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Desinteresse von Spieleverlagen ??!!

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Volker N.

Desinteresse von Spieleverlagen ??!!

Beitragvon Volker N. » 24. März 2003, 11:52

Hallo,

möchte heute mal eine Sache ins Forum stellen, die mich etwas verärgert hat:
Ich habe vor gut 4 Wochen alle großen Spieleverlage in Deutschland angeschrieben und um Unterstützung für eine Spieleveranstaltung gebeten in Form von Neuheiten des Jahrgangs 2002/03.
Hier die Resonanz: KOSMOS und Zoch haben knapp eine Woche später ein Paket mit Spielen geschickt; AMIGO und Ravensburger haben mir angeboten, Verleihspiele zu schicken, die sie aber dann aber wieder zurückhaben wollten. Abacus
hat mir immerhin noch ein Spiel zukommen lassen und von dem Rest habe ich bis heute (Spieleveranstaltung war bereits
am Sa. 22.03.03) überhaupt nichts gehört.
Es handelt sich um die Verlage: Clementoni, Jumbo, Eurogames, Queen-Games, Hans im Glück, Schmidt-Spiele, Adlung-Spiele und Noris-Spiele.
Ich kann verstehen, dass die Verlage nicht für alle Veranstaltungen Spiele zu verschenken haben, aber anstandshalber könnten sie dies doch zumindestens den Veranstaltern mitteilen. Erfahrungsgemäß kommen zu den Spieletagen genug Leute aus der Bevölkerung, die sich für Spiele interessieren und nicht in Nürnberg sind, um die Neuheiten dort schon kennenzulernen.
Bin mal auf Eure Meinung oder Erfahrungen gepannt........Beiträge von den betroffenen Verlagen sind ausdrücklich erwünscht.

Mit spielerischen Grüßen

Volker N.
(dessen Spieletag trotz der Umstände ein voller Erfolg war)

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Wolfgang Ditt

Re: Desinteresse von Spieleverlagen ??!!

Beitragvon Wolfgang Ditt » 24. März 2003, 12:25

Hallo Volker,

eine Antwort in drei Teilen:

erster Teil: Exemplare
zunächst zur Stellung von Spielen als Unterstüzung oder Leihgabe. Ein Verlag ist ein Wirtschaftsunternehmen und will/muss Gewinn machen. Jedes kostenlose Exemplar - sei es für Veranstaltungen, Rezensionen, Verlosungen oder einem anderen Grund - bedeutet erst einmal einen Verlust, sowohl im Material als auch in geleisteter Arbeit. Ein Verlag muss/darf/tut deshalb auch mal "Nein" sagen; dies haben wir auch schon erlebt und es ist zu akzeptieren (wenngleich man es als bedauerlich empfindet). Als Veranstalter/Journalist hat man dafür die Freiheit, sie auf der Veranstaltung vorzustellen bzw. über Spiele zu berichten.

zweiter Teil: Ansprache der Verlage
zuerst ist die Frage, wen du angesprochen hast. Auf deiner "schwarzen Liste" sind etliche Verlage, die ihren Hauptsitz im Ausland haben und bei anderen welche, die eine Presseagentur eingeschaltet haben. Wendest du dich an die falsche Stelle, kann es passieren, dass die Anfrage nicht beantwortet wird. Dann mag es auch vom Medium abhängen - manche Verlage reagieren schneller auf Telefonat/Email/etc. - und vielleicht auch von deinem Text (war er gut formuliert/zeigte er die Bedeutung der Veranstaltung/war er höflich (ich nehme an, er war es). All dies kann zu der einen oder anderen Reaktion führen. Und zuletzt: hast du (telefonisch) nachgefragt?

dritter Teil: die Verlage
Einige Verlage hatten zur Veranstaltung keine Nürnberger Neuheiten (Adlung veröffentlicht z. B. nur zu Essen; Clementonis Magna Grecia war evtl. noch nicht produziert). Es mag aber auch personelle Gründe geben; gerade nach Nürnberg, wenn die Produktion und Auslieferung der Neuheiten erledigt ist, herrscht bei vielen Verlagen Urlaubszeit. Einige Verlage haben nur wenige Mitarbeiter, da kann eine Anfrage schon mal bei Urlaub oder Krankheit ein paar Tage liegen bleiben.

