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Dürfen Spiele nicht schlecht sein???

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Mike Merten

Dürfen Spiele nicht schlecht sein???

Beitragvon Mike Merten » 30. März 2006, 11:34

Hallöchen,

beim Verfolgen diverser Diskussionen ist mir folgendes aufgefallen:

Wenn jemandem ein Spiel gefällt, dann hat er auch selten Skrupel, dieses Spiel als gut zu bezeichnen. Da kommt es dann schon mal vor, daß jemand das anders sieht, aber im allgemeinen bleibt die See ruhig.

Ganz anders, wenn jemandem ein Spiel nicht gefällt. Kommt derjenige dann auf die Idee, das Spiel als schlecht zu bezeichnen, dann gibt es fast schon einen Sturm der Entrüstung. Ohne den Hinweis, daß das natürlich nur der persönlichen Meinung und dem persönlichen Geschmack entspricht, geht da gar nichts.

Als wenn die Behauptung, daß ein Spiel sei gut, nicht exakt genauso subjektiv sei.
Wieso kann man die Feststellung, ein Spiel sei schlecht, nicht genauso als persönliche Meinung akzeptieren?


nice dice
Mike

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Braz
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Re: Dürfen Spiele nicht schlecht sein???

Beitragvon Braz » 30. März 2006, 11:55

Mike Merten schrieb:
> Ganz anders, wenn jemandem ein Spiel nicht gefällt. Kommt
> derjenige dann auf die Idee, das Spiel als schlecht zu
> bezeichnen, dann gibt es fast schon einen Sturm der
> Entrüstung. .....

Stimmt! Ist mir auch schon aufgefallen! Oft nehmen es Leute persönlich, wenn man ein Spiel schlecht redet. ABER was ich noch heftiger finde ist -die vorigen Diskussionen miteinbezogen-, daß wenn man denkt, daß etwas aus seiner Sicht falsch oder mißverständlich dargestellt wurde (z.B. Kleopatra=Kinderspiel) und der andere korrigiert dies, diese Korrektur dann wiederum so dargestellt wird, als sei man persönlich betroffen. Nach dem motte "Ich habe das Gefül als wolltest du dich rechtfertigen".......

Noch nerviger sind dann die Posts -und so geht es ja z.Zt. ab-, welche behaupten/nahelegen, daß nur einem das Sipel gefallen würde, weil man damit prahlt, daß man es schon vor den Anderen hat ...obwohl das Spiel eigentlich schlecht wäre.....
Die abstruseste unterstellung war sogar, dam man als "Neuheitenhyper" beschimpft wird, nur weil man das Spiel in der Veröffentlichungswoche gekauft hat UND dies auch noch gut findet ? -> was für eine Frechheit ! :))


> Als wenn die Behauptung, daß ein Spiel sei gut, nicht exakt
> genauso subjektiv sei.
> Wieso kann man die Feststellung, ein Spiel sei schlecht,
> nicht genauso als persönliche Meinung akzeptieren?

dem stimme ich dir vollstens zu, nur was z.Zt. hier abgeht ist mE ohne Worte, denn man wird z.Zt. nicht beschimpft, weil man ein Spiel schlecht findet, sondern eher, weil man es gut findet........


Oh man, wenn`s sonst keine Probleme gibt, dann bin ich froh......



Besten Gruß
Braz

(, der dein Posting echt verstehen kann, aber die "Hexenjagd" in die andere Richtung z.Zt. wirklich abartig findet....)

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Braz
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Re: Dürfen Spiele nicht schlecht sein???

Beitragvon Braz » 30. März 2006, 11:57

Mike Merten schrieb:
> Ganz anders, wenn jemandem ein Spiel nicht gefällt. Kommt
> derjenige dann auf die Idee, das Spiel als schlecht zu
> bezeichnen, dann gibt es fast schon einen Sturm der
> Entrüstung. .....

Stimmt! Ist mir auch schon aufgefallen! Oft nehmen es Leute persönlich, wenn man ein Spiel schlecht redet. ABER was ich noch heftiger finde ist -die vorigen Diskussionen miteinbezogen-, daß wenn man denkt, daß etwas aus seiner Sicht falsch oder mißverständlich dargestellt wurde (z.B. Kleopatra=Kinderspiel) und jnd korrigiert dies, diese Korrektur dann wiederum so dargestellt wird, als sei man persönlich betroffen und beleidigend. Nach dem Motto "Ich habe das Gefül als wolltest du dich rechtfertigen".......

Noch nerviger sind dann die Posts -und so geht es ja z.Zt. ab-, welche behaupten/nahelegen, daß nur einem das Sipel gefallen würde, weil man damit prahlen will und um damit anzugeben, daß man es schon vor den Anderen hat ...obwohl das Spiel eigentlich schlecht wäre.....
Die abstruseste Unterstellung war sogar, dam man als "Neuheitenhyper" beschimpft wird, nur weil man das Spiel in der Veröffentlichungswoche gekauft hat UND dies auch noch gut findet ? -> was für eine Frechheit ! :))


> Als wenn die Behauptung, daß ein Spiel sei gut, nicht exakt
> genauso subjektiv sei.
> Wieso kann man die Feststellung, ein Spiel sei schlecht,
> nicht genauso als persönliche Meinung akzeptieren?

dem stimme ich dir vollstens zu, nur was z.Zt. hier abgeht ist mE ohne Worte, denn man wird z.Zt. nicht beschimpft, weil man ein Spiel schlecht findet, sondern eher, weil man es gut findet........


Oh man, wenn`s sonst keine Probleme gibt, dann bin ich froh......



Besten Gruß
Braz

(, der dein Posting echt verstehen kann, aber die "Hexenjagd" in die andere Richtung z.Zt. wirklich abartig findet....)

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Frank Schaubrenner

Re: Dürfen Spiele nicht schlecht sein???

