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Der STERN-die Jahresbesten

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Helmut Lehr

Der STERN-die Jahresbesten

Beitragvon Helmut Lehr » 29. Dezember 2005, 22:21

Hallo,
im neuesten STERN sind die "Jahresbesten" abgedruckt, darunter auch "Computerspiele", aber keine Brett- und Kartenspiele.
Gibt es darüber keine Verkaufszahlenliste so wie offenbart bei PC-Spielen, oder igenoriert der STERN wegen Geringfügigkeit?

SG
Helmut

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Timo Koelner

Re: Der STERN-die Jahresbesten

Beitragvon Timo Koelner » 30. Dezember 2005, 09:36

Helmut Lehr schrieb:
>
> Hallo,
> im neuesten STERN sind die "Jahresbesten" abgedruckt,
> darunter auch "Computerspiele", aber keine Brett- und
> Kartenspiele.
> Gibt es darüber keine Verkaufszahlenliste so wie offenbart
> bei PC-Spielen, oder igenoriert der STERN wegen
> Geringfügigkeit?
>
> SG
> Helmut

Zunächst müsste man mal klar definieren, was denn die "Jahresbesten" ausmacht. Die meistverkauften? Die qualitativ besten? Und nach welchen Kriterien? Oder gemäß einer rein willkürlichen Einschätzung? Und die besten was überhaupt? Leider schreibst du das nicht und lieferst auch keinen Link. So kann ich dir auf deine Frage leider keine fundierte Antwort geben. Meine Vermutung ist: Brettspiele spielen im allgemeine eine Nebenrolle (schon oft hier diskutiert, aber wohl nicht gerne akzeptiert ;-) ), die Verkaufszahlen liegen dementsprechend unter denen von PC-Spielen, und im Übrigen orientiert sich auch ein Stern mit seinen Artikeln hin und wieder am üblichen Trend. Unser MG wird nie ein VW werden, aber dafür lieben wir ihn um so mehr :-)

LG, Timo

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Helmut Lehr

Re: Der STERN-die Jahresbesten

Beitragvon Helmut Lehr » 30. Dezember 2005, 10:27

Das ist richtig.
Ich nehme an, dass es sich um reine Verkaufszahlen handelt, wie bei Büchern, oder auch beim Film, wo ja dezidiert gezählt wird, wie viele Menschen den Harry-Potter-Film gesehen haben.
M.E. gibt es Verkaufszahlen für Spiele. Ob die aber irgendwo zentral zusammengestllt werden wie bei Büchern oder Filmen, weiß ich nicht.
Es gibt noch viel zu tun....

SG
Helmut

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Roland G. Hülsmann

Re: Der STERN-die Jahresbesten

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 30. Dezember 2005, 11:07

Nun, ich nehme mal an, daß der STERN nur die Verkaufscharts zusammengestellt, aber nicht selbst ermittelt hat.
Und da es für Spiele offensichtlich keine öffentlichen Verkaufscharts oder Verkaufszahlen gibt (etwa weil die Branche kein Interesse daran hat), kann der STERN diese auch nicht in seinem Artikel erwähnen.

Das hat also nichts mit einer Wertschätzung von Spielen zu tun, sondern lediglich mit der Verfügbarkeit der Informationen. Da der STERN nicht als mehrbändige Ausgabe erschienen ist, nehme ich an, daß auch eine ganze Menge anderer wichtiger Warengruppen nicht berücksichtigt wurden.

Gruß
Roland

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Wolfgang Ditt

Re: Der STERN-die Jahresbesten

Beitragvon Wolfgang Ditt » 30. Dezember 2005, 18:02

Hallo Helmut,

wenn der Stern keine Charts abdruckt, ist das aus unserer Sicht doch nur gut. Jedes Jahr wieder zu lesen, dass Monopoly am meisten verkauft wurde, ist doch langweilig.

Wolfgang

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Helmut Lehr

Re: Der STERN-die Jahresbesten

Beitragvon Helmut Lehr » 30. Dezember 2005, 18:08

Schon, aber es scheint, als wenn es (Brett- und Karten-)Spielen unter den Beschäftigungen "Lesen, Kino, PC-Spiele) gar nicht gabe, und das ist schlecht so.

SG
Helmut

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Marcella

Re: Der STERN-die Jahresbesten

Beitragvon Marcella » 30. Dezember 2005, 23:34

> ... aber es scheint, als wenn es (Brett- und
> Karten-)Spielen unter den Beschäftigungen "Lesen, Kino,
> PC-Spiele) gar nicht gaebe, und das ist schlecht so.


Achso, das hättest Du doch auch gleich sagen können!

M.

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Roman Pelek

Klage abgewiesen :-)

Beitragvon Roman Pelek » 31. Dezember 2005, 03:08

Hi Helmut,

Helmut Lehr schrieb:

> im neuesten STERN sind die "Jahresbesten" abgedruckt,
> darunter auch "Computerspiele", aber keine Brett- und
> Kartenspiele.
> Gibt es darüber keine Verkaufszahlenliste so wie offenbart
> bei PC-Spielen, oder igenoriert der STERN wegen
> Geringfügigkeit?

Hm, der "Stern" hat sich in der Vergangenheit des Brettspielthemas öfter angenommen, z. B. mit dem "Cross-Promotion-Projekt" (ja, und mir wird auch übel, wenn mir solche von PR-Abteilungen konstruierten Verbalfäkalien auf'n Tisch fallen, aber das spielt ja jetzt keine Rolle) "Abenteuer Menschheit".

