Anzeige

Deutscher SpielePreis bleibt erhalten

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
Benutzeravatar
Harald Schrapers

PR als Webzine?

Beitragvon Harald Schrapers » 14. Dezember 2001, 20:39

Der Unterschied zwischen eine gedruckten Zeitschrift und dem vielfältigen Angebot im Internet ist die Tatsache, dass im Internet jeder ohne irgendeine Qualitätskontrolle veröffentlichen darf. Das ist zwar auch toll. Aber der Vorteil der Pöppel-Revue (und anderer gedruckter Zeitschriften) ist, dass sie zumindest ein Mindestmaß an Kontrolle dessen, was abgedruckt wird haben. Und deshalb ist ein Redakteur (oder eine Redaktion) zwingend notwendig, der die Fäden in der Hand behält, für die Themenverteilung sorgt, die Rechtschreibung überblickt und inhaltliche Standards setzt. Also: wenn man eine gedruckte Zeitschrift ins Internet transformieren will, dann darf das nicht unter Verlust der Qualität geschehen.

Harald

Benutzeravatar
michael weber

Re: PR als Webzine?

Beitragvon michael weber » 15. Dezember 2001, 21:06

da ich selbst in dem bereich arbeite (ich meine jetzt nicht unser online-magazin!), ist mir das durchaus vom grundsatz klar. nur kann ein redakteur nicht aus sch*** gold machen. irgend wie werden ja wohl die unredigierten texte der pr-mitarbeiter nicht ganz so schlecht gewesen sein.

was auswahl usw. angeht, ist es doch eher eine scheinfrage. wie bereits oben erwähnt geht es ja nicht um ein pr-online-magazin, sondern um die weitere veröffentlichung der besprechungen der bisherigen mitarbeiter - so sie denn wollen (und zur rettung der guten qualität).
und hier liegt der eigentliche knackpunkt. wenn die mitarbeiter auch weiterhin besprechungen schreiben (weil sie eh weiter in dem bereich arbeiten oder einfach spass daran haben), dann sind die texte vielleicht nicht redigiert, aber sicher nicht so viel schlechter als die veröffentlichungen in der pr - oder?

mal ganz abgesehen davon, denke ich nicht, dass es im internet keine qualitätskontrolle gibt! nur kann hier jeder tatsächlich prinipiell jeder eine spiel-seite an den start bringen. deshalb gibt es inzwischen ja auch immer mehr (und viele schlechte). mit dem resultat, dass die wenigen guten schwierigkeiten haben, nicht in der masse unter zu gehen (sowohl bei den surfern, als auch bei den verlagen). die idee bei der pr-online ist aber eine völlig andere, sollte deutlich geworden sein. zumal es (nur?) eine spontane idee war...

Benutzeravatar
Roman Pelek

Re: PR als Webzine?

Beitragvon Roman Pelek » 17. Dezember 2001, 02:24

Hi Harald,

Harald Schrapers schrieb:
> Der Unterschied zwischen eine gedruckten Zeitschrift und dem
> vielfältigen Angebot im Internet ist die Tatsache, dass im
> Internet jeder ohne irgendeine Qualitätskontrolle
> veröffentlichen darf.

Exakt - aber ist das so schlimm? Denn über kurz oder lang werden auch im Internet nur die Sites häufig frequentiert, die Qualität zu bieten haben... Und da unterscheidet in letzter Konsequenz auch der Konsument über Wohl und Wehe. Kurzum: gute Arbeit bzw. auch gerade gute redaktionelle Arbeit zeichnet sich auch im Netz aus.

> Das ist zwar auch toll. Aber der
> Vorteil der Pöppel-Revue (und anderer gedruckter
> Zeitschriften) ist, dass sie zumindest ein Mindestmaß an
> Kontrolle dessen, was abgedruckt wird haben. Und deshalb ist
> ein Redakteur (oder eine Redaktion) zwingend notwendig, der
> die Fäden in der Hand behält, für die Themenverteilung sorgt,
> die Rechtschreibung überblickt und inhaltliche Standards
> setzt. Also: wenn man eine gedruckte Zeitschrift ins Internet
> transformieren will, dann darf das nicht unter Verlust der
> Qualität geschehen.

