Beitragvon Tobias / Glomeor » 24. November 2002, 14:28
Günter Peter schrieb:
>
> hallo Tobias,
> kann es sein, dass ich dich schon im nine-walkers-forum
> gelesen habe?
Da habe ich schonmal gelesen, aber noch nie gepostet.
> ok. deiner meinung meccg ist vielfältiger kann ich mich
> anschließen - auch wenn ich meccg nicht spiele bzw. sammle.
> (aber ich habe schon einiges darüber gelesen). dafür scheint
> es mir doch ein, zwei level schwerer erlernbar zu sein als
> das von decipher.
Ich meine das kommt darauf an, auf was für einem Level man das Spiel erlernen möchte. Nimmt man nur sehr zentrale Spielelemente lässt sich das Spiel durchaus in 5 min. erklären. Es ist aber natürlich richtig, daß man bei MECCG noch ca. 20 Level mehr an Regeln draufsetzen kann, wenn man entsprechende Karten zulässt. Nimmt man also das komplette Regelwerk als Maßstab, kann ich Dir zustimmen.
> ich wohne leider in einer gegend, wo es
> praktisch nur magic-spielerInnen gibt. daher habe ich mich
> gefreut, mal ein anderes, thematisch ansprechendes tcg zu
> spielen (was soll ich da als tolkien-fan anderes sagen?).
Vielleicht solltest Du Dich mal nach MECCG-Restbeständen umschauen. Da gibt es im Netz teilweise sehr gute Angebote. Du kannst mir auch gern eine private Mail schreiben, dann such ich Dir ein paar Links raus.
> gerade mit jugendlichen macht das den einstieg leichter.
> dass es nur darauf ankommt, die "feinde" zu vermöbeln, möchte
> ich aber so nicht stehen lassen. das ist doch ziel in fast
> allen tcg's, vielleicht noch mit ein paar facetten mehr, aber
> doch...
Der entscheidende Unterschied, den ich bei MECCG sehe ist, daß die Siegpunkte aus dem Besiegen von Kreaturen die einzigen sind, auf die man sich nicht verlassen kann. Man ist bei der Deck-Planung also darauf angewiesen seine Punkte in anderen Bereichen zu bekommen; die Erschlagen-Punkte sind immer nur ein Bonus. (Es gibt zwar Strategien bei denen das etwas anders ist, doch dann hat man es oft schon mit sehr speziellen Spielsituationen zu tun.)
> ich finde eben, dass sich decipher in diesem fall
> doch ein paar erfrischend neue spielelemente einfallen hat
> lassen. dass es zuletzt in einen schlagabtausch führt kennen
> wir. mit "frischen elementen" meine ich eben die orte, dass
> jeder spieler "gut und böse" führt, dass charaktere erschöpft
> werden können, steine in der geisterwelt beeinflussen
> gegnerische möglichkeiten, auch leicht mit mehr als 2
> spielerInnen funktioniert, etc.
Die Idee des Twilight-Pools im HdR-TCG finde ich prima, doch das Wandern von Ort zu Ort finde ich in MECCG sehr viel eleganter gelöst. Jeder kann sich entscheiden, welche Charaktere er in welchen Zusammensetzungen, wo hinschickt und wird nicht vom Gegner zu Orten hingeschickt.
"Das Gute wie das Böse" ist in MECCG genau so vorhanden, bietet jedoch aufgrund der Mechnismenvielfalt mehr Möglichkeiten.
Auch die Mult-Player-Funktionen von MECCG sind vielfältig. Es kann mitunter sehr lange dauern, wenn man mit mehreren spielt, das ist bei HdR-TCG aufgrund der kürzeren Züge sicherlich flüssiger.
Hier in Hamburg z.B. haben wir zweimal ein Szenario gespielt: Ringgeister gegen Zauberer. Die Ringgeister versuchen die Zauberer zu vernichten oder sich gegen Sauron aufzulehnen und die Zauberer versuchen die Neun Ringe der Macht zurück zu erobern.
> und dass ein verlag versucht, geld zu verdienen ist legitim.
> bei den preisen für die karten schenken die sich
> untereinander wohl gar nichts. auch kommen fast überall
> laufend ergänzungen auf den markt, die wieder neue
> möglichkeiten eröffen und die man/frau haben will -
> geschicktes marketing eben. für mich kein unterschied
> zwischen den herstellern.
Geld zu verdienen ist legitim, doch nur weil alle sich an der Abzocke beteiligen, heißt es doch nicht, daß das gut ist. Geschicktes Marketing ist für mich kein Garant für fairen Umgang mit den Wünschen der Kunden.
Was nützt es mir, wenn ich mir die Karten der ersten Serie kaufe und nach 2 Jahren feststelle, daß die Karten der neuen Serie die gleichen sind, nur mit anderen Bildern und stärkeren Werten?
> jedenfalls freue ich mich über
> frische winde in der szene.
Das finde ich allerdings auch.
> günter peter (der eigentlich brettspiel-freak ist aber sehr
> gerne ausflüge in die tcg-welten macht)
Tobias (der eigentlich Rollenspieler war, jetzt aber auch den Schrank voller Pappkästen hat)