Beitragvon Günter Cornett » 19. Juli 2004, 15:34
Hallo,
bloße Ideen sind tatsächlich nicht schützbar. Als Teil eines real geschaffenen Werkes können sie aber urheberrechtlich geschützt sein.
Idee:
Ich schreibe einen Krimi, der in der Spieleszene spielt und bei dem eine Person mit einer Spielkarte erschlagen wird.
Diese Idee ist nicht geschützt.
Wird das Buch geschrieben (oder die Idee in ein Brettspiel verarbeitet), so ist dieses Werk urheberechtlich geschützt, sofern es eine ausreichende Schöpfungshöhe aufweist (also kein Monopoly-Klon o.Ä.).
Was die Honorierung angeht, so sind die Materialkosten bei Spielen im Vergleich zu Büchern relativ hoch. Den größten Teil am Verkaufspreis macht aber die Handespanne (Großhändler, Einzelhändler) aus. Ein Spiel, das einen 'Materialwert' (Produktionspreis) von 1 Euro hat, will vom Verlag mit Gewinn an den Handel abgegeben. Der Verlag muss aber nicht nur den Produktionspreis sondern eine ganze Menge weiterer Kosten aus dem Erlös bezahlen (Autor, Grafik; Büro,Lager, Werbung, Internetseite, Personal,... ). Der Großhandel muss ebenfalls eine Spanne einkalkulieren und der Einzelhändler desgleichen. Alle Beteiligten haben Kosten, die über den eigentlichen Kaufpreis hinausgehen. Daher beträgt der Ladenpreis ein Vielfaches des 'Materialwertes'.
Das Autorenhonorar beträgt bei den meisten Verlagen 5-6% vom Abgabepreis an den Handel. Das macht dann meist weniger als 3% vom Ladenpreis aus.
Nähere Angaben u.a. zur Lizenzhöhe findest du in den Antworten zum Verlagsfragebogen:
http://www.spieleautorenseite.de/verlage/index.html
Es wäre übrigens sehr nett, wenn der eine oder andere Autor solche - kostenlos :-) - zur Verfügung gestellten Informationen dadurch honorierte, indem er den Autorenfragebogen ausfüllt :-) :
http://www.spieleautorenseite.de/verlage/autorenfragebogen.htm
Gruß, Günter