Wolfgang

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Marc MF

Ressonanz war doch gut!

Beitragvon Marc MF » 24. März 2003, 12:26

Hy!

Einfach ein spontaner Eindruck:
Du kannst mit der Ressonanz zufrieden sein.
Innerhalb von nur vier Wochen ist das voll o.k.!

Grüßle,
Marc
MF
pbj

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KMW

Re: Desinteresse von Spieleverlagen ??!!

Beitragvon KMW » 24. März 2003, 12:27

Hallo Volker,
Deine persönliche Enttäuschung kann ich ja verstehen. Aber vielleicht äußert hier auch mal einer der Verlage, wie viele solcher Ansinnen an sie gestellt werden. Selbst bei der spielbox bekommen wir solche Anfragen. Das reicht bis zu Spendenbitten für Kindergeburtstage...
Gruß
KMW

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Stephan Zimmermann

Re: Desinteresse von Spieleverlagen ??!!

Beitragvon Stephan Zimmermann » 24. März 2003, 12:28

Hi Volker,

ich hab da jetzt keine spezielle Meinung dazu, aber spontan fallen
mir folgende Fragen dazu ein:

Wie groß war denn Deine Veranstalltung - unter "sehr groß" ist das sicher
uninteressant für die?
Wieviel solche Anfragen bei den Verlagen wohl wöchentlich eintreffen?
Ob 3 Wochen Vorlauf genug sind?

Grüße, Stephan

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Stephan Zimmermann

Re: [OT] Mittagspause oder wie?

Beitragvon Stephan Zimmermann » 24. März 2003, 12:34

Artikel von Volker: 11:52 Uhr

... PAUSE ...

Antworten 12:25 Wolfgang, 12:26 Marc, 12:27 KMW, 12:28 ich

:-D ;-)

Grüße, Stephan

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Günter Cornett

Re: Desinteresse von Spieleverlagen ??!!

Beitragvon Günter Cornett » 24. März 2003, 12:34

Hallo Volker,

ich kann das mal für unseren kleinen Bambus Spieleverlag generell (also nicht speziell auf deine Anfrage bezogen) beantworten:

Wir kriegen auch sehr häufig Spendenanfragen zu großen und kleinen Spieleveranstaltungen, von Spielekreisen, Kindergarten-Tombolas, Pin-Sammlern, ...
Bei manchen herrschen etwas falsche Vorstellungen über den Etat eines Spieleverlages (insbesondere eines kleinen). Auch kommt es immermal wieder vor, dass jemand nur kostenlos an Spiele rankommen will. Aber natürlich ist es auch recht häufig so, dass jemand eine gute Sache mit sehr viel Idealismus angeht. Es ist nicht immer leicht zu beurteilen, was hinter einer Anfrage steckt, und nicht möglich alle zu unterstützen, die man gern unterstützen würde.

Es ist auch nicht ganz einfach, alles individuell zu beantworten (eine Ablehnung möchte man ja auch begründen). Manchmal tun wir das, manchmal schicken wir eine Standardantwort, manchmal wissen wir nicht genau, ob wir was geben wollen, und dann bleibt eine Anfrage auch schon mal etwas länger liegen (manchmal leider solange, bis sie sich von selbst erledigt hat.

Insbesondere wenn es sich um eine Rundmail handelt (also nicht ausschliesslich der eigene Verlag als Adressat genannt ist), denke ich mal, dass es ok ist, gar nicht zu antworten.

Gruß, Günter

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peer

Leihspiele

Beitragvon peer » 24. März 2003, 14:50

Hi,
zu Amigo kann ich sagen: Laut deren Katalog + Händlerinformationen ist das Bereitstellen von Leihspielen für Veranstaltungen die reguläre Verlagspolitik. Manchmal kommen die Verlagsvertreter auch mit den Verleihspielen, aber Spielespenden geben die grundsätzlich nicht heraus. Das ist ja auch eine nachvollziehbare Haltung und Verleih ist ja auch gut...

ciao
Peer

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Z-Ecke

Re: Desinteresse von Spieleverlagen ??!!

