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Merkmale guter Rezensionen

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Tyrfing

Selbstversuch/Wunschbeispiel

Beitragvon Tyrfing » 8. Oktober 2006, 16:46

da ich mich etwas schuldig fühle, bei dem "Leiden des Threads" mitgeholfen zu haben, hab ich mich mal entschlossen selber ein Review zu schreiben, so wie ich mir das in etwa wünschen würde.

Dazu ein paar Dinge vorweg:
- Bilder kann man fast beliebig hinzunehmen oder lassen, ich hab nun eher weniger reingenommen und auch relativ "schlechte", was daran liegt dass ich hier nicht gerade ideale Lichtverhältnisse habe und andererseits nicht auf Bilder zurückgreifen wollte, die andere Leute gemacht haben (Stichwort Urheberrecht).
Die Fotos zeigen also mein Exemplar in einer -zugegeben- schlechten Bildqualität, die ich versuche zu vertuschen indem ich die Bilder eh nur klein drin habe ;)
- Die "Tags" am Ende spielen eher auf eine -nicht vorhande- Seite drumherum an, die idealerweise dann auch Spiele danach filtern und suchen kann.
Ausserdem erhebe ich nicht den Anspruch "alle möglichen" Tags die das Spiel vielleicht erfüllt aufgelistet zu haben.
Die stehen da einfach als Platzhalter für das, was ich mir wünschen würde
- Der Internet Explorer wird euch die Seite um die Ohren hauen.
Das liegt daran, dass ich die Gelegenheit genutzt habe, mir mal CSS2 anzuschauen und der IE das erst mit Version 7 richtig unterstützt.
Opera und Firefox stellen die Seite korrekt dar (genauer: "position:fixed")
- Das Spiel was ich genommen habe ist ein "relativ langweiliges", weil es eben schon dutzende Reviews dazu gibt und ich damit niemanden hier etwas neues erzählen werde. Aber um das Spiel ging es ja auch garnicht...
- Sorry für die Werbung, habs auf einen FreeHoster hochgeladen.. stört die Seite aber nicht erheblich, zumal man es fast komplett ausblenden kann.

Link zum Review:
http://www.geocities.com/the_evil83/puerto.html

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Hendrik

Re: Selbstversuch/Wunschbeispiel

Beitragvon Hendrik » 8. Oktober 2006, 17:32

Hallo Tyrfing,

Die Test-Kritik ist doch sehr gut gelungen:
- Gut strukturiert
- Dadurch alle wichtigen Infos vorhanden

[i]Hätte ich was anders gemacht?[/i]

- Beim Material hätte ich kritisiert, dass alles schön illustriert ist, aber die Gebäude-Plättchen bestehen nur aus Text (was öde wirkt), dass Alea mit dem zur Verfügung stehenden Platz durchaus Attraktiveres hätte machen können sieht man hier: http://www.boardgamegeek.com/image/134387

- Die Anzahl Spieler wird mit 3-5 angegeben. Mit welcher Anzahl spielt es sich optimal? Dies Herauszufinden bedeutet für den Rezensenten je eine Partie zu dritt, zu viert und zu fünft, was sehr aufwändig werden kann. Die Info finden die potentiellen Käufer auf jeden Fall hilfreich.

- Gibt es ein FAQ oder Varianten auf der Verlags oder Autoren-Homepage? (Hinweis genügt)

- In der Rubrik "Spielreiz" würde ich erwähnen ob die Langzeitmotivation sichergestellt ist (oder ob ein Spiel Gefahr läuft, nach drei vier Mal bereits langweilig zu werden).


Cheers
Hendrik

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peer

Re: Selbstversuch/Wunschbeispiel

Beitragvon peer » 8. Oktober 2006, 19:50

Hi,
für eine Internetrezension ist die Rezi gut gelungen. In einem Magazin lese ich lieber Fließtext (schrieb ich ja auch schon). Das liegt einfach daran, dass es auf Dauer langweilig wird, wenn jeder Text gleich strukturiert ist. Es ist natürlich schon eine Kunst viel über ein Spiel zu schreiben und dabei stets originell zu werden. Knopf war darin ziemlich gut (dafür hatte er andere Macken, aber lassen wir das).

ciao
peer

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Tyrfing

verschiedene Medien - verschiedene Ansprüche?