Letztendlich gilt für gute Sites im Internet das gleiche wie für klassische Printmedien, und das sind von Dir oben genannte Punkte. Eine gute Redaktion ist für eine gute Site im Netz genauso unabdingbar wie für ein Printmagazin, wenn das Gesamtbild stimmen soll - insofern sicher: ja :)

Was ich eher noch als Unterschied zwischen Print- und Internetmedium sehen würde, wäre die Zeitkomponente. Bedingt durch den notwendigen Vorlauf eines Printmediums muss es mehr durch Qualität/Fundiertheit und Hintergrundrecherche punkten, während das Internet einen klaren Vorteil in der Aktualität und Interaktivität hat... Aber da kommen wir so langsam vom Thema ab...

Ciao,
Roman

Benutzeravatar
Michael Blumoehr

Re: Deutscher SpielePreis bleibt erhalten

Beitragvon Michael Blumoehr » 17. Dezember 2001, 14:56

michael weber schrieb:

> machst du weiter?

Natürlich schreibe ich weiter über Spiele, das mache ich ja nicht nur für die Pöppel-Revue sondern auch für andere Nicht-Vielspieler-bezogene Publikationen.

Genauso stehe ich auch für Spieler-Publikationen zur Verfügung, wenn man meine Mitarbeit möchte. Sowohl bei einem neu aufzuziehenden Print- als auch Webmedium würde ich aber gerne vorher ein Konzept sehen, an dem man erkennt, wie es die vorhandenen Publikationen ergänzt. Einfach nur Rezensionen der bisherigen PR-Autoren ins Web stellen, scheint mir dann doch etwas wenig zu sein.

> also würde so ein projekt (um den gedanken mal weiter zu
> spinnen), unbedingt einen redakteur benötigen?

Meiner Meinung nach schon. Um eben eine gewisse Qualitätskontrolle zu haben, um eine gewisse Regelmäßigkeit der Erscheinungsweise/Updates zu gewährleisten, etc. Und um natürlich einen Ansprechpartner für Leser und Verlage zu haben.

Grüße,
Michael

Benutzeravatar
Michael Blumoehr

PR-Rezensionen im Web

Beitragvon Michael Blumoehr » 17. Dezember 2001, 15:04

michael weber schrieb:

> es war ja nur die idee, ob mabn nicht die rezensionen, wenn
> die schreiber sie eh verfassen würden, in alter form irgend
> wie retten kann...

Ich kann diese Frage natürlich nur für mich beantworten, die Rezensionen entstanden (natürlich) extra für die PR. Selbst wenn ich das gleiche Spiel noch einmal für eine andere Publikation bespreche, so habe ich nie den PR-Text verwenden können, da er an eine ganz andere Zielgruppe gerichtet war (und natürlich auch viel zu lang und ausführlich).

Grüße, Michael

Benutzeravatar
Harald Schrapers

Re: PR als Webzine?

Beitragvon Harald Schrapers » 18. Dezember 2001, 12:39

Hallo Roman,

nein, Websites ohne „Qualitätskontrolle“ finde ich überhaupt nicht schlimm. Aber ich finde es eben AUCH gut, wenn es Magazin mit redaktionellem Konzept und redaktionelle Verantwortung gibt.

Wobei ich dazu sagen muss: Oft weiß man nicht, wieviel Ahnung der Redakteur vom Thema „Brettspiel“ tatsächlich hat. So hat der für mich zuständige Redakteur („category manager“) bei freenet.meome.de eigentlich keine Ahnung. Sondern er beschränkt sich eigentlich darauf, die Einhaltung journalistischer Grundregeln zu überprüfen.

Ciao

Harald


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 17 Gäste