Beitragvon Z-Ecke » 24. März 2003, 14:59

Hallo Volker,
> Deutschland angeschrieben und um Unterstützung für eine
> Spieleveranstaltung gebeten in Form von Neuheiten des
ganz zentral in diesem Zusammenhang dürfte wohl die Größe und das Renommee der Veranstaltung sein (sprich: wie wichtig ist es für die Verlage).
Gruß Z-Ecke

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Udo Möller

Re: Desinteresse von Spieleverlagen ??!!

Beitragvon Udo Möller » 24. März 2003, 21:27

Hallo Volker,

wir haben damals (Ende 1999) direkt nach der Gründung unseres Spieleclubs auf einem Spieletag auch etliche Verlage gebeten, uns Spiele als "Startkapital" zu senden, die wir z.T. auch auf unserer Webseite bewertet haben.
Die Resonanz war unterschiedlich - von Spielepaket (Amigo, abacus, adlung) über ein einzelnes Spiel (Zoch) bis zum Angebot, Spiele günstiger zu erwerben (HiG), netten Absagen (diverse) und keine Antwort (diverse) war alles dabei. Einige Spiele wie Robo Rally oder Münchhausen haben es damit zu relativ weiter Bekanntheit in unserer Gegend gebracht - allerdings ist dies für die Verlage nur sehr schwer nachzuvollziehen und somit kein Argument für solche Bitten.

In der Zwischenzeit kaufen wir unsere Spiele selbstverständlich selbst und über die Spieleveranstaltungen sehen wir uns schon als Multiplikator für gewisse Spiele. Durch unsere Bemühungen hat z.B. abacus nachweislich mindestens 14 Piratenbillard verkauft, die sonst vielleicht niemals produziert worden wären. ;-)

Wenn du die Spiele nur für einen Tag haben wolltest, ist Ausleihen doch eine gute Möglichkeit, eine repräsentative Auswahl an Spielen zu bekommen, insbesondere Amigo ist da wohl sehr bemüht.

Den Vorlauf von vier Wochen halte ich allerdings auch für etwas knapp bemessen, da ist es verständlich, dass nicht alle antworten. Zudem ist es viel leichter, etwas zu bewegen, wenn dich die Leute bei den Verlagen persönlich kennen und schon etwas über dich und deine Veranstaltung wissen. Und außerdem ist auch der Bekanntsheitsgrad der Veranstaltung nicht unerheblich.

Also: keep on trying and playing!

LUdo ergo sum [Gestern nur knapp bei OFuA geschlagen worden, dafür einmal bei Schicki Micki unschlagbar :-)]

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Biberle

Re: Desinteresse von Spieleverlagen ??!!

Beitragvon Biberle » 25. März 2003, 16:07


> erster Teil: Exemplare
> zunächst zur Stellung von Spielen als Unterstüzung oder
> Leihgabe. Ein Verlag ist ein Wirtschaftsunternehmen und
> will/muss Gewinn machen. Jedes kostenlose Exemplar - sei es
> für Veranstaltungen, Rezensionen, Verlosungen oder einem
> anderen Grund - bedeutet erst einmal einen Verlust, sowohl im
> Material als auch in geleisteter Arbeit.

Nein. Hier wage ich schüchtern zu widersprechen. Aus mehreren Gründen besteht dieser von dir aufgeführte logische Zusammenhang nicht automatisch. Jeder vernünftig geführte Verlag sollte dafür eigentlich einen eigenen Budgetposten und/oder einen kleinen Prozentsatz der produzierten Spiele haben, die eh wieder im Verlag landen und nicht für den Handel bestimmt sind.
Das heißt, das Geld ist pro Spiel soweiso erst mal weg bzw. der Aufwand da. Ob und welche Anfragen dann tatsächlich kommen bzw. für was man dieses Budget/die Exemplare verwenden will, sollte das Finanzielle so *direkt* dann eigentlich nicht mehr beeinflussen.
Das ändert aber natürlich nichts daran, dass...