Beitragvon Frank Schaubrenner » 30. März 2006, 12:48

>>Stimmt! Ist mir auch schon aufgefallen! Oft nehmen es Leute persönlich, wenn man ein Spiel schlecht redet<<

jo, wobei was ist schlecht reden, hört sich so an als ob ein gutes Spiel mit Absicht in ein schlechtes Bild rückt, kann sein, ist aber oft gar nicht so, da es einfach nicht gefällt.

>>ABER was ich noch heftiger finde ist -die vorigen Diskussionen miteinbezogen-, daß wenn man denkt, daß etwas aus seiner Sicht falsch oder mißverständlich dargestellt wurde (z.B. Kleopatra=Kinderspiel) und jnd korrigiert dies, diese Korrektur dann wiederum so dargestellt wird, als sei man persönlich betroffen und beleidigend. Nach dem Motto "Ich habe das Gefül als wolltest du dich rechtfertigen"......<<

jo Kinderspieldiskussion fand ich auch merkwürdig, wobei die Definition Kind einfach blöd gewählt war, meiner Meinung können erfahrene "Kinder" und Jugendliche fast jedes Spiel spielen ohne dass ein Spiel deswegen zum Kinderspiel wird. Aber Begriffsdiskussionen gibt es hier immer wieder, siehe die immer wiederkehrende "Strategie/Taktik" und Glücksdiskussion.

>>Noch nerviger sind dann die Posts -und so geht es ja z.Zt. ab-, welche behaupten/nahelegen, daß nur einem das Sipel gefallen würde, weil man damit prahlen will und um damit anzugeben, daß man es schon vor den Anderen hat ...obwohl das Spiel eigentlich schlecht wäre.....

Na und, ist ein Empfinden von nicht nur einem User, dass eben Neuheiten teilweise am Besten schon vor dem ersten Spielen gelobt oder gar zerrissen werden (nette Anekdote fand ich die Diskussion vor Nürnberg als anhand von Kurzbeschreibungen von einer Person mehr oder weniger der gesamte Frühjahrsjahrgang niedergemacht werden sollte-->ohne ein Spiel je in Natura gesehen worden zu sein).
Wenn jemandem ein Spiel gefällt, klar kann er es äussern, genauso wie andersrum.

Fand den Gedankengang unten interessant, es trifft sicher nicht auf jeden und jedes Spiel so zu, aber das Phänomen, "es ist Neu ich habe es habe viel Kohle rausgehauen nu kann es nicht so schlecht sein wie es erst in unserer Runde ankam", ist durchaus einen Gedankengang wert. Wenn du dies persönlich nimmst kann der wohl nichts dafür, der dies verfasst hat. Dein herausgezogenes Stückchen Zitat ist übrigens nur ein kleiner Teil der überspitzt formulierten gesamtbehauptung,... klar kann man es wortwörtlich nehmen und generalisieren, dann kann es nicht mehr passen und sieht ubskur aus.

>>ie abstruseste Unterstellung war sogar, dam man als "Neuheitenhyper" beschimpft wird, nur weil man das Spiel in der Veröffentlichungswoche gekauft hat UND dies auch noch gut findet ? -> was für eine Frechheit ! :)

Es ging nicht um EINE PEEP oder um eine Kurzvorstellung (zumindest habe ich es so Empfunden) sonderen darum, dass ein Spiel, nicht nur das Aktuelle Kleo, auf den Markt kommt evtl. ne Peep erscheint, (oder auch nicht), und innerhalb von 3-6 Tagen 4 weitere Threads um das Spiel entstehen, Kaufempfehlungen her sollen, dann noch RF noch und nöcher erscheinen und am Besten gleich noch Varianten vorgeschlagen werden. Wobei nach 1-2 Wochen dann wieder Ruhe ist.
Einer Zeit in der man ein Spiel in aller Regel dann eigentlich erst richtig einschätzen kann.(ok evtl. bin ich ja auch zu blöd um nach einmaligem Spielen einschätzen kann ob ein Spiel ausgewogen ist, top dauerhaften Spielreiz bietet etc., ).
DAs Posting direkt hätte insofern von mir sein können, da ich es sehr merkwürdig fand, 3-4 Threads vorher wurde nach einer Kaufempfehlung gebeten, dies ausgiebig diskutiert und fast hilferufend kam die nächste bitte um eine Kaufempfehlung.

Dies Antwortposting auf das du Ansprichst, war eine Feststellung ohne Spiel und Personenbezug, (niemand hat DICH beschimpft)

Dies ist meiner Meinung ein Hype, das Spiel kann trotzdem Top sein (wie z.B. Caylus), muss nicht absichtlich forciert worden sein und das solche Postings falsch aufgefast werden können, hat man ja an der SüC Feststellung gesehen, denke mal es gab da noch mehr Sender/Empfänger Probleme.

DIes ist meiner Meinung nach ein immer wiederkehrendes Phänomen und fällt eben auf und insbesondere die RF sind manchmal sehr lustig, da schon im Posting oft auffällt, dass das Spiel noch nicht mal angespielt wurde und einem nur eine Regel merkwürdig vorkam (war doch in einem anderen Spiel anderst ..oder so ähnlich) , die dann oft aber im Spiel schlüssig ist... .
Bei den Regelfragen kommt dann manchmal noch eine ungespielte Wertung des Spieles, was mir dann auch merkwürdig vorkommt.


Kurz gesagt
denke mal niemand ist gegen eine PEEP, niemand ist gegen eine RF, manche stört es eben dass ein Spiel 1 Woche das ganze Forum beherrscht, ein Posting nach dem anderen erscheint, das Thema nach 5-10 Postings abgehakt wird und das selbe mit dem nächsten Spiel passiert.
Denke mal es ist nichts Schlimmes daran, dies mal zu äussern, dass sich in der momentanen (dauerhaft?) Forumsstimmung auch Leute angegriffen fühlen kann wohl nicht ausbleiben. Emotionen gehören eben scheinbar zunehmend dazu :-)

Gruss
Frank

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Mike Merten

Re: Dürfen Spiele nicht schlecht sein???

