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Unterschätzte Spiele der Vorjahre

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Matze

Unterschätzte Spiele der Vorjahre

Beitragvon Matze » 21. Mai 2003, 11:03

Hallo Brettspielgemeinde!

Also über Puerto Rico und andere Top Seller wie Carcassone sind sich eigentlich die meißten Spieler einig: Es handelt sich um Top-Spiele mit hohem (Wieder-) Spielwert.

Aber welche Spiele sind Eurer Meinung in den letzten Jahren etwas zu kurz gekommen,

1. weil sie nur kurz aufgetaucht und dann wieder verschwunden sind?
2. weil sie nicht gut genug beworben wurden?
3. oder weil sie den Großteil der Brettspieler abgeschreckt haben und nur für bestimmte 'Randgruppen' interessant waren?

Oder liegt das Problem gar in der Tatsache, dass heutezutage viel zu schnell viel zu viele Spiele auf den Markt kommen, bevor sich eine Fangemeinde für ein Spiel richtig erwärmen kann und es wirklich mal richtig ausgereizt wird?

Das wäre doch mal interessant zu wissen. Vielleicht taucht ja hier noch die eine oder andere Spiele-Perle auf... Was meint Ihr?

Ich fange mal an:
Meiner Meinung nach ist Wallenstein ein leider viel zu kurz gekommenes 'Schätzchen' der Brettspielwelt. Zwar ist es in diesem Forum häufiger aufgetaucht, doch dabei handelte es sich meißt um Regelfragen. Mittlerweile redet kaum jemand mehr von Wallenstein, und viele Spieler sind gar nicht erst zu einer Partie zu bewegen, weil man/frau dahinter eine Art Risiko vermutet. Dabei ist es imho um längen besser! Es ist bei weitem nicht so kriegerisch, braucht mehr taktisches Verständnis, baut das Glückselement in Form des Würfelturms perfekt ein und ist dem Auge sehr wohlgefällig (Verpackung, Material, Hintergrundgeschichte!). Einfach super...

Gruß
Matze

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Stephan Zimmermann

Re: Unterschätzte Spiele der Vorjahre

Beitragvon Stephan Zimmermann » 21. Mai 2003, 11:12

Matze schrieb:

> Aber welche Spiele sind Eurer Meinung in den letzten Jahren
> etwas zu kurz gekommen,

Das alte Löwenherz!

Geniales Spiel - leider fast nie auf den Tisch gekommen.

Grüße, Stephan

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peer

Re: Unterschätzte Spiele der Vorjahre

Beitragvon peer » 21. Mai 2003, 11:44

Hi,
Das Prestel Architekturspiel! Ausgezeichnetes Familienspiel, doch hier im Forum hat niemand was davon gehört (zudem ein bezahlbares Fackler-Spiel). Vermutlich hat jeder ein Quizspiel dahinter vermutet

ciao
Peer

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Daniela

Re: Unterschätzte Spiele der Vorjahre

Beitragvon Daniela » 21. Mai 2003, 12:09

Hallo !
Also ich hab mich in Essen direkt auf das Architekturspiel gestürzt (als zukünftige Architektin musste das natürlich sein !), bin aber irgendwie nicht so begeistert. Vielleicht hätte ich mir eher ein Quiz gewünscht... das hätte ich dann allerdings nur mit den "Kollegen" spielen können..

Grüsse,
Daniela

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denis

Re: Unterschätzte Spiele der Vorjahre

Beitragvon denis » 21. Mai 2003, 12:11

Oh, das gibt es eine Menge. Und wenn ich mir weiter unten die Kommentare von Corné durchlese, so kann ich ihm nur zustimmen. ZooSim fehlt nämlich wirklich. Ein schau durchdachtes Spiel mit einfachen Regeln, schöner Grafik und Spielelementen, die einfach in sich rund und geschlossen sind. Leider kann man das Spiel fasst nirgends kaufen.
Ausserdem ist ZooSim nicht nur ein Spiel für die Vielspieler unter uns, sondern hervorragend für Familien geeignet, die mal etwas anderes als Siedler spielen wollen. Da ich neben meinem Studium nämlich im Spieleverkauf arbeite, kann ich nur sagen: es fällt schwer, den Gelegenheitsspielern Spiele zu verkaufen, wo nicht Ravensburger, Kosmos oder Schmidt drunter steht. Aber das wär wohl ein anderes Thema.

