> Ich gehöre zu den Denkern, die auch gern mal über
> einen Spielzug sinnieren. Aber nur, wenn es sinnvoll
> ist.
Das ist der Punkt! Selbstverständlich muß bei wichtigen Entscheidungen auch entsprechend Bedenkzeit sein (Deswegen lehne ich, obwohl ich sehr ungeduldig bin und selber sehr kurze Züge mache, Stopuhren ab).
Es gibt Situationen, da würde der undurchdachte Zug eines Mitspielers den Anderen den Spaß mehr verderben als etwas Wartezeit.
> aber wenn sie das für sich tun, während die anderen
> ihre Züge machen, ist das alles halb so wild.
Das ist wohl auch ein wichtiger Punkt.
Wenn jemand plötzlich mit einer unerwarteten Situation konfrontiert wird, ist eine Bedenkzeit angemessen.
Wirklich ärgerlich sind aber die Kollegen, die irgendwo in der Luft rumgucken, wenn die anderen ihre Züge machen, und dann, wenn sie selber dran sind, erst einmal in Ruhe gucken, wie die Welt aussieht.
In der Regel kann man sich die Optionen schon ziemlich ausrechnen, die man bei seinem Zug haben wird und entsprechend vorplanen. Wer das nicht macht, sondern schlicht pennt, belastet die Nerven seiner Mitspieler ziemlich unhöflich.
> Erstens, wir spielen 1830 OHNE Rechnerunterstützung
> (weil wir es blöde finden, wenn sechs Leute einen
> Bildschirm angaffen, statt sich zu unterhalten;
Sehr erstaunlich, das kann ich nicht nachvollziehen.
Das kommt mir so ähnlich vor als würde jemand sagen: Wir finden es blöde, wenn sechs Leute das Spielbrett angaffen, statt sich zu unterhalten.
Will sagen, der Bildschirm wird doch ziemlich genauso benutzt wie ein Anzeigebrett auf dem Tisch - das stört doch nicht.
Und die Spielqualität steigt so deutlich durch die Programmverwendung. Nicht nur allein die kürzere Spielzeit - man wird von so vielen Routinesachen und Berechnungen entlastet und kann sich viel schöner auf das eigentlich Spiel (oder das Gespräch mit den Mitspielern) konzentrieren.