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Alhambra 1. Erweiterung - viel zu teuer

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
WeePee
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Alhambra 1. Erweiterung - viel zu teuer

Beitragvon WeePee » 19. Juli 2004, 12:46

Hallo,

am Wochenende habe ich mir Alhambra (das habe ich schon gespielt) und (ungesehen) die 1. Erweiterung gekauft.

Während Alhambra als Spiel sein Geld wert ist, ist der Preis für die Erweiterung in meinen Augen ein (schlechter) Scherz. Für ein paar Holzsteine, 4 Regelblätter und ein paar Pappplättchen schlappe 9.99 Euro (oder sogar noch mehr) zu verlangen, grenzt schon fast an Unverschämtheit.

Naja, ich bin selbst Schuld. Ich hätte mich vorher informieren können und die Erweiterung links liegen lassen können.

Was meint Ihr? Ist die Erweiterung ihr Geld wert?

Gruß WeePee

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Peter Steinert

Re: Alhambra 1. Erweiterung - viel zu teuer

Beitragvon Peter Steinert » 19. Juli 2004, 13:48

Hallo WeePee,

Zur Beurteilung eines Spiels nur den Materialwert heranzuziehen, finde ich nicht ganz fair. Zunächst einmal ist neben dem Autor eine ganze reihe weiterer Personen an der Entwicklung des Spiels beteiligt. Käme es nur auf das Material an, dürfte beispielsweise ein Adlung-Kartenspiel kaum mehr als 1 Euro kosten.
Was Du leider überhaupt nicht erwähnst: Hat Dir die Erweiterung denn Spaß gemacht? Wirst Du sie noch oft einsetzen? Bereichert sie in Deinen Augen das Spiel?
Wenn Du hierauf mit "ja" antworten kannst, dann ist sie für Dich ihr Geld wert.

Viele Grüße

Peter

WeePee
Kennerspieler
Beiträge: 143

Re: Alhambra 1. Erweiterung - viel zu teuer

Beitragvon WeePee » 19. Juli 2004, 14:02

Hallo,

na, das sehe ich aber etwas anders. Die "Idee" habe ich ja schon mit dem Grundspiel eingekauft/bezahlt.

Die Erweiterung erschafft ein paar neue Aspekte, aber kein neues Spiel. Somit ist bei einer Erweiterung die "Idee" bei weitem nicht so hoch zu honorieren, wie beim Grundspiel.

Gruß WeePee

P.S.: Nun etwas Offtopic, da ich in der Software-Industrie arbeite und auch dort gerade diskutiert wird, "wieviel" eine Idee wert ist bzw. ob Ideen patentierbar sind.

Meine persönliche Meinung ist, dass "Ideen" - also die Gedanken der Idee - nicht schützenswert sind. Sie sind - zumindest in frei denkenden und/oder demokratischen Kulturen - kein Eigentum von irgend jemanden, sondern so etwas wie Allgemeingut - quasi nach dem Motto: "Die Gedanken sind frei!"

Daher kann ich Deiner Argumentation, dass auch schon die "Idee" honoriert werden müsse, nicht folgen.

P.P.S.: Wusstet Du, dass Microsoft ein Patent auf die "Undo"-Funktion besitzt? Rein theoretisch könnte Microsoft jeden Softwarehersteller abmahnen, der eine Undo-Funktion in seiner Software implementiert hat.

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Peter Steinert

Re: Alhambra 1. Erweiterung - viel zu teuer

Beitragvon Peter Steinert » 19. Juli 2004, 14:13

Nun,

Dass die Erweiterung ein neues Spiel liefere, das habe ich an keiner Stelle behauptet.
Es bleibt dabei, dass nicht nur der Autor, sondern auch einige andere Leute (Lektor, Grafiker, Druckerei) an der Produktion der Erweiterung beteiligt sind.
Die Diskussion über die Notwenigkeit von Erweiterungen wurde ja hier und in der Spielbox oft genug geführt (Carcassonne). Vielen gefällt sie, vielen auch nicht. Um Deine Anfangsfrage zu beantworten:
Ich selbst kann auf die Erweiterung von Alhambra (scheinbar ebenso wie Du) gut verzichten.
Ich habe nur versucht, zu klären, ob Du vom Spielwert der Erweiterung als Spieler angetan bist, da Du dies in Deinem ersten Posting vollkommen unterschlagen hast (übrigens auch im zweiten).
Wenn ich von einer Erweiterung (beispielsweise Siedler) begeistert bin, sehe ich gern über den Umfang des Materials hinweg.
Und: Meine Alhambra-Erweiterung war deutlich günstiger als Deine, nämlich 7,95. ;-)

Gruß

Peter

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Attila
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Beiträge: 4715

Re: Alhambra 1. Erweiterung - viel zu teuer

Beitragvon Attila » 19. Juli 2004, 14:14

Hiho,

Schade das du die Arbeit anderer nicht Honorieren kannst. Aber das musst du auch nicht, denn es ist dir absolut freigestellt gewesen dich vorher über die Erweiterung zu informieren (oder sogar zu spielen) bevor du sie dir kaufst.