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Ralf Arnemann
Kennerspieler
Beiträge: 2447

Wallenstein

Beitragvon Ralf Arnemann » 21. Mai 2003, 12:30

> Meiner Meinung nach ist Wallenstein ein leider viel zu kurz gekommenes
> 'Schätzchen' der Brettspielwelt.
Da kamen halt einige Handicaps zusammen: Amateurimage (trotz der guten Qualität), Kriegsspiel, hoher Preis, ...
Dabei ist es überraschend flott und unglaublich innovativ.

Dennoch ist meine erste Begeisterung ziemlich abgekühlt. Ich habe deutlich das Gefühl, daß Angreifen zu teuer ist und zu wenig bringt. Insbesondere kann man die eroberten Gebiete (oder die Gebiete, aus denen der Angriff vorgetragen wurde) nicht ordentlich sichern - man erhält ja nicht mehr Armeennachschub als die Spieler, die keine Kampfverluste hatten.

Das führt natürlich sehr stark zum Effekt: "Wenn zwei sich streiten, freuen sich die übrigen Spieler". Und wer durch eine glückliche Startaufstellung etwas Vorsprung hat, kann mit Einigeln sehr weit kommen. Und wenn sich die üblichen Bündnisse gegen den Führenden bilden, schlägt das wieder ins Gegenteil um - dann hat man keine Chance dagegen.
Letztlich sind es halt nur sechs Runden, mit entsprechend wenig Möglichkeiten, auch mal das Ziel zu wechseln.
Von daher sehe ich Wallenstein vielleicht als ersten Meilenstein in eine interessante neue Richtung - aber noch nicht als "unterschätztes Spiel", das häufiger auf den Tisch kommen sollte.

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Michael Andersch

Re: Unterschätzte Spiele der Vorjahre

Beitragvon Michael Andersch » 21. Mai 2003, 12:52

peer schrieb:
>
> Das Prestel Architekturspiel! Ausgezeichnetes Familienspiel,
> doch hier im Forum hat niemand was davon gehört

???
Es gab doch einige Kommentare dazu? Nicht nur direkt nach Essen, auch so wurde es immer mal wieder erwähnt...

Allerdings fand ich persönlich es nicht so dolle. Zwar neben "Die Mauer" und "Troia" noch das beste der mir bekannten Fackler-Spiele - aber da ich die beiden genannten auch nur als äußerst mittelprächtig einstufe will das nichts heissen...

VG,
Micha

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Jana

Re: Wallenstein

Beitragvon Jana » 21. Mai 2003, 14:56

Ursuppe -
jedenfalls bei "Nicht-so-viel-Spielern"

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Klemens

Re: Unterschätzte Spiele der Vorjahre

Beitragvon Klemens » 21. Mai 2003, 16:07

Hmmm, ich entsinne mich, sogar etwas dazu geschrieben zu haben. Bin durch meinen Bruder dazu gekommen (ist vom Fach). Hat mich bzw. uns sehr, sehr positiv überrascht. Wobei ich Fackler Spiele - sofern sie leistbar sind - sehr schätze.

MfG Klemens

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Dieter Niehoff

Re: Unterschätzte Spiele der Vorjahre

Beitragvon Dieter Niehoff » 21. Mai 2003, 17:56

Ob die folgenden Spiele allgemein "unterschätzt" sind, vermag ich nicht zu urteilen. Aber von mir "geschätzt" und vielleicht allgemein nicht arg erfolgreich sind wohl:

MORGENLAND - nie war das "um-die-Ecke-denken" (wenn ich das so mache, meint der andere bestimmt, das ich das anders mache .... und dehalb mache ich doch lieber dieses hier .........)

