefan: Bitte die Redaktionsarbeit gewohnt gekonnt weiterführen und sich von ein paar Misepetern nicht die tolle Arbeit abspenstig machen lassen! Ich spiele lieber elegante Spiele mit Spielspass als Spiele mit um den Teufel komm raus konstruierter strategischer Tiefe. Auch für mich ist PR nach wie vor eines der Highlights aus dem Alea Verlag - aber ehrlich gesagt ist das Spiel mit den gut ineinandergreifenden Mechanismen, dem runden Spielablauf und den unterschiedlichen Spielstrategien auf dem gesamten Spielemarkt in meinen Augen eine Ausnahmeerscheinung. Kann man Alea nun schelten, dass nicht mindestens ein zweites, wenn möglich ein noch besseres Spiel bei Alea erschienen ist (natürlich subjektiv bewertet), wenn das sämtliche anderen Verlage auch nicht fertig bringen?
Aber auch bei PR gibt es Leute, denen es zu trocken scheint und die einen Bogen darum machen. Geschmäcker sind nun einmal verschieden – freuen wir uns doch an der Abwechslung, zu der alle Verlage beitragen. Jeder findet sicher weitere Spiele, die ihm einfach Spass machen und die oft auf den Tisch kommen – wahrscheinlich sind das aber bei jedem andere (bei mir z.B. Caylus, Stone Age, Jambo, OFuA,…) und Einigkeit darüber wird unter der Spielerschaft nie herrschen – davon leben die Diskussionen. Aber etwas mehr Respekt vor der Arbeit und Meinung anderer könnte dem Forum hier gut tun. Es wäre doch Schade, wenn das Forum insbesondere von den Verlägen nicht mehr ernst genommen wird.

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peer

Re: Alea und das Spiel des Jahres Trauma?!?

Beitragvon peer » 20. Mai 2009, 08:52

Hi,
Stefan Brück-alea schrieb:

>
> Ein für allemal, hier und heute, in aller Deutlichkeit: Wenn
> alle KollegInnen in der Spielebranche so viele Freiheiten bei
> der Führung einer Marke und der Gestaltung seiner Inhalte
> hätten wie ich, wäre die Menschheit sicher wieder ein
> Stückchen glücklicher.

Tja und genau das ist das Problem. Provokant gesagt: Bringt man jedes Jahr ein anspruchsvolles, aber absolut unoriginelles mittelalterliches Aufbauspiel heraus, das zwar gut designed ist, aber kein Quentchen Innovation bietet, dürfte man einen nicht unwesentlichen Teil der Szene glücklich machen :-)

Oder anders ausgedrückt: Mittlerweile habe ich schon ein paar Mal gelesen, dass eggertspiele oder Ystari-Spiele langsam zum oft dasselbe bieten, dass da die Abwechslung im Verlagsprogramm fehlt. Alea hat Abwechslung im Verlagsprogramm und das ist auch nicht recht. Tja, wie mans macht...

ciao
peer (der meint Alea kann nur zu alter Blüte aufsteigen, wenn Stefan nur noch Prototypen von Herrn Sylvester veröffentlicht)

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Stefan Brück-alea
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Re: Alea und das Spiel des Jahres Trauma?!?

Beitragvon Stefan Brück-alea » 20. Mai 2009, 11:30

Yantur schrieb:
.
.
.
> Aber etwas mehr Respekt vor der Arbeit und Meinung anderer könnte dem Forum hier gut tun. Es wäre doch schade, wenn das Forum insbesondere von den Verlagen nicht mehr ernst genommen würde.

Dem ist nichts hinzuzufügen!

vG
Stefan

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ferion

Re: Alea und das Spiel des Jahres Trauma?!?

Beitragvon ferion » 20. Mai 2009, 20:38

Hi Jonni,

hier scheint bei einigen - aus für mich nicht ganz nachvollziehbaren Gründen der Eindruck entstanden zu sein, ich würde "Alea Bashing" betreiben. Danke daher fürs Feedback, auf das ich bei einigen Punkten gerne eingehen möchte:

> Du machst es daran fest, dass Dir die letzten beiden
> alea-Spiele nicht gefallen....