Soweit ich weiß, gab's auch ein Projekt, welches Reinhold Wittig mit einbezogen hat, namentlich "Die lange Nacht der Sterne". Und ich meine auch, dass in der Vorweihnachtszeit im "Stern" öfter mal Kurzrezis zu Brettspielen das Licht der Öffentlichkeit erblickt haben, wenn mich mein mittlerweile träge gewordenes Synapsengeflecht nicht ganz trügt.

Insofern kann man eigentlich nicht klagen. Aber habe ich nicht einige erst jüngst über Raab&CoKg und das Niveau, wiederum ganz andere über "Weltverbesserer" schimpfen hören? Also was interessiert uns eigentlich der "Stern", der ja auch nicht gerade ein Kampfblatt der Intellektuellen ist, neuerdings bzgl. unserer Außenwirkung? :-D

Naja, andererseits war das (hier Medien-)Hurentum selten ein respektabler Beruf; ewig ein notwendiger, ein allzu menschlicher - jedoch bestenfalls mit Glück im Kleinen beseelt, irgendwo jenseits der üblichen "Brigitte", äh, Bigotterie.

Ciao,
Roman ("Strange men rent strange flowers / seconds to the drop, but it feels like hours", Andrew Eldritch, 1987)

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Attila
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Beiträge: 4715

Re: Deutsche PR Wortkonstrukte ...

Beitragvon Attila » 31. Dezember 2005, 15:00

Roman Pelek schrieb:

> "Cross-Promotion-Projekt" (ja, und mir wird auch übel, wenn
> mir solche von PR-Abteilungen konstruierten Verbalfäkalien

Da sind die deutschen PR Agenturen wirklich ungeschlagen. Da kommen für einen Stinknormalen Rucksack etwas wie "Body Bag" (= Leichensack) herraus .... :lol: :lol: ...

- "Na, ein neuen Rucksack?"
- "Nee, das ist ein Body Bag !"
- "Äh - so schlimm siehst du gar nicht aus!"

Es gibt schon köstliche Stilblüten der deutschen PR-"Elite" ...

Atti

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Helmut Lehr

Re: [OT]Deutsche PR Wortkonstrukte ...

Beitragvon Helmut Lehr » 31. Dezember 2005, 16:29

Attila schrieb:
>
> Roman Pelek schrieb:
>
> > "Cross-Promotion-Projekt" (ja, und mir wird auch übel, wenn
> > mir solche von PR-Abteilungen konstruierten Verbalfäkalien
>
> Da sind die deutschen PR Agenturen wirklich ungeschlagen. Da
> kommen für einen Stinknormalen Rucksack etwas wie "Body Bag"
> (= Leichensack) herraus .... :lol: :lol: ...
>
> - "Na, ein neuen Rucksack?"
> - "Nee, das ist ein Body Bag !"
> - "Äh - so schlimm siehst du gar nicht aus!"
>
> Es gibt schon köstliche Stilblüten der deutschen PR-"Elite"

Die Werbetexter sind ohnehin die größten Sprachverhunzer, die man sich vorstellen kann.
Da diese Herrschaften meinen, mit einem englischen Ausdruck mehr verkaufen zu können als mit dem adäquaten deutschen Ausdruck, schlage ich ohenhin vo,. die deutsche Sprache ganz abzuschaffen und die englische zu übernehmen.
Dann wird unsere Wirtschaft explodieren, weil die Kunden wegen Dauer-Kaufrausches nicht mehr aus den Geschäften zu verbannen sind.

SG, oh Verzeihung: "Zeh Uh"!
Helmut

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Roman Pelek

Re: [OT]Deutsche PR Wortkonstrukte ...

Beitragvon Roman Pelek » 31. Dezember 2005, 19:39

Huhu zusammen,

Helmut Lehr schrieb:

> Die Werbetexter sind ohnehin die größten Sprachverhunzer,
> die man sich vorstellen kann.

Manchmal habe ich in unserem schönen Lande das Gefühl, dass das Motto "erst hochstilisieren, dann wegrationalisieren" umgeht. Wer hat in diesem Jahr mal versucht, einen "Facility Manager" zu erreichen? Stimmt, die sind nämlich gar nicht mehr da. Aber sie heißen jetzt endlich nicht mehr "Hausmeister" ;-)

> Da diese Herrschaften meinen, mit einem englischen Ausdruck
> mehr verkaufen zu können als mit dem adäquaten deutschen
> Ausdruck, schlage ich ohenhin vo,. die deutsche Sprache ganz
> abzuschaffen und die englische zu übernehmen.

Diese Zeit wird auf lange Sicht auch vorübergehen, da bin ich zuversichtlich. Und wir Deutschen können es uns historisch ganz sicher nicht leisten, es den Franzosen gleich zu tun, und allzu lautstark Sprachhygiene zu fordern. M. E. nutzt das auch nix, denn Sprache ist immer in Entwicklung, immer ein Abbild ihrer Zeit, Sprache wächst in meinen Augen mit dem kulturellen Austausch. Man muss, wenn einem das Spiegelbild nicht gefällt, ja auch nicht immer über den Spiegel schimpfen :-))

Ciao,
Roman (Erst wenn das letzte Gehirn in diesem Lande outgesourct wurde, wird man feststellen, dass man die verbliebenen "Human Resources" aus ethischen Gründen nicht essen darf)

P.S.: In diesem Sinne ein erfolgreiches 2006, auf dass wir alle Sarkasten bleiben und nie zu Zynikern werden.


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