FUNKENSCHLAG - z.Zt. das vielleicht beste Wirtschaftsspiel

WALLENSTEIN - wunderbare Grübelei mit "Hauen-und-Stechen-im-Spiel"

COLORADO COUNTY - feines Versteigerungsspiel (für mich die absolute Herausforderung, denn noch nie kam ich über den vorletzten Platz hinaus)

Dieter Niehoff

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Rolf Braun

Re: Unterschätzte Spiele der Vorjahre

Beitragvon Rolf Braun » 21. Mai 2003, 19:17

Dieter Niehoff schrieb:
>
> Ob die folgenden Spiele allgemein "unterschätzt" sind, vermag
> ich nicht zu urteilen. Aber von mir "geschätzt" und
> vielleicht allgemein nicht arg erfolgreich sind wohl:
>
> MORGENLAND - nie war das "um-die-Ecke-denken" (wenn ich das
> so mache, meint der andere bestimmt, das ich das anders mache
> .... und dehalb mache ich doch lieber dieses hier .........)

*zustimm*
liegt wahrscheinlich an der unzumutbaren Regel


> FUNKENSCHLAG - z.Zt. das vielleicht beste Wirtschaftsspiel

*sehr zustimm*
liegt vielleicht an der vernichtenden Kritik von Kairat (http://sunsite.informatik.rwth-aachen.de/keirat/txt/F/Funkensc.html). Es gibt inzwischen eine(!) weitere Kritik zu diesem Spiel ;) (http://star.informatik.rwth-aachen.de/cgi-bin/luding/Redirect.py?f=00Q^E4X&URL=http://www.hall9000.de/rezi.pl?spiel%3Dfunkenschlag)

> WALLENSTEIN - wunderbare Grübelei mit
> "Hauen-und-Stechen-im-Spiel"

oh - ich hätte jetzt eher gesagt überschätzt - hmmm?

> COLORADO COUNTY - feines Versteigerungsspiel (für mich die
> absolute Herausforderung, denn noch nie kam ich über den
> vorletzten Platz hinaus)

*halb zustimm* - gutes Spiel, seit es verramscht wir (teilweise für 5€) denkt jeder das kann ja nix sein - stimmt aber nicht!


Gruß
Rolf, der hofft bald wieder ein Macher, Funkenschlag oder anderen Langzeitvergnüger spielen zu können.

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Braz
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Beiträge: 6431

Re: Wallenstein

Beitragvon Braz » 21. Mai 2003, 23:41

oh sag`sowas nicht Jana -> gerade Vielspieler kommen bei Ursuppe erst richtig in Fahrt, denn erst dann kann man taktisch gegen jnd und seinen Genkombos aggieren ;)

Gruß von der Amöbe Braz

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Braz
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Re: Unterschätzte Spiele der Vorjahre

Beitragvon Braz » 21. Mai 2003, 23:58

hmmm also ich finde, daß "die Macher" hier zu nennen ist, denn es schreckt "den Großteil der Brettspieler ab und war und nur für bestimmte 'Randgruppen' interessant ( Punkt 3 )."

leider, denn das Spiel ist absolut spannend -> schade, daß viele zu politikverdrossen sind oder hinter dem Spiel eher eine trockene Angelegenheit vermuten, denn das Spiel ist wirklich klasse -> leider komme ich nur zu selten dazu es zu spielen, denn die Spieldauer ist doch recht ordentlich (wenngleich i.d.R. kürzer als Civilization oder Democracy - aber da gehört ja auch nicht viel dazu...bei den beiden Mammutspielen ;) ).



Gruß
Braz

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Sven Weiss

Re: Unterschätzte Spiele der Vorjahre

Beitragvon Sven Weiss » 22. Mai 2003, 11:36

Braz schrieb:
>
> die Spieldauer ist doch recht ordentlich
> (wenngleich i.d.R. kürzer als Civilization oder Democracy -
> aber da gehört ja auch nicht viel dazu...bei den beiden
> Mammutspielen ;) ).
>


Hmm, wie spielt Ihr denn Democrazy?? Gibt´s da noch ne Erweiterung? ;-) ;-)
Oder meinst Du Diplomacy?