Das hab ich nie behauptet

> bzw. dass sie meilenweit von der
> Begeisterung entfernt sind, die ein PR oder ein FvF bei Dir
> erzeugt haben....
>

das ist richtig.


> Was ich aber nicht in Ordnung finde, dass Du gleich den
> großen "Szenenversteher" markierst mit der Unterstellung,
> diese Spiele seien nicht anspruchsvoll und würden die
> sogenannnten "Vielspieler" nicht bedienen.
>

In der "Szene" kenne ich mich in keinster Weise aus, was ich nach meinem Dafürhalten aber auch nie behauptet habe. Daß die genannten Spiele wenig anspruchsvoll sind, "unterstelle" ich nicht, denn dies ist eine Tatsache, die ja auch aus der Alea Skala eindeutig hervorgeht. Diese Tatsache betrachte ich allerdings völlig wertungsfrei und vor allen Dingen auch völlig unerheblich im Hinblick auf die Beurteilung des Spaßfaktors für das jeweilige Spiel!!!
Auch habe ich nie behauptet, daß leichtere Aleaspiele Vielspieler aufgrund ihrer weniger ausgeprägten strategischen Komponente nicht "bedienen" würden. Ich bezeichne mich auch als Vielspieler, der wie mit Sicherheit die allermeisten anderen Vielspieler auch - wie im letzten Post erwähnt - abhängig vom Mitspielerkreis genauso gerne lockere wie auch komplexe Spiele spielt.
Was ich gesagt habe, ist, daß Vielspieler gerade mit der Marke Alea sehr hohe Erwartungen im Hinblick auf die Veröffentlichung von strategischen Spielen verbinden, wie aus vielen Postings in den verschiedensten Foren immer wieder hervorgeht (und was Alea als Kompliment auffassen sollte), und daß diese in letzter Zeit imho (zu?!) kurz gekommen sind. Das heißt aber NICHT, daß ich bzw. die "Vielspieler" die anderen Alea Spiele aus diesem Grund als schlecht(er) beurteilen und nicht kaufen würden!!! Auch das habe ich nie behauptet. Ich kann mir sogar gut vorstellen, daß es gerade die "leichteren" Spiele sind, die Alea i.d.R. eine höhere Auflage bescheren als die strategischen.
Über die Gründe, warum die Spiele auf Aleas hauseigener Anspruchskala im Laufe der Jahre weiter nach links gerutscht sind habe ich spekuliert (SdJ). Mein Rückschluß mag falsch sein (sonst wäre es keine Spekulation sondern eine Tatsache, über die nicht zu diskutiert werden bräuchte) und kann daher gerne kritisiert werden. Dafür ist ein Diskussionsforum da. Dass sich die Anspruchsskala aber im Zeitverlauf tendenziell eher nach links geschoben hat, IST eine Tatsache.

Falls Alea also - aus welcher Gründe auch immer - eine Richtung hin zu tendenziell "leichteren" Spielen einschlägt, gibt’s daran für mich nicht das mindeste auszusetzen, obwohl ich es wie gesagt bedauerlich fände, da ich Alea gerade im strategisch anspruchsvollen Bereich höchste Kompetenz zusprechen würde. Das, was ich ALLERDINGS unterm Strich gesagt habe, ist, daß Alea damit meines Erachtens nach den Ruf als DER Strategiehammer-Publizist zu verlieren droht. Ob es schlecht oder gut, wünschenswert oder nicht wünschenswert ist, diesen - wie Stefan sagt "ominösen" Ruf - zu verlieren muß Alea beurteilen. Auf die Auflagezahlen zukünftiger Spiele wird es vermutlich (fast) keine Auswirkungen haben.

In diesem Sinne: danke für den Dank im Hinblick auf die Initiierung einer "interessanten Debatte" :-)
ferion

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ode

Re: Alea und das Spiel des Jahres Trauma?!?

