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Spiel des Jahres 2005

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Helmut

Spiel des Jahres 2005

Beitragvon Helmut » 27. Juni 2005, 11:08

Niagara - Gratulation!

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Michael Schlepphorst "Suko"

Re: Spiel des Jahres 2005

Beitragvon Michael Schlepphorst "Suko" » 27. Juni 2005, 11:11

So viel zu dem Thema "Zoch war doch erst 2002 dran", deswegen können Sie es nicht schon wieder werden ;-)
Auch von mir Glückwunsch! Freut mich für die Ideenschmiede von Zoch ...

Gruß

Michael

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peer

Re: Spiel des Jahres 2005

Beitragvon peer » 27. Juni 2005, 11:52

Hi,
Gratulation an alle Beteiligten auch von mir.

Und um die übliche Diskussion anzustossen: Schade nur, dass wir wieder ein Spiel de Jahres haben, dass von reinen Studentenrunden wohl nicht gekauft werden wird. Dies ist -wie schon bei Villa Paletti - unabhängig von der Qualität des Spieles (ich mags obwohl die Planbarkeit ja nun sehr grering ist). Von der Aufmachung her werden nunmal eher nur Familien angesprochen. Da kommt viel Missionarsarbeit auf mich zu...

Aber erst zu Weihnachten!

ciao
peer

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Carsten Wesel | FAIRspielt.de

Re: Spiel des Jahres 2005

Beitragvon Carsten Wesel | FAIRspielt.de » 27. Juni 2005, 12:05

Dann kaufen die Studentengruppen eben das Spiel, das den "Deutschen Spielepreis" bekommt. DAS ist Zielgruppenorientierung!

Gruß Carsten (der Niagara nicht als Favoriten hatte)
PS: Gratulation an Niagara und alle, die zum Erfolg beigetragen haben.

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Hartmut

RE: Spiel des Jahres 2005

Beitragvon Hartmut » 27. Juni 2005, 12:07

"peer" hat am 27.06.2005 geschrieben:
> Hi,
> Gratulation an alle Beteiligten auch von mir.
>
> Und um die übliche Diskussion anzustossen: Schade nur, dass
> wir wieder ein Spiel de Jahres haben, dass von reinen
> Studentenrunden wohl nicht gekauft werden wird. Dies ist
> -wie schon bei Villa Paletti - unabhängig von der Qualität
> des Spieles (ich mags obwohl die Planbarkeit ja nun sehr
> grering ist). Von der Aufmachung her werden nunmal eher nur
> Familien angesprochen. Da kommt viel Missionarsarbeit auf
> mich zu...
>
> Aber erst zu Weihnachten!
>
> ciao
> peer


Macht nichts, Peer. Sieh's mal so: Studieren geht in den meisten Fällen vorüber, Familie hat man immer ;-)

Hartmut

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peer

RE: Spiel des Jahres 2005

Beitragvon peer » 27. Juni 2005, 13:02

Hi,
Hartmut schrieb:
>
> Macht nichts, Peer. Sieh's mal so: Studieren geht in den
> meisten Fällen vorüber, Familie hat man immer ;-)

:-)

Allerdings bin ich der Meinung, dass ein gutes SdJ eben nicht nur die Familie ansprechen sollte, sondern alle Zielgruppen - Man denke da z.B. an Siedler oder Carccassonne. Das waren eben keine reinen Familienspiele, auch von der Optik her nicht.
Mit Studentengruppen meine ich übrigens generell Gruppen junger Erwachsener...

ciao
peer (kann mit Niagara leben)

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Michael Weber

RE: Spiel des Jahres 2005

Beitragvon Michael Weber » 27. Juni 2005, 13:23

In unserer gestandenen Ü30-Männerrunde kam Niagara beim Spielen gut weg! Allerdings hatte die sich das nicht wegen der Schachtel ausgesucht, sondern das Spiel wurde von mir einfach vorgesetzt.

Michael

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peer

RE: Spiel des Jahres 2005

Beitragvon peer » 27. Juni 2005, 13:42

Hi,
Michael Weber schrieb:
>
> In unserer gestandenen Ü30-Männerrunde kam Niagara beim
> Spielen gut weg! Allerdings hatte die sich das nicht wegen
> der Schachtel ausgesucht, sondern das Spiel wurde von mir
> einfach vorgesetzt.

