Beitragvon Heinrich Tegethoff » 27. Juni 2005, 14:58
Hallo peer,
peer schrieb:
> Schade nur, dass
> wir wieder ein Spiel de Jahres haben, dass von reinen
> Studentenrunden wohl nicht gekauft werden wird.
Na ja, ungeöffnet schreckt die kinderfreundliche Aufmachung ja erst
_nach_ dem Kauf ab ;-)
> Dies ist -wie
> schon bei Villa Paletti - unabhängig von der Qualität des
> Spieles (ich mags obwohl die Planbarkeit ja nun sehr grering
> ist).
Nun, Villa Paletti schreckt doch auf, weil es primär ein Geschicklichkeitsspiel
und erst dann ein Taktikspiel ist. Niagara ist primär ein Taktikspiel, und
eine Glückskomponente nach dem Startspieler (und selten(!) einem Fluß,
der zweimal hinterander in die gleiche Richtung fließt.) gibt es nicht.
Wenn also Niagara "nur geringe Planbarkeit hat", was ist dann mit
den Siedlern und Carcassonne? Doppelte Flußseite ist - wie bei der Brett-DM -
bequem eliminierbar. Wenn Du es Dir merken kannst, dann weißt Du immer,
was alle anderen noch auf der Hand haben (ich kann's nicht). Wenn Du
planen willst, was Du in 2 Runden legst, dann geht das - da hast Du recht -
meist nicht. Geht das bei SvC oder CC? Also! Und doch plane ich bei Niagara.
Vielleicht solltest Du einmal von einem Vielspieler, der Niagara kennt, an die
Wand gespielt werden, um zu sehen, dass es intelligente Leute - und darum
geht es hier wohl - anspricht.
> Von der Aufmachung her werden nunmal eher nur Familien
> angesprochen.
Kann ich nicht bestättigen: zwar lieben es die älteren Kinder, aber meine
Mitspieler mögen Niagara, obwohl nur zweie davon Kinder haben, die
Niagara spielen könnten.
>Da kommt viel Missionarsarbeit auf mich zu...
Habe ich schon hinter mir. Im Spieletreff jeden Dienstag mit Vielspielern
kommt Niagara gut an, auch wenn die meisten dem Studentenalter
entwachsen sind. In meiner Montagsrunde kommt es gerade gut an.
Aber alle über Vierzig, tja, und doch nur für anspruchsvolle Spiele zu haben...
Aber in einem Punkt gebe ich Dir Recht, da ich ja gerade schon Missions-
arbeit mache: das anfängliche "NETT" ist schwer wegzukriegen. Es fällt
leichter, wenn die erste Partie mit Vielspielern in die 20ste Runde und mehr
ging, auch wenn Niagara dann untypisch anstrengend wird.
Servus,
Heinz