Mir gefällt Alhambra mit Erweiterung um einiges besser als ohne und von daher ist MIR die Erweiterung ihr Geld wert.

Atti

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Peter Steinert

Re: Nachtrag

Beitragvon Peter Steinert » 19. Juli 2004, 14:41

Hi nochmal,

mir ist gerade aufgefallen, dass man tatsächlich meinen könnte, ich wolle die Autorenleistung eines (neuen) Spiels mit der einer Erweiterung gleichsetzen. Das ist jedoch nicht der Fall, wie aus meinem zweiten Posting deutlich werden sollte.
Ich denke, um das hier angesprochene Problem zweifelsfrei zu lösen - denn hier geht es ja nur um den Verkaufspreis in Bezug auf die Materialmenge - sollte einfach mal jeder, der die Erweiterung für überteuert hält, sagen, welchen Verkaufspreis er für angemessen hielte. Vielleicht ließe sich dann noch ausrechnen, ob eine Produktion mit zu erwartendem Gewinn überhaupt noch möglich ist.

Viele Grüße

Peter

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RedPiranha

OT: Ideen schützenswert?

Beitragvon RedPiranha » 19. Juli 2004, 14:58

WeePee schrieb:
>
> ....

> P.S.: Nun etwas Offtopic, da ich in der Software-Industrie
> arbeite und auch dort gerade diskutiert wird, "wieviel" eine
> Idee wert ist bzw. ob Ideen patentierbar sind.
>
> Meine persönliche Meinung ist, dass "Ideen" - also die
> Gedanken der Idee - nicht schützenswert sind. Sie sind -
> zumindest in frei denkenden und/oder demokratischen Kulturen
> - kein Eigentum von irgend jemanden, sondern so etwas wie
> Allgemeingut - quasi nach dem Motto: "Die Gedanken sind frei!"
>
> Daher kann ich Deiner Argumentation, dass auch schon die
> "Idee" honoriert werden müsse, nicht folgen.
>
> P.P.S.: Wusstet Du, dass Microsoft ein Patent auf die
> "Undo"-Funktion besitzt? Rein theoretisch könnte Microsoft
> jeden Softwarehersteller abmahnen, der eine Undo-Funktion in
> seiner Software implementiert hat.


Wenn Ideen nicht mehr (zumindest über einen gewissen Zeitraum) geschützt werden dann lohnt es sich nicht mehr sich überhaupt Gedanken über neue Sachen, Verbesserungen etc. zu machen. Dann ist "Erfinden" nur noch eine Sache für Hobby-Erfinder. Natürlich darf sich daraus keine Monopolstellung (Beispiel Microsoft) ergeben, aber ich glaube es wäre verhängnisvoll wenn man mit eigenen Ideen nichts mehr verdienen kann, da dann der Anreiz sich damit zu beschäftigen wegfiele und auch die Zeit dafür nicht vorhanden wäre, da man ja die Zeit dafür braucht seine Brötchen auf andere Weise zu verdienen. Was allerdings ein Problem ist, ist dass wenn man etwas patentieren oder auf andere Weise schüzen läßt (z.B. als Gebrauchsmuster) dann hat man meistens als "kleiner" Erfinder kaum eine Chance seine Rechte daran auch durchzusetzen, da der Aufwand (zumindest wenn es nichts für die breite Masse ist) sehr hoch ist. Nur Konzerne mit entsprechend besetzten Patentabteilungen haben da genug Power.

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Heinrich Glumpler

OT: Ideen-Umsetzung wird bezahlt

Beitragvon Heinrich Glumpler » 19. Juli 2004, 15:11

Hi,

ich denke, du hast keine Idee gekauft, sondern die gesammelte Leistung von einer ganzen Menge Leute, die eine - oder viele - Ideen umgesetzt haben.

Ideen gibt es wie Sand am Meer - ich denke, wir sollten diejenigen belohnen, die das Risiko eingehen, gute Ideen in gute Produkte umzusetzen - und wer weiß schon, ob eine Idee wirklich gut ankommt.