Genau das meine ich ja - Das Spiel wird meinen Familienlosen Freunden zweifellos auch Spaß bereiten. Doch zum Spielen müsste ich sie wahrscheinlich erst einmal zwingen - Die Schachtel spricht nicht gerade Erwachsene an...

ciao
peer

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Ulrich Roth

Re: Spiel des Jahres 2005

Beitragvon Ulrich Roth » 27. Juni 2005, 13:47

Hallo Peer,

> Schade nur, dass
> wir wieder ein Spiel de Jahres haben, dass von reinen
> Studentenrunden wohl nicht gekauft werden wird.

Selber schuld! :roll:

> Dies ist -wie
> schon bei Villa Paletti - unabhängig von der Qualität des
> Spieles (ich mags obwohl die Planbarkeit ja nun sehr gering
> ist).

Probier's mal mit verschärften Siegbedingungen.
Hier liegt nämlich m.E. das einzige Manko dieses ansonsten genialen Spiels:
Es ist viel leichter, A) 4 gleiche oder B) 7 beliebige Steine zu bekommen, als C) von jeder Farbe einen. Letztere Bedingung ist aber spielreizmäßig die einzig interessante, da nur sie zu Fahrten bis direkt an den Abgrund zwingt.
Aus diesem Grund haben wir A) und B) ersatzlos gestrichen, was die Partien etwas verlängert, aber richtig spannend und für jede Art Spieler interessant macht.

(Man braucht dann allerdings eine kleine Zusatzregel, die besagt, dass von jeder Farbe so viele Steine im Vorrat bleiben müssen, dass alle Spieler noch gewinnen können. Es werden nämlich auch in dieser Variante durchaus Doubletten gesammelt, um abgestürzte Boote zurückzukaufen!)

> Von der Aufmachung her werden nunmal eher nur Familien
> angesprochen.

Das verstehe ich nicht. Prachtvolles und noch dazu perfekt funktionales Materialdesign ist doch für alle da!? :eek:

Grüße,
Ulrich

PS: Klasse-Spiel, Klasse-Verlag! Herzlichen Glückwunsch! :smile:

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Droegi
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Beiträge: 515

Re: Spiel des Jahres 2005

Beitragvon Droegi » 27. Juni 2005, 14:54

Gute Idee mit dieser Siegbedingung. Ich habe es auch nur ein einziges Mal damit geschafft. Und das grade auf der DM. Ansonsten hat man meist 4 gleiche oder 7 insgesamt.

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Heinrich Tegethoff

Re: Spiel des Jahres 2005

Beitragvon Heinrich Tegethoff » 27. Juni 2005, 14:58

Hallo peer,

peer schrieb:
> Schade nur, dass
> wir wieder ein Spiel de Jahres haben, dass von reinen
> Studentenrunden wohl nicht gekauft werden wird.

Na ja, ungeöffnet schreckt die kinderfreundliche Aufmachung ja erst
_nach_ dem Kauf ab ;-)

> Dies ist -wie
> schon bei Villa Paletti - unabhängig von der Qualität des
> Spieles (ich mags obwohl die Planbarkeit ja nun sehr grering
> ist).

Nun, Villa Paletti schreckt doch auf, weil es primär ein Geschicklichkeitsspiel
und erst dann ein Taktikspiel ist. Niagara ist primär ein Taktikspiel, und
eine Glückskomponente nach dem Startspieler (und selten(!) einem Fluß,
der zweimal hinterander in die gleiche Richtung fließt.) gibt es nicht.

Wenn also Niagara "nur geringe Planbarkeit hat", was ist dann mit
den Siedlern und Carcassonne? Doppelte Flußseite ist - wie bei der Brett-DM -
bequem eliminierbar. Wenn Du es Dir merken kannst, dann weißt Du immer,
was alle anderen noch auf der Hand haben (ich kann's nicht). Wenn Du
planen willst, was Du in 2 Runden legst, dann geht das - da hast Du recht -
meist nicht. Geht das bei SvC oder CC? Also! Und doch plane ich bei Niagara.

Vielleicht solltest Du einmal von einem Vielspieler, der Niagara kennt, an die
Wand gespielt werden, um zu sehen, dass es intelligente Leute - und darum
geht es hier wohl - anspricht.

> Von der Aufmachung her werden nunmal eher nur Familien
> angesprochen.

