Hallo,
wir haben gestern unsere erste Partie Celtica gespielt.
Da ich die Spiele des Autoren-Duos Kramer/Kiesling sehr schätze (Tikal, Torres, Java, Mexica, Raja, Pueblo und Australia = gut bis sehr gut; Verflixxt = befriedigend), dachte ich, da kann man ja eigentlich nicht viel falsch machen, wenn man sich den neuen Titel blind kauft.
Der Eindruck nach unserer ersten Partie war jedoch ernüchternd.
Das Problem des Spiels sehe ich eindeutig in den Ruinen-Feldern: Die arme Sau, die es leider nicht mehr verhindern kann, einen Druiden auf ein solches Feld zu ziehen, verliert ein oder mehrere gesammelte Amulett-Teile und bekommt dafür als Trostpflaster eine Erfahrungs-Karte deren Nutzen im weiteren Spielverlauf nicht garantiert ist. Darüber hinaus haben die folgenden Spieler nun den Vorteil, diesen Druiden auf die folgenden lukrativen Felder bewegen und von dem Opfer des bemitleidenswerten Mitspielers profitieren zu können. Das nimmt dann den Geschmack einer doppelten Bestrafung an. Wenn der solchermaßen geschädigte Spieler wieder an der Reihe ist, kann ihn dasselbe Schicksal sofort wieder ereilen, so geschehen bei unserer ersten Partie.
Wenn dann solche Sätze fallen wie "Das spielen wir nicht mehr.", dann kann ich dafür nur Verständnis äußern.
Wenn der Trend zum spielerischen Leichtgewicht, der bei Verflixxt begonnen und nun bei Celtica seinen vorläufigen Höhepunkt erreicht hat, nicht umgekehrt wird, werde ich in Zukunft keine Spiele dieses hochgeschätzten Autoren-Duos, die von der Firma Ravensburger verlegt werden, mehr kaufen.
Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht ?
Gruß
Rüdiger Langtim