Beitragvon Arne Hoffmann » 17. April 2004, 13:01
Hallo Sabine, hallo alle anderen,
unsere erste Partie am Karfreitag verlief auch nicht gerade flott - aber in meinen Augen schon spannend und die gefühlte Spielzeit war recht gering. Die von Dir angesprochenen Probeleme, dass man höchstens mal 100/200 verdienen konnte oder am Anfang seines Zuges erst einmal wieder alle Figuren aus der Stadt herausholen musste, kamen bei uns auch stellenweise vor - und dem am Schluss der Partie letztplazierten hatte es häufig auch arg zugesetzt.
Wie Kathrin und Benno schon geschrieben haben, kann man zum einen duch die 2er-Grüppchen leichter Pöppel auf dem Feld behalten. Zudem muss man ja nicht in jeder Runde kassieren - vorausschauend auf die kommende Runde gespielt, kann man doch ab und an Ernteausfall in der aktuellen Runde ausgleichen.
Sehr aggressives Spiel gegeneinander kann hier natürlich die Balance stören, bringt einen aber auch nicht unbedingt weiter nach vorne. Ich denke, eine Windschattentaktik ist bei Dos Rios gar nicht so verkehrt - wie bei vielen anderen Spielen halt auch, sollte man sich nicht zu früh in eine Führungsposition begeben, wenn man sich nicht sicher ist, diese auf Dauer halten zu können.
Die Wartezeiten zwischen den Zügen können, durch die Natur der Aktionspuntke, schon mal länger werden, jedoch kann man hier herrlich herumstänkern und von der Spielsituation ein wenig ablenken aber auch ein wenig seinen kommenden Zug planen. Auch, wenn sich noch einiges verändern kann, kann ich während der Züge meiner Mitspieler schon mal ein Auge darauf werfen, welche Aktionen für mich dann sinnvoll sein könnten - das beschleunigt schon den eigenen Zug.
Alles in allem hat die eine Partie bei mir Appetit auf mehr gemacht - mal wieder ein stimmiges Spiel mit interessantem Mechanismus und hohem Ärgerpotential.
Schöne Grüße
- Arne -