Kann ich nicht bestättigen: zwar lieben es die älteren Kinder, aber meine
Mitspieler mögen Niagara, obwohl nur zweie davon Kinder haben, die
Niagara spielen könnten.

>Da kommt viel Missionarsarbeit auf mich zu...

Habe ich schon hinter mir. Im Spieletreff jeden Dienstag mit Vielspielern
kommt Niagara gut an, auch wenn die meisten dem Studentenalter
entwachsen sind. In meiner Montagsrunde kommt es gerade gut an.
Aber alle über Vierzig, tja, und doch nur für anspruchsvolle Spiele zu haben...

Aber in einem Punkt gebe ich Dir Recht, da ich ja gerade schon Missions-
arbeit mache: das anfängliche "NETT" ist schwer wegzukriegen. Es fällt
leichter, wenn die erste Partie mit Vielspielern in die 20ste Runde und mehr
ging, auch wenn Niagara dann untypisch anstrengend wird.

Servus,
Heinz

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peer

Re: Spiel des Jahres 2005

Beitragvon peer » 27. Juni 2005, 15:53

Hi,
Heinrich Tegethoff schrieb:
> Wenn Du
> planen willst, was Du in 2 Runden legst, dann geht das - da
> hast Du recht -
> meist nicht. Geht das bei SvC oder CC? Also! Und doch plane
> ich bei Niagara.

Ich hab das mit der Planbarkeit angesprochen, weil so viele Leute den Zufallsfaktor bei Himalaya eliminieren möchten. Zumindest bei meiner ersten Partie von Niagara hielt ich es für deutlich unplanbarer als bei meiner ersten Partei von Himalaya. Der Eindruck kann natürlich täuschen...

> Vielleicht solltest Du einmal von einem Vielspieler, der
> Niagara kennt, an die
> Wand gespielt werden, um zu sehen, dass es intelligente Leute
> - und darum
> geht es hier wohl - anspricht.

Oh, ich finde Niagara gar nicht übel - ist halt ein nettes Zwischendurchspiel. Aber imho spricht es die Leute eben erst an, wenn sies spielen. Die Schachtel ist zwar schön, aber sieht nicht gerade nach Erwachsenenspiel aus, oder? Carcci, Siedler (oder Manila aus dem gleichen Verlag) sehen da eher so aus, als würde die Zielgruppe eben nicht nur aus der Familie bestehen...
Und vor dem Spielen kommt bei den meisten eben erst einmal der Kauf und bei allen das Öffnen der Schachtel - und die hätte bei dem Thema ja durchaus "erwachsener" gestaltet werden können. Mehr meinte ich nicht und mehr hab ich (hoffentlich) auch nicht gesagt.
Über die Qualität lässt sich eh streiten (übrigens sei einmal auf die Umfrage bei Hall verwiesen, die beide Tittel richtig vorhersagte, aber bei der die meisten Partizipanten einen anderen Favoriten hatte...)

>> Es fällt
> leichter, wenn die erste Partie mit Vielspielern in die 20ste
> Runde und mehr
> ging, auch wenn Niagara dann untypisch anstrengend wird.

Oh - ich hoffe es behält in meinen Runden den leicht-lockeren Ansatz!

ciao
peer

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Attila
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RE: Spiel des Jahres 2005

Beitragvon Attila » 27. Juni 2005, 16:05

peer schrieb:

> nur die Familie ansprechen sollte, sondern alle Zielgruppen -
> Man denke da z.B. an Siedler oder Carccassonne. Das waren
> eben keine reinen Familienspiele,

Naja - das ist deine Meinung ....

Atti

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Roland G. Hülsmann
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RE: Spiel des Jahres 2005

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 27. Juni 2005, 17:01

peer schrieb:

> Mit Studentengruppen meine ich übrigens generell Gruppen
> junger Erwachsener...