Das ist jetzt ganz allgemein gesprochen - ich kenne die Alhambra-Erweiterung nicht und kann zu deren konkreten Spielwert nichts sagen.

Grüße
Heinrich

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Günter Cornett

Re: OT: Ideen schützenswert?

Beitragvon Günter Cornett » 19. Juli 2004, 15:34

Hallo,

bloße Ideen sind tatsächlich nicht schützbar. Als Teil eines real geschaffenen Werkes können sie aber urheberrechtlich geschützt sein.

Idee:
Ich schreibe einen Krimi, der in der Spieleszene spielt und bei dem eine Person mit einer Spielkarte erschlagen wird.

Diese Idee ist nicht geschützt.
Wird das Buch geschrieben (oder die Idee in ein Brettspiel verarbeitet), so ist dieses Werk urheberechtlich geschützt, sofern es eine ausreichende Schöpfungshöhe aufweist (also kein Monopoly-Klon o.Ä.).


Was die Honorierung angeht, so sind die Materialkosten bei Spielen im Vergleich zu Büchern relativ hoch. Den größten Teil am Verkaufspreis macht aber die Handespanne (Großhändler, Einzelhändler) aus. Ein Spiel, das einen 'Materialwert' (Produktionspreis) von 1 Euro hat, will vom Verlag mit Gewinn an den Handel abgegeben. Der Verlag muss aber nicht nur den Produktionspreis sondern eine ganze Menge weiterer Kosten aus dem Erlös bezahlen (Autor, Grafik; Büro,Lager, Werbung, Internetseite, Personal,... ). Der Großhandel muss ebenfalls eine Spanne einkalkulieren und der Einzelhändler desgleichen. Alle Beteiligten haben Kosten, die über den eigentlichen Kaufpreis hinausgehen. Daher beträgt der Ladenpreis ein Vielfaches des 'Materialwertes'.

Das Autorenhonorar beträgt bei den meisten Verlagen 5-6% vom Abgabepreis an den Handel. Das macht dann meist weniger als 3% vom Ladenpreis aus.

Nähere Angaben u.a. zur Lizenzhöhe findest du in den Antworten zum Verlagsfragebogen:
http://www.spieleautorenseite.de/verlage/index.html

Es wäre übrigens sehr nett, wenn der eine oder andere Autor solche - kostenlos :-) - zur Verfügung gestellten Informationen dadurch honorierte, indem er den Autorenfragebogen ausfüllt :-) :

http://www.spieleautorenseite.de/verlage/autorenfragebogen.htm


Gruß, Günter

WeePee
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Re: Alhambra 1. Erweiterung - viel zu teuer

Beitragvon WeePee » 19. Juli 2004, 16:20

Hallo,

Zitat: "Ich habe nur versucht, zu klären, ob Du vom Spielwert der Erweiterung als Spieler angetan bist"

Das kann ich noch nicht sagen. Die habe ich noch nicht gespielt.

Enttäuscht war ich auf jeden Fall vom Inhalt der ach so riesigen Erweiterungs-Box, die nun aus ca. 90% Luft besteht.

Zitat: "Und: Meine Alhambra-Erweiterung war deutlich günstiger als Deine, nämlich 7,95."

Boah, eh, wie gemein ..... :-)

Naja, das nächste Mal informiere ich mich wieder, bevor ich mir ein Spiel und/oder eine Erweiterung kaufe.

Gruß WeePee

WeePee
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Beiträge: 143

Re: Nachtrag

Beitragvon WeePee » 19. Juli 2004, 16:21

Peter Steinert schrieb:
>
> Hi nochmal,
>
> mir ist gerade aufgefallen, dass man tatsächlich meinen
> könnte, ich wolle die Autorenleistung eines (neuen) Spiels
> mit der einer Erweiterung gleichsetzen.
> Peter

Jo, so hatte ich Dich auch in Deinem ersten Posting interpretiert. Aber es ist ja inzwischen geklärt.
Gruß WeePee

WeePee
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Re: OT: Ideen schützenswert?

Beitragvon WeePee » 19. Juli 2004, 16:29

RedPiranha schrieb:
>
> Wenn Ideen nicht mehr (zumindest über einen gewissen
> Zeitraum) geschützt werden dann lohnt es sich nicht mehr sich
> überhaupt Gedanken über neue Sachen, Verbesserungen etc. zu
> machen.

