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Passiert bei euch das auch meistens ?

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Ralf Arnemann
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Beiträge: 2447

re: Passiert bei euch das auch meistens ?

Beitragvon Ralf Arnemann » 28. Mai 2001, 18:14

> Ich gehöre zu den Denkern, die auch gern mal über
> einen Spielzug sinnieren. Aber nur, wenn es sinnvoll
> ist.
Das ist der Punkt! Selbstverständlich muß bei wichtigen Entscheidungen auch entsprechend Bedenkzeit sein (Deswegen lehne ich, obwohl ich sehr ungeduldig bin und selber sehr kurze Züge mache, Stopuhren ab).
Es gibt Situationen, da würde der undurchdachte Zug eines Mitspielers den Anderen den Spaß mehr verderben als etwas Wartezeit.
> aber wenn sie das für sich tun, während die anderen
> ihre Züge machen, ist das alles halb so wild.
Das ist wohl auch ein wichtiger Punkt.
Wenn jemand plötzlich mit einer unerwarteten Situation konfrontiert wird, ist eine Bedenkzeit angemessen.
Wirklich ärgerlich sind aber die Kollegen, die irgendwo in der Luft rumgucken, wenn die anderen ihre Züge machen, und dann, wenn sie selber dran sind, erst einmal in Ruhe gucken, wie die Welt aussieht.
In der Regel kann man sich die Optionen schon ziemlich ausrechnen, die man bei seinem Zug haben wird und entsprechend vorplanen. Wer das nicht macht, sondern schlicht pennt, belastet die Nerven seiner Mitspieler ziemlich unhöflich.
> Erstens, wir spielen 1830 OHNE Rechnerunterstützung
> (weil wir es blöde finden, wenn sechs Leute einen
> Bildschirm angaffen, statt sich zu unterhalten;
Sehr erstaunlich, das kann ich nicht nachvollziehen.
Das kommt mir so ähnlich vor als würde jemand sagen: Wir finden es blöde, wenn sechs Leute das Spielbrett angaffen, statt sich zu unterhalten.
Will sagen, der Bildschirm wird doch ziemlich genauso benutzt wie ein Anzeigebrett auf dem Tisch - das stört doch nicht.
Und die Spielqualität steigt so deutlich durch die Programmverwendung. Nicht nur allein die kürzere Spielzeit - man wird von so vielen Routinesachen und Berechnungen entlastet und kann sich viel schöner auf das eigentlich Spiel (oder das Gespräch mit den Mitspielern) konzentrieren.

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Hans-Georg Rausch (G´Ork)

re: Passiert bei euch das auch meistens ?

Beitragvon Hans-Georg Rausch (G´Ork) » 30. Mai 2001, 02:11

Hallo -
das ist ja das schöne: Wir haben solche und solche in unseren Kreisen und meistens kann man es sich aussuchen. Da ist man als Grübler nicht alleine und als "Aus-dem-Bauch-heraus"-Spieler auch nicht, und wirkliche Probleme hat es aufgrund von Sanduhr und Kollektivdruck auch noch nie gegeben. Ich sehe da aber insbesondere auch den Unterschied zwischen "offenen Spielekreisen" und der privaten Einladungsrunde.
Welche Spiele ich bevorzuge?
Nun, das ist so global schwierig zu sagen und hängt ganz von meiner Tageslaune und Form ab und mit welchen Spielpartnern ich es zu tun habe. Ich spiele sehr gern 1830, aber auch mal Bluff zwischendurch. Mich reizt eine verhandlungsintensive Partie Händler von Genua genauso wie zuweilen eine Buck-Rogers (Risiko Variante im Weltraum). Insgesamt tendiere ich aber mehr zu Taktik- und Strategiespielen, die auch gut und gern einige Stunden (oder einen ganzen Tag) dauern dürfen, wie meine Eigenentwicklungen beweisen.
Grüße
G´Ork.

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Hans-Georg Rausch (G´Ork)

re: Passiert bei euch das auch meistens ?

Beitragvon Hans-Georg Rausch (G´Ork) » 30. Mai 2001, 02:20

Hallo,
>> Erstens, wir spielen 1830 OHNE Rechnerunterstützung
>> (weil wir es blöde finden, wenn sechs Leute einen
>> Bildschirm angaffen, statt sich zu unterhalten;
>Sehr erstaunlich, das kann ich nicht nachvollziehen.
>Das kommt mir so ähnlich vor als würde jemand sagen: >Wir finden es blöde, wenn sechs Leute das Spielbrett >angaffen, statt sich zu unterhalten.
>Will sagen, der Bildschirm wird doch ziemlich genauso >benutzt wie ein Anzeigebrett auf dem Tisch - das >stört doch nicht.
1. Wir finden es sehr viel interessanter, nicht genau zu wissen, ob eine Bahn / ein Spieler jetzt über einen Geldbetrag verfügt oder nicht. Es hat einfach etwas mit "mehr Spaß" zu tun. Und ein Bankhalter ist auch immer schnell gefunden: Wer die "1" zieht, macht die Bank...
2. Ich habe einmal eine 1835 mit Rechnerunterstützung gespielt. Einer tippte die ganze Zeit die Daten ein und war perse schonmal nicht ansprechbar. Die anderen gafften permanent auf den Bildschirm, um ja keine Zahlen von irgendjemandem zu versäumen. Never again!!
3. Es soll schon vorgekommen sein, daß Rechner mitten in der Partie abgestürzt sind. Das ist, als wenn einer den Tisch umwirft.
4. Beim Brett guckt man zwar auch hin, aber das ist längst nicht so "vereinnahmend" wie ein Bildschirm, wo alle in dieselbe Richtung gucken. Ich habe schon Bildschirmrunden laufen sehen, wenn wir am Nachbartisch was anderes gespielt haben, und irgendwie hatten wir dann immer mehr Spaß...
5. "Nur Bares ist wahres!"
Grüße
G´Ork.


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