Was nun? Studenten odert Erwachsene? :grin:

SCNR
Roland
(war 5,5 Jahre Student und wurde vermutlich irgendwann danach erwachsen ... )

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TRH
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Re: Spiel des Jahres 2005 - Effekt SdJ-Label

Beitragvon TRH » 27. Juni 2005, 17:09

Moin!

peer schrieb:

> Oh, ich finde Niagara gar nicht übel - ist halt ein nettes
> Zwischendurchspiel. Aber imho spricht es die Leute eben erst
> an, wenn sies spielen. Die Schachtel ist zwar schön, aber
> sieht nicht gerade nach Erwachsenenspiel aus, oder? Carcci,
> Siedler (oder Manila aus dem gleichen Verlag) sehen da eher
> so aus, als würde die Zielgruppe eben nicht nur aus der
> Familie bestehen...
> Und vor dem Spielen kommt bei den meisten eben erst einmal
> der Kauf und bei allen das Öffnen der Schachtel - und die
> hätte bei dem Thema ja durchaus "erwachsener" gestaltet
> werden können. Mehr meinte ich nicht und mehr hab ich
> (hoffentlich) auch nicht gesagt.

-> Vielleicht brauchte dieses Spiel ja gerade deshalb das SdJ-Label! Mit dem gehen viele mit einem "Vertrauensvorschuss" an den Kauf heran, den auch die deines Erachtens nicht erwachsenentaugliche Optik ganz wettzumachen im Stande ist.

Darum: Glückwunsch dem Zoch-Verlag
(dem ich auch gerne zu Manila gratuliert hätte ;-) )

Gruß Tom

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peer

RE: Spiel des Jahres 2005

Beitragvon peer » 27. Juni 2005, 17:56

Hi,
Attila schrieb:
>
> peer schrieb:
>
> > nur die Familie ansprechen sollte, sondern alle Zielgruppen -
> > Man denke da z.B. an Siedler oder Carccassonne. Das waren
> > eben keine reinen Familienspiele,
>
> Naja - das ist deine Meinung ....

Die durch die Verkaufszahlen belegt werden. Dasselbe Ergenis erhält man aber auch wenn man sich die Teilnehmer der Turniere oder aber die Spielrunden hier in meiner Bekanntschaft anguckt. Ich kenne viele Leute, die Carcci nicht mögen und ich selbst bin sicherlich alles andere als ein Siedler-Fan, aber nur von Familien werden diese beiden Spiele nun definitv nicht gespielt. Ich glaube auc kaum, dass sie den Erfolg gehabt hätten, den sie hatten, wenn sie nur an Familien verkauft worden wären.

Das DU die nicht magst, ist bekannt, aber Du bist nunmal nicht alle (so sehr du vielleicht das Gegenteil denkst ;-) )

ciao
peer

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Attila
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Re: Spiel des Jahres 2005 - Effekt SdJ-Label

Beitragvon Attila » 27. Juni 2005, 19:51

TRH schrieb:

Meine güte - "nicht erwachsenentaugliche Optik" ! - Manomann ... ich glaub manchmal fast, dass es Leute gibt die Spielen Brettspiele nur mit Hemd & Krawatte! - Und wehe es erdreistet sich jemand einen Pullover anzuhaben oder es sich gar beim Sitzen bequem macht! - "Casual Friday"? - PAH[tm] ! Zum glück ist unser Spieletreff immer Mittwochs!

Atti

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TRH
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Re: Spiel des Jahres 2005 - Effekt SdJ-Label

Beitragvon TRH » 27. Juni 2005, 20:48

Moin!

Attila schrieb:
>
> TRH schrieb:
>
> Meine güte - "nicht erwachsenentaugliche Optik" ! - Manomann
> ... ich glaub manchmal fast, dass es Leute gibt die Spielen
> Brettspiele nur mit Hemd & Krawatte! - Und wehe es erdreistet
> sich jemand einen Pullover anzuhaben oder es sich gar beim
> Sitzen bequem macht! - "Casual Friday"? - PAH[tm] ! Zum glück
> ist unser Spieletreff immer Mittwochs!
>
> Atti

-> Von der Wortwahl auf Hemd&Krawatte zu schließen ist an dieser Stelle aber arg gewagt (das reimt sich und...). Obwohl: nen neues Hemd könnt ich schon ganz gut gebrauchen... Wie dem auch sei: Unser Spieletreff ist nicht mal regelmäßig an einem Wochentag, aber (sic!) zufällig (?) am nächsten Freitag ;-)) !!!

Gruß Tom

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peer

Re: Spiel des Jahres 2005 - Effekt SdJ-Label

Beitragvon peer » 27. Juni 2005, 21:23

Hi,
danke für deinen wie gewohnt arroganten Einwand, der wie üblich nicht den geringsten Versuch unternimmt das Ursprungsposting zu verstehen... :-)

Aber für Dich noch einmal zur Erklärung:
Spontane Reaktion eines Mitspielers auf Bus "Ach, das ist ein Kinderspiel?"
Ich glaube nicht, dass ein solcher Mitspieler (den ich mir übrigens nicht in Krawatte vorstellen kann) Niagara mit einem zweiten Blick bedenkt. Und der ist kein Einzelfall.