Gruss

S

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Sven Weiss

Re: Wallenstein

Beitragvon Sven Weiss » 22. Mai 2003, 11:44

Das mit dem Angreifen ist sicher nicht falsch, allerings ist Wallenstein ja auch kein reines Ländereroberungsspiel, d.h. es ist sicher keine gute Taktik möglichst viele Gebiete erobern zu wollen. Damit schwächt man sich nur selbst. Vielmehr kommt es darauf an, die für sich wichtigen Gebiete zu erobern - und das noch im rechten Moment. Und die wertvollen Gebiete gilt es dann noch dementsprechend zu sichern, durch Armeen, Pufferzonen, usw. Oder man baut auf seine Kampfstärke, wenn man der Meinung ist, sehr viele Armeen bereits im Turm zu haben.

Grüsse


Sven

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Toni

Re: Wallenstein

Beitragvon Toni » 22. Mai 2003, 12:56

Dass Angriffe bei Wallenstein nichts bringen, kann ich nicht bestätigen. Mir ist es mehrmals gelungen dieses Spiel agressiv spielend zu gewinnen mit der Einstellung - Warum soll ich Geld für Gebäude ausgeben, wenn es meine Mitspieler für mich tun? Diese Spielweise ist näturlich nicht für jede Startaufstellung ideal und verändert auch das Spielverhalten der Mitspieler in folgenden Runden. Dann baut man halt mal still in einer Ecke und verteidigt seine Grenze. Das macht für mich den Reiz des Spiels aus, in Abhängigkeit von der Startaufstellung, der Gebietsentwicklung und dem Verhalten der Mitspieler zu versuchen eine Strategie zu entwickeln um das Spiel zu gewinnen.

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Braz
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Re: Unterschätzte Spiele der Vorjahre

Beitragvon Braz » 22. Mai 2003, 16:59

argh -> war gestern scho`spät zum Zeitpunkt meines Postings :)

hast natürlich recht -> meinte [b]Diplomacy[/b] ;)

Gruß
Braz

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Jost Schwider

RE: Unterschätzte Spiele der Vorjahre

Beitragvon Jost Schwider » 22. Mai 2003, 17:12

"Matze" hat am 21.05.2003 geschrieben:

> Also über Puerto Rico und andere Top Seller wie Carcassone
> sind sich eigentlich die meißten Spieler einig: Es handelt
> sich um Top-Spiele mit hohem (Wieder-) Spielwert.

Aber selbst bei diesen Spielen gibt es ja viele Diskussionen... ;-)

> Aber welche Spiele sind Eurer Meinung in den letzten Jahren
> etwas zu kurz gekommen,

Tyros, Condottiere, Mamma Mia, Meuterer, ...

> 1. weil sie nur kurz aufgetaucht und dann wieder
> verschwunden sind?
> 2. weil sie nicht gut genug beworben wurden?
> 3. oder weil sie den Großteil der Brettspieler abgeschreckt
> haben und nur für bestimmte 'Randgruppen' interessant waren?

Weil es wohl einfach zuuu viele Neuerscheinungen gibt.

> Oder liegt das Problem gar in der Tatsache, dass
> heutezutage viel zu schnell viel zu viele Spiele auf den
> Markt kommen, bevor sich eine Fangemeinde für ein Spiel
> richtig erwärmen kann und es wirklich mal richtig
> ausgereizt wird?

Teilweise schon... :-/

Viele Grüße
Jost aus Soest (sprich: "jooost aus sooost")
http://www.schwider.de/vietnam.htm - [i]Wunderbare Impressionen[/i]

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Jost Schwider

Morgenland

Beitragvon Jost Schwider » 22. Mai 2003, 17:13

"Rolf Braun" hat am 21.05.2003 geschrieben:

>> MORGENLAND - nie war das "um-die-Ecke-denken" (wenn ich das
>> so mache, meint der andere bestimmt, das ich das anders mache
>> .... und dehalb mache ich doch lieber dieses hier .........)
>
> *zustimm*

M.E. eine der größten SdJ-Fehltentscheidungen, dieses Spiel nicht zu berücksichtigen. Eigentlich das ideale Familienspiel, was auch Vielspieler gerne hervor holen.