Beitragvon Mike Merten » 30. März 2006, 13:02

Braz schrieb:
> (, der dein Posting echt verstehen kann, aber die "Hexenjagd"
> in die andere Richtung z.Zt. wirklich abartig findet....)

Keine Angst ;) Ich hasse jede Art Hexenjagd.

Unterschiedliche Geschmäcker - dadurch erst entsteht doch die Buntheit in der Welt. Der eine mag Caylus, Kleopatra oder was auch immer, der andere mag andere Spiele. Wie, zum Teufel, kann das bloß zu einem Problem werden???

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Martin

Re: Dürfen Spiele nicht schlecht sein???

Beitragvon Martin » 30. März 2006, 13:10

Mike Merten schrieb:

> Wieso kann man die Feststellung, ein Spiel sei schlecht,
> nicht genauso als persönliche Meinung akzeptieren?

Ich finde es grundsätzlich gut, dass mit schlechten Urteilen sehr sparsam umgegangen wird, zumal es häufig wirklich eine Frage des Geschmacks ist.

Hinter jedem noch so unscheinbar daher kommenden Spiel steckt eine langfristige Entwicklungsarbeit (Autor, Grafiker, Redaktion, Testspieler, Vertrieb und und und ...), deren Ergebnis nicht unbedingt meinen Geschmack treffen muss, die aber eine gewisse Wertschätzung verdient hat.

Gerade in der Spieleszene haben es sich viele angewöhnt, erst mal die vermeintlichen Mängel herauszufinden und diese möglichst laut in die Welt zu posaunen. Bei manchen Leuten frage ich manchmal, ob sie überhaupt Freude beim Spielen empfinden, oder ob es nicht eher darum geht sich durch besserwissendes Rumgemecker in Szene zu setzen. Das scheint aber ein generelles Problem von Fan-Szenen zu sein, wenn man sich das Gejammer über die DFB-Kicker so anhört.

Die Bezeichnung von Kleopatra als "Kinderspiel" finde ich jedenfalls genauso unangebracht wie seinerzeit die Beschreibung von Druidenwalzer als "Bausatz".

Weiterhin viel Freude beim Spielen wünscht

Martin
(dessen derzeitiges Lieblingsspiel das geistlose und hässliche Hasbro-Plastik-Spiel "Looping Louie" ist)

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peer

Re: Dürfen Spiele nicht schlecht sein???

Beitragvon peer » 30. März 2006, 13:27

Hi,
Mmmh, ich hab eher das Gefühl, dass wenn ein Spiel besprochen wird, sich mindestens einer mit einer Gegenmeinung melden muss (ganz, ganz wenig Ausnahmefälle in beide Richtungen). Und dann wirds schnell grob; das Spiel muss um jeden Preis vernichtet/beschützt werden.
Bei Kleo konnten es einige nicht stehen lassen, dass es ein tolles Spiel ist. Fein. Aber nicht alle haben sachlich argumentiert. Dagegen wurde dann genausowenig sachlich gegenargumentiert, bis am Ende jeder nur noch schreit.

Cash & Guns ist z.B: ein Spiel, bei dem einige jedes Mal wenns erwähnt wird reinhauen müssen - z.T. in dem sie dem Spiel Originalität absprechen (Natürlich ist es nicht jedermanns Sache, aber originell ist es nunmal. Man darf auch originelle Spiele schlecht finden). Railroad Tycoon verursacht auch immer heftige Emotionen (mehr noch in den USA, denn hier ist es ja noch nicht draussen. Glaub ich.).

Insgesamt kann ich kein Trend ablesen - es gibt ein paar Schreihälse im Forum, die ihre Meinung mit Zähnen, Klauen und Provokationen verteidigen und es hängt davon ab, wie die ein Spiel finden, in welche Richtung die Diskussion abgleitet...

Alles weitere unten im Kleo-Thread unter "Mehr Forum-Schach, bitte!"

ciao
peer

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Franz-Benno Delonge
Kennerspieler
Beiträge: 277

Re: Dürfen Spiele nicht schlecht sein???

Beitragvon Franz-Benno Delonge » 30. März 2006, 13:58

Hallo Martin,
für diesen deinen Beitrag möchte ich mich als Betroffener ganz herzlich bedanken.

Dass manchmal auch richtig schlechte Spiele produziert werden, will ich gar nicht grundsätzlich bestreiten. Aber es geschieht doch eher selten. Denn wie Martin sagt: Bevor ein Spiel in einer Schachtel das Licht des Spieleladens erblickt, haben sich ziemlich viele Menschen, die durchaus auch etwas von Spielen verstehen, mit dem Ding beschäftigt und es für in Ordnung befunden. Der Autor hat sich angestrengt und dann mit vielen Mitspielern ausgiebig getestet. Der Redakteur hat das Spiel vielen anderen Entwürfen vorgezogen, die von ihren Autoren auch mit viel Aufwand produziert, getestet und für gut befunden worden waren. Viele Verlagstestrunden haben auch nichts grundsätzliches asuzusetzen gehabt. Und deshalb wird das Spiel höchstwahrscheinlich - jedenfalls für eine bestimmte Zielgruppe - seine Qualitäten haben. Und es ist eher unwahrscheinlich, dass ausgerechnet ich als erster und einziger nach ein oder zwei Probepartien fundamentale Unzulänglichkeiten entlarve.

Ausnahmen sehe ich nur da, wo ersichtlich irgendein Mist um eine gekaufte Lizenz oder ein momentan hippes Thema herumproduziert worden ist. Ansonsten unterscheide ich bei Spielen prinzipiell zwei Gruppen: Die, die ich richtig gut finde, und die, die für eine andere Zielgruppe gemacht worden sind. Über erstere äußere ich mich manchmal, und über die anderen nicht.