Das kann man so nicht stehen lassen. Das "Werkstück", was aus der Idee entsteht, kann geschützt werden. Dieses Werkstück ist auch das, was andere (Kunden, etc.) kaufen können.

> Dann ist "Erfinden" nur noch eine Sache für
> Hobby-Erfinder. Natürlich darf sich daraus keine
> Monopolstellung (Beispiel Microsoft) ergeben,

JEDE Erfindung, die geschützt wird/ist, ist per se ein Monopol .... denk' mal drüber nach.

Gruß WeePee

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Knut

RE: OT: Ideen schützenswert?

Beitragvon Knut » 19. Juli 2004, 17:03

"RedPiranha" hat am 19.07.2004 geschrieben:
> Wenn Ideen nicht mehr (zumindest über einen gewissen
> Zeitraum) geschützt werden dann lohnt es sich nicht mehr
> sich überhaupt Gedanken über neue Sachen, Verbesserungen
> etc. zu machen.

Hört sich plausibel an, doch muss man das sehr differenziert sehen. Empfehlenswrte Links zu diesem zu Recht heiß diskutierten Thema:
http://www.fsfeurope.org/
http://www.ffii.org/

Knut

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RedPiranha

Re: OT: Ideen schützenswert?

Beitragvon RedPiranha » 19. Juli 2004, 17:59

WeePee schrieb:
>
> RedPiranha schrieb:
> >
> > Wenn Ideen nicht mehr (zumindest über einen gewissen
> > Zeitraum) geschützt werden dann lohnt es sich nicht mehr sich
> > überhaupt Gedanken über neue Sachen, Verbesserungen etc. zu
> > machen.
>
> Das kann man so nicht stehen lassen. Das "Werkstück", was aus
> der Idee entsteht, kann geschützt werden. Dieses Werkstück
> ist auch das, was andere (Kunden, etc.) kaufen können.
>
> > Dann ist "Erfinden" nur noch eine Sache für
> > Hobby-Erfinder. Natürlich darf sich daraus keine
> > Monopolstellung (Beispiel Microsoft) ergeben,
>
> JEDE Erfindung, die geschützt wird/ist, ist per se ein
> Monopol .... denk' mal drüber nach.
>
> Gruß WeePee

Zumindest - und das ist ja wohl auch so - sollte durch einen zeitlich begrenzten Schutz der Erfinder die Möglichkeit haben seine Kosten zu decken und wenn er das hauptberuflich macht eine zeitlang davon seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Dass nicht jede triviale Idee schützenswert ist halte ich für selbstverständlich. Leider ist es so, dass Patente meistens - und ich vermute, da stecken in erster Linie Juristen hinter - so verklausuliert abgefaßt sind, dass damit eine Unzahl von Varianten abgedeckt sind auf die wahrscheinlich der Patent-Einreicher selber noch nicht gekommen ist. So habe ich bei Literturrecherchen während meines Studiums festgestellt, dass Patentschriften die nutzlosesten Literaturstellen sind wenn es darum ging Hinweise für die Synthese von irgendwelchen Stoffen zu finden. In den Patentschriften ist nämlich nichts genau angegeben.

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Heinrich Tegethoff

Re: Alhambra 1. Erweiterung - viel zu teuer

Beitragvon Heinrich Tegethoff » 20. Juli 2004, 11:50

Hallo WeePee,

nun, ich oute mich einmal als jemand, der die Erweiterung nicht kaufte
[i]weil[/i] sie mir im Vergleich zum Preis des Hauptspiels zu teuer war.

Ich konnte die Erweiterung im Spieletreff durchspielen und damit ihren
Wert für mich vorher gut einschätzen. Damit waren 2 der 4 Zusätze
für mich interessant. Dem stand damals ein Ladenpreis von 13 € gegenüber,
im Vergleich zu dem Vorweihnachts-SdJ-Laden-Kampfpreis von 15 €
kurz vorher viel zu teuer. Ich bin mir sowohl über den hinkenden Vergleich
als auch die Preisursache im klaren, nur [b]brauche[/b] ich keine Erweiterung,
was bei einem guten Spiel anders ist.

Ergo stimmt mir bei der Alhambra-Erweiterung der Overhead nicht, und
ich wurde den Eindruck nicht los, das wieder einmal die Packungsgröße
den (Verkaufs-)Wert bestimmen sollte = Finger wech. ich mag das nicht.

Servus,
Heinz

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Ralf Arnemann
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Beiträge: 2447

Re: Alhambra 1. Erweiterung - viel zu teuer

Beitragvon Ralf Arnemann » 20. Juli 2004, 12:28

> Zur Beurteilung eines Spiels nur den Materialwert heranzuziehen, finde ich nicht
> ganz fair.
Im Prinzip stimme ich Dir zu.
"NUR" den Materialwert zu sehen wäre in der Tat falsch.