> Ein Verlag
> muss/darf/tut deshalb auch mal "Nein" sagen; dies haben wir
> auch schon erlebt und es ist zu akzeptieren (wenngleich man
> es als bedauerlich empfindet).

...du hier völlig recht hast. Ich denke auch, dass Volkers Ausbeute sogar recht gut war.

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Marten Holst

RE: Desinteresse von Spieleverlagen ??!!

Beitragvon Marten Holst » 25. März 2003, 17:49

Moinle Biberle,

ich glaube, Ihr meint das gleiche...

>> erster Teil: Exemplare
>> zunächst zur Stellung von Spielen als Unterstüzung oder
>> Leihgabe. Ein Verlag ist ein Wirtschaftsunternehmen und
>> will/muss Gewinn machen. Jedes kostenlose Exemplar - sei es
>> für Veranstaltungen, Rezensionen, Verlosungen oder einem
>> anderen Grund - bedeutet erst einmal einen Verlust, sowohl im
>> Material als auch in geleisteter Arbeit.
>
> Nein. Hier wage ich schüchtern zu widersprechen.

Trau Dich ruhig, Wolfgang beißt nicht (mich hat er zumindest noch nicht gebissen, was ein repräsentatives Schwarzbrot dazu sagt, weiß ich gerade nicht). Aber: er hat schon recht. Es kostet erst einmal Geld. Ob das aus einem eigenen Budgetpunkt kommt, oder ob es letztenendes eine lohnende Ausgabe (sprich: Investition) ist, ist eine andere Frage, es ist erst einmal eine Ausgabe, und grundsätzlich ist das etwas, was kaum jemand lieber hat, als eine Einnahme, so weit, wie ich den Kapitalismus verstanden habe... ;-)

Aber das...

>> Ein Verlag
>> muss/darf/tut deshalb auch mal "Nein" sagen; dies haben wir
>> auch schon erlebt und es ist zu akzeptieren (wenngleich man
>> es als bedauerlich empfindet).
>
> ...du hier völlig recht hast. Ich denke auch, dass Volkers
> Ausbeute sogar recht gut war.

...siehst Du ja auch so.

Sind wir uns also alle einig (auch in Bezug (schreibt man jetzt doch groß, oder?) auf Volkers Erfolgswertung),

einige Grüße
Marten (bei Nachfrage gerne noch einige mehr)

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Biberle

RE: Desinteresse von Spieleverlagen ??!!

Beitragvon Biberle » 26. März 2003, 10:45


> ich glaube, Ihr meint das gleiche...

Nicht unbedingt. Ich kenne ehrlich gesagt die Internas der Brettspielbranche nicht wirklich, aber in meiner, sehr ähnlichen Branche (Video-/Computerspiele) sollte es eigentlich sehr ähnlich sein. Und da ist es nun mal nicht so, dass eine vergleichbare Anfrage automatisch einen Angriff aufs Firmenbudget darstellt. Wir meinen vielleicht doch insofern das gleiche, als die Anfragen in der Regel das "Angebot" (also Freiexemplare, Merchandising-Material usw.) übersteigt. Dann kann es tatsächlich so sein, dass sich das (falls man der Anfrage nachgibt oder z.B. für ein größeres, nicht von Vornherein geplantes Preisauschrieben wertvolle Preise zur Verfügung stellt) irgendwie direkt auf einen die Bilanzen negativ belastenden Posten auswirkt.

Andersrum kann es aber auch sein, dass es manchen Verlag keinen Pfennig gekostet hätte (wie gesagt, ich bin mir sicher, es gibt Exemplare, die landen so oder so nicht im Handel), hier was zu schicken, aber man sowas erst gar nicht "einreißen" lassen will.

Ohne spezielle Grüße (wenn man in diversen Foren unterwegs ist, dauert das sonst zu lange, sich jedes Mal was neues auszudenken)
Michael

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Andrea Meyer

Re: Desinteresse von Spieleverlagen ??!!