Mir ist völlig klar, dass das darauf beruht, dass ich als Spieleautor befangen bin. Und natürlich hat der Konsument das Grundrecht auf Fundamentalkritik, ob nun fundiert begründet oder nicht. Und natürlich ist man im Zweifel ein systembejahender Depp, wenn man irgendetwas gut findet. Aber gerade deshalb war Martins Beitrag so erfrischend.

Schönen Gruß
Benno

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Marten Holst
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Beiträge: 1787

RE: Dürfen Spiele nicht schlecht sein???

Beitragvon Marten Holst » 30. März 2006, 14:03

Moin Braz,

ich glaube, Du hast das oben (sb-off-Reader) bzw. unten (Forum im Browser) wirklich zu persönlich genommen. Die ursprüngliche These von Michael betraf einige Texte hier allgemein und nicht unbedingt Kleopatra und nicht unbedingt Deine Meinung.

Und was den Hype von Spielen, die man teuer und schnell erworben hat, angeht, den sehe ich auch (ohne Autoren zu erinnern). Man nehme zum Beispiel die fairplay-Umfrage in Essen 2005: kaum war ein Spiel ausverkauft, stürzte es ab (Achtung, nur ein Gefühl. Zumindest bei Shear Panic und Caylus (kam dann wieder ganz stark nach oben, als bei Huch neue Kartons eintrafen) habe ich es beobachtet, ist aber nur Einzelfallbeweis). Vorher war es toll, weil man es hatte, danach waren es saure Trauben. Ich behaupte daher, diese Tendenz, spiele hochzujubeln, weil man sie vor anderen hat, gibt es. Vielleicht sogar in jedem von uns, vielleicht ist das irgendeine "Zufriedenheitssteuerung", damit man nicht nur Depressionen hat. Eventuell ist das auch in anderen Sammelgebieten so, dass Raritäten, die ich habe, mehr wert sind als Raritäten, die ich nicht habe. Vielleicht sind es auch nur einzelne Leute. Aber die Beobachtung sehe ich an sich auch. Und ich meine ganz speziell niemanden, also auch nicht Dich, einfach, weil ich dabei nicht auf Namen von Leuten geachtet habe. :-) Und ich meine auch nicht, dass jede begeisterte Äußerung diesem Motiv entstammen muss, aber einige doch sicher, und eventuell sogar viele in Abstufungen. Wäre eine interessante Untersuchung - ich denke, zu dem Thema (allgemein, nicht bei Spielen) haben sich vielleicht schon Leuts Gedanken gemacht :-)

Tschüß
Marten

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Mike Merten

Re: Dürfen Spiele nicht schlecht sein???

Beitragvon Mike Merten » 30. März 2006, 14:13

Martin schrieb:
>
> Mike Merten schrieb:
>
> > Wieso kann man die Feststellung, ein Spiel sei schlecht,
> > nicht genauso als persönliche Meinung akzeptieren?
>
> Ich finde es grundsätzlich gut, dass mit schlechten Urteilen
> sehr sparsam umgegangen wird, zumal es häufig wirklich eine
> Frage des Geschmacks ist.

Genau das verstehe ich nicht. Etwas gut zu finden ist doch genauso eine "Frage des Geschmacks".

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Michael Schlepphorst
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Beiträge: 793

Re: Dürfen Spiele nicht schlecht sein???

Beitragvon Michael Schlepphorst » 30. März 2006, 14:22

Franz-Benno Delonge schrieb:
>
> Und es ist
> eher unwahrscheinlich, dass ausgerechnet ich als erster und
> einziger nach ein oder zwei Probepartien fundamentale
> Unzulänglichkeiten entlarve.
>
> Ausnahmen sehe ich nur da, wo ersichtlich irgendein Mist um
> eine gekaufte Lizenz oder ein momentan hippes Thema
> herumproduziert worden ist. Ansonsten unterscheide ich bei
> Spielen prinzipiell zwei Gruppen: Die, die ich richtig gut
> finde, und die, die für eine andere Zielgruppe gemacht worden
> sind. Über erstere äußere ich mich manchmal, und über die
> anderen nicht.

Hallo!
Also für diese Zeile danke ich Dir wirklich! Das kann ich nämlich 100% unterschreiben. Es gibt kaum Spiele über die ich sagen könnte sie seien richtig schlecht.

Entweder liegen sie mir einfach nicht oder man muss sie erst einige male gespielt haben um es wirklich fundiert begründen zu können. Urteile die bereits nach einer Partie oder besser sogar nur nach dem Regelstudium abgegeben werden, kann ich einfach nicht Ernst nehmen.

Gruß

Michael, der froh ist über so viel schöne Spiele ...

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Martin

Re: Dürfen Spiele nicht schlecht sein???

Beitragvon Martin » 30. März 2006, 15:16

Mike Merten schrieb:
>
> Genau das verstehe ich nicht. Etwas gut zu finden ist doch
> genauso eine "Frage des Geschmacks".

Lieber Mike,

sicherlich ist beides eine Frage des Geschmacks. Die Frage ist nur, wann ich meinen Geschmack anderen mitteile und wann nicht.

Ein Kompliment ist eine Form der Wertschätzung und Achtung der Person. Auch eine kritische Auseinandersetzung kann durchaus wertschätzend sein.
Nur ist beim Anbringen von Kritik weitaus mehr Fingerspitzengefühl erforderlich - wie jeder, der selbst schon mal Kritik erfahren hat, wissen müsste.

Martin
(der an Loopin Louie richtig schlecht findet, dass es nicht mit 2-€-Münzen funktioniert)

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Bernd

Re: Dürfen Spiele nicht schlecht sein???

Beitragvon Bernd » 30. März 2006, 15:17

Konfuzius sagt:
"ES GIBT KEINE SCHLECHTEN SPIELE - NUR SPIELER DIE DAS FALSCHE SPIEL SPIELEN!"

Gruß

Bernd

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Michael Andersch

RE: Dürfen Spiele nicht schlecht sein???