Aber so eine gewisse Korrelation zwischen Herstellungskosten und Verkaufspreis sollte es schon geben.
Wenn zuviel Geld für zuwenig Material verlangt wird (was ich für das konkrete Beispiel hier nicht behaupte, weil es dieses nicht kenne), dann fühlt man sich geneppt und würde auch bei einer guten Spielidee eher nicht kaufen.

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Jost Schwider

RE: Alhambra 1. Erweiterung

Beitragvon Jost Schwider » 20. Juli 2004, 13:19

"WeePee" hat am 19.07.2004 geschrieben:

> am Wochenende habe ich mir Alhambra (das habe ich schon
> gespielt) und (ungesehen) die 1. Erweiterung gekauft.

Dafür habe ich absolut kein Verständnis und daher auch kein "Mitleid"! ;-)
Aber wie du ja selbst schreibst:

> ich bin selbst Schuld. Ich hätte mich vorher
> informieren können

Informieren müssen!

> Während Alhambra als Spiel sein Geld wert ist, ist der
> Preis für die Erweiterung in meinen Augen ein (schlechter)
> Scherz. Für ein paar Holzsteine, 4 Regelblätter und ein
> paar Pappplättchen schlappe 9.99 Euro (oder sogar noch
> mehr) zu verlangen, grenzt schon fast an Unverschämtheit.

Einspruch!
1. Niemand ist verplichtet, derartiges zu kaufen.
2. Die Entwicklung des Produkts will auch finanziert sein.
3. Wenn der Spielreiz eines Spiels durch eine Kleinigkeit (an Material) ungemein erhöht werden kann, warum dies nicht "belohnen"?

> Was meint Ihr? Ist die Erweiterung ihr Geld wert?

Keine Ahnung, da Alhambra sowieso nicht zu meinen Lieblingsspielen gehört!

Viele Grüße
Jost aus Soest (sprich: "jooost aus sooost")
http://www.schwider.de/jas.htm - [i][b]JaS[/b] - Auszeichnung für Brücken in die Welt der Spiele[/i]

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Peter Gustav Bartschat

Das erinnert mich an die Geschichte ...

Beitragvon Peter Gustav Bartschat » 24. Juli 2004, 07:39

... von dem Mann, der nachts im strömenden Regen auf einer einsamen Landstraße mit seinem Auto liegen blieb.

Was er auch versuchte: Er brachte den Wagen einfach nicht wieder in Gang. Da rief über sein Handy eine Autowerkstatt an. Der Mechaniker kam, warf einen Blick unter die Motorhaube, drehte kurz an einer Schraube ... und schon sprang der Wagen wiede an.

"100 Euro bitte.", sagte der Mechaniker.

"100 Euro, nur weil Sie an einer Schraube gedreht haben!", rief der Mann empört.

"Das Drehen kostet nur 1 Euro,", sagte der Mechaniker, "die anderen 99 sind für ´gewusst wo´."

---

Wenn du nur das Material haben wolltest, lieber WeePee, dann hättest du dir eben nur das Material kaufen sollen: Ein paar Holzklötze, ein Stück Pappe und vier Blätter Papier hättest du sicher auch für 1 Euro bekommen. Die restlichen 8,99 Euro waren für ´das Spiel´.

Mit einem lieben Gruß
Gustav

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Jost Schwider

Herstellungskosten und Verkaufspreis (was: Alhambra 1. Erweiterung - viel zu teuer)

Beitragvon Jost Schwider » 25. Juli 2004, 12:55

"Ralf Arnemann" hat am 20.07.2004 geschrieben:

> Aber so eine gewisse Korrelation zwischen
> Herstellungskosten und Verkaufspreis sollte es schon geben.
> Wenn zuviel Geld für zuwenig Material verlangt wird (was
> ich für das konkrete Beispiel hier nicht behaupte, weil es
> dieses nicht kenne), dann fühlt man sich geneppt und würde
> auch bei einer guten Spielidee eher nicht kaufen.

Was mir bei dieser Argumentation sofort in den Sinn gekommen ist:

Sind dann nicht auch alle Strategiespiele der Kategorie Papp-Counter viel zu teuer? Sie bestehen ja auch nur aus 2-4 Bögen Pappe... ;-)

Viele Grüße
Jost aus Soest (zahlt gerne für gute Ideen)
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