Das was die Leute im Kaufhaus wahrnehmen ist eine Schachtel. Wenn sich nun unsere hypothetische Person im Kaufhaus umsieht und nach einem passenden Geschenk für einen Freund, Arbeitskollegen oder Mitstudent sucht, wird er dann -rein von der Box - nach (z.B.) Attika greifen und Niagara liegen lassen. Es sei denn natürlich der hypothetische Freund unserer hypothetischen Person hat ein paar Kinder. In diesem Fall wird er zu Niagara greifen, da dies nach Kinder/Familienspiel aussieht.

Genau da setzt aber meine Kritik an: Von einem SdJ sollten schon alle potentiellen Käufer angesprochen werden. Und die erfolgreicheren haben genau das geschafft...

Aber natürlich weiss ich, dass dein posting nur eine Retourkutsche auf
http://www.spielbox.de/phorum4/read.php4?f=1&i=113851&t=113794
war. Tja hauptsache schön polemisch, dann bedarf es keiner Argumente mehr ;-)

ciao
peer (hat schon seit einem Jahr keine Krawatte mehr getragen)

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Attila
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RE: Spiel des Jahres 2005

Beitragvon Attila » 27. Juni 2005, 22:03

peer schrieb:

> > Naja - das ist deine Meinung ....
> Die durch die Verkaufszahlen belegt werden.

Du meinst die hohen Verkaufszahlen zeigen, das es ein "Crackspiel" oder "Freakspiel" ist? ... naja, ich weiss nicht so recht - ich glaube du überschätzt die "Szene" da ein wenig!

> Das DU die nicht magst, ist bekannt, aber Du bist nunmal
> nicht alle (so sehr du vielleicht das Gegenteil denkst ;-) )

Die Spiele sind tatsächlich nicht meine Favoriten, aber das liegt an etwas anderen. - Aber wenn die beiden keine Familienspielen aus dem Bilderbuch sind, dann weiss ich auch nicht mehr weiter. Für dich sind Familienspiele wohl die Spiele die "Freaks" kategorisch ablehnen, oder was?

Aber um zum Kernpunkt zurückzukommen: Es bleibt trotzdem deine Meinung! Da kannst du nichts dran rütteln! :-)

Atti

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Michael Andersch

RE: Spiel des Jahres 2005 - Effekt SdJ-Label

Beitragvon Michael Andersch » 27. Juni 2005, 22:19


> Das was die Leute im Kaufhaus wahrnehmen ist eine
> Schachtel. Wenn sich nun unsere hypothetische Person im
> Kaufhaus umsieht und nach einem passenden Geschenk für
> einen Freund, Arbeitskollegen oder Mitstudent sucht, wird
> er dann -rein von der Box - nach (z.B.) Attika greifen und
> Niagara liegen lassen.

Na und? Da macht er doch prinzipiell mal auch nichts verkehrt. Vielmehr umgeht er mit einem Kauf "am SdJ vorbei" das, was viele hier beklagen: Dass das SdJ zu sehr auf sich selbst fokussiert und Käufer von anderen Spielen abzieht.

Hauptsache er kauft überhaupt ein Spiel. Und noch hauptsächlicher: Es soll ihm auch gefallen, so dass dies nach Möglichkeit nicht sein letzter Kauf war.
Ob es ihm allerdings gefällt, das steht erst nach einer oder mehreren Partien fest, und da kann das Urteil stets in beide Richtungen ausfallen, ganz egal ob SdJ oder nicht.

Micha

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peer

RE: Spiel des Jahres 2005 - Effekt SdJ-Label

Beitragvon peer » 28. Juni 2005, 08:45

Hi,
Michael Andersch schrieb:
>
> Na und? Da macht er doch prinzipiell mal auch nichts
> verkehrt. Vielmehr umgeht er mit einem Kauf "am SdJ vorbei"
> das, was viele hier beklagen: Dass das SdJ zu sehr auf sich
> selbst fokussiert und Käufer von anderen Spielen abzieht.