Beitragvon Michael Andersch » 30. März 2006, 15:40

"Braz" hat am 30.03.2006 geschrieben:

> Noch nerviger sind dann die Posts -und so geht es ja z.Zt.
> ab-, welche behaupten/nahelegen, daß nur einem das Sipel
> gefallen würde, weil man damit prahlen will und um damit
> anzugeben, daß man es schon vor den Anderen hat

Äußerst Du Deinen Unmut darüber nun in jedem Deiner Postings?
Scheint Dich ja schwerer getroffen zu haben als gedacht.

Aber naja, wegen mir. Frank und Marten (und einige andere auch) scheinen ja verstanden zu haben, was ich damit aussagen wollte.

Micha

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Braz
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[oT] RE: Dürfen Spiele nicht schlecht sein???

Beitragvon Braz » 30. März 2006, 15:53

Michael Andersch schrieb:
> Äußerst Du Deinen Unmut darüber nun in jedem Deiner Postings?
> Scheint Dich ja schwerer getroffen zu haben als gedacht.

nop..nicht wirklich.
Da berühren mich dann doch schon eher andere Sachen....

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Daniel_R

Re: Geltungsdrang im Forum

Beitragvon Daniel_R » 30. März 2006, 16:27

Ich gebe Peer recht, es gibt ein paar Grundmotivationen sich [i]negativ[/i] über Spiele oder Verfasser von Postings zu äussern:

[b]Snobismus[/b]
Ist doch nur ein Kinderspiel!
Monopoly ist nur was für Anfänger, Kenner spielen [Lieblingspiel einsetzen]

[b]Protektionismus[/b]
Jemand schreibt, dass er Caylus mag. Neutrale Aussage. Dann gibt es sicher Leute, welche schreiben, dass Caylus nie und nimmer an bspw. Puerto Rico herankommt, obwohl niemand diesen Vergleich angestrebt hatte.

[b]Egozentrik[/b]
Die eigene Meinung zählt über alles, ist universell und die anderen Deppen muss man von ihrem Irrglauben erlösen, darum noch einmal klarmachen, dass [Lieblingspiel einsetzen] doch unmissverständlich das beste Spiel sei. Widerspruch wird nicht akzeptiert.

[b]Rechthaberei[/b]
Eigentlich wird in einem Thread nur ein winziges Detail korrigiert, aber dieses mit einer an Sturheit grenzenden Verbissenheit. Der Rechthaber vergleicht die Diskussion mit einer Gerichtsverhandlung in der er als Sieger hervorgehen will.

[b]Besserwisserei[/b]
Dieser Typus will eigentlich den [Lieblings-Verlag einsetzen] gleich selber leiten und kann nicht begreifen warum so viele sinnlos Neuheiten veröffentlicht wurden, welche doch gleich zum vornherein zum Flop verurteilt sind.

[b]Scherzhaftigkeit[/b]
Der Beitrag soll etwas Humor ins Forum bringen, leider wird eine zynische, satirische oder sarkastische Bemerkung nicht als solche Verstanden und er Poster beginnt mit diesem Missverständnis einen neuen verbalen Schlagaubtausch.


Viele Grüsse
Daniel
(der darauf plädiert, nicht alles so bierernst zu nehmen, es geht schliesslich ums Spielen)

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Daniel_R

Re: Geltungsdrang im Forum

Beitragvon Daniel_R » 30. März 2006, 16:27

Ich gebe Peer recht, es gibt ein paar Grundmotivationen sich [i]negativ[/i] über Spiele oder Verfasser von Postings zu äussern:

[b]Snobismus[/b]
Ist doch nur ein Kinderspiel!
Monopoly ist nur was für Anfänger, Kenner spielen [Lieblingspiel einsetzen]

[b]Protektionismus[/b]
Jemand schreibt, dass er Caylus mag. Neutrale Aussage. Dann gibt es sicher Leute, welche schreiben, dass Caylus nie und nimmer an bspw. Puerto Rico herankommt, obwohl niemand diesen Vergleich angestrebt hatte.

[b]Egozentrik[/b]
Die eigene Meinung zählt über alles, ist universell und die anderen Deppen muss man von ihrem Irrglauben erlösen, darum noch einmal klarmachen, dass [Lieblingspiel einsetzen] doch unmissverständlich das beste Spiel sei. Widerspruch wird nicht akzeptiert.

[b]Rechthaberei[/b]
Eigentlich wird in einem Thread nur ein winziges Detail korrigiert, aber dieses mit einer an Sturheit grenzenden Verbissenheit. Der Rechthaber vergleicht die Diskussion mit einer Gerichtsverhandlung in der er als Sieger hervorgehen will.

[b]Besserwisserei[/b]
Dieser Typus will eigentlich den [Lieblings-Verlag einsetzen] gleich selber leiten und kann nicht begreifen warum so viele sinnlos Neuheiten veröffentlicht wurden, welche doch gleich zum vornherein zum Flop verurteilt sind.

[b]Scherzhaftigkeit[/b]
Der Beitrag soll etwas Humor ins Forum bringen, leider wird eine zynische, satirische oder sarkastische Bemerkung nicht als solche verstanden und der Poster beginnt mit diesem Missverständnis einen neuen verbalen Schlagaubtausch.


Viele Grüsse
Daniel
(der darauf plädiert, nicht alles so bierernst zu nehmen, es geht schliesslich ums Spielen)

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Niccolo
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Re: Dürfen Spiele nicht schlecht sein???

Beitragvon Niccolo » 30. März 2006, 17:02

Martin, Zweierlei:

Nämlich zu deiner Sicht gegenüber Kritik im allgemeinen - und zu meinem Kritikverhalten gegenüber Kleo.

Zur Kritik:

>
> Mike Merten schrieb:
>
> > Wieso kann man die Feststellung, ein Spiel sei schlecht,
> > nicht genauso als persönliche Meinung akzeptieren?
>
> Ich finde es grundsätzlich gut, dass mit schlechten Urteilen
> sehr sparsam umgegangen wird, zumal es häufig wirklich eine
> Frage des Geschmacks ist.