Voraussetzung: Man spielt gleich nach der Fortgeschrittenenregel!

> liegt wahrscheinlich an der unzumutbaren Regel

Definiere "unzumutbar"!
Die Regel war sicher nicht optimal, aber man konnte trotzdem sofort losspielen.
(Hinter "unzumutbar" würde ich "unspielbar" vermuten...)

Viele Grüße
Jost aus Soest (sprich: "jooost aus sooost")
http://www.schwider.de/vietnam.htm - [i]Wunderbare Impressionen[/i]

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peer

Re: Morgenland

Beitragvon peer » 22. Mai 2003, 18:58

Hi,
Jost Schwider schrieb:
>>
> Definiere "unzumutbar"!
> Die Regel war sicher nicht optimal, aber man konnte trotzdem
> sofort losspielen.
> (Hinter "unzumutbar" würde ich "unspielbar" vermuten...)

Aber sie schreckt ab! Ich kenne zwei Haushalte, wo das Spiel ungespielt liegen geblieben ist, weil sie die Regel nicht kapiert haben. Ich selbst hatte zuerst auch gedacht "Man muss das Spiel kompliziert sein"... um dann zu merken, dass es das gar nicht ist. Diese Schnitzeljagd-Regel schadet imho mehr als sie nützt...

ciao
Peer

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Jost Schwider

RE: Morgenland

Beitragvon Jost Schwider » 22. Mai 2003, 20:22

"peer" hat am 22.05.2003 geschrieben:

>> Definiere "unzumutbar"!
>> Die Regel war sicher nicht optimal, aber man konnte trotzdem
>> sofort losspielen.
>> (Hinter "unzumutbar" würde ich "unspielbar" vermuten...)
>
> Aber sie schreckt ab!

"Abschrecken" ist aber nicht "unzumutbar", oder? :-?
Und schau dir mal an, was sonst schon alles auf der SdJ-Liste gestanden hat... :-/

BTW: Ich fand es sogar gut, dass hier mal was Neues ausprobiert wurde. So war die Regel auf dem ersten Blick extrem kurz. Letztendlich kein erfolgreiches Experiment, aber "unzumutbar"?

> Diese Schnitzeljagd-Regel schadet imho mehr als
> sie nützt...

Da hast du wohl recht. Aber: Morgenland wäre nicht das erste Spiel gewesen, dessen Regeln nochmal überarbeitet worden wären...

Es gibt sogar SdJ-Gewinner, deren Regeln es in mindestens drei verschiedenen Versionen gibt! ;-)

Viele Grüße
Jost aus Soest (sprich: "jooost aus sooost")
http://www.schwider.de/vietnam.htm - [i]Wunderbare Impressionen[/i]

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Michael Andersch

Re: Morgenland

Beitragvon Michael Andersch » 23. Mai 2003, 07:13

peer schrieb:
>
> Diese Schnitzeljagd-Regel schadet imho mehr
> als sie nützt...

Du meinst, wenn man die Regel komplett weggelassen hätte wäre das Spiel besser?
Möchte ich mal bezweifeln ;-) ....

Aber mal im Ernst: Es scheint ja was dran zu sein, dass die Regel nicht optimal ist (zumindest hört man es aus vielen Kehlen bzw. Tastaturen). Ich fand die Regel allerdings nicht besser oder schlechter als die anderer Spiele. War halt mal ein anderer Ansatz.

VG,
Micha

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Ralf Arnemann
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Beiträge: 2447

Die Macher - Spiellänge?

Beitragvon Ralf Arnemann » 23. Mai 2003, 11:13

> leider komme ich nur zu selten dazu es zu spielen, denn die Spieldauer ist doch
> recht ordentlich
Das hatte ich gestern falsch interpretiert - "recht ordentlich" klang nach einer vernünftigen Spieldauer (für mich: < 2 Stunden).