Tja, da ist die Frage, was das SdJ soll, wenn es nicht zum Kauf animiert. Da bleibt die Frage, was passiert, wenn die Alternative nicht Attika sondern Fussballtickets lautet. Und die abschliessende Frage bleibt ob ein Spiel des Jahes , dass wie ein Kinderspiel aussieht wirklich dazu beiträgt das alte Vorurteil "Spiele sind für Kinder" abzubauen.

Letztlich scheine ich aber der einzige hier mit Kritik zu sein (und die bezieht sich nur auf die Schachtel), folglich hat die Jury dieses Jahr wohl wieder eine perfekte Wahl getroffen :-)
Alles andere (Akzeptanz etc.) wird eh die Zeit zeigen...

ciao
peer

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peer

RE: Spiel des Jahres 2005

Beitragvon peer » 28. Juni 2005, 09:01

Hi,
Attila schrieb:
>
> peer schrieb:
>
> > > Naja - das ist deine Meinung ....
> > Die durch die Verkaufszahlen belegt werden.
>
> Du meinst die hohen Verkaufszahlen zeigen, das es ein
> "Crackspiel" oder "Freakspiel" ist? ... naja, ich weiss nicht
> so recht - ich glaube du überschätzt die "Szene" da ein wenig!

Das hab ich nie behauptet! Nicht-Familienspieler sind nicht zwangsläufig Freaks. Viele Erwachsene in meinem Alter haben noch keine Kinder, teilweise sind sie nicht einmal verheiratet. Trotzdem kaufen sie nur 1-3 Spiele im Jahr. Oder auch mal gar keines
Diese Leuet haben sich Siedler und Carccassonne gekauft. Warum auch immer :-)
Ob diese Leute auch Niagara kaufen werden, weiss ich nicht - und ich fürchte sie tun es nicht, da es nach Kinderspiel aussieht, sie es aber mit gleichaltrigen Spielen wollen. Das es wunderbar auch mit Erwachsenen funktioniert sieht man dem Spiel (leider) nicht so ohne weiteres an.

Die Verkaufszahlen belegen zumindest, dass Siedler und Carcci von mehr Leuten gekauft wurde als z.B. Torres oder Um Reifensbreite. Geht man einmal vorsichtig davon aus, dass es den "Das SdJ wird immer gekauft"-Typus gibt (und es gibt ihn, wir hatten auch immer das SdJ unterm Weihnachtsbaum) gibt es eine relativ feste Stammkundschaft für das SdJ. Alles darüber hinaus muss erst zum Kauf überzeugt werden. Die erstgenannten haben sich nun so viel mehr verkauft, dass die offensichtlich mehr Leute angesprochen haben, als die letztgenannten. Folglich müssen sie eben auch andere Käuferschichten angesprochen haben, als den "nur SdJ-Typ" - DAS ist durch die Verkaufszahlen belegt . QED.

Was der Spekulation verbleibt ist was das für Schichten sind. An meinem Umfeld sehe ich die Leute im jungen/mittleren Erwachsenenalter, deren Spielesammlung vielleicht 5 Titel umfasst (definitiv keine Freaks) und die Familienlos sind. Daraus habe ich geschlossen das diese Zielgruppe zumndest teilweise "schuld" an den hohen Verkaufszahlen sind. Daher bin ich der (IMHO fundierten) Meinung, dass ein gutes SdJ (Gut im Sinne der Vorgabe der Jury) alle Käuferschichten ansprechen muss und sich nicht z.B. nur auf die Familien beschränken sollte (Torres ist eines meiner Lieblingsspiele. Als SdJ aber eher ungeeignet, weil es gerade die Familien als Zielgruppe wohl eher ausgeklammert hat)

ciao
peer

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Heinrich Tegethoff

RE: Spiel des Jahres 2005 - Effekt SdJ-Label

Beitragvon Heinrich Tegethoff » 28. Juni 2005, 12:18

Hallo Peer,

peer schrieb:
> Tja, da ist die Frage, was das SdJ soll, wenn es nicht zum
> Kauf animiert. Da bleibt die Frage, was passiert, wenn die
> Alternative nicht Attika sondern Fussballtickets lautet. Und
> die abschliessende Frage bleibt ob ein Spiel des Jahes , dass
> wie ein Kinderspiel aussieht wirklich dazu beiträgt das alte
> Vorurteil "Spiele sind für Kinder" abzubauen.