Versteh ich jetzt nicht.
Wenn es eine Frage des Geschmackes ist, dann ist keine Notwendigkeit der Sparsamkeit gegeben?

Man beurteilt ein Produkt.
Ist nicht so, dass die Kochkunst der Angetrauten, das mit aller Liebe aber doch patschert gemalte Bild des Kindes, bewertet werden soll, sondern ein kommerzielles Produkt!


> Hinter jedem noch so unscheinbar daher kommenden Spiel steckt
> eine langfristige Entwicklungsarbeit (Autor, Grafiker,
> Redaktion, Testspieler, Vertrieb und und und ...), deren
> Ergebnis nicht unbedingt meinen Geschmack treffen muss, die
> aber eine gewisse Wertschätzung verdient hat.

Ich wertschätzte es mindestens 1x: als ich es erworben habe.
Ich bin beileibe kein Pfennigfuchser - will aber nur fest halten: die 50 EUR die ich etwa zahlte, fielen auch nicht vom Himmel.

Aber wichtiger:
Ein Erzeuger ging mit einem Produkt an die Öffentlichkeit um einen wirtschaftlichen Erfolg zu erzielen.

Ich sehe darauf basierend überhaupt keinen Grund, dass ich mir jetzt denke: Hm, mir taug das und das nicht... aber ich behalt es besser für mich, damit ich keine Gefühle verletze.
Tu ich sowieso nicht - Kleo wird sicher ein kommerziell rechenbarer Erfolg für DoW, was kümmert meine Meinung in irgendeinem Forum?


> Gerade in der Spieleszene haben es sich viele angewöhnt, [...]
> Das scheint
> aber ein generelles Problem von Fan-Szenen zu sein, wenn man
> sich das Gejammer über die DFB-Kicker so anhört.

Das Gejammer übers Gejammer ist auch nicht neu ;)


Zweitens: Das Spiel Kleopatra

Zu deinem Punkt:

> Die Bezeichnung von Kleopatra als "Kinderspiel" finde ich
> jedenfalls genauso unangebracht wie seinerzeit die
> Beschreibung von Druidenwalzer als "Bausatz".

Ist legitim. Als ich irgendwo da unten (oder gottlob bald im unsichtbaren Hinten) anmerkte, dass ich wohl als Kind eine Heidenfreude mit diesem Spiel gehabt hätte, war das nicht als "vernichtendes Urteil" gedacht.

Sowieso seltsam, dass das Etikett "Kinderspiel" als "vernichtendes Urteil" aufgefasst wird.


Abgesehen vom Geschmackserlebnis, was emotional ist und somit kaum in allgemein verständlicher Weise definiert werden kann - kann über Eigenschaften durchaus geplaudert werden.

Und mein aus Enttäuschung geäusserter Hauptkritikpunkt blieb unerwidert. Nicht dass ich das einfordern könnte - aber eine Erwiderung könnte zum Beispiel einen Aspekt aufwerfen, den ich übersah.

Ehrlich - nichts lieber als das ich zum Schluß komme: beim nächsten Spieleabend sollte Kleopatra doch noch mal am Tisch kommen.


Falls du es nicht gelesen hast - Zusammengefasst:

Ich sehe kaum einen erkennbaren Grund, nicht auf den kartenstärksten Markt zu greifen.

Ich sehe kaum eine Möglichkeit, oder gar einen Sinn, den Einsatz von korruptionsbehafteten Ressourcen zu vermeiden.

Das ist meine 'Kritik' - und als Fazit:
So sammel ich etwas um die 10 Karten - kaufe damit das bestmöglichste Teil im Steinbruch ein.

Da hätte ich schon gerne andere Mechanismen gesehen.

Und der - ja, imho aufgesetzte - Opfermechanismus... also der ist ja auch unglücklichst gelöst.


Verstehst Du - ich hatte mich schon sehr auf dieses Spiel gefreut. Alles aufgesogen, was darüber zu sehen/lesen war. Und selbst nach dem Regellesen war ich noch bester Dinge -- allein im Spiel fand ich es ziemlich ernüchternd, was dann passiert.

Und wenn jemand fragt, was davon gehalten wird - ja, dann erzähl ich meinen Eindruck.

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Martin L. Beiwerk

Re: Doch! Unbedingt!

Beitragvon Martin L. Beiwerk » 31. März 2006, 08:55

Hallo Mike, hallo Leute!

Negative Kritik an Spielen sind wie das Salz in der Suppe des Spielsüchtigen. Unbedingt notwendig! Zumindest für mich, der nicht nur sammeln und kaufen will, sondern vorher wissen will, ob ein bestimmtes Spiel für ihn in Frage kommt.

Wird ein Spiel auf den Markt gebracht, dann lesen wir doch erst mal einen ganzen Schwall Werbung und Beschreibungen hierzu, die natürlich positiv abgefaßt sind.

Das ist dann die Phase, in der ich mich für ein Spiel zu interessieren beginne. Dann kommen die ersten Kritiken und PEEPs. Meist positiv oder doch zumindest wohlwollend. Mein Interesse steigt.

Und dann, wenn eine gewisse Menge verkauft und gespielt wurde, dann kommen die Enttäuschungen und negativen Kritiken, die für mich so wichtig sind! Denn jetzt kann ich endlich sehen, ob das Spiel tatsächlich hält was es verspricht. Die Schwachpunkte eines Spiels sind für mich kaufentscheidend! Ich weiß ja im Allgemeinen was ich mag und was nicht. Beschreibt also z.B. jemand, dass ein Spiel zu glückslastig ist, weil Würfel dabei sind, dann kann ich für mich sagen: "Stört mich jetzt nicht so", oder "Ich mag keine spielentscheidenden Würfel". Wie auch immer...