Beitragvon Andrea Meyer » 26. März 2003, 12:29

eine Ergänzung dazu von mir: ich bekomme auch regelmäßig Anfragen, von denen etwa bei der Hälfte deutlich zu erkennen ist, dass es sich um eine unpersönliche Rundmail handelt, der Absender sich überhaupt nicht mit meinem "Verlagsprogramm" befasst hat (Kinder-Spiele-Tage etc.) oder es als eine Selbstverständlichkeit gesehen wird, dass ein Verlag eben Spiele "raustut". (In diesem Zusammenhang finde ich übrigens das Leihspiel-Angebot äußerst fair, das haben wir auch schon angenommen.)

Ich bemühe mich dennoch, alle Anfragen persönlich möglichst schnell zu beantworten.

Aus eigener Erfahrung - Einwerbung von Spielespenden für mein Quiz - weiß ich, dass es sinnvoll ist, in einer Anfrage die Zielgruppe der Veranstaltung sowie den potenziellen Werbeeffekt für den Verlag zu nennen und ein kurzes Porträt des Veranstalters (was qualifiziert mich, eine Spieleveranstaltung zu machen) beizufügen.

Gruß
Andrea Meyer
www.bewitched-spiele.de

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Frank Jaeger (AMIGO)

Tse, meldet sich wieder keiner ...;-)

Beitragvon Frank Jaeger (AMIGO) » 26. März 2003, 17:01

Hallo liebe Spielenden,

nachdem euch Auflagenzahlen mittlerweile schon mal bekannt sind, moechte ich euch bitten, euch mal vorzustellen, wie viele Rezensionsexemplare, Verleihspiele und Freimuster fuer Veranstaltungen so pro Jahr angefragt werden - uebrigens erstaunlicherweise nur fuer die teuren Spiele - Rinks und Lechts will kaum jemand haben, dafuer aber alle Bohn Hansa oder Dracheninsel. (Ha, habe ich hier nicht absolut geschickt unsere Neuheiten beworben? Steinigt mich.... ;-) )

Im Ernst:Viel billiger ist das Versenden einer Verleihspielkiste nicht, denn es muss ja jemand die Vollstaendigkeit ueberpruefen, Porto bezahlen und ab und zu neue Plastikboxen kaufen. Aber: Es bedeutet weniger unserer Spielemuster auf dem Flohmarkt zu finden und einen gewissenhafteren Umgang mit den Produkten bei Veranstaltungen.

Das hat sich wirklich bewaehrt, und wir kommen mit viel weniger Spielen aus!

Aber es stimmt natuerlich, dass wir auch jede Menge Anfragen kriegen - das geht sicher anderen Verlagen aehnlich, und wenn HiG sich nicht meldet, dann liegt das moeglicherweise auch einfach daran, dass Dirk und Bernd sich darum kuemmern muessen, das Spiel des Jahres 2004 an Land zu ziehen - ihr ueberschaetzt die Personaldecken in einigen Verlagen offensichtlich deutlich. Wir sind alle weder Siemens noch die Telekom (dafuer machen wir auch nicht so einen fetten Verlust...).

Und ich wette, die beiden haben Wichtigeres zu tun, als Spiele aus Verleihkisten auf Vollstaendigkeit hin zu pruefen. Das gilt auch fuer andere Verlage. Also nicht graemen, wir finden alle solche Veranstaltungen toll, aber wir muessen immer noch in der Lage sein, es zu bearbeiten und zu finanzieren. Was nuetzt es mir, wenn eine Veranstaltung nicht viel kostet, ich aber 1000 Anfragen kriege? Ich kann doch nicht 1000 Amun-Re, Bohn Hansa (schon wieder, ich Schlingel) oder New England rausschicken? Dann mache ich lieber nix, denn wer moechte die Entscheidung treffen, Volker Spiele zu schicken und dafuer dem katholischen Bauernbund volksvertriebener Maedchen aus den Auen Westpreussens zu ihrem jaehrlich im Mai stattfindenden Weihnachtsfest fuer Kinder absagen zu muessen?

Ihr versteht, was ich meine....

Also: Kein Desinteresse, manchmal vielleicht einfach andere Prioritaeten.