Langsam verinnerliche ich auch, das die Schachtel von Niagara nicht
sehr nüchtern ist. Vergleicht man's mit Dicke Luft in der Gruft, so ist
es viel weniger ein Kinderspiel, aber der Vergleich mit Attika zieht.

( Zudem kämpfe ich selbst, quasi missionarisch, genau gegen dieses
"Spiele sind für Kinder" Vorurteil. Für manche Nachbarn bin ich da wohl
ein komischer Vogel, aber nicht mehr für alle. )

Und doch - woher würde der Verlag ohne roten Pöppel sein Geld
ziehen? Das Spiel ist real ab 8, mindestens ab 9 Jahren gut spielbar.
Wer bei der kaufkräftigeren Schicht Absatz machen will (Spiele für die
Kinder) darf nicht mit Attika-Design daherkommen. Welches Kind bzw.
Mutter möchte etwas so dröges wie Attika oder St.Petersburg? Seriös
sieht es aus, aber Fun-Faktor? Tut man es aber nicht, also Niagara-Design,
ist es als Kinderspiel verschriehen bevor es auf den Tisch kommt.
Nachvollziehbar, aber genauso schädlich, da nur auf Vorurteilen basiert.

> Letztlich scheine ich aber der einzige hier mit Kritik zu
> sein (und die bezieht sich nur auf die Schachtel),

Die Kritik an der Schachtel ist durchaus berechtigt. Glücklicherweise
wählt die Jury nach Inhalt.

> folglich hat die Jury dieses Jahr wohl wieder eine perfekte Wahl
> getroffen :-)
> Alles andere (Akzeptanz etc.) wird eh die Zeit zeigen...

Gilt eigentlich für alle Spiele, aber SdJ's sind nun einmal der Dreh- und
Angelpunkt der Spieleszene - ohne sie bräuchte ich gar nicht erst von
Spielen reden ohne mich zu outen.

Servus,
Heinz

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Heinrich Tegethoff

Endscheidet die Schachtel über Wohl und Wehe der Spielewelt?

Beitragvon Heinrich Tegethoff » 28. Juni 2005, 12:42

peer schrieb:
> Die Verkaufszahlen belegen zumindest, dass Siedler und Carcci
> von mehr Leuten gekauft wurde als z.B. Torres oder Um
> Reifensbreite. Geht man einmal vorsichtig davon aus, dass es
> den "Das SdJ wird immer gekauft"-Typus gibt (und es gibt ihn,
> wir hatten auch immer das SdJ unterm Weihnachtsbaum) gibt es
> eine relativ feste Stammkundschaft für das SdJ. Alles darüber
> hinaus muss erst zum Kauf überzeugt werden. Die erstgenannten
> haben sich nun so viel mehr verkauft, dass die offensichtlich
> mehr Leute angesprochen haben, als die letztgenannten.
> Folglich müssen sie eben auch andere Käuferschichten
> angesprochen haben, als den "nur SdJ-Typ" - DAS ist durch
> die Verkaufszahlen belegt . QED.

Wenn dies ein Beweis ist, so müßte das überaus seriös wirkende
"El Grande", zudem erst ab 12 Jahren, ein echter Verkaufshammer
geworden sein. Ein weithin anerkannt gutes Spiel ist es zudem.
Ohne konkrete Zahlen vorliegen zu haben behaupte ich: mehr als 20%
über dem SdJ-Schnitt war es nicht. Ergo gibt es noch ganz andere
Faktoren, und die sind bekannt..

Wird Niagara ein Verkaufsflop? Wird das Spiel die Sicht des Spieles
wieder nur zum Kinderspiel treiben? Am Ende bleibt: mir ist ein verkauftes
SdJ-Autorenspiel wesentlich lieber als ein "sicherer" Griff zur XYZ-Ausgabe
von Monopoly, "bei der man nichts falsch machen kann".

Wenn die Idee des Spiel-des-Jahres das nicht mehr schafft, sondern die
Schachtel letztendlich entscheidet, dann hat das Autorenspiel gegen die
anonymen "Aufreisser" doch schon verloren.

Servus,
Heinz (der sich sehr wohl seiner Vorurteile gegen Dicke Luft in der Gruft
erinnert - mittlerweile habe ich ein Urteil zum Spiel, sprich: Inhalt, selbst)


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