Bevor ich ein Spiel kaufe, lese ich beides: Positive und negative Kritiken. Natürlich nur, soweit auch begründet. Allgemeine Aussagen sind in beiden Fällen nutzlos. Nutzlos sind für mich meist auch Kritiken, die kurz nach Erscheinungstermin des Spiels entstehen, da ich dann Zweifel hege, ob das Spiel ausgiebig genug getestet wurde.

Zum Thema Netiquette: Das manche hier etwas über die Strenge schlagen, andere Meinungen nicht akzeptieren können, oder nicht sachlich bleiben können, ist natürlich nervig. Aber im Großen und Ganzen geht es für ein offenes Forum doch noch recht gesittet zu. Ein Kurs in Netiquette würde dem einen oder anderen sicherlich trotzdem ganz gut tun.

Macht's gut und immer schön freundlich bleiben
Martin L. Beiwerk

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Uwe Becker

Re: Dürfen Spiele nicht schlecht sein???

Beitragvon Uwe Becker » 31. März 2006, 10:34

>>Wenn es eine Frage des Geschmackes ist, dann ist keine Notwendigkeit der Sparsamkeit gegeben?<<

Aha, wenn mir persönlich etwas nicht schmeckt, dann hau ich es jedem um die Ohren, der hören will oder auch nicht. So sind sie halt, die Schluchtenscheisser. Wie sagte mal ein weiser Mann: Mountains limit the horizon.

>>Ich wertschätzte es mindestens 1x: als ich es erworben habe.<<

Du bist so gütig!

>>Ich bin beileibe kein Pfennigfuchser - will aber nur fest halten: die 50 EUR die ich etwa zahlte, fielen auch nicht vom Himmel.<<

Nicht mal bei Euch in Österreich??? Dann bleibt Dir wohl nur körperliche Arbeit.

>>Aber wichtiger: Ein Erzeuger ging mit einem Produkt an die Öffentlichkeit um einen wirtschaftlichen Erfolg zu erzielen.<<

Mach Sachen!?

>>Ich sehe darauf basierend überhaupt keinen Grund, dass ich mir jetzt denke: Hm, mir taug das und das nicht... aber ich behalt es besser für mich, damit ich keine Gefühle verletze.<<

So ein Blabla... unglaublich!

>>Tu ich sowieso nicht - Kleo wird sicher ein kommerziell rechenbarer Erfolg für DoW, was kümmert meine Meinung in irgendeinem Forum?<<

Deine Meinung? Hält sich in Grenzen. Könnte an der unnachahmlichen Arroganz liegen...

>>Sowieso seltsam, dass das Etikett "Kinderspiel" als "vernichtendes Urteil" aufgefasst wird.<<

Du hast es wohl auch mit Monopoly auf eine Stufe gestellt. Und das sollte sogar einem überheblichen Ösi wie Dir bekannt sein, dass Monopoly nicht gerade einen guten Ruf in der Spieleszene besitzt. Dann in Kombination mit "Kinderspiel" kommt das schon echt geil rüber.

>>Und mein aus Enttäuschung geäusserter Hauptkritikpunkt blieb unerwidert. Nicht dass ich das einfordern könnte - aber eine Erwiderung könnte zum Beispiel einen Aspekt aufwerfen, den ich übersah.<<

Das lese mal vor allem Braz' Antworten... mannomann...

>>Falls du es nicht gelesen hast <<

Du meinst so wie Du die Beiträge anderer???

>> - Zusammengefasst: Ich sehe kaum einen erkennbaren Grund, nicht auf den kartenstärksten Markt zu greifen.<<

Kommt doch drauf an was liegt! Im Schnitt sieht man die Hälfte. Und nehme ich jetzt einen umfassenden Stapel, in dem vllt. alles verborgen ist, oder einen kleineren, in dem ich zwei von mir benötigte Güter sehe!? Auch muss ich den Kroko-Gott bestechen (damit er mich später besser fressen kann) falls ich zuviele Karten habe und vllt. auch noch behalten will.

>>Ich sehe kaum eine Möglichkeit, oder gar einen Sinn, den Einsatz von korruptionsbehafteten Ressourcen zu vermeiden.<<

Das Maß macht es aus. Aber maßhalten muss man erst mal können...

>>Da hätte ich schon gerne andere Mechanismen gesehen.
Und der - ja, imho aufgesetzte - Opfermechanismus... also der ist ja auch unglücklichst gelöst.<<

Wie fundiert! Ich bin ob Deiner Darlegung begeistert und finde Kleo ja auch völlig Scheiße, bzw. es ist ein Kinderspiel. Aber bloss nicht abwertend verstehen...

>>Verstehst Du - ich hatte mich schon sehr auf dieses Spiel gefreut. Alles aufgesogen, was darüber zu sehen/lesen war. Und selbst nach dem Regellesen war ich noch bester Dinge -- allein im Spiel fand ich es ziemlich ernüchternd, was dann passiert.<<

Dann sauf doch einfach weiter, wenn Du nüchtern wirst. Können die Ösis doch gut.

>>Und wenn jemand fragt, was davon gehalten wird - ja, dann erzähl ich meinen Eindruck. <<

Wer hat Dich den gefragt??? Aber Du gibst ja liebend gerne Deine überheblichen Kommentare preis, ob das jemand will oder nicht. Immerhin das kannst Du.

I can see the mountains...

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Uwe Mecker

Re: Dürfen Spiele nicht schlecht sein???

Beitragvon Uwe Mecker » 31. März 2006, 10:48

Schau mal bitte auf Google unter dem Stichwort "Netiquette" nach. Du brauchst es gaaaaaaaaanz dringend... Wirklich!

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Niccolo
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Beiträge: 1333

*lach*

Beitragvon Niccolo » 31. März 2006, 10:49

Uwe Becker schrieb:

[...]

> So
> sind sie halt, die Schluchtenscheisser. Wie sagte mal ein
> weiser Mann: Mountains limit the horizon.

> Du bist so gütig!


> Nicht mal bei Euch in Österreich???

> So ein Blabla... unglaublich!


> Deine Meinung? Hält sich in Grenzen. Könnte an der
> unnachahmlichen Arroganz liegen...