Oha, dachte ich mir, Macher 2 habe ich zwar gekauft (aus Prinzip), aber noch nicht gespielt (weil schon Macher 1 so lang war). Vielleicht hat sich ja an der Spieldauer was geändert ...

Gestern abend nachgeschaut: 4 Stunden ist die Verlagsschätzung. Frust.

Wie ist denn jetzt die Praxiserfahrung: Wie schnell kann man es schaffen?

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DiSta

Pers. Top10 der unterschätzten Spiele der Vorjahre

Beitragvon DiSta » 23. Mai 2003, 12:09

Matze schrieb:
> Aber welche Spiele sind Eurer Meinung in den letzten Jahren
> etwas zu kurz gekommen,
>
> 1. weil sie nur kurz aufgetaucht und dann wieder verschwunden
> sind?
> 2. weil sie nicht gut genug beworben wurden?
> 3. oder weil sie den Großteil der Brettspieler abgeschreckt
> haben und nur für bestimmte 'Randgruppen' interessant waren?



OK -
also bei Wallenstein & Morgenland würde ich mich gerne anschließen, sind wirklich etwas "zu kurz gekommen"....

Aber wenn mir ich mein Spielregal so vor Augen rufe, dann gibt es da noch etliche Kandidaten - hier mal ein Versuch einer pers. Top10:

- [b]Tahiti[/b] (Franjos)
graphisch sicher nicht das Gelbe von Ei, aber mir hat dieses Spiel immer gefallen und spiele es auch heute noch gerne, so es auf den Tisch kommt...

- [b]Samurai[/b] (Hans im Glück)
auch wenn ich die Endabrechnung nicht beim ersten Mal kapiert habe, so gefällt mir dieser Knizia nach wie vor...

- [b]Modern Art[/b] (Hans im Glück)
für mich das Versteigerungsspiel schlechthin....

- [b]Capone[/b] (Amigo)
unser Familienspiel schlechthin, schade dass dieses Superspiel nicht mehr erhältlich ist...

- [b]Sternenhimmel[/b] (Goldsieber)
das beste Bluffspiel ging neben den damals nominierten Goldsieber "Linie 1" und "Galopp Royal" total unter - obwohl es m.E. das beste des seinerzeitigen Goldsieber-Jahrgangs war...

- [b]Reibach & Co[/b] (FX.Schmid)
was haben wir das früher gespielt - schade....

- [b]Die Händler von Genua[/b] (Alea)
tolles Verhandlungsspiel - kommt aber irgendwie nicht richtig zum Zug...

- [b]Union Pacific[/b] (Amigo)
was soll ich da noch dazu sagen - gute Spiele fallen eben aus dem Programm....

- [b]Vernissage[/b] (TM-Spiele)
auch diesem klasse Spiel war der Durchbruch ja nicht vergönnt....

- [b]La Città[/b] (Kosmos)
schreckt wohl durch die "umfangreiche" Regel und angebene Spieldauer viele Otto-Normalspieler ab....


Diese Spiele haben sich m.E. nicht so durchgesetzt, wie es deren spielerische Qualität (meine subj. Meinung) möglich gewesen wäre...

nice dice
Dietmar
(..dem sicher nachher bzw. im Laufe des Tages noch andere (bessere) Kandidaten einfallen werden....)

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Braz
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Beiträge: 6431

Re: Die Macher - Spiellänge?

Beitragvon Braz » 23. Mai 2003, 13:27

Ralf Arnemann schrieb:
> Das hatte ich gestern falsch interpretiert - "recht
> ordentlich" klang nach einer vernünftigen Spieldauer (für
> mich: < 2 Stunden).

*lol :) :)

oh je - sorry! Mit "recht ordentlich" meinte ich i.d.T. ca. 4 Stunden und mehr, wobei es stark mit der Spielerzahl variiert -> pro Teilnehmer kann man so ca. 45 min rechnen (wenn du mich fragst)...aber da gibt es ja so einige Spieler von der Art (Händler v Genua hat bei uns nie unter 4 Stunden gedauert....*grummel ;) )


Gruß
Braz


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