Beitragvon ode » 21. Mai 2009, 01:24

peer schrieb:
Mittlerweile habe ich schon ein paar
> Mal gelesen, dass eggertspiele oder Ystari-Spiele langsam zum
> oft dasselbe bieten, dass da die Abwechslung im
> Verlagsprogramm fehlt. Alea hat Abwechslung im
> Verlagsprogramm und das ist auch nicht recht.

Hi peer!

Hast du das nur gelesen, oder findest du das auch? Ich muss ganz ehrlich gestehen, dass es mich etwas wundert, wenn jemand behauptet, dass es bei Ystari keine Abwechslung gibt.

Ich sehe bei Ystari ganz gewaltige Unterschiede bei den Spielen! Aber wer nur Caylus und Caylus Magna Carta kennemn sollte, der kommt wohl zu dem Ergebnis...

Man kann durchaus sagen, dass Ystari einen gewissen Gestaltungsstil hat. Aber den hat Alea auch (und genau dieser Stil ist auch ein großer Teil davon, was Alea ausmacht). Und auch da gibt es wirklich sehr große Unterschiede. Oder hättet ihr gerne jedes Jahr ein neues Caylus oder Puerto Rico? Kann ja auch wohl nicht so sein...

ode.

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widow-s-cruse

Re: Alea und das Spiel des Jahres Trauma?!?

Beitragvon widow-s-cruse » 21. Mai 2009, 07:20

Hallo Andreas.

ode schrieb:
> Oder hättet ihr gerne jedes Jahr ein neues Caylus oder Puerto Rico? Kann
> ja auch wohl nicht so sein...

Birgt aber auch einen gewissen Erfolg in sich. Siehe Monopoly (schreibt man das so?) :D , Carcassonne oder Catan - und ansatzweise Puerto Rico, San Juan und nun die Schatzkiste.
Der Mensch neigt halt auch zu einer Kontinuität und ist nicht bereit, sich ständig auf Neues einzulassen. Habe ich erst gestern Abend wieder auf dem Gruppenabend feststellen dürfen. :)) Und auch Thorsten mag sich vielleicht nicht auf die Varianz einlassen, die alea nun mal bietet.

Liebe Grüße

Nils

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peer

Re: Alea und das Spiel des Jahres Trauma?!?

Beitragvon peer » 21. Mai 2009, 08:34

Hi,
wie ich geschrieben habe, hab ich den Vorwurf schon ab und an gelesen (ich selber hab zu wenig Ystari-Spiele gespieltr um da Position zu bezioehen). Tenor war, dass -mit Ausnahme von Yspahan- das Spielgefühl immer ähnlich ist.

ciao
peer

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peer

Re: Alea und das Spiel des Jahres Trauma?!?

Beitragvon peer » 21. Mai 2009, 08:42

Hi,

ferion schrieb:

> nach meinem Dafürhalten aber auch nie behauptet habe. Daß die
> genannten Spiele wenig anspruchsvoll sind, "unterstelle" ich
> nicht, denn dies ist eine Tatsache, die ja auch aus der Alea
(...)
> Was ich gesagt habe, ist, daß Vielspieler gerade mit der
> Marke Alea sehr hohe Erwartungen im Hinblick auf die
> Veröffentlichung von strategischen Spielen verbinden, wie aus
> vielen Postings in den verschiedensten Foren immer wieder
> hervorgeht (und was Alea als Kompliment auffassen sollte),
> und daß diese in letzter Zeit imho (zu?!) kurz gekommen sind.
> Das heißt aber NICHT, daß ich bzw. die "Vielspieler" die
> anderen Alea Spiele aus diesem Grund als schlecht(er)
> beurteilen und nicht kaufen würden!!!