Beitragvon Tyrfing » 8. Oktober 2006, 20:46

Ich denke dass das auch daran liegt, dass ich verschiedene Ansprüche an die verschiedenen Medien habe.

Eine Rezension im Internet lese ich meist um mich kurz über das Spiel zu informieren.
Es gibt meist mehrere Rezensionen und ich kann mir hoffentlich die Anleitung runterladen, wenn ich interessiert bin.
Hier schätze ich es, wenn ich schnell an die für mich relevanten Informationen komme.
Dadurch stört mich auch die gleiche Struktur eher weniger, ganz im Gegenteil das macht das Manövrieren leichter/schneller.

Ein Printmedium nehme ich meist in die Hand und lese es in aller Ruhe.
Hier will ich (auch) einigermassen unterhalten werden.
Eine gleichbleibende Ordnung wäre auf Dauer wohl todlangweilig und würde nicht dazu beitragen mehrere Seiten zu lesen.
Auch habe ich hier ws. nicht die Regeln direkt griffbereit, so dass ich über eine Art Kurzzusammenfassung dankbar bin.


Beim schreiben der Rezension ist mir im noch was aufgefallen, was ich bei Spielen immer gerne sehe.
Und zwar wenn dem Spiel Zipptütchen beiliegen oder noch besser der Karton so ein Design hat, dass ich alles gut reinbekomme ohne es vor jedem Spiel neuzusortieren.

@Hendrik (mag nun keine 2 Postings erstellen, auch wenn diese Baumstruktur es eigentlich so vorsieht)
Deine Verbesserungen sind berechtigt und möglich. Die "tristen" Plättchen haben mich bisher nicht gestört, also bin ich nicht auf die Idee gekommen, diese zu bemängeln. Aber gut, ich sehe ein dass man das hätte schöner machen können.
Etwas "zu schön" (und zuwenig funktionell) hat es im übrigen der hier geschafft:
http://mdoyle2.blogspot.com/2006/07/puerto-rico-ii.html
(Wahnsinn was der teilweise macht)

Ansonsten die Spielerempfehlung wäre etwas, wenn man das Spiel schon gut kennt. Für eine Neuheit ws. eher untypisch.
Genauso wie der "Langspielreiz", der sich ja erst nach langen Spielen einstellt (oder eben leider nicht)

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Angela

Re: [OT] Nein, danke

Beitragvon Angela » 8. Oktober 2006, 21:49

Doch Frank, bring es bitte mit, ich würd´s gern sehen.

Gruß, Angela

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Martin L. Beiwerk

RE: BGG!!!

Beitragvon Martin L. Beiwerk » 9. Oktober 2006, 08:04

Hallo,

Marten Holst schrieb:
>
> Moin,
>
> allerdings verstehe ich Martin und Atti auch so, dass ihnen
> bei ihrem Plädoyer pro BGG die Rezensionsqualität der
> möglichen einzelnen Rezensionen eher egal war, sondern es
> ihnen erst einmal um die Note geht, aus deren Mittelwert und
> Streuverhalten man sicherlich einiges über die grobe
> Gefalltendenz des Spieles ableiten kann.

Ja, aber nicht nur. Es gibt auch von den BGG-Hobbyautoren ganz gute Rezensionen. Die Kurzrezis sind insofern sehr interessant, da einige gezielt auf Schwachpunkte eines Spiels hinweisen. Das sind dann wirklich wertvolle Tipps.

Das eigentlich schöne an BGG ist, dass die Benotungen ständig korrogiert werden können. Dadurch wird ein Spiel, welches keinen Langzeitspielreiz hat, nach und nach absinken.

> Tschüß
> Marten

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Hendrik

Re: Selbstversuch/Wunschbeispiel

Beitragvon Hendrik » 9. Oktober 2006, 12:31

Tyrfing schrieb:
>
> @Hendrik (mag nun keine 2 Postings erstellen, auch wenn diese
> Baumstruktur es eigentlich so vorsieht)
> Deine Verbesserungen sind berechtigt und möglich. Die
> "tristen" Plättchen haben mich bisher nicht gestört, also bin
> ich nicht auf die Idee gekommen, diese zu bemängeln.


Hier darf jeder Rezensent auch eine andere Meinung haben, da die grafiklosen Plättchen den Spielfluss/Übersicht in keiner Weise hemmen.
Ich wollte dieses Grafikversäumnis von Alea nur mal anprangern, da ich dies noch nirgends anderswo gelesen habe. Bin halt ein sehr kritischer Zeitgenosse.