Und unsere Verleihkiste kannst du immer noch gerne bekommen, Volker.

Liebe Gruesse

Frank Jaeger
AMIGO Spiel + Freizeit GmbH

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Marten Holst

Werbung, bitte löschen ;-) ;-)

Beitragvon Marten Holst » 26. März 2003, 17:47

Moinle,

nicht böse sein, aber nach Franks ganzen Selbstanzeigen konnte ich nicht widerstehen.

(Computerfreaks hätten diesen Satz aus 12 Worten beziehungsweise 72 Buchstaben platzsparend "SCNR" genannt)

Unwiderstehliche Grüße
Marten (der den Beitrag ansonsten hilfreich und informativ fand, auch wenn ich mir das schon in etwa so vorgestellt hatte)

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peer

Re: Werbung, bitte löschen ;-) ;-)

Beitragvon peer » 26. März 2003, 19:05

Hi,
wieso willst du das man deinen Beitrag löscht, Marten? Ist doch gar nicht so viel Werbung dabei! ;-)

Aber hast du bemerkt, wie geschickt Frank seine Meinung über Amun Re plaziert hat? Er scheint das Spiel recht gut zu finden...

ciao
Peer

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Frank Jaeger (AMIGO)

Ich durfte ja auch...

Beitragvon Frank Jaeger (AMIGO) » 27. März 2003, 15:22

einer exzellenten Erklaerung von Ingbert Debus am Schmidt Stand auf der Nuernberger Messe beiwohnen. Und es hat mich tatsaechlich gereizt, leider habe ich es noch nicht gespielt (na ja, und um ehrlich zu sein: ich komme meist einmal im Jahr auf dem AOU Con in Oberwesel dazu, Spiele anderer Verlage zu spielen, und das ist immer im Januar. Da ich obendrein noch nicht mal ein Amun-Re habe, wird es wohl wieder bis Januar 2004 dauern, bis ich es wirklich spielen werde).

Fuer mich war es eines der Highlights der Messe - aber das ist eine rein subjektive Meinung, die mit dem Spiel selbst so viel gar nicht zu tun hat, sondern nur auf einem allerersten Messeeindruck basiert. Und so einen positiven Eindruck kann ich ja sagen, ueber die andere Richtung breite ich nonchalant die Decke des Schweigens... Denn, hier ist noch ein erschuetterndes Coming Out, nachdem die Industrie bereits zugegeben hat, Spiele zu produzieren, um Geld zu verdienen: Mitarbeiter von Spieleverlagen sind auch nur Menschen mit Vorlieben und Abneigungen wie die anderen Spieler da draussen in den chipstuetenbewehrten, colafleckbehafteten Spieltischweiten....

Frank.

P.S.: Uebrigens zum Thema Polarisation - Ich mag Knizia-Spiele und schaue sie mir immer erstmal wohlwollend an, aber ohne zu erwarten, dass mir immer alles gefallen muss. Und es scheint auch eine gute Chance zu geben, das wir bald wieder einen Knizia im Amigo-Programm haben... mehr sag ich aber nicht, aetsch... ;-)

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Wolfgang Ditt

Re: Ich durfte ja auch...

Beitragvon Wolfgang Ditt » 27. März 2003, 19:13

Hallo Frank,

> P.S.: Uebrigens zum Thema Polarisation - Ich mag
> Knizia-Spiele und schaue sie mir immer erstmal wohlwollend
> an, aber ohne zu erwarten, dass mir immer alles gefallen
> muss. Und es scheint auch eine gute Chance zu geben, das wir
> bald wieder einen Knizia im Amigo-Programm haben... mehr sag
> ich aber nicht, aetsch... ;-)

man muss doch nur zwischen den Zeilen lesen können. Da du dich einerseits beschwert hast, das sich Anforderungen dast immer auf die großen Spiele beziehen und hier andererseits klar geworden ist, dass Knizia polarisiert, kann es doch nur ein Kartenspiel sein ... denn dann würde auch mal nach einem Kartenspiel nachgefragt werden (-:

Wolfgang


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