> sollte sogar einem überheblichen Ösi wie Dir bekannt
> sein,

> Dann sauf doch einfach weiter, wenn Du nüchtern wirst. Können
> die Ösis doch gut.


> Wer hat Dich den gefragt??? Aber Du gibst ja liebend gerne
> Deine überheblichen Kommentare preis, ob das jemand will oder
> nicht. Immerhin das kannst Du.

> I can see the mountains...


Interessante Reaktion, wenn man bedenkt, dass ich niemanden anfeindete...

Uwelein, deinen "Level" muß ich jetzt eh nicht kommentieren, oder?
Wenn ich ihn dir doch erklären müßt, verzeih - du bist Zeitverschwendung.

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Marten Holst
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RE: Dürfen Spiele nicht schlecht sein???

Beitragvon Marten Holst » 31. März 2006, 10:52

Moin,

Deine Meinung mag noch so qualifiziert sein (scheint allerdings nicht so), bei solcherart dumpfem Nationalismus habe ich keine Lust, mich damit zu beschäftigen.

Tschüß
Marten

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peer

Re: Dürfen Spiele nicht schlecht sein???

Beitragvon peer » 31. März 2006, 11:04

Hi,

Ich geh mal konstruktiv auf dein Posting ein, sowas muss ja auch mal sein ;-)

Niccolo schrieb:
> > Ich finde es grundsätzlich gut, dass mit schlechten Urteilen
> > sehr sparsam umgegangen wird, zumal es häufig wirklich eine
> > Frage des Geschmacks ist.
>
> Versteh ich jetzt nicht.
> Wenn es eine Frage des Geschmackes ist, dann ist keine
> Notwendigkeit der Sparsamkeit gegeben?

Natürlich darf man sich über ein Produkt kritisch äussern! Allerdngs ist die Frage wie dies geschieht. Wenn ich nach einem halben Spiel merke "Die Spieltiefe ist mir nicht genug", fein, dann kann man das auch so ins Forum schreiben (Wobei dein Beitrag -abgesehen vom letzten Absatz - eher noch konstruktiv war). Wer jetzt aber dem Spiel jegliche Qualitäten abspricht schiießt über das Ziel hinaus. Denn: Ist das Spiel wirklich schlecht oder bin ich nur nicht die Zielgruppe? Dass sollte nicht vermischt werden.
Ansonsten ists natürlich Anschauungssache: Ich bin der Meinung, eine kritische Schnellschussmeinung mehr schaden kann als eine postive Schnellschussmeinung: Erstere hält mehr vom Kauf ab, und wenn ich alleine mit meiner Meinung dastehe, habe ich viele um potentiellen Spielspass betrogen. Wenn ich alleine mit meiner positiven Meinung darstehe, werde mehr Spiele verkauft und bald kommen Gegenstimmen. Negative Kritik bleibt eher im Gedächnis als positive... Aber wie gesagt, dass ist meine Meinung.


> > Die Bezeichnung von Kleopatra als "Kinderspiel" finde ich
> > jedenfalls genauso unangebracht wie seinerzeit die
> > Beschreibung von Druidenwalzer als "Bausatz".
>
> Ist legitim. Als ich irgendwo da unten (oder gottlob bald im
> unsichtbaren Hinten) anmerkte, dass ich wohl als Kind eine
> Heidenfreude mit diesem Spiel gehabt hätte, war das nicht als
> "vernichtendes Urteil" gedacht.
>
> Sowieso seltsam, dass das Etikett "Kinderspiel" als
> "vernichtendes Urteil" aufgefasst wird.

Naja, warum hast du es angewendet? Warum mit Monolpoly verglichen? Um einen bestimmten Effekt zu erzeugen, also beschwer dich nicht, wenn dieser Effekt eingetroffen ist. :-)
Mal davon ab: Du implizierst ein bisschen, dass Leute wie Braz, denen das Spiel gefällt, auf der Stufe pubertierender Jugendlicher Stehen. Ob das beabsichtigt war - keine Ahnung...
Sein wir ehrlich: Der letzte Satz schoß übers Ziel hinaus und gut. Kann jedem mal passieren.

> Und mein aus Enttäuschung geäusserter Hauptkritikpunkt blieb
> unerwidert. Nicht dass ich das einfordern könnte - aber eine
> Erwiderung könnte zum Beispiel einen Aspekt aufwerfen, den
> ich übersah.

Nö, weil du recht hast. Das Spiel kann ja trotzdem spaßmachen, oder? ;-)

Auch wenn man mir immer wieder sagt, dass Betrayal on the house of the hill total glücksabhängig ist, mindert das nicht meinen Spielspaß daran - auch wenns sogar stimmt. :-)

> Ehrlich - nichts lieber als das ich zum Schluß komme: beim
> nächsten Spieleabend sollte Kleopatra doch noch mal am Tisch
> kommen.

Einfachste Lösung: Schicks mir, dann kommt es bei (meinem) nächsten Spieleabend auf den Tisch ;-) :-)

> Und wenn jemand fragt, was davon gehalten wird - ja, dann
> erzähl ich meinen Eindruck.

Und da schließt sich der Kreis: Das kann sachlich oder polemisch geschehen. Bis auf den letzten Monopoly-Satz war dein Posting sachlich. Andere waren eher das Gegenteil (und das betrifft negative wie positive Statements). Insofern... ;-)

ciao
peer

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Cäsar
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OT: Konfuzius versus Cäsar

Beitragvon Cäsar » 31. März 2006, 11:41


> Konfuzius sagt:
> "ES GIBT KEINE SCHLECHTEN SPIELE - NUR SPIELER DIE DAS
> FALSCHE SPIEL SPIELEN!"
>
> Gruß
>
> Bernd

Das war nicht Konfuzius, sondern ich! ;-) ;-) ;-)
http://www.spielbox-online.de/phorum4/read.php4?f=1&i=103769&t=103732

Grüsse
Cäsar


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