Beitragvon Braz » 18. August 2006, 13:32
Hallo,
Kathrin Nos schrieb:
>
> Hallo,
>
> in diesem Thread habe ich mehrfach die Klassifizierung der
> Händler von Genua als "Versteigerungsspiel" gelesen.
Das Wort -und da nehme ich mal die anderen in Schutz- hatte ich alleinige in diesem Zusammenhang verwendet!
> Wie
> kommt Ihr darauf? Für mich ist es ein Handelsspiel. Zwar
> versucht man bei der Verhandlung um die Aktionen "höhere"
> Gebote abzugeben, um letztendlich den Zuschlag zu erhalten.
> Allerdings ist es kein Versteigerungsmechanismus im linearen
> Sinne, dass die Gebote eindeutig als "höher" und "niedriger"
> einordnen lässt.
Stimmt natürlich, aber so spitzfindig wollte ich dann doch nicht sein, wenngleich ich dir in diesem Zusammenhang natürlich Recht geben muss.
Dennoch ist gerade bei diesem Spiel Versteigerung und Verhandlung ein schmaler Grad.
> Auch muss der aktive Spieler nicht notwendig
> dem höchsten Gebot den Zuschlag geben (so man dies denn
> beziffern kann...).
Muß man auch bei diversen anderen Versteigerungsspielen nicht - wenn das ein Argument gegen ein Versteigerungsspiel gewesen sein sollte.....
> Schliesslich sind doch alle "Güter" (Geld, Waren,
> Aufträge,Privilegien, Sonderaktionen etc.) frei kombinierbar,
> um die Angebote zu erstellen. Das Spiel lebt sehr stark
> davon, dass man geschickte Tauschkonstellationen vorschlägt -
> "die Ware und ein kleiner Auftrag gegen das Plättchen für die
> freie Startpositionswahl und das Ausführen der Aktion auf
> Feld xyz". Für mich hat das mit einer Versteigerung nicht
> mehr wirklich was zu tun.
hmmm...wie ich bereits sagte Verhandlung und Versteigerung sind 2 Sachen, welche manchmal rel. nah beisammen liegen. Gerade beim "HvG" ist es so, daß man daoch i.d.R. die Angebote annimmt, welche für einen selbst am wertvollsten sind und gerade um diese Angebote versuchen sich die anderen Spieler zu überbieten.
Ich würde mit dir übereinstimmen, wenn du sagen würdest, dass gerade HvG ein Verhandlungsspiel ist, da man ja eben auch Verhandeln kann und nciht wie beim Ver bzw Ersteigern bloß eine x-beliebige Summe nennt, ohne Rückkopplung mit dem Gegenüber. In diesem Punkt würde ich dir Recht geben und meine Aussage eines Versteigernugsspiels korrigieren, aber nicht in dem Punkt, daß ein Versteigerungsspiel ein Spiel ist, bei dem man linear folgend höhere Beträge nennt, welche dann als Höchstgebot den Zuschlag erhalten.....
> Schliesslich können durch den
> hochgradig asymmetrischen Besitz verschiedenster Güter bei
> den Spielern gänzlich unterschiedliche, und nur für den
> aktiven Spieler subjektiv vergleichbare Angebote zustande
> kommen.
natürlich, dennoch bleibt es für den "am Zug" befindlichen Spieler überlassen wie hoch er welches Gebot sieht, das natürlich für jeden verschieden ist. I.d.R. nimmt er sich aber dann doch das für ihn höchste Gebot.
> Für mich sind die Händler von Genua ein beinahe aufs Extreme
> gebrachte Verhandlungsspiel,
Da würde ich doch eher Chinatown in dieser Rolle sehen.
> P.S.: Den Vergleich von Fische Fluppen Frikadellen zu den
> Händlern (sehe ich gerade beim Schreiben unter dem Popup des
> Offline-Readers) wiederum halte ich für unpassend - FFF ist
> ein Optimierungs- und Tauschspiel, während die Händler mehr
> Handels- und Versteigerungsspiel sind.
Ich sagte auch, daß ich "Fisch, Fluppen, Frikadellen" und "die Händler" als Vergleich für weitaus passender finde als "Händler von Genua" und "Die Händler".
DAS war die Kernaussage, auf die sich meine Postings bezogen......
gruß
Braz