> gut, ich sehe ein dass man das hätte schöner machen können.
> Etwas "zu schön" (und zuwenig funktionell) hat es im übrigen
> der hier geschafft:
> http://mdoyle2.blogspot.com/2006/07/puerto-rico-ii.html

Dieser Mike Doyle hat tatsächlich was auf dem Kasten :-)


> Ansonsten die Spielerempfehlung wäre etwas, wenn man das
> Spiel schon gut kennt. Für eine Neuheit ws. eher untypisch.

Ich wollte noch reinschreiben, dass man erwähnen sollte, ob es
Erweiterungen gibt. Aber wenn ein Spiel neu ist, weiss man das
ja noch gar nicht... höchstens, dass wenn eine erscheint, dass
man einen Zusatz in die alte Rezension reinschreibt.

> Genauso wie der "Langspielreiz", der sich ja erst nach langen
> Spielen einstellt (oder eben leider nicht)

Sehr schwierig zu beurteilen, das stimmt, eine Äusserung nach zwei
drei Testpartien wäre Spekulation.

Hendrik

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Hendrik

Re: Selbstversuch/Wunschbeispiel

Beitragvon Hendrik » 9. Oktober 2006, 12:37

peer schrieb:
> Das liegt einfach daran, dass es auf Dauer langweilig
> wird, wenn jeder Text gleich strukturiert ist.

Für den Leser? - Der Mensch ist eh ein Gewohnheitstier.
Ich glaube, Du darfst hier nicht von Dir auf die Bedürfnisse der Allgemeinheit schliessen. Struktur bedeutet nicht, alles gleich formulieren zu müssen.

Für den Schreiber? - hier würde ich Dir eher zustimmen.

Gruß
Hendrik

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Axel Bungart

Re: Merkmale guter Rezensionen

Beitragvon Axel Bungart » 9. Oktober 2006, 12:38

Hallo Peer,

ja, da hast Du recht. Es ist sicher eine Art Gratwanderung, welches Detail nun wichtig zu erwähnen ist und welches verschlabbert werden kann. Wenn man beim Schreiben so was wie ein Konzept im Kopf hat, ist es wohl auch Gefühlssache.

Ich meinte auch mehr, die Regeln ganz außen vor zu lassen, ist nicht mein Stil.

Gruß
Axel

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Carsten Pinnow

Re: Zwischenresultat

Beitragvon Carsten Pinnow » 11. Oktober 2006, 09:51

hallo Hendrik,

Hendrik schrieb:
>
>
> Der freie Stil muss kein Nachteil sein, kann aber schnell
> einer werden. Dennoch würde auch ich vermuten, dass zu 90%
> der Rezensent das Spiel überhaupt nicht mochte und deshalb
> einen distanziert-witzigen Text schrieb über die Zielgruppe,
> welche dieses Spiel mögen kann (zu der er offensichtlich
> nicht zählt). Ich nehme an, das war sein diplomatischer
> Kompromiss um nicht deutsch und deutlich zu schreiben, dass
> das Spiel bei ihm gefloppt hatte.

Sagen wir: Es war ein unter Zeitdruck entstandener diplomatischer Kompromiss um nicht deutlich zu schreiben, dass das Spiel in meinen Testrunden gefloppt ist.
:-)
Persönlich bin ich davon überzeugt, dass es ein gutes Spiel hätte werden können, wenn man an den Regeln noch ein wenig gearbeitet hätte. So habe ich nun aber das Gefühl, dass ich es nie wieder spielen werde... 8-)


gruss,
Carsten

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Michael Weber

Komische Spiele - heute: Zwischendurch

Beitragvon Michael Weber » 13. Oktober 2006, 10:01

Andreas Keirat schrieb:
> Na Michael, dann wünsche ich Dir schon mal viel Spaß mit
> ZWISCHENDURCH von der IDEENFINDERIN. Hast Du doch bestimmt
> auch schon in deinen Händen, oder?

Uiuiui. Liest du hier:
http://www.reich-der-spiele.de/kritiken/Zwischendurch.php

Ganz großes Alra-Kino ;-) :-D

Warum gibt es immer wieder "Autoren", die sich nicht mit Spielen auskennen?

Michael


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