Die Frage ist aber: Wieso werden in diesen Debatten (ist ja nicht die erste) "Im Jahr des Drachen" und "Notre Dame" übersehen? IJDD hat einen Anspruch von "5" - nur PR und DHvG haben einen höheren (wobei ich gerade nicht verstehe, wie "Adel verpflichtet" auf einen Anspruch von "5" kommt???), ND liegt mit 4 immer noch über z.B. San Juan.
Beides doch anspruchsvolle Spiele für genau unser Sequment. Merkwürdig...

ciao
peer

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Micha A.
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RE: Alea und das Spiel des Jahres Trauma?!?

Beitragvon Micha A. » 21. Mai 2009, 10:07

"peer" hat am 21.05.2009 geschrieben:
> Hi,
> wie ich geschrieben habe, hab ich den Vorwurf schon ab und
> an gelesen (ich selber hab zu wenig Ystari-Spiele gespieltr
> um da Position zu bezioehen). Tenor war, dass -mit Ausnahme
> von Yspahan- das Spielgefühl immer ähnlich ist.

Bombay, Metropolys, Ys und Mykerinos täte ich auch ausklammern.
Caylus, Sylla, Amyitis und Magna Carta sind vom Spielgefühl her tatsächlich sehr ähnlich (Spieldauer ca. 2h, sehr strategisch, geringer Glücksanteil, nicht sehr fehlertolerant, gleicher Stil der Aufmachung). Aber das sind <50% der Ystari-Spiele, von daher würde ich diese Aussage nicht unterschreiben.

Was ich allerdings unterschreiben würde ist, dass mir bislang alle Ystari-Spiele gut bis sehr gut gefallen haben (wobei Yspahan hier aber eindeutig den letzten Platz einnimmt).

Gruß
Micha
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ode

RE: Alea und das Spiel des Jahres Trauma?!?

Beitragvon ode » 21. Mai 2009, 13:06

Hi!

Bis auf SYLLA kann ich da nur zustimmen! Ich finde auch, dass SYLLA überhaupt nicht mit den anderen Spielen zu vergleichen ist! Besonders vom Spielgefühl!

Und bei mir ist eines auch andersherum: YSPAHAN ist ziemlich weit oben in meiner Liste bei Ystari!!! ;-)

ode.

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Daniel R.
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Re: Alea und das Spiel des Jahres Trauma?!?

Beitragvon Daniel R. » 21. Mai 2009, 14:37

Stefan Brück-alea schrieb:
>
> Und was ist daran so verkehrt? Schande über mich, wenn
> Carcassonne, Alhambra, Thurn & Taxis und sonstiges bei alea
> erschienen wäre. Wo wären da bloß die selbstgesteckten Ziele
> geblieben?

Die ganze Kritik wäre hinfällig, wäre da eben nicht Euer selbstgewählter (!) Slogan. Lasst ihn weg und schon könnt Ihr querbeet veröffentlichen, egal ob anspruchsvoll oder einfach nur unterhaltsam.


> Bitte verwechsle "einfach" nicht mit "seicht" - das ist
> nämlich bei beiden jüngsten alea-Spielen nicht angebracht!

einfach als Gegenteil von kompliziert
seicht als Gegenteil vom komplex

Wie verhext habe ich selber gespielt und es hat mir mit mind. 4 Spielern auch Spass gemacht, aber von besonders grossem strategischem Anspruch ist es nicht. Das ist keine schlechte Eigenschaft, widerspricht nur dem Firmenslogan. Einem Slogan den sich Alea selber gegeben hat.

Die hauptsächliche Entscheidung in "wie verhext" basiert auf dem Einschätzen der anderen Spielern und sich merken, welche Karten schon gelaufen sind. Das ist vorwiegend taktisch, aber nicht strategisch.

Als gelungener Beweis für das Einhalten Eures Slogans führe ich Tadsch Mahal an. Einfache Regeln, aber viele durchaus strategische Entscheidungen! Einfach genug um auch für Gelegenheitsspieler zugänglich zu sein, von den Entscheidungen aber tief genug um auch Liebhaber anspruchsvoller Spiele an den Tisch zu kriegen.

Ein verwechseln von einfach mit seicht sehe ich daher nicht als gegeben.

Viele Grüsse
Daniel


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