Beitragvon Gustav der Bär » 23. Juni 2002, 10:34
In der Tat, lieber Günther, scheinen wir eine unterschiedliche Vorstellung von der Bedeutung einiger Begriffe zu haben.
Ich stelle mir unter einem "Judenwitz" einen Witz vor, in dem ein Jude vorkommt, in erster Linie einen, in dem ein Jude die "Hauptrolle" spielt (also die Pointe sich um ihn dreht). Dass dieser Witz die - von mir aus tiefstem Herzen verabscheute - Absicht haben soll, die Massenvernichtung der Juden hoffähig zu machen, ist in meiner Vorstellung von einem Judenwitz nicht enthalten und nach allem, was ich erkennen kann, aus einem lediglich aus "Jude" und "Witz" zusammengesetzten Hauptwort auch nicht heraus zu lesen.
Ein "Häschenwitz" ist eben ein Witz, in dem ein Häschen die Hauptrolle steht, es muss darin nicht notwendiger Weise um die Vernichtung von Häschen gehen.
Ein "jüdischer Witz" ist ein Witz, der von einem Juden geschrieben wurde. Ich weiß aber rein gar nicht über den Autoren des von mit zitierten Witzes, daher bin ich außerstande, ihn als "jüdischen Witz" zu identifizieren.
Einen Witz, der die Ermordung von Juden zum positiv dargestellten Thema hat, bezeichne ich als "antisemischen Witz". Für einen solchen Witz hat sich Ronald nicht ausgesprochen und ich habe keinen erzählt ... es fällt mir daher ein bisschen schwer, nach zu vollziehen, worauf sich das Charakter-Zeugnis stützt, dass du mir ausgestellt hast - wenn nicht einfach nur darauf, dass für dich das, was für mich ein "antisemitischer Witz" ist, ein "Judenwitz" ist, während für mich das, was für dich ein "jüdischer Witz" ist, ein "Judenwitz" ist.
Aber vielleicht müssen wir einfach zur Kenntnis nehmen, dass ich über "Judenwitze" (meiner Definition gemäß) weiterhin auch dann Lachen kann, wenn du deswegen eine Vorstellung von mir als einem infantilen Antisemiten zementierst. So ist die Welt nun mal, lieber Günther: Nicht immer findet man zu einem Konsens.
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ACHTUNG! ES FOLGT EIN WEITERER WITZ MIT JUDEN; DEUTSCHEN UND POLEN!!!
Nur wenige Leute wissen, dass Gott den Menschen am Anfang nur fünf Gebote auf einer Gesetzestafel geben wollte. Aber wie wurden zehn Gebote auf zwei Tafeln daraus? Nun, das ging so:
Als Gott seine Gebote fertig formuliert hatte, stieg er auf die Erde hinab und ging zu den einzelnen Völkern, um sie zu fragen, ob sie die Gebote annehmen wollten.
"Möchtet ihr eine Tafel mit fünf Geboten haben?", fragte er die Franzosen.
"Was steht denn drin?", fragten die Franzosen.
"Zum Beispiel: DU SOLLST NICHT BEGEHREN DEINES NÄCHSTEN WEIB!"
"Nein, danke.", sagten die Franzosen.
"Möchtet ihr eine Tafel mit fünf Geboten haben?", fragte er die Polen.
"Was steht denn drin?", fragten die Polen.
"Zum Beispiel: DU SOLLST NICHT BEGEHREN DEINES NÄCHSTEN HAB UND GUT!"
"Nein, danke.", sagten die Polen.
"Möchtet ihr eine Tafel mit fünf Geboten haben?", fragte er die Deutschen.
"Was steht denn drin?", fragten die Deutschen.
"Zum Beispiel: DU SOLLST NICHT MORDEN!"
"Nein, danke.", sagten die Deutschen.
"Möchtet ihr eine Tafel mit fünf Geboten haben?", fragte er die Juden.
"Was soll sie kosten?", fragten die Juden.
"Gar nichts, die gebe ich euch umsonst.", sagt Gott.
"Dann nehmen wir zwei davon!"
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Auf Xuntheit!
Gustav der Bär
(Peter Gustav Bartschat)