Beitragvon Thomas O. » 2. Juli 2004, 14:29
Hallo Alois,
was Senioren spielen können, hängt natürlich von deren geistiger Verfassung ab. Die von dir genannten Personengruppen kannst du sicherlich nicht alle gemeinsam an einen Tisch setzen zum Spiel. Ich selbst spiele auch hin und wieder mit "jungen" Senioren, die aber nicht im Seniorenheim leben. Dabei habe ich festgestellt, dass man ein wenig mehr Geduld bei der Regelerklärung braucht, etwas langsamer erklären muss und auch manches mehrmals. Wenn die Regeln aber einmal verstanden sind, ist der Spielablauf oft flüssiger als erwartet. Und auch taktische Winkelzüge werden erst verzögert - nach ein paar Partien - erkannt, aber dann mit großer Freude selbst ausprobiert.
Meine Tipps für Senioren, die einen klaren Verstand, aber Mängel in der Denkgeschwindigkeit, Auffassungsgabe und Verarbeitung von komplexeren Zusammenhängen haben (mit anderen Gruppen habe ich keine Erfahrung) sind:
- Carcassonne: schnell erklärtes, übersichtliches Legespiel mit schöner Optik. Taktischer Anspruch variabel ja nach Mentalität (d.h. man kann aus dem Bauch heraus spielen, aber sich auch eine Minuten Gedanken über einen Zug machen).
- Blokus: abstraktes Legespiel mit ganz einfachen Regeln. Etwas taktischer als Carcassonne.
- Coloretto: Pfiffiges Kartenspiel mit wenigen Regeln, aber großem Spaßfaktor.
- Kai Piranja: Schön gestaltetes Kartenspiel des aktuellen Jahrgangs. Einfache Regeln, ein wenig Taktik, aber auch viel Kartenglück.
Ich wünsche allen viel Spaß beim Spiel!
Thomas